Warum ist das Sterben ein Tabuthema?

18 Antworten

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Es gibt Menschen, die sich nicht gerne mit ihrem Ende beschäftigen. Vor allem haben viele auch einfach Angst davor, weil sie nicht wissen, was danach ist.

Ich habe weder Angst, noch ist es für mich ein Tabu.

Also hättest du kein Problem mit einer plötzlichen Diagnose dass du noch 2 Wochen zu leben hastv

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@buffalo23

Nun, das wäre natürlich etwas kurz, etwas mehr Zeit wäre mir lieber. Generell hätte ich aber kein Problem damit.

Liegt vielleicht mit daran, dass ich mit 6 Jahren beim Tod meines Urgroßvaters dabei war und er ist wirklich friedlich entschlafen.

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Weil die Unsicherheit Angst macht, dass man nicht weiß, ob und was nach dem Tod passiert. Aber man verdrängt das durch die Tabuisierung und befasst sich erst damit wenn ein naher Angehöriger eine Galgenfrist bekommt oder du selbst zum Tode geweiht bist und deine Mitmenschen keine Worte für dich haben, die Dir die Angst nehmen können.

So tabu wie du glaubst ist es heute gar nicht mehr.

Heute beschäftigen sich sehr viel sogar schon früh damit. Wer z.B. eine Sterbegeldversicherung abschließt, hat sich schon mit dem Tod beschäftigt.

Da gleiche gilt für diejenigen, die einen Bestattungsvertrag machen.

Der Rest macht es wie Vogel Strauß: Er/sie steckt den Kopf in den Sand.

Das ist dann fast so: Ich werde nicht krank, deshalb werde ich auch nicht sterben.

Du fragst nach dem Warum. Es ist in den allermeisten Fällen die Angst davor, was danach kommt.

Keiner weiß es, keiner hat jemals mit jemanden gesprochen, der schon tot ist.

Ich habe immer alles richtig gemacht, deshalb komme ich in den Himmel. Was aber ist der Himmel?

Oder: ich habe so viel Mist gebaut, ich komme bestimmt in die Hölle. Was ist die Hölle?

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