Warum ist der Klimawandel schlecht?

17 Antworten

Ersteinmal muss man sagen, dass das Klima sich schon häufig "gewandelt" hat. Deshalb kann man generell nicht von "schlecht" reden.

Das Problem ist, dass die Korrelation des Anstiegs am Treibhausgas CO2 exakt mit dem Beginn der Industrialisierung begann. Eine Kausalität zu vermuten, ist zumindest eine Annahme, der man dann nachgegangen ist.

Tatsächlich haben wir irgendwann immer mehr über die Mechanismen von Wetter und Klima gelernt. Wir konnten uns auch andere Planeten als Referenz anschauen und deren Klimageschichte erforschen (z.B. Venus). Aber hauptsächlich auf der Erde vedichteten sich die Hinweise auf den meschengemachten Treibhauseffekt. Mittlerweile zweifelt kaum ein seriöser Wissenschaftler daran, dass wir den Wandel zu verantworten haben.

Das alleine kann man aber auch nicht ls "schlecht" bezeichnen. Schließlich sind wir nur ein Teil des Ökosystems "Erde" und haben diese nicht alleine gepachtet und andere Lebewesen werden aus diesem Trend ihren Vorteil schlagen.

Wir merken nur, dass unser Handeln Einfluss auf unser Leben hat, insbesondere wenn es um die Menschen geht, die auf Inseln und in den Küstenregionen wohnen. Dort wird massiver Landschwund gemeldet. Und an der Stelle kann man den Klimawandel als etwas "Schlechtes" ansehen.

Aber es ist nicht nur so, dass die Meeresspiegel steigen. Man muss auch betrachten, dass das Erdklima noch von anderen Faktoren abhängig ist, die aber durch das Tauen des Eises und der Vergrößerung der Wasserfläche einen sogenannten Boost erfahren. Wasser ist ein Wärmespeicher UND Eis ist ein Wärmereflektor. Wenn also Eis schmilzt, reduziert sich die durch das Albedo unserer Erde zurückgeworfene Strahlung und zusätzlich gibt es mehr Wasser, was Wärme speichert. Insgesamt wird dadurch der Klimawandel noch stärker dadurch vorangetrieben. Wenn man dann noch verdampfendes Wasser betrachtet, welches ein noch stärkeres Treibhausgas ist, sind die Folgen unabsehbar.

Also: Für den Menschen in den kritischen Gebieten ist der Klimawandel "schlecht". Womöglich werden auch bestimmte Tierarten aussterben, die zum Beispiel von den geschlossenen Eisflächen abhängig sind (z.B. der Eisbär). Aber bzgl. anderer Spezies stehen wir nur insofern inder Verantwortung, dass wir uns möglicherweise insgesamt die Lebensgrundlage mt unserem Handeln entziehen. Da die Folgen schwer zu ermitteln sind, kann ich aus meiner Sicht die Bestrebungen, dem entgegenzuwirken, absolut verstehen. Und dass sich dabei die gesamte Welt beteiligen muss, ist zudem auch klar, wobei insbesondere die Industriestaaten in der Verantwortung sind.

Er wird in der Regel schlecht dargestellt, da Menschen gerne ihr angestammtes Biotop unverändert behalten wollen. Außerdem ist Veränderung lästig.

Letztendlich hat aber der Klimawandel - unabhängig davon wie viel vom Menschen tatsächlich beeinflusst ist - Auswirkungen auf politische Machtverhältnisse.

Wenn z. B. der Permafrost in der russischen Föderation abnimmt so entstehen neue, fruchtbare Flächen. So ist ein Szenario denkbar, in dem Russland die Kornkammer der Welt werden könnte.

Kurz: Es hat viel mit Angst vor Veränderung zu tun.

Natürlich gibt es auch die Menschen, die sich Sorgen um die Erhaltung der Artenvielfalt machen. Das halte ich für Lobenswert - allerdings spielen die im diesem Roulette eine kleinere Rolle. Jedenfalls meiner Beobachtung nach.

Na ja, die Forschung nach den Ursprüngen der Menschheit enthält durchaus nachvollziehbare Theorien, wonach wir als Menschen Zeiten heftigen Klimawandels unsere Existenz verdanken. So schlecht also kann Klimawandel nicht sein und damals, als es noch keine Menschen gab, konnte auch noch keiner zuviel mit dem Moped rumdüsen und die Umwelt verpesten. Klimawandel wissenschaftlich betrachtet, ist neutral und permanent.

Klimawandel als Religion sieht die Sache naturgemäß ganz anders. Da ist der Mensch der Teufel in der Welt (ist er für die wahrhaft Religiösen eigentlich schon immer - am meisten in Deutschland, wenn man im Mittelalter an die sich selbst blutig geißelnden Büßerzüge denkt, woran die heftige Selbstverleugnung heutiger Tage erinnert). Klimawandel ist nur ein scheinreligiöser Ausdruck für Selbstbezichtigung von lebensfeindlichen Masochisten. Widersprüchlich ist nur, dass sie der maßlosen Bevölkerungsvermehrung nicht entgegentreten und jeden selbst unfreiwillig bis zum allerbittersten Ende am Leben halten wollen.

Der Mensch ist noch nie freiwillig sehr umsichtig mit der Umwelt umgegangen, ganz egal, ob Veränderungen des Klimas davon tangiert wurden oder nicht. Sinnvoll mit der Umwelt umzugehen würde zunächst einmal ein Abschied davon bedeuten, dass wir als Menschen das Maß der Dinge sind, dass wir siedeln können sollen, wo es in Hinblick auf eine sich immer wieder ändernde Natur eher prekär ist. Alle sollen also leiden, dass einige mitten im Pazifik auf flachsten Inseln siedeln können. Dahinter steht eine extreme Angst und Ablehnung von Veränderung, die - wie schon vor 2.500 Jahren Heraklit feststellte - das Natürlichste der Natur ist. Da soll also der Zustand der Natur von 1980 oder 1990 auf ewig festgenagelt werden! Dass ihre Verzichtsideologie nur in Deutschland nennenswerte Anhänger findet, stört sie dabei nicht. Der Rest der Welt will sich nicht selbst in Zucht nehmen. Die wollen nur Geld von den reichen Ländern, ihre eigenen Kassen zu füllen. Wie sehr das der bäuerlichen Bevölkerung zugute kommt, kann man in Afrika und Südamerika studieren.

Was Du als "Rest der Welt" bezeichnest sind fast auschließlich die USA. Dass die sich als Gipfel der Weisheit betrachten, ist allgemein bekannt, trotzdem stellen die noch nicht einmal 5% der Weltbevölkerung.

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