Warum mutet das Judentum so rassistisch an wird jedoch als "Opferkultur" dargestellt?

... komplette Frage anzeigen
Support

Der Fragetitel wurde vom Support editiert. Auf Grund der sehr aufführlichen Antworten wurde die Frage nicht entfernt.

6 Antworten

Ich habe da einige Punkte, von denen ich denke, dass man sie berücksichtigen sollte, bevor man Behauptungen aufstellt.

Umgang mit Zitaten

Ich wäre bei Zitaten, die aus dem Zusammenhang gerissen werden, oder deren Quelle nicht belegt ist, extrem vorsichtig - egal worum es geht.

Wenn ich eine einzelne Textstelle nehme wie "gerade das 20. Jahrhundert ist das jüdische Jahrhundert" - dann kann sich das auf vieles beziehen.

Wenn man etwa überlegt, welche wichtigen Persönlichkeiten jüdischer Herkunft waren, dann hat die Aussage womöglich durchaus Berechtigung und ist möglicherweise keineswegs überheblich gemeint.

Ohne einen größeren Umfang können einzelnen Zitate eine extrem verzerrte Sicht darstellen.

Gesellschaftlicher Kontext

Außerdem fehlt bei isolierten Zitaten auch der gesellschaftliche Kontext - eine politische Rede in einer Gefahrensituation wird deutlich anders ausfallen, als bei einem diplomatischen Treffen.

Übersetzungen

Auch Übersetzungen sind grundsätzlich problematisch, weil etwa ein hebräisches Wort von der gleichen Wurzel ausgehend, unterschiedliche Bedeutungen haben kann. Man kann aus ideologischen Gründen auch vorsätzlich einseitig bzw. falsch übersetzen.

Zum Thema "Opferkultur"

Des jüdische Volk als Opfer der Shoah zu präsentieren und damit politische Gegner moralisch zu erpressen, ist keineswegs üblich - gerade in Israel hat die Jugend wenig Interesse an solchen "Schuldzuweisungen".

Ich glaube, dieses politische Machtmittel hat sich weitgehend erledigt - im Fall von antisemtisischen Übergriffen auf die Geschichte zu verweisen finde ich auf jeden Fall legitim.

Zum Thema "Auserwählung"

Es gibt eine ganze Reihe von religiösen und weltanschaulichen Gruppierungen, die in irgendeiner Form einen kollektiven Sonderstatus für sich in Anspruch nehmen.

Da sind die Juden als das "Volk Israel", die an ihre Bestimmung und das "gelobte Land" glauben.

Da sind die Christen, die sich als erbsündenfrei und errettet ansehen, und in Jerusalem, dem Vatikan und an anderen Orten "ihre" Glaubensorte sehen.

Da sind die Muslime, die sich als gottergebene Anhänger Allahs sehen, während alle anderen Lehren "verfälscht" wurden und neben Mekka und Medina auch Jerusalem beanspruchen.

Da sind Aktivisten in Bereichen wie Politik, Umweltschutz usw., die für die "gerechte Sache" kämpfen und sich etwa als "Rainbow Warrior" sehen.

Da sind rechtsgerichte Strömungen, wie die Pegidioten, die behaupten, "das Volk" zu sein, von "Lügenpresse" sprechen und sich mit antimuslimischer Hetze als Retter des Abendlandes sehen.

Da sind Verschwörungstheoretiker und Truther, für die eine "Neue Weltordnung" im Hintergrund wirkt und für sich in Anspruch nehmen, die einzigen zu sein, die das Spiel der Illuminaten/Freimaurer/Bilderberger oder Reptiloiden durchschauen.

Da sind diverse Sekten und Psychogruppen, die neue Propheten haben, die Wahrheit für sich in Anspruch nehmen und die einzigen zu sein, die beim Jüngsten Gericht bestehen werden

Der jüdische "Sonderstatus" in der Vorstellung eines auserwählten Volkes ist also keineswegs so elitär, wie er manchmal dargestellt wird.

Und wie du ja selbst sagst, man hält sich ja auch als Individuum gerne für "etwas besseres" oder zumindest "besonderes" im Vergleich zum Rest der Welt.

Also ist Vorsicht bei Zitaten und pauschalen Behauptungen geboten, egal von wem sie stammen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Schon mal was von deutscher Geschichte von 1933 bis 1945 gehört? Als die Deutschen beschlossen, ihre Nachbarländer zu überfallen und in Deutschland selbst sowie in den von ihnen besetzten Gebieten alle Juden zu ermorden und das auch weitgehend umgesetzt haben?

