Warum ist auf der Erde deutlich mehr Wasser als andere Planeten, wenn Wasser von Asteroiden gebracht wurde, logisch muss alle gleich viel haben?

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15 Antworten

Hallo Alousch14,

weil bei uns das Wasser an der Oberfläche ist, entsteht leicht der Eindruck, dass die Erde unheimlich wasserreich ist.

Jetzt musst Du Dir aber klar machen: In den Ozeanen ist bereits über 95% des Wasservorrates der Erde. Und die Tiefe dieser Ozeane ist wenige Kilometer (11 Kilometer im Mariannengraben). Im Vergleich zu über 6000 Kilometer Durchmesser der Erdkugel.

Rein prozentual gibt es also recht wenig Wasser auf der Erde. Ob dieses nun anteilig oder hauptsächlich durch Kometen (nicht Asteroiden) auf die Erde kam, ist nicht ganz geklärt. Auch bei einigen chemischen Reaktionen wird Wasser als Endprodukt frei. Es kann also durchaus auch einiges an unserem Wasser hier auf der Erde gebildet worden sein. Wasser ist eine sehr stabile Verbindung.

Dass man dieses Wasser bei uns so deutlich sieht, das liegt an unserer Oberflächentemperatur hier auf der Erde. Im äußeren Sonnensystem ist Wasser gefroren, weiter innen ist es gasförmig. Wobei Merkur zu klein ist, um eine Atmosphäre zu halten.

Dass im äußeren Sonnensystem Planeten wie Jupiter und Saturn also hauptsächlich Methan oder Ammoniak in ihrer Atmosphäre haben, das liegt nicht daran, dass es dort gar kein Wasser gäbe, sondern dass es nicht gasförmig ist.

Tatsächlich ist es aber Gegenstand verschiedener unbemannter Sonden, abzuklären, wie viel Wasser es wo im äußeren Sonnensystem genau gibt.

Ein Beispiel ist hier beschrieben: http://www.faz.net/aktuell/wissen/weltraum/raumsonde-juno-im-anflug-wie-viel-wasser-gibt-es-auf-dem-jupiter-14318779.html

Tatsächlich hat man auf einigen Monden von Jupiter und Saturn schon Wasser nachgewiesen. Es ist also durchaus auch anderswo im Sonnensystem vorhanden. Wirklich ganz gleichmäßig muss das wie gesagt nicht sein, weil aufgrund unterschiedlicher Temperaturen und Druckverhältnisse auch andere chemische Reaktionen ablaufen und weil verschieden große Himmelskörper verschieden viel Gase ins All verlieren oder gefrorene Stoffe in Tiefen absinken, wo wir sie nur schwer nachweisen können.

Grüße

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Ob ein Planet Wasser beherbergt oder nicht hängt von vielen Faktoren ab. 

Merkur hat keine Atmosphäre und ist der Sonne so nah, dass eine Atmosphäre (unter den bestehenden Umständen) aufgrund der Solarwinde nicht entstehen könnte. 

Venus könnte Wasser beherbergt haben (und hat wahrscheinlich auch noch Wasser, das in der Atmosphäre eingeschlossen ist), aber der Planet ist zu nah an der Sonne. Es ist zu heiß, um flüssiges Wasser hervorzubringen. 

Auf Mars gibt es eine Menge gefrorenes Wasser und dort gab es sogar flüssiges Wasser, aber aufgrund der Größe des Planeten hat sich sein einst schmelzflüssiger Kern verfestigt, sodass seine Magnetosphäre verschwand. Das und die geringe Anziehungskraft haben es der Luft möglich gemacht, in das All zu gelangen, wo es durch Sonnenwinde verweht wurde.

Unser Planet Erde, mit ihrer Anziehung und der starken Magnetosphäre, die vor Sonnenwinden schützt, ist einzigartig in ihrer Fähigkeit, über flüssiges Wasser zu verfügen. Europa, einer der Monde von Jupiter, hat allerdings mehr Wasser als unsere Erde. Auch Jupiter verfügt über mehr Wasser als die Erde.

Quelle: https://www.quora.com/Why-is-there-significantly-more-water-in-planet-Earth-than-in-other-planets-of-the-solar-system

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Kommentar von Alousch14
14.09.2016, 11:57

Ich habe mit meiner Frage nicht die planeten wie Merkur und Venus gemeint, Sondern Jupiter und Neptun. Danke fuer deine Amtwort

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Die Erde hat zwar verhältnismäßig viel Wasser an der Oberfläche ist aber auf ihre Gesamtmasse bezogen ein trockener Planet. Wenn man die gesamte Masse der Erde berücksichtigt macht  der Wasseranteil deutlich weniger als 1 % aus. es gibt auch auf anderen Planeten Wasser allerdings auf den meisten Gefroren da es zu kalt für flüssiges Wasser ist. Auf der Venus nur in Form von Dampf.  Und auch den Gasriesen und im Weltall selbst  gibt es sehr viel Wasser.Forscher entdecken gigantisches Wasserreservoir im Weltall - Die Zeit. Auf einigen Monden in unserem Sonnensystem zb auf Europa gibt es unter einem Dicken Eispanzer mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit sogar einen riesigen Ozean aus flüssigem Wasser der mehr als  doppelt so viel Wasser enthält wie alle  Ozeane der Erde zusammen. Selbst wenn dieser Mond kleiner als die Erde ist. Wasser ist im Universum recht häufig nur die flüssige Form ist seltener. 

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Da Wasser eine der häufigsten Verbindungen im Universum ist, darf man davon ausgehen, dass es davon auch auf Exoplanten reichlich gibt.

