Warum identifizieren sich manche Menschen als nicht binär?

Das Ergebnis basiert auf 9 Abstimmungen

Ja 56%
Nein 44%

12 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Meine Vermutung, nur durch eigene Überlegungen, ist, dass sie merken, dass sie nicht 100% der Zeit das Gefühl haben "ich bin weiblich/ männlich". Meine Vermutung ist, dass (fast) keiner das 100% der Zeit hat. Es reicht schon die Zeit, in der man sich auf etwas konzentriert und sich verschiedenen Aspekten (Alter, Nationalität, Geschlecht etc.) gar nicht bewusst ist, weil man sich auf eine Arbeit etc. konzentriert.

Es könnte nun sein, dass nichtbinäre Menschen dies überbewerten und denken, "oh, da habe ich mich ja gar nicht weiblich/ männlich gefühlt, also bin ich nicht binär".

Mein Problem mit der Sache ist: Wie fühlt man sich denn weiblich oder männlich? Woher weiß ich, ob ich mich genauso fühle wie eine andere Frau oder eher wie ein Mann und wenn ja, wie welcher? Es gibt ja immer Menschen, bei denen das Geschlecht eine große Rolle in ihrer Identität spielt und andere, bei denen das nicht so sehr der Fall ist.

Wenn ich nicht binär bin und mich manchmal männlich fühle, fühle ich mich dann wie ein 20jähriger, 40jähriger, 60jähriger oder 80jähriger Mann? Wie ein Matcho oder ein Familienvater? Wie ein draufgängerischer oder schüchterner Mann? Und woher weiß ich, dass ich mich wie ein Mann fühle und nicht nur draufgängerisch oder schüchtern?

Im Prinzip sagt das für mich aus, dass man sich wie die Vorstellung oder das Klischee von einem Mann oder einer Frau fühlt oder eben nicht die ganze Zeit wie die Vorstellung oder das Klischee des eigenen Geschlechtes.

Also im Prinzip sagt das nur "ich habe über mich nachgedacht und mir sind ein paar Dinge aufgefallen".

Ob die aber bei anderen Menschen, die sich als binär empfinden, genauso sind oder bei allen nichtbinären Menschen ebenfalls so sind, ob sie für alle Menschen im Durchschnitt normal oder nur mal gerade so eine Grübelphase von mir sind, weiß ich nicht. Der eine macht daraus eine queere, nichtbinäre Identität, der andere thematisiert das gar nicht und legt es als normale Grübelei über sich zu den Akten.

Sprich ein Teil der Ursache demnach Geschlechterrollen, aber man kann sich nicht mit der identifizieren? Als Beispiel. Ein Junge erkannt das ihm Kleider gefallen, aber fühlt sich doch irgendwie männlich, aber irgendwie nicht mehr so ganz, weil Männer keine Kleider tragen.

0

Sie fühlen sich weder ausschließlich männlich, noch ausschließlich weiblich. Dafür hat man nun die Bezeichnung "non binär" gefunden.

Persönlich weiß ich nicht einmal, was männliche oder weibliche soziale Geschlechtseigenschaften sind.

Ich hab mir das immer einfach gemacht: Da ich biologisch eine Frau bin, müssen wohl alle meine Eigenschaften weiblich sein. Es gibt halt sehr, sehr unterschiedliche Frauen und auch sehr, sehr unterschiedliche Männer.

Aber in der heutigen Zeit ist das wohl zu simpel gedacht...🤔

Ich akzeptiere all die neuen Begriffe, sofern ich sie verstehe. Aber ich finde es äußerst bedenklich, wie verunsichert viele Jugendliche heutzutage dadurch sind und gebe zu, dass es mir wohl genauso gehen würde, wenn ich das jugendliche Alter heutzutage hätte. Man wird gesellschaftlich gezwungen sich bis ins Detail zu analysieren und festzulegen. Sozialer Druck eben.

Das war früher einfacher, es gab schlicht keine Einteilung in sozialen Geschlechter, sondern nur biologische Geschlechter.

Sozial durfte man sein, wie man wollte, ohne sich festzulegen.

Und genau das ist der Punkt. Ist es so enorm nötig sich bei allem in eine Schublade zu stecken? Ich denke auch nicht rund um die Uhr daran, das ich ein Mann bin. Mache auch gern „weibliche“ Aktivitäten oder Interessen. Bin ich jetzt auch nicht binär?

