Warum ist das Thema Geld immer noch ein Tabu-Thema?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das ist eine Mischung aus Angst und Unwissenheit. Wenn es ums Geld geht, werden die Menschen sehr empfindlich.

Natürlich ist die Aussage:

" dass es ja auch eine Mode sei, ein eigenes Haus zu besitzen, sie hätten nie "dieses Bedürfnis" gehabt, die Menschen hätten hohe Ansprüche, wenn sie ein eigenes Haus/Wohnung wollen."

totaler Blödsinn. Ein Haus zu besitzen, bietet Sicherheit. Auch für die Kinder, durch das Erbe. Man hat einen großen Garten & kann machen was man will. Hat man nur eine Mietwohnung, hat man nichts eigenes. Man zahlt Monat für Monat völlig überteuerte Wohnungen - ein paar Quadratmeter. Das Geld ist weg.

Das sind keine hohen Ansprüche. Das nennt man Freiheit. Vergleich mal das Leben in einem Hochhaus in eine 3 Zimmer Wohnung, mit dem in einem Einfamilienhaus auf einem 850qm bis 1 Hektar Grundstück.

Ich würde das daher fast schon als Neid bezeichnen. Und nicht als " sie hätten nie das Bedürfnis gehabt". Klar, was man nicht kennt, kann man nicht vermissen. Aber würden sie es kennen, würden sie ganz schnell anders denken.

Genauso sieht es mit den Aktien und dem ganzen investieren aus. Die Leute kennen es nicht, und verfügen nicht über die notwendigen Informationen. Dementsprechend verschließen sie sich und trauen sich schlicht und ergreifend einfach nicht ran. Und wenn dann jemand kommt, der das macht bzw. der etwas kann, was die Anderen nicht können, fühlen sie sich angegriffen und doof hingestellt. Du kommst überlegen rüber. Wie eben bei dem Beispiel mit dem Haus. Da heißt es dann: Angriff ist die besten Verteidigung. Dann muss man nicht einsehen, dass man selber mal etwas nicht hat oder kann. Was eigentlich auch überhaupt nicht schlimm ist.

Du kannst ja mal fragen, ob sie Interesse hätten, sich das anzuschauen und das kennenzulernen. Sie müssen ja nichts machen, außer gucken.

Und ich sag das als jemand, die ebenfalls absolut keine Ahnung von Aktien hat. Aber ich habe zwei Häuser. Also darf ich mitreden. 😜

Du mischt da 3 Themen.

Das eine ist ob und wie man mit seinem Geld arbeitet. Und da muss eben jeder seinen Weg finden. Ich hab auch keine Aktien, derzeit kein Interesse an welchen (außer ggf mal für ein paar 100 spielen) und setze lieber auf Fonds und/oder ETF und ein paar eher Konservative Produkte für die sichere Alterssicherung.

Schöner mix. Muss nicht jeder gut finden aber das ist ok.

Das zweite sind Immobilien. Die sind auch kein automatischer Geldsegen, passen nicht in jede Lebensplanung und sind kein Allheilmittel. Kann man lieben, muss man nicht.

Das dritte ist das wovon du im Titel sprichst. Das Tabu Thema Geld und das ist eben oft das man gänzlich nicht darüber sprechen will wie viel man verdient oder wie viel man auf der hohen Kante hat. Dafür kann es viele Gründe haben, mit Kollegen kann das zu einem unangenehmen Klima führen wenn die Gehälter als nich gerechtfertigt empfungen werden. Mit Freunden kann da Neid entstehen. Beides nicht schön. Man sollte sich gut aussuchen wem man das erzählt. Auch weil gier, neben Gelegenheit, Diebe macht.

Ich habe nichts gegen Fonds oder ETFs. Da soll bei mir in Zukunft auch noch was dazu kommen, nämlich ein ETF für die Emerging Markets, der monatlich bespart werden soll. Aber da muss ich erst noch in Ruhe schauen.

Was jemand verdient, interessiert mich nicht. Sondern ich verstehe nicht, warum Dinge wie die Geldanlage, sei es in was auch immer, als lächerlich abgetan wird oder quasi als "böse", weil man angeblich nur Geld im Kopf hat und ein Geldgeier sei. Für mich ist es Verantwortung für mein späteres Alter zu übernehmen.

