Warum ist der Klimawandel für euch wichtig?

9 Antworten

Wenn es nur um das eigene Wohl ginge, müssten sich die meisten keine Sorgen machen. Richtig schlimm wird es werden, wenn die meisten von uns längst tot sind. Da könnte man auch eine "nach mir die Sintflut"-Einstellung an den Tag legen.

Ich persönlich wünsche mir aber nicht so eine Welt. Der Klimawandel ist die größte Bedrohung der Menschheit. Wir haben eine Verantwortung gegenüber den Menschen, die nach uns kommen. Schließlich verdanken wir allen Wohlstand auch nur dem, was die Menschen vor uns aufgebaut haben. Sonst würden wir noch als Jäger und Sammler durch die Steppen ziehen. Für mich wäre es ein Armutszeugnis für die menschliche Gesellschaft, wenn wir es nicht schaffen würden, generationsübergreifend und über die individuellen Bedürfnisse hinaus zu denken und zu handeln.

  • Es überleben nur die moderaten Menschen.
  • Die Extremisten und Egoisten geht es um Hier und Jetzt. Die jetzigen lebenden Wesen und nicht das was danach noch kommt auch wenn es der Urenkelkind ist, weil die Nachkommen sie sowieso nicht mehr kennen würden, quasi fremd.
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Bevor ich auf die Frage eingehe, möchte ich aus fachlicher Sicht einige grundsätzliche Bemerkungen zum Thema Klimawandel vorausschicken. Es gibt auf der Erde kein physisches System namens Klima. Real greif- bzw. beobachtbar sind auf unserer Erde nur die Meere, die Landmassen und die Atmosphäre. In Bewegung gehalten werden diese drei irdischen Systeme von der Sonne, einem Kernfusions-Dynamo. Daneben ist auch der Einfluss des Erd-Trabanten Mond von Bedeutung. Hinzu kommt die galaktische Hintergrund-Strahlung, die meistens vom solaren Magnetfeld abgeschirmt wird, in Schwächephasen der Sonne jedoch in stärkerem Maße bis zur Erde durchdringen kann. Das könnte hier die Wolkenbildung beeinflussen. Zwischen diesen vier oder fünf physischen Systemen gibt es komplexe, kaum überschaubare Wechselwirkungen, deren Resultat das mehr oder weniger häufig wechselnde Wetter ist. Dieses ist so chaotisch, dass es meistens kaum länger als zwei Tage einigermaßen zuverlässig vorhersagbar ist.

Die 30-jährige Statistik des Wetters einer Region nennt man Klima. Dieses ist im Wesentlichen charakterisiert durch den mittleren Jahresgang von Temperatur und Niederschlag. (So lautet die Definition der Weltorganisation für Meteorologie.) Reden wir von Klima, reden wir also im Prinzip immer von der Vergangenheit und können daran logischerweise gar nichts ändern. Die Durchschnittstemperatur spielt für die Einteilung der Klimazonen hingegen kaum eine Rolle. Regionen mit ähnlicher Durchschnittstemperatur wie Westeuropa und große Teile der mediterranen Zone können gegensätzliche Klimata haben: In Westeuropa Niederschlagsmaximum im Sommer, im Mittelmeergebiet hingegen ausgeprägte Sommertrockenheit.

Freilich können die Menschen in begrenztem Maße das lokale Wetter beeinflussen (etwa indem sie Großstadt-Straßen aufheizen und von der Luftzirkulation abschneiden, Wälder bzw. Windschutz-Streifen anpflanzen oder roden, Winde durch den Bau von Windrädern abbremsen und dadurch Ackerflächen aufheizen, Seen anlegen oder trockenlegen, Flüsse umleiten oder begradigen usw.). Sie können dann nach 30 Jahren an Hand geeigneter Indikatoren prüfen, ob das einen spürbaren Einfluss auf das regionale Klima hatte.

So nun zu deiner Frage, der "Klimawandel" ist für mich völlig unerheblich, den ich vermag daran nichts ändern zu können!

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Eine Mischung aus allem. Grundsätzlich Nr 2.

Aber auch Gründe zur Arterhaltung, Nachhaltigkeit, das Gefühl etwas gutes zu tun, gemeinschaftlich zu denken, weil ich das Thema interessant finde und viele weitere Gründe.

