Warum ist China ein Schwellenland?

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Noch vor wenigen Jahren bezeichnete sich China bescheiden als "Entwicklungsland". Aufgrund seienr Größe und Einwohnerzahl kann China große Mengen an Gütern produzieren und exportieren und ist deshalb dabei, zum größten Exportland der Welt zu werden. Industrieproduktion ist aber eben nicht alles. Chinas Infrastruktur ist in weiten Teilen des Landes(bes. abseits der Küste) nach wie vor sehr unterentwickelt, so unterentwickelt, dass wir diese Gegend als Dritte Welt bezeichnen würden. Der Lebensstandard der Chinesen insgesamt ist absolut nicht mit unserem zu vergleichen. Umweltschutz gibt es praktisch nicht. Es werden Hungerlöhne gezahlt. 40% der Bevölkerung leben von der Landwirtschaft (Deutschland:2%), Säuglings- und Kindersterblichkeit sind 6x so hoch wie bei uns usw usw. deshalb ist China noch kein "Industrieland". "Industrieländer" wie Deutschland, F, GB, NL, B, USA usw. sind im Übrigen schon lange keine INDUSTRIEländer- sondern Dienstleistungsländer(Erwerbstätige in Dienstleistungen in D'land z.B. 72%, China 40%)

Weil China weder zu den ärmsten Ländern noch zu den reichsten Ländern zählt. Im Mittelfeld zwischen Entwicklungsland und Industrieland, eben an der Schwelle.

www.wikipedia.de Schwellenländer

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Schwellenland aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Wechseln zu: Navigation, Suche Ein Schwellenland (engl. Newly Industrialized Country) ist ein Staat, der traditionell noch zu den Entwicklungsländern gezählt wird, aber nicht mehr deren typische Merkmale aufweist. Deshalb wird ein solches Land begrifflich von den Entwicklungsländern getrennt.

Der englischsprachige Begriff Newly Industrializing Economies entstand in den 1970er Jahren und bezog sich ursprünglich auf die asiatischen Tigerstaaten. Gelegentlich wird ein solches Land auch als „take-off country“ bezeichnet, da es die typischen Strukturmerkmale eines Entwicklungslandes überwunden hat und im Begriff ist, sich von dieser Gruppe abzuheben.

Ein Schwellenland ist am Anfang, oder im fortgeschrittenem Prozess der Industrialisierung, gemessen an wirtschaftlichen Entwicklungsindikatoren. In diesem Stadium ist ein Schwellenland durch einen weitgehenden Umbau der Wirtschaftsstrukturen gekennzeichnet, der von der Agrarwirtschaft zur Industrialisierung führt. Schwellenländer sind meist geprägt durch einen starken Gegensatz zwischen Arm und Reich. Unterschiede zwischen konservativen Kräften und Parteien, die eine Modernisierung erreichen wollen, führen oft zu Spannungen.

Obwohl im deutschen Sprachraum häufig die Begriffe „Industriestaat“ und „Schwellenland“ gebräuchlich sind, sind deren ökonomischen Strukturen längst über die Dominanz der Industrieproduktion zu den Dienstleistungsbereichen übergegangen. Da dies auch für einige „Schwellenländer“ zutrifft, werden sie korrekterweise als important industrialized and developing economies (bedeutsame industrialisierte und entwickelnde Ökonomien) in der offiziellen englischen Sprache bezeichnet.

Die sozialen Entwicklungsindikatoren (Alphabetisierungsrate, Säuglingssterblichkeit, Lebenserwartung, Entwicklung einer Zivilgesellschaft), sowie der Schutz der Umwelt hinken den wirtschaftlichen Fortschritten oft hinterher.

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