Warum ist das Leben so kompliziert - was war vor dem Urknall, was ist Unendlichkeit, gibt es einen Anfang und ein Ende?

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12 Antworten

Warum ist das Leben so kompliziert? - Möglicherweise, weil wir uns sonst langweilen würden. Und/oder weil nun mal alles kompliziert ist.

Was war vor dem Urknall? - Es gibt kein Vorher. Der Urknall ist der Anfang der Zeit als solcher.

Was ist Unendlichkeit? - in welchem Zusammenhang? In der Mengenlehre: Die Mächtigkeit einer Menge, die in zwei echte Teilmengen zerlegt werden kann, von denen mindestens eine ebenso mächtig ist wie die Ausgangsmenge. In der Theorie der Grenzwerte: zwei zu den reellen Zahlen hinzugenommene Symbole, die als kleiner bzw. als jede reelle Zahl definiert sind. In der Funktionentheorie: ein hinzugefügtes Symbol, das man als 1/0 definiert. In der Geometrie: Menge der uneigentlichen Idealelemente. In der Physik: Meistens ein mathematisches Symbol, das verwendet wird, um bestimmte Rechnungen zu vereinfachen; ansonsten: die Annahme, dass es keine Grenze gibt.

Gibt es einen Anfang und ein Ende? - Kommt drauf an, wovon, und manchmal (z. B. Universum) davon, welche Vermutung richtig ist. Das Universum hat einen zeitlichen Anfang, aber im Moment sieht es so aus, als habe es kein zeitliches Ende. Das Leben auf der Erde hat Anfang und Ende (spätestens, wenn unsere Sonne beschließt, sich zum Roten Riesen aufzublähen).

Warum ist das Leben so kompliziert

Ich denke nicht, dass das Leben kompliziert ist - wenn wir es nicht dazu machen. Es beginnt und es endet. Alles dazwischen ist persönliches Psychodrama.

Was war vor dem Urknall, was ist Unendlichkeit

Über diese von dir genannten Punkte denke ich grundsätzlich nicht nach, da sie keinen Einfluss auf mein Leben haben.

Solche intellektuellen Gedankenspielereien überlasse ich gerne Physikern, Philosophen, Theologen, oder wer sich sonst noch dazu berufen fühlt.

Wenn Du Dir die Tatsache in Erinnerung rufst, dass allein in Deutschland 80 Millionen Menschen auf unterschiedlichsten Ebenen mit einander kooperieren, kreuz und quer, dass Du Dir das im Kopf überhaupt nicht vorstellen kannst, wenn Du weiter bedenkst, dass ein Kubikzentimeter Waldboden mehr Mikrolebewesen enthält, als Deutschland Menschen, die ebenfalls miteinander umgehen (was sich gegenseitig fressen einschließt) und überlegst, wieviel Waldboden wir haben, dann ist leicht einsehbar, dass das Leben für unsere Einbildungskraft zu kompliziert ist. Manchen reicht schon, dass sie mit sich selbst nicht klarkommen, und wenn dann noch eine Freundin dazukommt, ist aus Gründen der Reduktion der Waldboden schon piepegal.

Der Urknall ist ein Konstrukt, hergeleitet aus Messungen im Jetzt. Über diesen Punkt hinaus gibt es keine Daten für ein weiteres Konstrukt, nur Spekulation.

Unendlichkeit ist der Versuch einer gedanklichen Ausdehnung unseres begrenzten Zeiterlebens, was nur in einer das Konkrete überwindenden Abstraktion gelingt, indem man es in einen Begriff packt, von dem jeder Kopfschmerzen bekommt, wenn man es in der Vorstellung konkretisieren will.

Ja. Alles, was wir an Konkretem kennen, hat einen Anfang und ein Ende, uns selbst eingeschlossen. Heraklit hat gesagt, dass diese Erfahrung nur die Erfahrung eines Zustands des Seins sei, in dem sich alles ständig im Prozess umwälzt, während - so seines und des Parmenides Behauptung - das Sein selbst ein unendlicher Prozess sei, ohne Anfang und ohne Ende. Ob das stimmt, werden wir nie überprüfen können.

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