  • Hast du Kinder? Es ist also doch quasi auf den eigenen Vorteil bedacht, wenn man an sich (unbeständigen besitzt von paar Jahren) und die eigenen Kinder denkt, statt es für die Welt zu tun, vielleicht weil man die Menschen und die Welt liebt?
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@Jayden66

Ich denke an die gesamte Generation (gemeinschaftlich zu denken) und das Leben an sich.

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@Grendox
  • Das Problem liegt halt darin, dass die Population in den Jahren steigt und somit mehr Ressourcen vonnöten sind, du weißt - was es bedeutet? Tiere müssen ihre Köpfe hinhalten abgesehen vom Klimaerwärmung und Massensterben, das stimmt alles nur der Fakt ist einfach da, das solange die stärksten „Tiere“ also Menschen an der Spitze der Nahrungskette stehen bedeutet es eine Qual und Quälerei für alle Spezies besonders die Schwachen. Auch wenn du dich und deine Kinder über alles liebst, müssen andere leiden, (paar Veganer können auch nichts tun) für viele ist es egal aber für einen emphatischen Menschen wie mir, ist es nicht. Deshalb plädiere ich nicht überzeugend nach der Menschheit, obwohl ich es sehr gerne möchte aber man sollte auch realistisch denken und nicht immer an das Gute oder Schlechte glauben. Das mit der Fleischerzeugnis wird nicht klappen, wenn Menschen schon heute über Pfeil und Bogen sprechen. Wenn Menschen Pflanzenesser wären, könnten wir es schaffen, die Etiketten zu ändern in der Wirtschaft, dass niemand auf der Straßen mehr leben muss - sowas wie Bedingungsloses Einkommen aber das mit anderen Spezies sehe ich keine Hoffnung, das Mitleid ist außerhalb der eigenen Spezies nicht mehr da(mehrheitlich) auch die nettesten Menschen werden zu dem Thema zu arsch**.
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@Jayden66

Das verstehe ich nicht.

Betrachtet man sich die Zahlen, so sieht man, dass Umwelt- und Tierrechte den Menschen mitlerweile mehr interessieren. Einige setzen es um. Bei den anderen dauert es etwas länger.

Selbstverständlich gibt es Reiche und Arme, Starke und Schwache. Jedoch hat jedes Wesen erstmal das Grundbedürfnis zu leben. Und genau diese Grundlinie muss gezogen werden. Momentan ist es weit daruner. Das soll langfristig die Aufgabe der Menschen sein. Luxus wird es dann weiterhin geben.

Das wir die "Stärkste" heißt aber nicht, dass wir keine Verantwortung hätten und alles tun und machen dürfen, was wir möchten. Ich weiß momentan sieht es anders aus. Aber es ist ein schrittweiser Prozess und das wird sich auch ändern.

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@Grendox
  • Ok verstehe deine Gedankenzüge dahinter. Du bist ein sehr optimistischer Mensch, was auch bewundernswürdig ist. Und glaubst daran. Aber wenn man sich als Laie sogar die Menschheitsgeschichte anschaut, ist es schwierig. Das mit der Schere zwischen Arm und Reich ist sogar viel besser geworden auch wenn manche es nicht glauben möchten. Damals gab es nur die Monarchie und Hierarchie, einer gab den Ton an. Das könnte sich wirklich in paar hundert Jahren ändern, weil die Jugend viel liberaler, nicht so engstirnig und fremdenfeindlich denkt. Aber das mit den Tieren, sehe ich persönlich keine Hoffnung. Die Köpfe werden gerollt und das bis es die Menschheit gibt.
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@Jayden66

Okay klar, wenn man es Jahrhundertmäßig betrachtet, dann wurde es in der Tat besser. Wenn man aber als Zeitraum 20 Jahre nimmt, dann ist diese Schere leider weiter auseinander geraten.

Ja gerade weil die Jugend liberaler ist und sie sich für wichtige Themen einsetzt (Artikel 13, Fridays For Future) und aktiv wird, so bin ich auf jeden Fall optimistisch, dass sich da etwas ändert. Viele haben tatsächlich ein Bewusstsein für die Tiere (abgesehen von den Vegetariern und Veganern), sie brauchen aber nur einen weiteren Schritt, um das umzusetzen. Das dauert bei einigen nunmal.