0
@Henmai896

Frag mich nicht! 😂😂😂

Ich bin dafür, dass jeder Mensch seine eigene, persönliche Schulblade hat, alla: "Das ist die Aikikora-Schublade."

Ich denke auch nicht ständig daran, dass ich eine Frau bin. Ich bin ich. Und ich tue, was mir gefällt oder mir entspricht.

1

Weil sie nicht-binär sind, ganz einfach. So wie ich den Begriff verstehe, kann man sich einfach nicht mit den sozialen Begriffen für beide Geschlechter identifizieren, und betrachtet sich halt weder als männlich und weiblich. Kommt halt vor. Ich kann mich auch nicht als männlich identifizieren, weil der Begriff für mich keinen Sinn macht - es gibt keine männlichen und weiblichen Eigenschaften, diese Zuteilung ist künstlich erschaffen.

Im Prinzip bin ich wohl auch nicht binär. Aber ich schätze, weil ich mich grad ganz furchtbar verhalten hab, und das gesagt hab will ich mich nur total wichtig machen, und lechze nach Aufmerksamkeit. Kann nicht sein, dass ich einfach nur ne Frage beantwortet habe.

Ich kann mich auch nicht als männlich identifizieren, weil der Begriff für mich keinen Sinn macht - es gibt keine männlichen und weiblichen Eigenschaften, diese Zuteilung ist künstlich erschaffen

Verschwörungstheorien verbreiten sich offensichtlich rasant. LG

1
@Tonis9706

Du solltest keine Worte verwenden, deren Bedeutung du nicht verstehst. Ich hab nicht behauptet dass das wer mit Absicht gemacht hätte, was notwendig wäre, um eine Verschwörungstheorie zu sein. Ändert halt nichts daran, dass die Zuteilung von Eigenschaften zu den biologischen Geschlechtern willkürlich ist, und keinen Sinn macht.

1
@FelixSH

Die Zuteilung welcher Eigenschaften? Den wissenschaftlich belegten, die sich aus der evolutionären Aufgabenverteilung ergeben, oder den "neueren Idealen", die durch gesellschaftlichen Wandel entstanden sind? LG

1
@Tonis9706

Ich finde es ja nur konsequent, wenn man "wissenschaftlich Belegtes" auch immer mit Quellen unterfüttert.

1
@Tonis9706

Danke für die Links. So ganz verstehe ich allerdings nicht, inwiefern die Eigenschaftsverteilungen evolutionär begründet sein sollen, werden die Ergebnisse doch soziokulturell interpretiert.

Bei Ismatullina & Voronin (2017) ist zudem von "Gender", nicht "Sex" die Rede, zumal abgeschlossen wird mit:

It is necessary to conduct a large-scale longitudinal study to understand the causal relationships between personality and intelligence taking into account various gender stereotypes. 

, da es sich nur um eine Pilotstudie handelt.

Bei Charness & Gneezy (2012) geht es ebenfalls um Gender, nicht um Sex. Es wird also auch hier bewusst darauf verzichtet, direkte Rückschlüsse zum biologischen Geschlecht zu ziehen, und Vorliebe mit Gender genommen. Außerdem:

We do not argue that women are always more risk averse than men, and clearly research into the boundaries of these findings should be encouraged.

Nun gibt es, wie du sagst, viele Studien, die sich mit Unterschieden zwischen "Männern und Frauen" beschäftigen, das ist richtig. Bei diesen muss man allerdings stets darauf achten, ob es um biologisches oder soziales (oder irgendwie anders) definiertes Geschlecht geht. Ein Mensch, der als X aufwächst und sozialisiert wird, wird auch eher dem gesellschaftlichen Rollenbild eines typischen X entsprechen als etwa ein Mensch, der als Y aufwächst.

2
@Tonis9706

Wenn sie durch gesellschaftlichen Wandel entstanden sind, sind sie irrelevant, da sie offensichtlich nichts mit dem biologischen Geschlecht zu tun haben, sonst wären sie immer vorhanden gewesen. Ich rede vom biologischen Geschlecht, Eigenschaften die biologisch Frauen bzw. Männern von Natur aus eigen sind können sich, ohne evolutionäre Entwicklung, nicht großartig ändern. Und ich kann mir keine keine Eigenschaft vorstellen, die nur Männer haben, aber Frauen nicht, das macht so schlicht keinen Sinn. Klassisch als männlich betrachtete Eigenschaften, wie logisch zu denken, einen guten Orientierungssinn zu haben oder emotional unterkühlt zu sein gibt es auch bei Frauen zuhauf. So wie auch Männer gerne tratschen, und zu übertriebener Emotionalität neigen. Es mögen manche Eigenschaften bei einem Geschlecht stärker ausgeprägt sein, aber sie kommen bei beiden häufig genug vor, dass man sie nicht einem Geschlecht zuordnen kann.

