Warum ist alles dauernd ungesund?

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6 Antworten

Ungesunde Ernährung ist eine Folge der Globalisierung. Denn den Nahrungsmitteln, die um die halbe Welt reisen, müssen eben Konservierungsmittel zugesetzt werden, damit sie haltbar bleiben. Dazu kommen weitere Zusatzstoffe, die sie hübscher, bunter, rieselfähiger usw. machen.

Trotzdem sind unsere derzeitigen Nahrungsmittel die wohl gesündesten in der Entwicklung der Menschheit, und sie tragen dazu bei, dass wir so uralt werden.

Wenn früher Durchschnittsalter von 40 Jahren üblich waren, möchte ich nicht wissen, wie viele Nahrungsmittelvergiftungen an dieser statistischen Zahl ihren Anteil hatten. Ich habe z.B. mal gelesen, dass bei Festen in der Renaissance der Fasanenbraten in Goldfolie gehüllt eine Woche lang in der Sonne lag, bevor er ganz gegessen war. Die, die danach tot umgekippt sind, waren eben bedauernswerte Kollateralschäden. Übrigens ebenso wie die Maler, die sich beim Spitzlecken ihrer Pinsel eine Vergiftung mit Bleiweiß zugezogen haben, oder die, die aufgrund arsenhaltiger Tapetenfarben langsam dahingesiecht sind.

Entgegen dem allgemeinen Jammern war früher durchaus nicht alles besser. Und die "gute, alte Zeit" ist ein Mythos der einmal nicht von "gut unterrichteten Kreisen" kolportiert wird, sondern von nicht besonders gut informierten Greisen.

Noch gar nicht erwähnt habe ich den Fortschritt in der Medizin. Kann man sich heute vorstellen, dass früher Geschlechtskrankheiten mit Quecksilber behandelt wurden?! Quecksilber gehört in der Skala der Gifte zu den 10 gefährlichsten Giften, die überhaupt existieren.

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Um mal ein paar Dinge zurechtzurücken:


"Gesund" ist, ähnlich wie "heilig" - beinahe ein religiöser Begriff geworden. Fakt ist, dass die Menschen dieses Landes und der jetzigen Generation so alt werden wie noch niemals zuvor in der Menschheitsgeschichte. Das liegt an der hochwertigen Ernährung - gerade im Kindesalter (die Alete-Generation wuchs heran). Und da wir in Mitteleuropa inzwischen in einer überaus satten Wohlstandsgesellschaft  leben, gehen viele Menschen den Weg, ihre Identität über ihre Ernährung zu finden. Bingo - der "Ernährungs-Hipster" (auch "Nahrungsneurotiker" genannt) ward geboren! Manche futtern nur noch vegan, weil sie sich damit hauptsächlich für ihre Mitmenschen interessant machen - und auf andere herabsehen möchten. Andere sind auf dem Paläo-Trip, der auch ein Riesenquatsch ist, denn sie essen Produkte, die es in der Steinzeit  überhaupt noch nicht gab. Das hat alles sehr viel mit "Lifestyle", Identität und "Trends", aber absolut wenig mit Gesundheit zu tun.


Und Fakt ist auch, dass nichts ungesund ist - und alles ungesund ist -! Und dass nichts dick macht - und alles dick macht ! Entscheidend ist immer die Menge. "Dosis Venum Facit" sagten damals die ollen Römer, was soviel heißt wie "Die Menge macht das Gift". Obst gilt gemeinhin als "gesund" (ersetze den Begriff mit "heilig" - und wir sind wieder bei der Religion). Doch nicht jeder Mensch verträgt frische Äpfel und bekommt übelste Bauchschmerzen sowie Durchfall, wenn er zwei oder drei davon verzehrt.


"Gesund" ist immer, was dir persönlich bekommt! Sorge für eine
ausgewogene Mischkost ohne jedes Tabu oder hysterisch erhobene
Zeigefinger selbst ernannter "Ernährungsberater" (ein gesetzlich nicht
geschützter Begriff, d.h. ein jeder "Luftpumpenschlosser" darf sich so
nennen) - , iss was dir bekommt und genieße dein Leben! Regelmäßige
Bewegung ist dabei viel wichtiger - und sorgt dafür, dass du dann den
einen oder anderen "Snickers" viel besser verwertest als der "Sesselpupser", der zwar den ganzen Tag Tofu frisst, aber nur auf seinem Tablet herumdaddelt.


Das Lebensalter der Durchschnittsfrau wird derzeit lt. Sterbetafel
der Versicherungswirtschaft auf 88 Jahre hochgerechnet, Männer leben 5
Jahre im Schnitt weniger. Davon hätte man vor hundert Jahren noch
geträumt!



Guten Appetit!

Es ist nicht andauernd alles ungesund. Das Gerede über ungesundes Essen und Intoleranzen trägt neurotische Züge. Hier sollte mit kritischer Distanz die Sache betrachtet werden.
Wir werden immer älter und jammern über Ernährung. Wer glaubt das Essen früher gesunder war, ist auf dem Irrweg.
Aber natürlich sollte man ebenso kritisch die Agrarindustrie und die Ernährungsindustrie beurteilen.

Gut erkannt!

Hochachtungsvoll Sloth

Was hab ich erkannt? Dass das zum verrückt werden ist?

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Alles Bockmist der von der Ernährungsindustrie in die Welt gesetzt wird um dir mit Bioprodukten oder "Vegan" noch mehr Geld aus dem Kreuz zu leiern.

Iß was du willst und was dir schmeckt, auch das Thema mit den vergifteten Eiern wird in einer Woche vom Tisch sein.

Die Menge macht das Gift!

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