Politisch gesehen verbessert es sich auch: Tierrechtliche-Parteien gewinnen auch immer mehr an Stimmen. Abgesehen von den Herausragenden Ergebnissen der Umweltparteien (die sich allerdings teilweise auch um Tierrechte bemühen).

Oder stell es dir so vor: Wenn es dich nicht geben würde, dann gäbe es einen weniger, der Interesse für die Tiere zeigt. Jede Stimme zählt: Egal ob in der Politik, als Aktivist oder der Allgemeinheit.

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@Grendox
  • Also du glaubst, dass es irgendwann mal auch wenn es 3 Tausend Jahre dauert, die Hoffnung da ist, welches Tiere nicht mehr sterben müssen. Menschen es nicht mehr als normal ansehen und wer es doch tut, sogar strafrechtlich verfolgt und bestraft wird. Kann ich mir nicht vorstellen aber wäre echt eine Errungenschaft in der Menschheitsgeschichte. Früher hat man auch z.b Homosexuelle angekettet und als richtig renommiert. Mit 95 wenn du keine Kinder hast, wirst du denken, soll doch die Welt abstürzen hahah:)
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@Jayden66

Nein, die Menschen haben in der Vergangenheit schon immer schlechte Entscheidungen gemacht, die sich aber im Laufe der Geschichte (auch in kürzeren Zeiträumen) zum Positiven gewandelt haben.

Was bringt denn Pessimismus oder nicht versuchen dagegen zu kämpfen? Das interessiert mich eigentlich schon immer.

Abgesehen davon gibt es Menschen, die sich sehr für Umweltaspekte interessieren. Wenn du denen mehr Hoffnung machst, dann überdenken sie auch eher ihr Konsum von tierischen Produkten, was im Endeffekt wieder mehr Tierleben retten würde.

Mit 95 wenn du keine Kinder hast, wirst du denken, soll doch die Welt abstürzen hahah

Wenn ich dagegen etwas getan habe (ob passiv oder aktiv), dann denke ich, dass ich die Welt ein Stück besser gemacht habe und viele Tierleben gerettet habe.

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@Grendox
  • Ja das mit den Umweltaspekten geschieht nur aus reiner Autophilie, die Tiere interessiert solche Menschen sowieso ursprünglich nicht. Aber was auch im Endeffekt indirekt positiv auf alle auswirkt und was gutes ist. Pessimismus ist schlecht aber kann auch vorteilhaft sein, weil man realistischer denkt und sich vor psychischen Verletzungen im Vorhinein schützt und nicht viel erwartet von Menschen, ein Mensch ist sehr kompliziert aber auch einfach.
  • Warum sagst du am Anfang immer gefühlskalt nein hahah habe doch auch gesagt, das damals die Homosexuellen und Andersdenkenden angekettet und gefoltert wurden und heute es sich keiner mehr vorstellen kann. Also glaube ich an das Gute in der eigenen Gesellschaft, nicht außerhalb. Das mit den Tieren wird schwer, weil Menschen Fleisch lieben und wir auch nur ein Tier sind von vielen Arten.
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@Jayden66
aber kann auch vorteilhaft sein, weil man realistischer denkt und sich vor psychischen Verletzungen im Vorhinein schützt und nicht viel erwartet

Ich habe als ich mein Beitrag geschrieben hatte danach etwas zu Pessimismus gelesen, weil es mich interessiert hat. Dort wird beschrieben, dass sich Negative Erfahrungen oftmals auch auf andere Bereiche ausweitet. Optimistische Personen stecken Niederlagen (Versuche der psychischen Verletzungen könnten auch darunter zählen) oftmals weg und machen weiter. Es ist eher eine Frage, wie der Mensch mit psychischen Schmerzen umgehen kann. Optimistische Menschen müssen also nicht im Vornherein geschützt werden, weil sie es nicht brauchen.

