Warum ist der Faktor für a-Strahlung höher als für b-Strahlung?

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2 Antworten

Hallo,

kann man so nicht direkt sagen. Alphastrahlung ist deshalb oft nicht das Problem, weil sie sehr schnell absorbiert wird. Schon sehr dünne Bleischichten reichen aus um Alphastrahlung zu absorbieren. Betastrahlung reicht da schon ein wenig weiter. Hier braucht man schon dickere Absorpionsschichten. Gammastrahlung dagegen reagiert so wenig mit Materie, dass man sie auch durch sehr dicke Bleiplatten nicht komplett abschirmen sondern nur abschwächen kann. Daher sind oft die Gamma und Betastrahlungen die Gefahrenquellen.

Auf der anderen Seite bedeutet diese geringere Reaktion mit Materie der Gamma- und Betastrahlung auch, dass sie nicht ganz so viel Schaden anrichten wenn sie in den Körper gelangen - genauso wie sie durch Bleischichten durchgehen, geht ein großer Anteil auch durch den Körper durch, ohne großen Schaden anzurichten. Alphastrahlen dagegen geben ihre gesamte Energie sehr schnell in Materie ab. Wenn sie also mal in den Körper gelangen richten sie da potentiell sehr großen Schaden ab und gehen nicht einfach so durch.

In aller Kürze:
Alphastrahlung lässt sich leichter abschirmen, richtet dafür aber enormen Schaden an wenn sie in den Körper gelangt.
Gammastrahlung lässt sich nur sehr schwer abschirmen, ist dafür aber bei gegebener Dosierung weniger gefährlich wenn sie in den Körper gelangt.
Betastrahlung liegt in beiden Dingen ungefähr in der Mitte.

Da Sievert die Strahlenbelastung im Körper angibt ist hier Alphastrahlung mit einem höheren Faktor versehen: Wenn sie erstmal im Körper ist, ist sie gefährlicher.

mfg
Ennte

Ja, es ist, weil die Alpha-Strahlen so schwach sind und deshalb in den Zellen hängen bleiben.

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