Warum ist das Gerundium von ire eund-?

5 Antworten

Solche Fragen kann man bei Sprachen einfach nicht stellen. Diese haben sich halt entwickelt, und nicht einmal nach der Entwicklung einer Schrift ist eine Sprache konstant geblieben, die deutsche auch nicht, sonst würdest du heute noch buk, Thäter und Thüre sagen oder schreiben.

Nur Plansprachen wie Esperanto sind zu 99% regelmäßig. Nur leider will sie keiner sprechen, obwohl man sie in Wochen lernen könnte und nicht in Jahren.

Man kann sich glücklich schätzen, dass die Unregelmäßigkeiten in Latein (gemessen an anderen Sprachen) relativ gering sind und die Sprache an sich sehr logisch aufgebaut ist, was man manchmal erst merkt, wenn man sich känger damit beschäftigt.

Das Wort Ire hat zwei verschiedene Stämme. Wenn du es konjugierst, geht es ja weiter: eo, is, it, imus, itis, eunt
Es gibt also einmal den Stamm i- und den Stamm e-. In den unterschiedlichen Tempora und Modi werden die verschiedenen Stämme verwendet. Der Perfektstamm ist auf i-, im Konjunktiv Präsens nimmt man e-. Das hat sich irgendwann mal so entwickelt und muss gelernt werden.

Es ist nun mal in allen natürlichen Sprachen mit Flexionssystem so, dass man unregelmäßige Flexionsformen lernen muss. Glücklicherweise selten alle, aber doch ein paar, aus denen man sich die übrigen herleiten kann.

Beispiel im Deutschen: Wir sagen ja auch nicht "ich gehe, ich gehte, ich bin gegeht".

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Nachtrag: Ich meinte natürlich "ich habe gegeht"

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