Also glaube ich an das Gute in der eigenen Gesellschaft, nicht außerhalb.
Das mit den Tieren wird schwer

Das denke ich nicht, denn gerade wie du es ja beschrieben hast galten diese Homosexuellen und Andersdenkenden schließlich als etwas "anderes" - man durfte machen was man mit ihnen will. Sie waren nicht in "der eigenen Gesellschaft", sondern außerhalb. Es spielte keine Rolle, welcher Spezies sie angehörten, weil sie nicht Teil der Gesellschaft waren. Ähnlich ist es nunmal mit den Tieren. Früher hat man sich keine Gedanken über sie gemacht. Man hat nur den eigenen Nutzen für sich beansprucht (z.B. auch Sklaven - als "Arbeitsleistung" - was sie fühlten waren den anderen Person egal). Aber als die Leute merkten, dass man so etwas nicht braucht und es unethisch ist, hat man das sein gelassen. So ähnlich sieht es auch bei den Tieren aus.

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@Grendox
  • Auch wenn man es braucht und am Verhungern ist, sollte man sowas unethisches nicht machen. Aber das mit dem Pessimismus könnte was dran sein, habe mich noch nicht in der Psychologie reingefuchst“ Essen ist was persönliches und eine Nische/Instinkt der Evolution, deshalb betrachte ich es als sehr schwierig. Ich werde nicht nur ein mal enttäuscht sondern jeden Tag, wenn ich uneinsichtige Menschen sehe, die mich nicht für voll nehmen, wenn ich ausführlich und mit verschiedenen Mitteln ihnen erkläre, das wir kein Fleisch mehr brauchen. Ich respektiere Menschen die trotzt Niederlagen optimistisch und an das Gute immer glauben, so naiv bin ich dann doch nicht.
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@Jayden66
wenn ich uneinsichtige Menschen sehe, die mich nicht für voll nehmen, wenn ich ausführlich und mit verschiedenen Mitteln ihnen erkläre, das wir kein Fleisch mehr brauchen.

Darüber haben wir uns ja schonmal unterhalten :)

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@Grendox

Das stimmt, das geht aber niemanden was an :-)

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Was hat der Klimawandel mit dem Massen-Aussterben von Mammuten und vieler anderer Arten zu tun? Wieso ändert sich das Klima so rasant?

Mammute sind mit Elefanten verwandt. Einst sind Elefanten nach Eurasien gewandert und es dauerte Jahrmillionen bis sich dann durch die Evolution Mammute entwickelten. Da Mammute an Kälte, Permafrost und kaltes Klima gewohnt sind, ist ja eigentlich sicher, dass es über sehr lange Zeit auf der Erde sehr kalt gewesen ist.

Vor etwa 12.000 Jahren wurde es plötzlich immer wärmer und es begann ein Massenaussterben. Die Mammute und Säbelzahntiger die sich über Jahrmillionen entwickelt haben und in stabilem kühlen Klima lebten, sind wegen plötzlicher Klimaveränderung ausgestorben.

Wir leben angeblich in einer Warmzeitperiode. Die letzte Warmzeitperiode war vor etwa 120.000 Jahren. Mammute haben aber länger als 120.000 Jahre benötigt um sich evolutionär zu Mammuten zu entwickeln. Es müssen also schon Mammute während der letzten Warmzeit vor 120.000 Jahren gelebt und diese Zeit überlebt haben. Wieso sind sie nicht schon damals ausgestorben, sondern erst während der jetzigen Warmzeitperiode? Was unterscheidet die jetzige von der damaligen Warmzeitperiode?

Damals war Europa noch komplett vereist und in Ägypten wo die Pyramiden stehen, war es ähnlich wie in Dschungel. Eventuell war die letzte Warmzeit nicht so warm wie die jetzige, denn anscheinend ist der Permafrost in Europa geblieben, sonst wären Mammute schon vor 120.000 Jahren ausgestorben.

Kann es sein, dass es vielleicht keine normale Warmzeit ist und sich das Klima dauerhaft ändert? Was sind eure Theorien dazu und gab es irgend einen Auslöser damit die jetzige Warmzeit sich von der damaligen unterscheidet. Den menschengemachten Klimawandel könnte man ja ausschließen, da Mammute schon vor vielen Tausenden Jahren ausstarben und es auch schon damals (durch irgend etwas ausgelöste) extreme Klimaveränderungen gab.

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