Unabhängig davon, danke für die Artikel. Ich les sie mir später durch, wenn ich wieder daheim bin.

0
@Adomox
Danke für die Links. So ganz verstehe ich allerdings nicht, inwiefern die Eigenschaftsverteilungen evolutionär begründet sein sollen, werden die Ergebnisse doch soziokulturell interpretiert.

Um mal die evolutionäre Erklärung für die höhere Risikobereitschaft unter Männern zu vermitteln.

Frauen sind rein biologisch "wertvolleres Leben" als das von Männern.

Das liegt daran, dass Frauen als limitierender Faktor in der Evolution/Reproduktion nur aller 9 Monate gebären können. Wohingegen eine männliche Person täglich zur Zeugung beitragen könnte.

Das hat dafür gesorgt, dass Frauen, anders als Männer nicht das Chemieversuchslabor der Evolution sind und deshalb öfter dem "gesunden Median" entsprechen. Wohingegen Männer die größtmögliche Volatilität und Risikobereitschaft im Genpool aufweisen. Auch das beeinflusst natürlich die Risikobereitschaft. LG

0
@Tonis9706
Um mal die evolutionäre Erklärung für die höhere Risikobereitschaft unter Männern zu vermitteln. [...]

Alles schön und gut; steht so aber nirgends.

1
@Adomox
Bei Ismatullina & Voronin (2017) ist zudem von "Gender", nicht "Sex" die Rede, zumal abgeschlossen wird mit:
It is necessary to conduct a large-scale longitudinal study to understand the causal relationships between personality and intelligence taking into account various gender stereotypes. 

Die Studie hat die kausalen Zusammenhänge so nicht belegt. Das war aber nicht auf Aufgabe der Studie. Eine Theorie habe ich dir oben beschrieben. Das Thema ist wissenschaftlich eben nicht durch.

We do not argue that women are always more risk averse than men, and clearly research into the boundaries of these findings should be encouraged


Für mich ein Lippenbekenntnis, nach dem Motto #Notall. Natürlich ist nicht jede Frau weniger Risikobereit. Nur ist die statistische Wahrscheinlichkeit eben deutlich geringer. Deshalb wird die Anzahl auch geringer sein.

Nun gibt es, wie du sagst, viele Studien, die sich mit Unterschieden zwischen "Männern und Frauen" beschäftigen, das ist richtig. Bei diesen muss man allerdings stets darauf achten, ob es um biologisches oder soziales (oder irgendwie anders) definiertes Geschlecht geht. Ein Mensch, der als X aufwächst und sozialisiert wird, wird auch eher dem gesellschaftlichen Rollenbild eines typischen X entsprechen als etwa ein Mensch, der als Y aufwächst.

Das die Erziehung einen Einfluss auf die Identität eines Menschen hat ist sicherlich mehrfach belegt. Nur muss man die Grenze ziehen. Was ist durch die biologischen Unterschiede und was nicht. Bisher eine angenehme Diskussion. LG

0
@Tonis9706
Was ist durch die biologischen Unterschiede und was nicht.

Richtig. Hierfür sind beide Studien kein Anhaltspunkt, da sie sich gar nicht mit der Opposition von Sex:Gender auseinandersetzen, sondern sich ausschließlich auf letzteres beziehen.

1
@Adomox

Natürlich beschäftigt sich die Studie mit dem Gender. Anders wäre eine Abtrennung der Geschlechterunterschiede im biologischen Sinne nicht möglich gewesen. LG

0
@Tonis9706

Ginge es den Studien um das "reine" biologische Geschlecht, also sex, hätte sich die Auswahl der TN auf heterosexuelle cis Menschen beschränken müssen. In der vorliegenden Form geht es um gender, also um Menschen, die sich grob in männlich und weiblich einteilen lassen.

