Warum ist das so... kann mir jemand das beantworten?

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4 Antworten

Warum wird man für das Kritisieren von Israel, Netanjahu oder Rothschild als Antisemit abgestempelt?

Weil man häufig auch einer ist ist...

Nein, ernsthafte Antwort:

Einige Israel-Kritiker schütten das Kind mit dem Bade aus und nutzen eine derart provokative oder abfällige Sprache, dass Assoziationen zum rechten Rand der Gesellschaft einfach nahe liegend sind.

Andere Israel-Kritiker beziehen ihre Kenntnisse aus antisemtisch motivierten Blogs und merken gar nicht, was sie da eigentlich völlig unreflektiert übernehmen.

Ich persönlich kenne in meinem Bekannten- und Kollegenkreis niemanden, der für eine sachliche Kritik an Israel diffamiert wurde und ich denke, ein rational denkender Mensch wird das auch nicht machen.

Es ist vielleicht nicht jedem bewusst, aber es gibt auch zahlreiche Juden, die bestimmte Mittel und Ziele der israelischen Politik kritisieren.

Wenn "man" also als zu Unrecht als Antisemit bezeichnet wird, dann liegt das möglicherweise an den eigenen beschränkten Kenntnissen (man plappert Unsinn nach, der in Verschwörungsforen gepostet wurde), an der eigenen Wortwahl, die an braunen Mob erinnert, oder man hat es mit einem glühenden Zionisten zu tun, der alles überbewertet.

Soweit meine fünf Cents.

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Kommt immer darauf an, wie und in welchen Kontext du deine Kritik äußerst.

Die Mehrheit der vermeintlich legitimen Kritik - v.a. am Staat Israel oder irgendwelcher Amtsträger*innen, transportiert (wenn auch oft implizit) grundsätzliche Kritik am jüdischen Staat bis hin dazu, ihm seine Existenzberechtigung abzusprechen.

Grundsätzlich darf man Israel natürlich kritisieren - es ist ein ganz normaler bürgerlich-kapitalistischer Staat, in dem es Rassismus, Sexismus u.ä. gibt, aber es gibt nichts, was man ausschließlich an Israel kritisieren kann, ohne mit dem Vorwurf leben zu müssen, dass man sich antisemitischer Argumentation bedient, oder einfach ein Antisemit ist.

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Weil deine Meinung nicht von die selbst ist, sondern von extrem manipulierenden Videos/Blogs/Webseiten etc stammt.
Kritisieren kann man immer, aber sie muss auch ein nachweisbares Fundament haben. Wenn du gleich so ankommst, weis jeder sofort bescheid.

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Kommentar von TheUglyTruth
18.05.2016, 19:14

Jo, jeder der es wagt einen Staat zu kritisieren hat wohl zu viel Fernsehen geschaut, und sehnt sich nach dem erneuten Aufleben des Holocausts...

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"wenn du wissen wilst, wer dich beherrscht, mußt du nur herausfinden, wen du nicht kritisieren darfst" - voltaire

der holocaust ist das schlimmste, was den juden damals passieren konnte, und das nützlichste, was die juden von heute haben

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Kommentar von Exisaur
20.05.2016, 01:40

Genau das, ist Antisemitismus, wie er im Buche steht: die Vorstellung, "die Juden" (oder stellvertretend für sie ihr Staat) würden alle anderen insgeheim beherrschen und natürlich der Vorwurf, die Jüdinnen und Juden würden heute vom Holocaust profitieren ("sekundärer Antisemitismus"). Wenn man sich anschaut, was diverse islamistische Gruppen (Hamas, Hisbollah etc.) und Staaten (Iran), sowie "linke" und rechte Gruppen auf der Welt so von sich geben, ist die Möglichkeit der Widerholung des Unsäglichen für alle Menschen in Israel mehr als real!

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