Warum ist Arbeitslosigkeit so negativ behaftet?

19 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Deine Ableitung ist so nicht richtig, auch wenn es Arbeiten wie Lackieren oder Galvanisieren gibt, die heute gottlob von Maschinen/Robotern übernommen werden, ebend weil sie stark gesundheitsgefährdend sind.

Ansonsten ist Arbeitslosigkeit seit je her negativ belastet, man stelle sich einen Jäger und Sammler aus der Steinzeit vor, der sich vom erjagten Fleisch der anderen ernährte und selber keinen Finger rührte. Nur hat es bereits damals ein Solidarkonzept gegeben, wenn sich Urmenschen verletzten wurden sie vom Clan durchgebracht, das beweisen Gräberfunde aus jener Zeit.

Ein Solidargemeinschaft wie die deutsche, kümmert sich um Kranke, Alte und Kinder im besonderen. Die Kranken- und Rentenversicherung ist eine Solidargemeinschaft, Kindererhalten besondere Leistung die von allen bezahlt wird. Das gleiche gilt für das Arbeitslosengeld und die Programme, die von der Bundesanstalt der Arbeit (Jobcenter) angeboten wird. Die Aufgabe des Jobcenters ist die Betreuung der Arbeitssuchenden (nicht Arbeitslosen!), man versucht durch Weiterbildung, Motivation und auch Druck, den Suchenden wieder in die Arbeitswelt einzugliedern.

ich persönlich war ganze 5 Monate meines Lebens Arbeitssuchender, jeder der in dieser Situation ist hat mein 100% Verständnis, da es jeden erwischen kann und auch jeder einen Anspruch auf die Solidarität der Gesellschaft hat. Nur ist es ein Unterschied, ob ich mich jahrelang mit der Stütze einrichte, oder wirklich aktiv nach einem Job suche. Menschen ohne Ausbildung sollten die arbeitssuchende Zeit dazu benutzen, sich weiterzubilden, denn wenn sie es tun, dann erhöht sich die Wahrscheinlichkeit von einem Leistungsempfänger zu einem Leistungsbezahler zu werden, letztere sind in der Mehrzahl und fühlen sich von Arbeitsunwilligen natürlich verarscht...

Ich denke wer generell gegen Arbeitslose ist, der hat die Solidargemeinschaft nicht verstanden, denn jeder Mensch der einen Kindergarten, Schule oder Universität besucht, erhält Leistungen der Solidargemeinschaft, also ist er später dazu verpflichtet, seinen Teil zu dieser Gemeinschaft beizutragen. Der Arbeitssuchende ist verpflichtet so schnell wie möglich aus dieser Situation herauszukommen, tut er das nicht, dann wird er zu einem negativ behafteten Arbeitslosen, den man sicher vorwerfen kann, dass er sich an der Solidargemeinschaft berreichert...

Hm,nicht schlecht,deine Antwort...Aber ich denke man sollte mal langsam umdenken und nicht den Medien alles glauben...Ich krieg auch Hartz4,hab 2Kids,nen 400,-€ Job und geh,wenns nötig ist und auch nur mal so,ins Seniorenheim,um jemanden auszuführen,oder zu spielen...Leider wurde unsere Eigenverantwortung uns aberzogen,sodass die Leute garnicht mehr wissen,wie man sich fühlt,zu leisten,ohne nen Lohn dafür zu erhalten....

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@klara2005

Meine Antwort ist ja nicht auf die mediale, populistische Allgemein- oder Stammtischmeinung gepolt, sondern ich sehe das ja eher von der rechtlichen und sozial(historischen) Richtung...

Was ich enorm spannend finde ist Dein Hinweis auf das Aberzogene, die Frage die sich mir oft stellt, ist ob wir den Arbeitssuchenden oder HartzIVlern genug abverlangen? Leute wie Du, die einen 400 Euro Job haben und zudem mangelnde Eigenverantwortung fordern, sind ja nicht die Jedermann-HartzIVler...:-)

Leider jammert man doch eher über die eigene Situation, als das Problem als ganzes zu sehen, dazu gehört auch zu erkennen, dass ich natürlich auf Kosten der anderen lebe, für viele Menschen ist das Ansporn genug, einen Weg aus dieser - nicht gerade komfortablen - Situation zu finden. Das betrifft im besonderen aber auch die Angestellten der Jobcenter, die für meinen Teil nicht genug für die Motivation der betroffenden Empfänger tun, im übrigen ein Faktor der in keiner Diskussion jemals auftaucht...

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@riara

Ja,das Jammern nervt mich echt komplett...Dabei sollte man echt als Hartzer was für seine Selbstachtung tun,und es fühlt sich gut an,wenn man irgendwo hilft/gebraucht wird...Und so würde vielleicht auch die Beziehung zwischen gestresstem Steuerzahler(in Bezug aufs Seniorenheim)und Hartzer nicht so eine große Kluft aufweisen....Leider seh ich dies alles so gewollt von der Politik,weil dadurch keine Einigkeit herrscht,jeder gestresst ist vom anderen.....Konkurrenz belebt das Geschäft,denken die,und so ist es ja auch...