Zudem werden Ergebnisse soziokulturell interpretiert, nicht evolutions- und/oder psychobiologisch. Damit machen die Autor*innen klar, dass es ihnen eben nicht um grundlegend biologische Unterschiede zwischen Menschen mit XX und XY Chromosomen geht, sondern um charakterliche Unterschiede zwischen den groben gender-Kategorien "Mann" und "Frau".

Entsprechend sehe ich in den verlinkten Studien keinerlei Hinweise auf eine wissenschaftlich bestätigte grundlegende Differenz in Charaktereigenschaften zwischen cis Männern und Frauen. Was ich sehe, sind unterschiedliche Eigenschaftsausprägungen aufgrund der sozio-kulturellen Sozialisation beider binärer Geschlechter.

1

Dein erster Absatz sagt aber doch "ich sehe mich nicht als weibliches oder männliches KLISCHEE bzw. STEREOTYP", oder? Und tun das nicht viele, ohne dass sie sich gleich als nichtbinär empfinden? Also könnte es nicht sein, dass man nur eine Sache, die völlig normal, also verbreitet ist, aufbauscht, weil es nun einen Begriff dafür gibt?

0
@Tasha

Nein, der erste Absatz sagt, dass ich mich nicht mit den Worten "weiblich" und "männlich" identifizieren kann. Der Definition nach bin ich daher, so wie ich es verstehe, nicht-binär. Das ist ein Unterschied zu "ich sehe mich nicht als Klischee. Die allermeisten Menschen können sich ja mit den Begriffen "weiblich" oder "männlich" identifizieren. Ist bei mir anders.

Ich bausch da auch nichts auf, so wie auch andere queere Leute das nicht machen. Wir verwenden die Begriffe rein deskriptiv. Andere Leute interpretieren dann halt Sachn rein, wie dass wir uns damit wichtg machen wollen. Ist nicht der Fall, zu sagen "ich bin nicht-binär" ist beschreibend, wie wenn ich sage "ich hab schwarze Haare". Mehr stekt da nicht dahinter.

0
Ja

Weil die biologisch keinem Geschlecht zuzuordnen sind. Manche Menschen haben sowohl männliche, als auch weibliche Geschlechtsmerkmale. LG

Woher ich das weiß:Hobby – Bewunderer Nietzsches Philosophien.

Das wären intersexuelle Menschen. Nicht jeder intersexuelle Mensch ist non-binary, und nicht jeder nicht-binäre Mensch ist intersexuell.

1
@Adomox

Dem habe ich nichts hinzuzufügen. Dies zu berichtigen ist leider nicht mehr möglich. LG

1

Ob und welche Umstände im Hirn, in der Schwangerschaft, bei der Geburt oder beim Aufwachsen dazu führen, dass man sich nicht mit dem Geschlecht identifizieren kann, dessen biologische Geschlechtsmerkmale man aufweist (bzw. bei der Geburt aufgewiesen hat), ist nicht final geklärt. Es gibt Theorien, nach denen Trans-Personen (worunter auch Nichtbinär bzw. Non-Binary zählt) eher Hirnstrukturen aufweisen, die nicht für ihr biologisches Geschlecht typisch sind, aber auch das konnte nicht final geklärt werden¹.

Klar ist allerdings, dass Trans-Personen häufig Probleme mit ihrem bei der Geburt zugewiesenen Vornamen² (dann oft "Deadname" genannt) sowie dem biologischen Geschlecht entsprechenden Pronomen³ haben und man ihr Suizidrisiko deutlich verringern kann, wenn man diese Begriffe nicht mehr für sie nutzt.

Manche Non-Binary-Personen haben kein Problem mit dem bei der Geburt zugewiesenen Namen und den Pronomen, aber diejenigen, die ein Problem damit haben, outen sich wahrscheinlich als Non-Binary, um unter anderem ihr Umfeld bitten zu können, nicht mehr diese, sondern andere, von ihnen gewählte Begriffe zu verwenden, damit ihr Leidensdruck verringert wird.

Muss man Non-Binary-Personen akzeptieren? Nein. Aber erhöht man wahrscheinlich ihren Leidensdruck und damit ihr Suizidrisiko, wenn man sie absichtlich mit dem Deadname anspricht und die alten Pronomen verwendet? Ja. Man muss Non-Binary-Personen nicht aktiv unterstützen, man muss sich nicht mit Begriffen innerhalb des Non-Binary-Spektrums auskennen, man muss nicht ständig sog. Neopronomen⁴, welche häufig von Non-Binary-Personen verwendet werden, nutzen. Aber es kann doch wohl wenigstens erwartet werden, dass man nicht absichtlich das Suizidrisiko von Mitmenschen erhöht, wenn es derart einfach ist, das nicht zu tun.