Das ist nicht Opferkult. Das sind geschichtliche Tatsachen! Die Juden sind die ersten, die sich wünschen, es wäre nicht geschehen. Aber leider ist es geschehen!!!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es ist eine Affenschande, dass diese hinterhältig formulierte Frage noch hier steht, die nur eines will: Antisemitismus schüren, Antijudaismus betreiben.
- Und was faselst du bitte davon, dass auch du ein Recht hättest in die Synagoge zu gehen, bewußt aber darauf verzichtest?
Synagogen stehen jedem offen, jeder darf in der Synagoge beten.
DAs Video ist großer Nazi-Müll, die Talmud-Zitate existieren gar nicht, eines wurde so aus dem Zusammenhang gerrissen, dass ers übersehen wird, dass diese Sitte bereits danach fallen gelassen wurde.
Meine Meinung. du bist weder Jude noch hast du Ahnung vom Judentum - denn: ansonsten wäre hier der Unsinn mit: Sie halten sich für das auserwählte Volk, gar nicht erst aufgetaucht.
Soso - der Support ließ diese Frage einfach so stehen, hat lediglich den Titel editiert.
Das ist auch ne Affenschande und das werde ich dem Support mal mitteilen:

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es gibt in jeder Religion zu irgendeiner Zeit Radikale und solche , die sich und nur sich für dei Auserwählten halten.

Das dürfen wir mit dem iS zur Zeit ziemlich hautnah erleben.

Auch die Christen hatten jahrhundertelang und mehrfach diese Rolle für sich beansprucht.

Ebenso gibt es heute radikale Hindus und nach der Unabhängigkeit Indiens und der Teilung in Indien und Pakistan verloren Millionen ihr Leben.

Und der Atheismus ist auch in manchen Formen im Sozialsimus oft genug instrumentalisiert worden mit dem Spruch von Karl Marx : " Religion ist Opium für das Volk ".

An sich wird immer dann ein Problem aus Religion wenn sie institutionalisiert wird und sich ein Machtgefüge darus gergibt.

Daher ist für mich der beste Weg ( auch als Christ ) Religion ist in erster Linie meine Privatsache.

Da Du Dich ja  im Judentum und vielleicht in Israel auskennst, wirst auch Du wissen, das nicht alle dort so denken, sondern die Masse gemäßigt ist, und in der Gesamtheit von völligem Desinteresse bis hin zu den Ultraorthodoxen reicht, die den Staat Israel aus Glaubensgründen ablehnen, gerne aber die Sozialleistungen in Anspruch nehmen.

Der für mich persönlich wichtigste Satz der zu jeder Religion gehören sollte ist eigentlich:

" Freiheit ist immer auch die Freiheit der Andersdenkenden "

Würden sich die Religionen daran ausrichten, wäre es in der Welt deutlich besser.

Mit freundlichen Grüßen

Nasdaq

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Im Internet herrscht viele Fakes. Die nehmen Fotos, stellen ausgedachte Sprüche und publizieren. Warum die es machen, keine Ahnung. Juden sind einfache Leute wie alle andere. So göttlich gibt bei denen nicht. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Bebejaquie
28.08.2016, 02:44

Möglich.Aber es erscheint mir sehr logisch.

0

Ich habe gar nicht gewusst, dass das Judentum rassistisch ist, zumindest habe ich noch nichts davon gemerkt und ich kenne einige Personen mosaischen Glaubens.

Zionisten sind ein Teil des Judentums (obwohl manche gar keine Juden sind). Deshalb gilt auch wie immer: Zwei Juden, drei Meinungen.

Die Aussage über das Vieh habe ich auch schon von einigen islamischen Predigern gehört. Das Zitat über Begin ist aber definitiv falsch.

Aber im Gegensatz zu den arabische Nachbarn ist Israel eine freiheitliche Demokratie. Da darf man auch schon mal etwas sagen, was anderen nicht passt.

Meine Schlussfolgerung ist hier wohl eher: Hier scheint jemand den Minderwertigkeittsfrust der arabischen Staaten (die trotz zehnfacher militärischer Überlegenheit und großkotzigen Ankündigungen Israel nicht vernichten konnten) verteidigen zu wollen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von LaylaAyala
30.08.2016, 20:22

Ganz deiner Meinung. Wirklich in allem. Interessant das es sogar schon Religionen schaffen Rassisten zu werden :-) 

Ich war es mir nur leid auf so eine dumme Frage eine grosse Antwort zu schreiben. Auch der Hammer dass diese Frage nach Meldung freigegeben wurde.

0
Kommentar von Gabi983
30.12.2016, 14:24

Wenn Zionisten seriös argumentieren würden, wär's leichter.

Das 'rassistisch' bezieht sich auf Zionismus (Jabotinsky, 1923, zB the Iron Wall) in Palästina. [Falsch zitieren oder Kritik zu verzerren, finde ich unseriös.]

Zionisten sind auch nicht "ein Teil des Judentums", sondern Anhänger einer Ideologie, bei der das Alte Testament aus pol. Zwecken mißbraucht wird. Und: einige Evangelikale (die wie Mormonn keine Christen im Sinne des Vatikans sind) sind religiös motivierte Zionisten.

Israel ist auch keine 'freiheitliche Demokratie', sondern eine (zionistische) Ethnokratie, wie Shlomo Sand u.v.a. feststellen. Auch Anton Pelinka, Moshe Zuckermann, .. stellen 'freiheitliche Demokratie' wie viele anderen Politologen in Abrede. [siehe Amazon oder youtube] und (was wichtig ist) belegen dies.

Die Minister Bennet, Shaked, Liebermann, .. sind nach unseren Maßstäben sicherlich als rassistisch zu werten. Derart rechtsextreme MinisterInnen gibt es in der EU gar nicht.

0

Was möchtest Du wissen?