Warum ist der Bundespräsident in Deutschland überparteilich?

... komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Die Bundesrepublik Deutschland bzw. ihre Verfassung versteht man am besten, wenn man sich anschaut, was bei ihren Vorgängern schief gelaufen ist. Es gibt ein gründliches Mißtrauen in jede einzelne staatliche Organisation und der Grundgedanke der Gewaltenteilung und die gegenseitige Kontrolle aller Organe des Staates, des Rechts und der Presse und öffentlichen Meinung, soll verhindern, dass jemals wieder die Macht in einer Hand ist.

Bei Wikipedia kannst du z.B. lesen (https://de.wikipedia.org/wiki/Bundespr%C3%A4sident\_%28Deutschland%29)

Innerhalb des politischen Systems kann der Bundespräsident keiner der drei klassischen Gewalten zugeordnet werden, sondern er verkörpert als Staatsoberhaupt die „Einheit des Staates“. Er wird deswegen manchmal als eine „Gewalt sui generis“ angesehen. Nach Art. 55 des Grundgesetzes
darf er weder der Regierung noch gesetzgebenden Körperschaften des
Bundes oder eines Landes angehören. Er darf ferner kein weiteres
besoldetes Amt, kein Gewerbe und keinen Beruf ausüben. Auch ein
gewerbliches Unternehmen darf er nicht führen. Daher kann er als „neutrale Kraft“ (pouvoir neutre) bezeichnet werden.
Der Bundespräsident wirkt im Alltag neben der Wahrnehmung der ihm durch
die Verfassung zugewiesenen politischen Befugnisse kraft seines Amtes
auch repräsentativ, sinnstiftend und integrativ.
Um der Überparteilichkeit des Amtes zu entsprechen, haben alle
Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland eine bestehende
Parteimitgliedschaft ruhen lassen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Er ist das offizielle Staatsoberhaupt. Wichtige Entscheidungen die er tagtäglich zu treffen hat, darf er ja nicht einfach so entscheiden, dass es dem Gedankengut der Partei passt der er angehören würde. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Überpateilich bedeutet, dass er keiner politischen Partei angehört und theoretisch neutral agiert. Der Bundespräsident kann selber sehr wenig entscheiden, er hat eigentlich eher eine repräsentative Funktion. Wenn er zum Beispiel der Meinung ist, ein Politiker macht etwas falsch, kann er das öffentlich sagen und so Einfluss nehmen. Dafür ist es wichtig, dass er nicht an eine Partei gebunden ist, um unvoreingenommen zu sein.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Er ist nur ein Repräsentant. Ähnlich wie die Queen oder andere westliche Monarchen, die auch keiner Partei angehören.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?