Ich hoffe, ich konnte helfen. Wenn etwas unklar ist, bitte einfach nachfragen. Hier noch meine Quellen - natürlich nach den Zahlen in den Fußnoten geordnet:

  1. Although studies are increasing, neuroscientists are still trying to answer the question whether the brains of transgender people resemble those of their self-identified gender, their sex assigned at birth, or whether they have a totally different brain profile. https://blog.degruyter.com/understanding-the-brains-of-transgender-people-are-we-there-yet/
  2. Choosing one’s own name has positive effects on a trans person’s mental health. The study showed that “having even one context in which a chosen name could be used was associated with a 29% decrease in suicidal thoughts” (Russell, et al, 2018).  https://www.suicideinfo.ca/resource/transgender-people-suicide/
  3. Transgender and nonbinary youth who reported having pronouns respected by all or most people in their lives attempted suicide at half the rate of those who did not have their pronouns respected  https://www.thetrevorproject.org/survey-2020/
  4. Für Personen werden meist sie und er verwendet, und die sind beide einem Geschlecht zugeordnet: Sie steht dann für Frauen, er für Männer. Manche nichtbinäre Personen (...) möchten deshalb nicht mit „er“ oder „sie“ bezeichnet werden. https://nibi.space/pronomen

Endlich mal ein ordentlicher Kommentar. Danke.

1

also beziehst du dich bei nicht-binär jetzt hauptsächlich auf intersexuelle und transsexuelle Menschen?

0
@Liebello

da non binary ein teil von trans ist denke ist dass schon okay. vorallem da "trans" sowie "nb" als reine persönliche empfindungen wahr zunehmen sind.

1
@Liebello

Ich gehe davon aus, dass diejenigen, die sich nicht nur als Non-Binary bezeichnen, um Aufmerksamkeit zu generieren, einem geglaubten Trend nachzugehen oder sich einen Spaß zu machen, und die auch andere Anreden und Pronomen als die ursprünglich zugewiesenen nutzen, einen Leidensdruck durch die ursprünglichen Formen empfinden, aufgrund von welchem sie sie geändert haben.

Da die mit einem Leidensdruck verbundene Inkongruenz zwischen dem erlebten und biologischen Geschlecht gleich der Transidentität ist (ICD11 Geschlechtsinkongruenz), zähle ich diese nichtbinären Personen dann als Trans.

Mit Intersexualität hat das jetzt nicht unbedingt etwas zu tun, da sich intersexuelle Personen auch eindeutig als männlich oder weiblich empfinden können. Da Nichtbinär/Non-Binary kein biologisches Geschlecht beschreibt, würde ich eine intersexuelle Person nur dann als nichtbinär bezeichnen, wenn sie sich selbst auch so sieht.

1
@loadingInfo

Du könntest auch gleich schreiben "Normalos sind Mörder". Dein Einwand mit Suizid nicht fördern ist ziemlich daneben. Die Sache fängt schon damnit an das die wenigsten Menschen auch nur den geringsten Plan davon haben was das alles ist und kein non Binary kommt an und sagt, "Wenn du mich beim Normnalen Pronomen nennst bringe ich mich um." Dennoch sollen sich alle so verhalten wie non Binarys es wollen, damit sie nicht Selbstmord begehen.

Zudem ist einigen Leuten sicher klar das einige schnell mal mit Sachen wie dier kommen, aber keinen richtigen schimmer haben wovon sie eigentlich reden.

Von Pubertät bedingten Hormon Chaos und Fehlprägungen nicht zu reden.

0
@PlueschTiger
Die Sache fängt schon damnit an das die wenigsten Menschen auch nur den geringsten Plan davon haben was das alles ist

Wie ich in meiner ursprünglichen Antwort bereits schrieb, erwarte ich natürlich nicht, dass man sich damit auskennt. Darum ist ja das Informieren wichtig und dies ist eines meiner Hauptziele mit dieser Antwort gewesen.

kein non Binary kommt an und sagt, "Wenn du mich beim Normnalen Pronomen nennst bringe ich mich um."

