warum ist das internet so traurig?

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8 Antworten

Wer glaubt, im Internet anonym zu sein, vertut sich. Der einzige Schutz ist, sich ein VPN zuzulegen (Virtual Private Network).Wie das geht, steht bei Youtube. Bei VPN wird die Verbindung zur Internetseite verschlüsselt, und man ist relativ sicher.

Zunächst einmal bist Du im Internet immer anonym. Man kann zwar herausbekommen, an welchem Rechner irgendwas gemacht wurde, aber nicht wer vor dem Rechner saß. Zumindest wird das schwierig.

Was man auf jeden Fall meiden sollte: die angeblich sozialen Netzwerke. Was soll an denen eigentlich sozial sein?

ETechnikerfx 30.08.2017, 05:53

Sozial = Die Art und Weise wie Menschen miteinander zusammen leben. In den sozialen Netzwerken lebt man virtuell miteinamder. Es werden Emotionen ausgetauscht und noch einiges mehr...

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koten 30.08.2017, 23:08
@ETechnikerfx

Da lebt man virtuell miteinander? Ich hatte immer gedacht, da lebt man genauso, wie man früher mit seinen Brieffreunden lebte. Was ist das besondere an dem "virtuellen"?

Emotionen werden ja auch in einer Massenschlägerei ausgetauscht.

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Als die User begannen, alles kostenlos haben zu wollen, war die Sache gelaufen.

Wer erwartet, dass ihm Inhalte kostenlos zur Verfügung stehen, der muss damit rechnen, dass es entweder keine nennenswerten Inhalte gibt oder man anderweitig mit etwas anderem als Geld bezahlen muss.

Das Geld im Netz sind deine Daten.

Oder hast du eine bessere Idee, wie man die Infrastruktur des Netzes aufrecht erhalten will? Diese Infrastruktur kostet Geld. Woher soll das kommen? Bist du bereit, für alle Webseiten Geld zu bezahlen, damit du sie sehen kannst?

Man möchte so viele Daten wie möglich sammeln, damit man den Nutzeransprüchen gerecht werden kann. Viele Daten werden auch gesammelt um dir maßgeschneiderte Werbung zu zeigen. Das ist zum einen Verkaufsstrategie, zum anderen soll es einem die Nutzung so bequem wie möglich machen.
In der Zukunft wird Pervasive Computing ein wichtiger Begriff sein. Und dann wird man dazu auch Kontext brauchen, den erforscht man eben durch die Analyse von Anwenderdaten.

Beispiele: Intelligenter Kühlschrank, Heiz/Klimaanlangen, die du nicht steuern musst, da sie dein Verhalten kennen.

Natürlich birgt das auch gewisse Risiken. Der Mensch wird gläsern. Deswegen muss man beim Nutzen von Angeboten von diversen Firmen diesen auch einen Vertrauensvorschuss geben, dass sie mit den Daten pfleglich umgehen.

Aber alles hat zwei Seiten, wie eine Medaille, zu jedem nützlichen "Ding" gibt es dann auch ein Risiko das eingegangen werden muss..

TeeTier 30.08.2017, 04:40

Danke für dieses schöne Extrembeispiel an Naivität! :)

Frag dich doch mal selbst, warum es so gut wie keine Sicherheits- und Computerexperten gibt, die diesem Datensammeln und der Vernetzung in derartiger Form extrem kritisch gegenüber stehen! Und die Wenigen, die das nicht tun, haben i. d. R. klare Verbindungen zur entsprechenden "Industrie".

Das "Internet of Things", "Pervasive Computing", usw. ist nur etwas für Marketing-Fuzzies und BWLer, aber wer wirklich Ahnung von der Materie hat, macht einen Bogen darum.

Dass man so viel Expertise nicht von der Allgemeinbevölkerung erwarten kann ist klar, aber als ITler hat man eigentlich die Pflicht, die Naivität im Bekanntenkreis zu bekämpfen.

Nochmal: Frage dich doch einfach selbst, warum das "Internet of Things" in Fachkreisen als "Internet of Shit" bezeichnet wird! Oder warum die mit Abstand größte Mehrheit an Sicherheitsforschern "Antivirensoftware" als "Schlangenöl" bezeichnet.

Bei deinen Aussagen zu "maßgeschneiderter Werbung" oder dem "Vertrauensvorschuss" kann man einfach nur den Kopf schütteln. Entweder bist du a) komplett unwissend auf dem Gebiet und hast dich noch nie eingehender mit der Materie befasst, oder b) du profitierst persönlich davon, weil du in einer Werbefirma oder in irgendeiner Marketing-Abteilung arbeitest.

