Warum ist das Verkaufen so ( Billig Produzieren Teuer verkaufen)?

11 Antworten

Das gehst du tief in das Berufsfeld des Einzelhandels....

Das hängt von mehreren Faktoren ab, welche Branche (Discounter, Tankstelle, Fachgeschäft, etc.), Standort (wieviel Konkurrenz), was für eine größe hat das Unternehmen (GmbH, AG, etc.) und ob man ein Monopol (z.B. Eisenbahnunternehmen - gibt es nur wenige) oder ein Polypol hat (Geschäfte die überall vertreten sind wie LIDL, Aldi, REWE, Real, etc. wo man alltägliches und spezielleres als eigene Person und nicht nur als Unternehmen einkauft) und zum Schluss ist es einfach das Thema Geld

Man wird nicht Besitzer, Inhaber oder Chef eines Unternehmens und sagt dann freiwillig:" Ok ich verkaufe alles zum günstigen Preis, damit meine Mitmenschen zufrieden und glücklich sind."

Man orientiert sich daran was man an Fixkosten und an Variablen Kosten hat - soll heissen: Fixkosten sind Kosten wie: Miete, Gehälter, Strom- und Gaskosten, wobei Variable Kosten Sachen wie: bestellte Waren sind - Die Fixkosten müssen gedeckt sein, genauso wie die variablen und vor allem muss ein GEWINN zum Schluss auf der Billanz stehen, ergo schaut man durch exakte Kalkulationen: wieviel %-Gewinn kann ich für den Artikel verlangen und wann würde ich zuviel verlangen, wodurch die Kunden zur Konkurrenz gehen? Man versucht einfach den höchst möglichsten Gewinn zu erzielen, bei dem niedrigsten Einsatz vom Kapital und dabei die höchst möglichste Anzahl von potentiellen Kunden an zu sprechen.

Und umso günstiger etwas hergestellt wird, umso mehr bestellt es der Einzelhändler bei diesem Lieferanten, denn dadurch kann er seinen Gewinn maximieren, wobei wiederrum angebotene Rabatte (z.B. Mengenrabatte - d.h. wenn er eine bestimmte Menge bestellt, bekommt er x % Rabatt auf seine Bestellung) der einzelnden Lieferanten für die Einzelhandelsunternehmen sehr verlockend sind.

Hoffe konnte helfen :)   (P.S.: bin gelernter Einzelhandelskaufmann)


Mitarbeiter müssen bezahlt werden, einschließlich Bürokräfte und Putzfrauen, Maschinen müssen angeschafft werden, Verbrauchsmaterialien müssen angeschafft werden, die Logistik muss finanziert werden, es müssen Renten-, Krankenkassen- und Pflegeversicherungsbeiträge für alle Angestellten bezahlt werden, außerdem Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Versicherungsbeiträge für Gebäudeversicherung, Haftpflicht, Vermögensschadenshaftpflicht, Berufshaftpflicht, es gibt Gebäudeunterhaltskosten, Strom-, Wasser- und Abwasserkosten, Schornsteinfegergebühren, Grundsteuer, usw. usw.

Das alles kann nicht von einem Euro Aufschlag auf die Materialkosten finanziert werden.

Es geht da, glaube ich weniger um die Kosten, die entstehen, als um das Geld was verdient werden will. Nehmen wir mal Altersheime als Beispiel. Da wird jetzt nix produziert und verkauft, aber es geht ums Prinzip. Man zahlt einiges ans Altersheim wenn man einen Angehörigen dort hat (oder er bezahlt selbst), und das ist nicht wenig was dort bezahlt wird! Trotzdem bekommen die Mitarbeiter teilweise nicht mal genug Geld um damit zu leben. Woran liegt das wohl? Klar, die die oben stehen, verdienen sich reich damit. Das nennt man die Schere zwischen Arm und Reich und die öffnet sich leider immer mehr.

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