Das sollten sie idealerweise auch nicht müssen. Aber womit soll man Leute, die sich diesbezüglich komplett quer stellen, denn sonst überzeugen?

Möglicherweise wissen viele Non-Binary-Personen auch selbst nicht von diesen Statistiken und glauben, dass ihr Leidensdruck nicht valide ist.

Dennoch sollen sich alle so verhalten wie non Binarys es wollen, damit sie nicht Selbstmord begehen.

Ich beziehe mich ausschließlich auf die Faktoren, die erwiesenermaßen für einen Leidensdruck sorgen. Natürlich ist ein zufälliges und unbegründetes "Tu dies für mich, sonst bringe ich mich um!" nicht legitim.

Zudem ist einigen Leuten sicher klar das einige schnell mal mit Sachen wie dier kommen, aber keinen richtigen schimmer haben wovon sie eigentlich reden

Ich weiß nicht was "dier" bedeuten soll, aber für Leute, die "keinen richtigen Schimmer haben" ist erneut Information wichtig. Information und ein menschenwürdiger Umgang mit dieser - viel mehr will ich gar nicht.

Sollte ich auf diesen Punkt völlig am Thema vorbei reagiert haben, gehe ich mit genauerer Erklärung gern nochmal darauf ein.

Von Pubertät bedingten Hormon Chaos und Fehlprägungen nicht zu reden.

Sind Gefühle nicht legitim, nur weil sie in der Pubertät stattfinden?

Ich bezweifle, dass es Jugendlichen schadet, wenn sie sich als Non-Binary bezeichnen und dementsprechend outen und angesprochen werden (inkl. Pronomen etc), später aber herausfinden, dass sie doch Cisgender oder FtM/MtF-Transgender sind. Dass es ihnen aber stark hilft, wenn die gewünschten Formulierungen verwendet werden, falls sie tatsächlich Non-Binary sind, ist aber belegt.

Du könntest auch gleich schreiben "Normalos sind Mörder". Dein Einwand mit Suizid nicht fördern ist ziemlich daneben.

Kann denn nicht erwartet werden, dass man nicht absichtlich das Suizidrisiko von anderen fördert? Sollte es keine Kritik geben, wenn man sich aus Sturheit oder gar reiner Boshaftigkeit weigert, Non-Binary-Personen nicht mit den falschen Formulierungen zu bezeichnen?

Ich sage ja nicht, dass man die gewünschten Formulierungen nutzen muss, sonst ist man ein Mörder. Aber wenn man schon nicht gewillt ist, auf die bevorzugte Weise mit der und über die Person zu reden, dann kann man doch einfach gar nicht mit ihr/über sie reden. Ich sehe das Problem dabei nicht.

0
@loadingInfo
Wie ich in meiner ursprünglichen Antwort bereits schrieb, erwarte ich natürlich nicht, dass man sich damit auskennt. Darum ist ja das Informieren wichtig und dies ist eines meiner Hauptziele mit dieser Antwort gewesen.

Du nicht, aber ich habe schon mit glaube ftm zu tun gehabt. Wohl merkend das die Leute nicht mal genau verstehen was genau er/sie ist, weil eben der User nicht sagte genau was er ist, rummosern weil sie den User als Frau ansprachen. Durch das Pronomen hin und her waren die Leute völlig verwirrt. Gleichzeitig musste ich feststellen das der User selbst kaum ahnung hat und sich nicht mal die Mühe machte Texte neutral zu lesen. Ob du oder andere erwarten das wir uns Auskennen ist egal, das Problem ist das Verhalten was "normalos" entgegenkommt.

Das sollten sie idealerweise auch nicht müssen. Aber womit soll man Leute, die sich diesbezüglich komplett quer stellen, denn sonst überzeugen?
  1. Der Non Binary ist das Problem, wenn er mein Wohl an ein Pronomen festmacht. Was denkst du wie viele Gruppen es gibt wo man genau das selbe Argumentieren könnte wie du? Vegan, Feministen, Muslime, Christen, Juden, .... die Liste der Leute welche sich wegen irgendwas diskriminiert fühlen ist endlos und für einige Leute ist die existenz von trans schon Gotteslästerung. Zudem anders als Trans und Co. kenne ich von Otherkin und Draconity nicht solche Erwartungen, obwohl die Grundlage fast gleich ist. Nach wessen Regelwerk soll der Normal sich nun richten?
  2. Überzeugen? Sei du selbst, sage anderen normal was du bist und vielleicht wie du angesprochen werden willst. Zeige den anderen das du deshalb nicht anders bist wie andere. Zwinge anderen dein anders sein nicht penetrant auf. Wenn man wie beim Gendern Leuten Dinge aufzwingt endsteht abwehr.
Möglicherweise wissen viele Non-Binary-Personen auch selbst nicht von diesen Statistiken und glauben, dass ihr Leidensdruck nicht valide ist.