Bei deinem gesamten Text vermisse ich "Maß" und "Verhältnismäßigkeit". Komfort für Nutzer ist nicht alles. Schon gar nicht, zu DIESEM Preis! ><

Ach so, und um der obigen Kritik an deiner Antwort noch etwas Substanz zu geben: Ich bin einer von diesen "Sicherheitsforschern" bzw. "White Hat Hackern" oder wie du auch immer Leute wie mich nennen magst. Ich untersuche beruflich Geräte die am Internet hängen, Apps, Software allgemein, Server, Bibliotheken, Treiber, Betriebssysteme, und noch viel mehr, ...

Mein Fazit ist: 99% aller Entwickler können ganz offensichtlich keine sichere Software schreiben. Es gab bisher nur ein einziges Projekt, bei dem ich keine Sicherheitslücken gefunden habe. Alle anderen würde ich unter dem Begriff "Katastrophe" zusammen fassen.

Wer sich traut, diese enormen Menge an Code-Müll ans Internet zu hängen, handelt fahrlässig. Grundsätzlich konnte ich bisher alles irgendwie "hacken", wozu ich einen Auftrag erhalten hatte, bis auf - wie gesagt - dieses eine bewundernswerte Projekt.

Bei meiner Arbeit ist mir in den letzten zich Jahren aufgefallen, dass Menschen aus Politik und Wirtschaft zwar oft Fachmeinungen anfordern, aber letztendlich nicht auf diese Empfehlungen hören, sobald man mit der "unsicheren" Lösung 3€ mehr verdienen kann.

Die sichersten Daten sind die, die NICHT erhoben werden und die sicherste Software ist die, die NICHT geschrieben wurde. Wenn dein Kühlschrank also nicht am Netz hängt und keine Daten sammelt, ist das die einzige Garantie, dass er nicht gehackt werden wird. Alles andere ist hackbar und blauäugig!

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SabrinaDondic 30.08.2017, 07:39
@TeeTier

Kann ich so unterschreiben ;) Ich arbeite auch in der Branche und mache die gleichen Erfahrungen. Das Problem ist, dass alles mit heisser Nadel gestrickt wird (wir sind ja alle so agile und hecheln von Sprint zu Sprint), alles nur auf Klickidibunti ausgelegt ist ("Leute, Ihr müsst an die Userexperience denken"), alles möglichst billig sein muss und alles viertel- bis halbfertig auf den Markt gekippt wird, damit man nur keinen vermeintlichen Trend verpasst. Das hochgelobte IoT/IoS ist meiner Meinung nach eine Ansammlung von Bananensystemen, die erst einmal beim Kunden reifen dürfen.

Dazu kommt, dass man diese Systeme von Laien (dem "Endkunden") betreiben lässt, die von Tuten und Blasen kaum Ahnung haben. BTW - die 1 % Entwickler, die sichere Software schreiben sollen ... wo sind die? Mir ist da bisher noch keiner untergekommen ;) Ich war neulich mit dem Chefentwickler eines riesigen unternehmensweiten Portals zugange, dem musste ich erst einmal erklären, warum es Sinn macht, Benutzereingaben zu prüfen und nicht einfach mal so zu übernehmen ... da kannste einfach nur leise weinend Ornamente in die Tischkante beissen.

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capfly 30.08.2017, 15:48
@SabrinaDondic

Ist vielleicht nicht aufgefallen, aber ich habe nur erläutert warum das gemacht wird und welches Risiko dabei entsteht.
Ich finde dass ihr mit euren Kommentaren ein bisschen an der Fragestellung vorbeischießt.

Ich selbst gehe auch in die Whitehat-Branche, und ich kann eure Meinung da natürlich auch komplett nachvollziehen.
Die Frage war aber WARUM das Internet "traurig" ist, bzw warum diese Methoden angewendet werden. Das sind die Gründe; natürlich stehen dabei die Firmen mit ihren Marketing-Projekten im Vordergrund, das ist gar keine Frage. Ich stimme euch dabei zu, allerdings wollte ich nur die Frage ausführlich beantworten und nicht dabei die Konzepte in Grund und Boden schimpfen - war halt ne objektive Sichtweise, sorry dafür ;)

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Ich weiß nicht warum dich das traurig stimmt. Halte dich einfach von sozialen medien fern und gut ist

können schon. nur nicht eingeloggt. die menschen in der zukunft werden die welt von heutzutage erforschen wie wir heute das mittelalter

Dann geh nicht ins Internet, fertig ist der Salat. Das Internet kann nicht traurig sein, es sind gefühlslose Daten. 

larimas1234 30.08.2017, 03:24

die daten sind sehr gefühlsbeladen

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Snake34 30.08.2017, 03:25
@larimas1234

Nein, es sind Daten. Der der sie schickt, schreibt oder what euer, der hat die Gefühle 

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larimas1234 30.08.2017, 03:26
@Snake34

nein die daten sind auch gefühlsbeladen

ich hinterlasse eine träne und sie tropft auf meine daten

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Schon mal was von VPN oder Thor Browser gehört?

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