Warum ist Analverkehr im Islam verboten?

10 Antworten

Normalerweise sollte da jeder selber drauf kommen, wenn er ehrlich ist.

Ein Fatwa-Kommitee hat das ausreichend gut beschrieben:

“Analverkehr mit der Ehefrau ist gegen die Natur des Menschen, es ist zudem im Islâm verboten. Aber er bewirkt weder eine Scheidung noch eine Auflösung des Ehevertrags, solange die beiden Eheleute damit aufgehört und sich Allâh reumütig zugewandt haben. Aber wenn der Mann dies regelmäßig tut und die Frau ihm dabei gehorcht, dann sollen sie aus religiöser Sicht getrennt werden. Dazu sagte der Gelehrte Ibn Taimiya: „Wenn er Analverkehr mit ihr hat und sie ihm dabei gehorcht, dann sollen beide ermahnt werden, sonst werden sie voneinander getrennt, wie man zwei Personen voneinander trennt, die miteinander Unzucht treiben.“ Die Unfähigkeit der Frau, ihren Mann an dieser Tat zu hindern oder sich gegen ihn zu wehren, ist dem Fall ähnlich, dass sie ihm dabei gehorcht.

Doch nun zu den negativen Auswirkungen dieser Tat, mal ganz abgesehen davon, dass sie im Islâm verboten und zudem äußerst widerwärtig ist. Die negativen Auswirkungen sind zahlreich und in Fiqh- und Medizinwerken ausführlich erwähnt. Dazu gehört u.a., dass der Analverkehr den Mann davon abhält, normal mit seiner Frau zu verkehren. Das kann sogar soweit gehen, dass er sogar nicht einmal mehr dazu in der Lage ist, und dadurch bleibt eine der wichtigsten Früchte der Ehe aus, nämlich die Nachkommenschaft. Dazu gehört auch, dass er die Genitalien, die ja für den Geschlechtsverkehr gemacht sind, schädigt. Zudem führt es dazu, dass die Spermien schwächer werden und sich die chemische Zusammensetzung des Spermas ändert.

Dazu gehört ebenfalls, dass er zu vielen viralen Krankheiten wie etwa dem HPV-Virus (Feigwarzen) führen kann. Er führt u. a. zur Erschlaffung und Zerreißung der Schließmuskeln. Es gibt noch viele andere psychische und körperliche Schäden, die Sayyid Sâbiq in seinem Werk Fiqh As-Sunna aus dem Buch Der Islâm und die Medizin des Arztes Dr. Muhammad Wasfî zitierte.

Und Allâh der Erhabene weiß es am besten!

Im Quran steht nichts von einem solchen Verbot. Auch kein Verbot von Oralverkehr. Es ist also jedem selbst überlassen, ob er diese Praktik nun vollziehen will oder nicht.

Leider bewertet die sunnitische Islam-Obrigkeit das anders, weshalb die meisten Sunniten glauben, dass das verboten sei.

In schā'a llāh

Da die Art von Sex nicht der Fortpflanzung dient

Oralverkehr ist im Islam erlaubt dient aber auch nicht der Fortpflanzung

0
@einfachnurluis

In welchem Islam? Die Sunniten-Obrigkeit, die den Analverkehr verteufelt, verbietet auch den Oralverkehr. Die gelebte Praxis sieht freilig anders aus - hinter verschlossenen Türen.

Homosexualität wird im Sunnitentum ja auch als "verboten" gehandelt, und doch hat jeder zweite reiche Mann in den Maghreb-Ländern den einen oder anderen "Knaben" zum Vergnügen seiner selbst und seiner Gäste parat. Wurde mir selbst auf meinen Reisen schon dutzende Male angeboten, wenn ich ohne meine Frau gereist bin.

0
@DottorePsycho

Ich hab ja nicht gesagt es kommt nicht vor. Ich denke es kommt vor. Aber das war nicht die Frage.

2

Was möchtest Du wissen?