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@klara2005

Da kann ich Dir recht geben, nur gibt es halt auch die anderen Hartzler, die sich neben der Stütze halt mir Schwarzarbeit beschäftigen, bei dem Einkommen laufen natürlich alle Angebote ins Leere. Leiden tun darunter natürlich alle, die Beitragszahler wie die ehrlichen Hartzler...

Ich denke man sollte sich viel stärker mit den Leuten beschäftigen, die wirklich aus der Situation rauswollen, aber mit einmal im Monat ein nettes Gespräch führen ist es nicht getan. Gerade fü Leute die sich eine eigene Existenz aufbauen wollen, ist die Hilfe und die Kohle bei weitem nicht ausreichend, dabei könnte man mit einer gezielten Förderung nicht nur Transferempfänger zu -zahlern umwandeln, sondern solche Kleinbetriebe schaffen natürlich langfristig auch Arbeitsplätze. Man stelle sich vor, wenn man 5 Interessierte in ein Start-Up zusammenfügen würde, leider ist das allein rechtlich nicht zu stemmen, solche Konstruktionen lässt das ALG nicht zu...

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@riara

Danke für den Stern und alles gute für Deine Zukunft, ich wette Du bist da bald raus...:-)

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Hallo riara, als ich 1973 mit meinem VWL-Studium fertig war, gab es im kalten Februar durchschnittlich 1,6 offene Stellen für einen Arbeitslosen. Logisch, die Arbeitslosenquote betrug damals nur 1,6 %, reine Übergangsarbeitslosigkeit von einer Firma zur nächsten. Ich hatte nach drei Tagen gut bezahlte Arbeit. Faulenzer hatten damals keine Zeit, sich auszuruhen. Wer nicht wollte, kam auf die "Drehbank". Wie ist die Situation seit Jahrzehnten? Zehn bis 20 Arbeitslosen müssen sich um eine offene Stelle streiten. Das ist das tägliche Rennen von zwei Igeln gegen 10 bis 20 Hasen. Wer wird da von unserer Gesellschaft bzw. den Wirtschaftsfakultäten bzw. Politikern verscheißert? Lies Dich bitte in meiner ersten Fakultät, der ökonomischen, schlau; siehe www.ahlers-celle.de

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@ahlers46

Ich unterhalte mich in der Woche mit bis zu 12 Geschäftsführern mittelständischer Unternehmen, da findest Du auch genug, die nicht verstehen warum man keine Leute findet, oder die denen man eine Chance gibt, diese einfach verstreichen lassen.

Das Bild des Kein-Bock-HartzIVlers ist genauso falsch wie das des Es-gibt-keine-Arbeit-mehr...

Wer arbeiten will der muss sich fit machen, die erste Erkenntnis sollte sein

Arbeit ist eine Ware, die sich an den Märkten orientiert

Alles andere ergibt sich daraus, vieles ist auch unfair und sogar ungerecht, aber wir leben nun einmal in einer Marktwirtschaft, nur denken viele sie können auch ohne lernen, anstrengen und sich anpassen Ihren eigenen Weg gehen, das können nur die wenigsten...:-)

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Also, die Meinung des Fragestellers ist ziemlicher Unsinn, wir können nicht stolz sein auf eine hohe Arbeitslostigkeit, weil wir so tolle Maschinen haben die für uns arbeiten.

Der selbe Unsinn ist aber auch diese ständige Hetze gegen Arbeitslose. Warum ist es denn so, dass viele die ganztags arbeiten gehen weniger oder genau so viel verdienen wie ALG II-Empfänger bekommen? Da sind doch nicht die Arbeitslosen dran schuld. In der Arbeits- und Wirtschaftspolitik wurden in den letzten Jahrzehnten katastrophale Fehler begangen die sich jetzt immer mehr rächen. Dieses immer wieder aufgewärmte Klischee vom faulen Arbeitslosen der den ganzen Tag in der Unterhose auf dem Sofa sitzt und seinen Kasten Bier wegsäuft entspricht nur sehr selten der Wirklichkeit.

Man muss sich auch klar machen, dass Hartz IV schon immer vorsieht, dass man jede zumutbare angebotene Arbeit annehmen muss, weil sonst eine Sperre der Leistungen erfolgt! Also müssten ja rein theoretisch alle Arbeitsunwilligen entweder eine Arbeit zugewiesen bekommen haben oder aber kein Geld mehr bekommen. Tatsächlich aber ist es so, dass es einfach kaum mehr freie Arbeitsstellen gibt, auf jede Stelle kommen hunderte Bewerber - und die Opfer der katastrophalen Bildungspolitik bleiben auf der Strecke. So siehts aus.

Wer sich beklagt, dass er für 700+- paar Euro im Monat arbeiten geht und andere genau so viel bekommen für nichtstun, der sollte sich mal fragen, ob wirklich die Bezüge des Arbeitslosen zu hoch sind oder nicht eher der eigene Lohn zu niedrig.

in welcher Welt lebst DU denn???? Vielleicht liegt es daran, daß diejenigen, die für ihr Geld arbeiten gehen, soviel Steuern zahlen dürfen, daß am Ende die Arbeitslosen davon bezahlt werden?! Oder was meinst Du, woher die Kohle kommt?

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