Warum ist das Rentensystem so schlecht in Deutschland?

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12 Antworten

Keine Ahnung wo die 500 Euro und Dein Flaschensammler herkommen - hier ist eine konkrete Berechnung. Und ich finde unser Rentensystem ist Klasse. Vor allem im Verhältnis zu anderen Ländern.

Nehmen wir einen Arbeitnehmer (Deutscher ist in diesen Zusammenhang fremdenfeindlich) der heute Brutto 3.300 Euro verdient und damit als Alleinstehender ca. 2.000 Euro Netto bekommt.

Wir gehen ferner davon aus, dass er mit 20 anfangen hat voll zu verdienen und mit 65 in Rente geht (der Einfachheit halber). Und er gleiches Gehalt (natürlich war es aufgrund der Inflationsrate früher geringer aber hat halt Gehaltserhöhungen wie alle in gleichem Masse bekommen und ist jetzt eben 3.300 brutto) die letzten 45 Jahre bekommen (65 - 25) hat.

Dann bekommt er heute eine Rente von 1.445 abzgl. ca. 10% Kranken- und Pflegeversicherung also ca. 1.300 Euro.

(Er hat 1,1 Punkte pro Jahr bekommen = 49,5 x 1,1 = 49,5 Punkte 
49,5 Punkte x 29,21 = 1.445 siehe https://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232638/publicationFile/52266/rente\_so\_wird\_sie\_berechnet\_alte\_bundeslaender.pdf )

Wenn er also nur 500 Euro Rente bekommt (und die bekommt er dann auf Grundsicherung aufgestockt damit er sich eine Wohnung leisten kann) dann hat er halt nicht regelmäßig verdient oder in die Rentenkasse eingezahlt weil er z.B. Selbstständig war.

Und natürlich wird jedem seit Jahren empfohlen zusätzlich fürs eigene Alter zu sparen. Z.B. durch Kauf eines Eigenheims oder wie auch immer.

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Versuche doch mal eine private Versicherung abzuschließen, die dir später mind. 1000 Euro (auf 40-45 Jahre) ausbezahlt, dir aber ab dem ersten Beitrag eine Erwerbsminderungsrente (mit Zurechnungszeit), eine Altersrente und eine volle Hinterbliebenenversicherung ausbezahlt. Da wirst du entweder sehr, sehr hohe Beiträge bezahlen oder ganz einfach keine finden, die alle Bereiche abdeckt! Unser Rentensystem ist grundsätzlich nicht schlecht. Es sind nur zu wenige Beitragszahler für zu viele Empfänger vorhanden. 

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Kommentar von Dickie59
08.12.2015, 11:45

Hallo,

eine mathematische Aufrechnung ist hier nicht anwendbar.

Selbst bei der Aufteilung des Beitrages die ein Arbeitnehmer (dann aber auch inklusive Arbeitgeberbeitrag) in Altersvorsorge, Hinterbliebenenabsicherung (ab 12 Monate verheiratet) und Erwerbsminderung (private BU Versicherungen greifen viel eher) lässt Versorgungslücken zu beruflicher und medizinischer Rehabilitation und deren ganzen Möglichkeiten offen.

Für die möglichen, privaten Versicherungsmöglichkeiten, wären die Leistungen dann viel viel höher.

Leider beschäftigt sich die Politik/Gesetzgber nicht im geringsten bei der Modernisierung der Rentenversicherung, sonder löst dies durch Leistungskürzung, Rentenerhöhung zu Lasten der zukünftigen Beitragszahler und Fremdleistungen, welche politisch durch Steuern finanziert werden müssten.

Weiterhin müssen sich alle an der Beitragszahlung beteiligen (siehe Schweiz) dann bekommen aber auch alle Leistungen.

Von der Rendite ist dennoch die Rentenversicherung sehr gut.

Für alle Arbeitnehmer ist es gut, dass sie es gibt!!!

Beste Grüße

Dickie59

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Das System ist besser als sein Ruf.

Es sind aber viele Leistungen hineingewandert, die politische Gründe haben (und natürlich grundsätzlich auch sinnvioll sind) und deshalb auch komplett aus der Steuerkasse bezahlt werden müssten, aber z. T. eben doch an den Rentenbeiträgen hängen bleiben. Trotzdem werden schon ca. 50 % der Rentenauszahlungen aus der Staatskasse gezahlt.

Wichtig ist, dass man über einen langen Zeitraum, idealer Weise 45 Jahre den Mittelbeitrag.

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Hallo,

du hast das Hauptproblem der Rentenversicherung in Deutschland selbst auf den Punkt gebracht. In der Zukunft wird es weniger Beitragszahler geben, da die Deutschen zu wenig Nachwuchs in die Welt setzen. Das hat zur Folge, dass das Verhältnis zwischen Beitragszahlern und Rentenbeziehern kippt. Das System funktioniert nicht mehr.

Grundsätzlich ist das Rentensystem in Deutschland nicht schlecht, sondern eines der besten Systeme, die es in einem Land gibt. Es beruht allerdings auf dem Generationenprinzip. Das bedeutet, dass alles was eingezahlt wird am nächsten Tag an die Rentner ausgezahlt wird. Du zahlst nicht für dich ein, sondern für die Generation, die aktuell im Rentenbezug steckt. Deine Beteiligung an diesem System wird lediglich in einen Anspruch in Form von Entgeltpunkten umgerechnet. Diese Punkte sind mit einem Wert versehen, der sich nach Lage der gesetzlichen Rentenversicherung anpasst. In Zukunft wird dieser immer weiter sinken bis ein Niveau erreicht ist, dass dem aktuellen Generationengap gerecht wird.