0
@Katze446

Das habe ich verstanden. Ich sag nur das du da Themen mixt. Deine Überschrift z.b. hat, wie von mir bereits ausgeführt nichts mit dem Inhalt zu tun. Und der Inhalt mixt, mit dem Thema Immo, dann noch wieder was drittes hinein.

Zu deiner eigentlichen Frage:

warum Dinge wie die Geldanlage, sei es in was auch immer, als lächerlich abgetan wird oder quasi als "böse", weil man angeblich nur Geld im Kopf hat und ein Geldgeier sei.

Ich hab noch niemanden getroffen der Geldanlage böse fand. Was ich kenne sind Leute der Kategorien:

  1. Versteh ich nicht, interessiert mich nicht, mach ich nicht die eben einfach nur auf dem Konto sparen weil sie schlicht keine Zeit oder kein Interesse haben sich mit dem Thema auseinander zu setzen.
  2. Warum sparen wird ja eh alles nicht. Die Katogie kenne ich nur von hier aber das sind die Schwarzmaler die den Untergang des Euro, den Untergang der Rente oder die Rente mit 105 vorhersehen und deswegen denken es währe vergebene Liebesmühe sich da zu beschäftigen und das Geld lieber jetzt raus hauen.
  3. Was ich nicht hab kann ich nicht sparen. Die kenne ich bedingt auch privat, sieht man hier aber auch oft. Die haben entweder nur sehr wenig Geld oder leben genau entsprechend ihrer Möglichkeiten. Keine Schulden aber eben auch kein € um den zurück zu legen. Sparen und damit anlegen ist schlicht nicht Möglich oder nur wenn man auf das verzichtet was einem wichtig ist.

Zum Thema Geldgier kann ich nur vermuten warum man dir gegenüber so spricht. Entweder den Leuten ist das Thema unangenehm weil sie nichts haben z.b. weil die zu 3. gehören oder du sprichst das Thema einfach so oft an das die Denken bei dir dreht sich alles nur um dieses eine Thema. In dem Fall kann es schon Geldgeil klingen.

Das beste ist einfach mit den Leuten die da kein interesse daran haben über andere Themen zu sprechen. Du fändest es ja auch gut wenn andere dir nicht mit einem Thema kommen was dich 0 interessiert z.b. Inkontinenz bei Sofias Katze Mrs. Mauz oder Onkel Ottos BAndscheibenvorfall.

1
@dieLuka

Hast du gut beschrieben. Oft rede ich mit diesen Leuten nicht drüber, weil sie eh nichts davon verstehen und auch nichts wissen wollen.

Meistens will ich nur was Anderes erzählen, zB habe ich erzählt, dass mein Bruder schon länger ein Haus sucht, aber es echt schwierig ist was Bezahlbares zu finden. Dabei gehabt es primär um meinen Bruder, der sich gerade die Zähne dran ausbeißt und mir leid tut.

Oder es ist ein Nebensatz von mir, wie "Jetzt laufen die Kleinanleger gegen die Hedgefonds Sturm, hast du das in der Zeitung gelesen?"

Ich weiß auch nicht, was so schlimm daran sein soll, dass dann immer negative Antworten kommen.

0
@Katze446

Grundsätzlich nichts.

Jemand der mit Hedgefonds nichts anfangen kann fühlt sich aber ggf als ob du ihn bloßstellen willst.

Stell dir mal vor du hast z.b. Keine Ahnung von Jura und jemand der viel Ahnung hat kommentiert dann öfter mal im Nebensatz "ach ja übriges zu §irgendwas gab es ein Grundsatzurteil, hast du das in der Zeitugn gelesen?"

wenn der gegenüber wissen sollte das dich das nicht interessiert und du das sicher nicht gelesen hast nervt sowas ggf mal.

Beim Thema immo besteht auch immer die Möglichkeit von Neid. Das gras ist bekanntlich immer auf der anderen Seite grüner.

1
@dieLuka

Ja, verstehe ich. Ich rede mit denen jetzt einfach nur noch über Urlaub und Blumen, etwas, das mich überhaupt nicht interessiert...

