warum in der krautschicht von Buchenwäldern vorwiegend frühblüher wachsen?

3 Antworten

Sobald sich bei den Buchen Blätter entwickeln, wird dieses Blätterdach so dicht, daß für den gesamten Unterwuchs nicht mehr genügend Licht ankommt, um sich ausreichend entwickeln zu können.
Deswegen haben sich im Unterwuchs von Laubwäldern Frühblüher durchgesetzt:
Buschwindröschen, Huflattich, Scharbockskraut.

Dankeschön :)

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Von Experte Pomophilus bestätigt

Dass Frühblüher gern in Buchenwäldern wachsen, könnte am pH-Wert des Waldbodens liegen, der im neutralen bis basischen Bereich liegen könnte, ganz im Gegensatz zu Böden in reinem Nadelwald: der ist sauer (niedriger pH-Wert).

Außerdem ist es die biochemische Ausstattung der Umgebung, die eine Rolle spielt: Nährstoffarmut oder -reichtum.

Dann noch die Lage nach den Himmelsrichtungen, wobei sich eine Blätterschicht besser erwärmt, Blätter schützen vor Kälte, .. usw.

Aber das wichtigste Kriterium ist das Licht: Buchen bekommen erst ihr neues Laub, wenn die Frühblüher längst fertig sind. Die Natur ist schon ziemlich clever!

Ist es nicht eher so, dass Nadelwälder auf sauren Böden wachsen, weil die sonstigen Bedingungen für Buchen zu schwierig sind? Also zu kalt oder zu nass? Buchen wachsen ja auch auf sauren Böden, etwa im Schwarzwald der auf Silikatböden steht.

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@Cicindela

Ich habe von meiner Oma lange vor dem Drama um saure Wälder gelernt , dass Nadeln durch ihre äußere Fettschicht Böden sauer werden lassen, da kein bzw. zu wenig Sauerstoff reinkommt. Monokulturen haben außerdem dazu beigetragen, dass saurer Regen so schlecht gepuffert werden kann - das war dann die Überdosis!

N.B. Der gleiche Mechanismus führt übrigens bei Menschen zu Krebs! (s.a. Otto v. Warburg, der für diese Erkenntnis in den 30er Jahren den Nobelpreis erhielt).

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Weil später, wenn die Bäume Laub tragen, kaum noch Licht an den Boden kommt

Auch dir vielen dank :)

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