Warum in ein Glashaus zunächst mehr Energie hinein als hinausgeht?

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8 Antworten

Der Glashauseffekt beruht zum größten Teil auf der Unterdrückung der Konvektion durch die Scheiben.

Das einfallende kurzwellige Sonnenlicht wird auf dem Boden oder anderen undurchsichtigen Flächen im Glashaus zum größeren Teil absorbiert und und erwärmt den Boden bzw. die Oberflächen. Diese Oberflächen strahlen zum einen dann entsprechend ihrer Temperatur wieder ab - als Wärmestrahlung, zum andern erwärmen sie direkt die Luft. Auch ein tTeil der abgestrahlten Wärmestrahlung wird von der umgebenden Luft absorbiert und erwärmt diese.

Diese warme Luft steigt normalerweise nach oben, während kühlere Luft nach strömt. Dies wird aber durch die Glasscheiben verhindert.

Um ein Gleichgewicht zu erhalten (Temperatur bleibt stabil) gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Solange warten, bis sich die Seitenflächen und das Dach des Glashauses so stark erwärmt haben, dass sich absorbierte Energie und von Dach und Seitenwänden abgestrahlte Energie die Waage halten. (Beispiel Auto in der Sonne - da sind auch mal 60 bis 70°C drin.
  • oder ein Fenster öffnen, durch das warme Luft entweichen kann; dann stellt sich ein niedrigeres Gleichgewicht ein, das von der Thermik und der Größe der geöffneten Flächen bestimmt wird.
  • solange kein Gleichgewicht erreicht ist, geht mehr Energie in das Glashaus hinein, als hinaus.

https://de.wikipedia.org/wiki/Treibhauseffekt#Glashauseffekt


Der Strahlungs-Treibhauseffekt über die Glasflächen, wie von Marduck beschrieben, ist beim Glashaus viel kleiner als die Wirkung der unterdrückten Konvektion.  https://de.wikipedia.org/wiki/Treibhauseffekt#Selektive\_Transparenz (Die beschriebene Arbeit von Wood ist gerade mal eine Seite lang, und m.E. als Beleg dafür ungenügend.)


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Allgemein wird durch die Sonnenstrahlung der Boden erwärmt, und der erwärmt wiederum die darüberliegende Luft.

In der freien Natur steigt die erwärmte Luft wegen der geringeren Dichte hoch und macht Platz für absinkende Kaltluft. Im Glashaus wird dieser Aufstieg dagegen durch die Glaswände verhindert. Deshalb steigt die Temperatur der Innenluft über die Temperatur der Außenluft so lange an, bis die Wärmezufuhr ausgeglichen wird durch die Wärmeleitung an den Glasscheiben nach außen. Dann herrscht ein Gleichgewicht.

Du hast durchaus richtig erkannt, dass die Energiebilanz "zunächst" unausgeglichen ist, was hier einige User nicht verstanden haben.

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Sichtbares Licht kommt rein, wird vom Boden aufgenommen und in Wärme umgewandelt. Wärmestrahlung kommt jedoch nicht mehr durchs Glas. So wird es immer wärmer.

Trotzdem erwärmen sich auch die Scheiben, die ihrerseits Wärmestrahlung direkt nach draußen abgeben.

Energie geht also immer verloren, wenn man ein bestimmtes System anschaut. Insgesamt kann keine Energie vernichtet werden.

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Das Glas ist durchlässig für sichtbares Licht. Das sichtbare Licht regt Wärmeschwingungen auf dem Boden und den Pflanzen an. Diese Schwingungen werden von der Materie emittiert und dann von den Glasscheiben reflektiert, denn diese sind für IR-Licht NICHT durchlässig. So erwärmt sich langsam die Luft im Treibhaus immer mehr.

Es gibt auch Antitreibhäuser. Die sind mit einer PVF-Folie bespannt. Die ist für sichtbares Licht undurchsichtig, aber für IR-Licht durchlässig. Nachts geht die IR-Strahlung dann nach draußen und im Antitreibhaus ist es kälter als in seiner Umgebung.  

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Weil sie die Scheiben nicht raus lassen. 

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das ist Sinn und zweck eines Glashauses.

Hier soll die Sonnenenergie "Gefangen" werden.

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Weil die Energiequelle draussen ist - und nicht drinnen.

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was meinst du mit zunächst?

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