Das mit dem Jura empfinde ich nicht als schlimm, denn ein Kumpel von mir ist Anwalt und erzählt auch manchmal was. Dann frage ich ihn, worum es genau geht und was an einem Urteil oder einer Änderung des Gesetzes jetzt besser ist. Oder was ggf. schlechter ist. Ist mal ein anderes Thema. Und er kann es gut erklären.

0
@Katze446

Wie gesagt es ist ein beispiel und wenn du nachfragt hast du halt auch ein gewisses interesse.

Niemand zwigt dich über blumen zu reden aber wenn das deine Freunde sind habt ihr doch sicher Themen die ihr beide gut findet, ob nun kochen, filme, musik....

Die Kunst ist es eben primär die Themen anzusprechen über die beide gerne sprechen. dann empfinden beide die Unterhaltung als nett.

Das man mal Themen anspricht die de anderen nicht interessieren ist dabei völlig ok.

0

Das einzige Tabuthema, wenn es um Geld geht, ist hierzulande das Einkommen.

Viele sprechen nicht darüber, was sie verdienen. Ich tue es auch nicht.

Über Geldanlagen kann man ruhig sprechen. Da gehen aber die Meinungen auseinander. Ich selbst habe früher in Aktienfonds investiert und bin dabei recht gut gefahren.

Bei Fonds ist das Risiko breiter gestreut. Aktien wären mir zu riskant.

Nein, nicht mal über Geldanlagen wollen viele reden. Entweder es interessiert sie nicht oder sie meinen, ich hätte nur Geld im Kopf und sollte mich besser um das menschliche kümmern...

Und genau diese Leute haben z.B. einen tollen Job gehabt, waren rund um die Welt unterwegs und haben einen Haufen Kohle verdient, aber niemals irgendwas angelegt und lassen dann die Frau zurück mit gar nichts, weil sie an Krebs gestorben sind. Wer über Jahrzehnte als CEO sogar nach Asien reist und dann nicht mal eine Risiko-Lebensversicherung für die Frau mit zwei Kindern abschließt, die keinen Beruf bzw. keinen Job hat, der handelt für mich fahrlässig. Diese Frau muss jetzt putzen gehen...

Was jemand verdient, interessiert mich übrigens nicht.

1

Wie man sieht, haben weder die anderen noch Du selbst Ahnung, denn man investiert besser nicht in einzelne Titel, sondern in ETF nach dem Rezept von www.finanztest.de

Da ich mich schon seit Jahren mit Aktien befasse und viel Börsenlektüre gelesen habe sowie viele Finanzvideos auf YouTube, wie z.B. den Kanal "Finanzfluss", "Talerbox", "Tradermacher", "Erichsen", habe ich mehr wie Grundkenntnisse.

Ich habe eine langfristige Strategie und suche meine Aktien nach Fundamentaldaten aus: KGV, Buchwert, Dividende, Cashflow, Bilanz. Dafür benutze ich den Aktienfinder als Tool. Die Aktien sind über Länder, Branchen und Währungen verteilt, ich habe schon 20 verschiedene Titel.

Teils Einmal-Käufe, wenn sie günstig waren (gerade bei Zyklikern gut) oder Aktiensparpläne bei defensiven Aktien mit niedriger Vola.

Und nein, nicht jeder muss ETFs haben, es gibt auch Aktienfonds oder wie bei mir die Anlage in Einzeltitel, wenn man sich auskennt.

0

Ist es doch gar nicht. Die Leute verstehen es bloß nicht und denken eben, dass du entweder reich bist oder ein hohes Risiko eingehst (weil sie das beim Wort "Aktien" denken). Die haben bestimmt eine Riesterrente oder legen Geld eben anders/konservativer an.

Aktienhandel mit einzelnen Aktien ist mir auch zu riskant. Ich habe Fonds zur Geldanlage.

Ich handele nicht mit Aktien. Ich habe sie langfristig und größtenteils große Weltunternehmen, die Dividenden zahlen. Dabei auch einige defensive und relativ sichere Unternehmen wie Unilever, Procter Gamble, Johnson Johnson usw.

0

Was möchtest Du wissen?