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Damit ein Planet Wasser halten kann braucht er eine dichte Atmosphäre, ein Magnetfeld und die richtige Oberflächentemperatur. Diese Voraussetungen bringt von den inneren Planeten erstmal nur die Erde mit. Zwar hat auch die Venus eine sehr dichte Atmosphäre und besaß zu Urzeiten auch Ozeane, aber durch die Zunahme der Sonnenkraft erhöhte sich Ihre Temperatur sehr stark, das Wasser verdampfte, die Atmosphäre verdichtete sich und ein enormer Treibhauseffekt setzte ein, der Bodengestein schmelzen lies, wodurch weitere Gase freigesetzt wurden. Der Wasserdampf wurde durch die starke UV Strahlung in Sauerstoff und Wasserstoff zerlegt, der leichtere Wasserstoff entwich ins All und der schwere Sauerstoff reagierte mit dem Oberflächengestein bzw. den Mineralien. Der Merkur hat keine Atmosphäre, kann also kein Wasser halten. Am Nord- und Südpol gibt es in den Kratern aber auch gefrorenes Eis, aber nur dort, wo kein Sonnenstrahl hinkommt. Dieses Wasser wurde auch dort einst durch Kometen und Asteroiden hinbefördert. Die Atmosphäre des Mars ist viel zu dünn, der niederige Luftdruck lässt Wasser sehr schnell verdampfen. Aber Wasser als Eis gibt es auf dem Mars mehr als genug. Als der Mars noch zu Urzeiten eine dichte Atmosphäre besaß, hatte er auch Ozeane. Da das Magnetfeld des Mars zum erliegen kam, wurde die Atmosphäre von dem Sonnenwind aber weitgehend abgetragen, wodurch das Wasser verdampfte oder im Boden ausfror. Ähnlich wie bei der Venus wurde der Wasserdampf in Sauerstoff und Wasserstoff aufgespalten durch die UV Strahlung und den Sonnenwindteilchen. Wasserstoff entwich wieder ins All und Sauerstoff reagierte mit den Eisenmineralien des Bodens zu Eisenoxiden, wodurch die rote Farbe entstand. Daher findet man heute auch kaum noch Sauerstoff in der Marsatmosphäre. Auch die Gasplaneten enthalten in ihrem inneren Bereich Wasser bzw. Eisanteile, besonders Uranus und Neptun, diese bezeichnet man auch als Eisplaneten.

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Wasser ist nicht aus Ausnahme im All, sondern gar häufig.
In welcher Konsistenz (chemische Zusammensetzung) auch immer.
Es verteilt sich nicht gleich, sondern weitestgehend zufällig.

Wenn alle sonstigen Bedingungen, ebenso zufällig, stimmen kann es die Grundlage für Leben sein. Fehlt eine Voraussetzung, war's das.

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Weil hier die Voraussetzungen geradezu ideal sind. Es muss nämlich der Abstand zur Sonne stimmen. Und das ist bei vielen erdähnlichen Planeten nicht der Fall. 

Außerdem stimmt unsere Rotation, also haben wir eine Gravitation, das auch das Wasser hier hält.


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Die Asteroiden folgen eben keiner Vorschrift, derzufolge sie alle Planeten gleichermaßen mit Wasser zu versorgen haben.

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Für flüssiges Wasser, muss der Planet in der richtigen Entfernung zu Sonne sein und eine Atmosphäre besitzen, welche es hält. Ist der Planet zu klein und/oder hat kein Magnetfeld, kann die Atmosphäre und das Wasser leicht durch Sonnenwinde abgetragen werden.

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Kometen, meinst du (und diese Theorie ist umstritten). Asteroiden haben keinen Nennenswerten Wasservorkommen.

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Hier ein Video, dass dir vielleicht weiter hilft. Man kann sehr viel darüber reden und die Forschung geht da auch weiter. Ich möchte allerdings dazu sagen, dass du Wasser auch im äußeren Sonnensystem findest, im Kuiper Gürtel. Der ist praktisch voller Eis. Pluto ist ein Eiszwerg und sein Volumen ist so 50% Eis.

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Nicht ganz. :)

Die Venus ist viel zu heiß (ca. 450°C), da verdampft Wasser sofort.

Der Mars hat kaum Atmosphäre. Hatte früher mal Wasser, der größte Teil ist (auch wegen geringer Schwerkraft) ins Weltall verschwunden.

Merkur? Keine Atmosphäre.

Die Gasplaneten? Bestimmt gibt es da auch Wasser. Die großen Monde von Jupiter und Saturn? Viel zu kalt.

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Kommentar von PWolff
14.09.2016, 13:36

Auf vielen Jupiter- und Saturnmonden gibt es "Kryovulkanismus" (Kaltvulkanismus) - hier ist Wasser ein normales gesteinbildendes Mineral und wird von manchen Vulkanen in flüssiger Form ausgestoßen.

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Kommentar von SlowPhil
14.09.2016, 16:54

Zu kalt ist es allenfalls auf den äußeren Monden, wo die Gezeitenkräfte zu gering sind. Auf Io ist es sogar zu heiß, da gibt es auch Vulkanismus, der nicht kryo ist.

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Nun, Wasser kann verdunsten - und bei zu geringer Gravitation oder fehlender Atmosphäre ziemlich zügig in den Weltraum entfleuchen.

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Das ist alles Andere als logisch! Schon allein dadurch, dass die Asteroiden nicht alle gleich groß sind und auch die Anzahl der Einschläge unterschiedlich war!

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Die Planeten unterscheiden sich in der Größe. Schon aus diesem Grunde können sie nicht gleichviel Wasser haben!

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