Die gesetzliche Rentenversicherung weist schon seit längerem auf dieses Problem hin und rät ihrem Mitgliedern unter Berücksichtigung der Inflation und des sinkenden Rentenwerts eine private Zusatzvorsorge abzuschließen. Das sollte jeder beherzigen.

Dein genanntes Beispiel kann nur damit erklärt werden, dass die besagte Person nicht durchgehend in die Rentenversicherung eingezahlt hat. Die Rente wird nicht, wie oft vermutet, aus dem zuletzt bezogenen Gehalt berechnet, sondern setzt sich aus den erworbenen Entgeltpunkten zusammen. Arbeitet jemand nicht oder verdient eine Zeit lang sehr wenig, dann erwirbt er keine oder nur sehr wenige Punkte. Das hat zur Folge, dass die Rente am Ende geringer ausfällt. Dieses Defizit kann nicht innerhalb von ein paar Jahren aufgeholt werden.

Es ist darüber hinaus zu beachten, dass die Renteninformation keine Aussage zur tatsächlichen Rente gibt. Aus diesem Grund heißt sie Information.

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> Warum ist das Rentensystem so schlecht

Ist es das? Wenn ja, dann deshalb, weil zu viele Regierungen der Meinung waren, man müsse die Beitragszahler (verkauft sich gut, auch wenn es ein Taschenspielertrick ist) und die Unternehmer entlasten und lieber die Renten senken als die Beiträge zur Rentenversicherung erhöhen.

> Wie kann es sein dass ein Deutscher der 2000 Euro netto verdient 500 Euro Rente kriegt

Das kann dann sein, wenn er für dieses Einkommen keine Rentenbeiträge bezahlt hat. Oder nur während des kleineren Teils seines Beruflebens.

> dass es so wenige Leute gibt die arbeiten und in die Rentenkasse einzahlen

Partiell richtig, leider wird daraus häufig geschlossen, wir bräuchten mehr Kinder. Aber solange wir drei Millionen Arbeitslose haben , brauchen wir nciht mehr Kinder, sondern mehr sozialversicherungspflichtige (!) Arbeitsplätze.

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Schlecht ist immer dann etwas wenn man etwas nicht bekommt weil man zuwenig dafür getan hat.
Eine simple Gleichung und doch nicht von der Hand zu weisen.
Das Rentensystem ist überhaupt nicht schlecht, was wir in D haben. Schlecht sind die Politiker, die das Rentensystem plündern und damit viele Fremdleistungen finanzieren nur nicht dafür wofür die Rentenkasse einmal gedacht war.  Ebenso ist es ein legaler Betrug geworden, so nenne ich es, ein zusätzliches Finanzierungsmodell ins leben zu rufen, das nur den Versicherer reich macht, aber nicht den Beitragszahler. Wenn all das Geld, was privat angelegt werden muss um im Alter eine sogenannte zusätzliche Rente zu bekommen, muss das Geld auch erst einmal verdient haben. Und das können die allerwenigsten. Mit 50€ oder gar 100€ aus den Zusatzversicherung macht den / die Rentner auch nicht gerade zu einem Lebenswerten Menschen der sich keine Gedanken mehr machen muss.
Die zusätzlichen Versicherungen aller Art für das Alter gehören abgeschafft und das Geld lieber in die Rentenversicherung gesteckt, würde mehr bringen und den Steuerzahler entlasten als wie jetzt, nämlich Belasten.
Das gleiche gilt ebenso für die KK. Auch dort macht sich der große Wasserkopf reich.
Die Mär des reduzierten Steuereinzahlers in die Rentenkassen ist ein sehr beliebtes Argument um Steuererhöhungen etc. besser darzustellen. Und doch wird das Übel der Plünderung der Rentenkasse nicht angegangen obwohl bekannt.
Wie soll man sonst den kleinen Bürger klein halten.

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Das kommt immer darauf an, wie lange man Beiträge eingezahlt hat und wie hoch diese waren! Ansonsten krankt unser Systeme vor allem daran, dass es so viele Rentenempfänger und zu wenig Beitragszahler gibt!

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Dann hat er wahrscheinlich nur in der letzten Zeit 2000 netto verdient. Oder er hat schwarz gearbeitet.

Die Rente richtet sich danach, was er in seinem ganzen Leben verdient und auch die entsprechenden Beiträge gezahlt hat.

Was denkst du, warum eine Million Flüchtlinge nach Deutschland will und nicht anderswo hin?

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Kommentar von saniekorha
06.12.2015, 13:28

weil andere Länder sie nicht aufnehmen und wir noch was gut machen müssen wegen dem 2. Weltkrieg

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Kommentar von saniekorha
06.12.2015, 13:36

eben nicht das Rentensystem funktioniert ja nicht in Deutschland

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Kommentar von saniekorha
06.12.2015, 13:40

Kopp Verlag

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Kommentar von saniekorha
06.12.2015, 13:47

Warum Langeweile?

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Hallo,

wenn man von 2000€ netto zugrunde legt, und von 2500€ brutto ausgeht bekäme man ca. 1300€ Rente monatlich nach 50 Beitragsjahren.

alles Gute

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Du hast doch den Grund bereits selbst genannt: Die Deutschen bekommen zu wenig Kinder, es gibt zu wenige Junge, die die Rente zu vieler Alter finanzieren müssen...

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Es kommt immer darauf an, wie lange er in die Rentenkasse eingezahlt hat.

Ein paar Jahre reichen nicht um die volle Rente von 75 %.....weiß nicht so genau wieviel % ....zu bekommen.

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Kommentar von saniekorha
06.12.2015, 13:15

und warum arbeite ich dann wenn ich später Pfandflaschen sammeln muss

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Kommentar von saniekorha
06.12.2015, 13:23

Medien

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Kommentar von saniekorha
06.12.2015, 13:36

auf Koop Verlag habe ich das gelesen

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