Ich weiß das Depressive eine höhere Selbstmorrate haben und ändert das was?

Ich weiß nicht was "dier" bedeuten soll, aber für Leute, die "keinen richtigen Schimmer haben" ist erneut Information wichtig. Information und ein menschenwürdiger Umgang mit dieser - viel mehr will ich gar nicht.

"Dier" sollte eigentlich ein du sein. Dann konkretisiere ich mal was ich sagte. Es gibt genug aus dem Themenbereich, welche am besten selbst mit Skalpel an sich schnippeln wollen oder Hormone haben wollen, aber selbst nicht mal die Grundlagen der Materie wissen. Aus dem Grund ernten das User wie ich, welche auf einen Arzt verweisen dann sofort kritik wegen diskriminierung. Doch gerade bei mtf und Co geht ohne Arzt nichts.

Sind Gefühle nicht legitim, nur weil sie in der Pubertät stattfinden?
Ich bezweifle, dass es Jugendlichen schadet, wenn sie sich als Non-Binary bezeichnen und dementsprechend outen und angesprochen werden (inkl. Pronomen etc), später aber herausfinden, dass sie doch Cisgender oder FtM/MtF-Transgender sind.

Gerade die Pubertät ist ne heikle Phase. Wie kommt das rüber wenn man mal Hetero, dann Homo, dann Bi oder sonst was ist? Es gibt auch genug welche vorschnell irgendwas sehen und auf sich übertragen, auch wenn es nur ähnlichkeiten gibt. Es kann schaden, denn man kann solche Dinge auch annehmen. Wenn also in der Pubertät, was bei Mädchen nicht mal selten sein soll, plötzlich eine Homosexuelle Phase eintritt und das auch noch gefördert wird, dann kann sich das verselbstständigen.

Kann denn nicht erwartet werden, dass man nicht absichtlich das Suizidrisiko von anderen fördert? Sollte es keine Kritik geben, wenn man sich aus Sturheit oder gar reiner Boshaftigkeit weigert, Non-Binary-Personen nicht mit den falschen Formulierungen zu bezeichnen?

Ab einem bestimmten Punkt schon, doch der ist im allgemein sehr weit weg, auch weil niemand von den Tatsachen weiß. Zugegeben und selbst wenn würde es wohl genauso wenig ernst genommen werden wie die verheerende wirkung von Depressionen. Jedoch kann ich nicht auch von Non Binarys erwarten die anderen nicht gegen Non Binarys auf zu bringen? Kann ich von Non Binarys nicht auch erwarten das sie sich selbst mit dem Thema befassen statt andere Grundlos wegen angeblicher Diskriminierung anzugehen?

0
@PlueschTiger
Wohl merkend das die Leute nicht mal genau verstehen was genau er/sie ist, weil eben der User nicht sagte genau was er ist, rummosern weil sie den User als Frau ansprachen. Durch das Pronomen hin und her waren die Leute völlig verwirrt. Gleichzeitig musste ich feststellen das der User selbst kaum ahnung hat und sich nicht mal die Mühe machte Texte neutral zu lesen.

Das mag ein Problem sein, ist aber nicht die Schuld derer, die einfach nur ein diskriminierungs- und leidensdruckfreies Leben führen wollen. Der Leidensdruck existiert nunmal und nur weil manche Menschen nicht wissen, wie sie mit den Pronomen umgehen sollen, heißt das doch nicht, dass der Leidensdruck ignoriert werden soll.

Der Non Binary ist das Problem, wenn er mein Wohl an ein Pronomen festmacht. Was denkst du wie viele Gruppen es gibt wo man genau das selbe Argumentieren könnte wie du? Vegan, Feministen, Muslime, Christen, Juden, .... die Liste der Leute welche sich wegen irgendwas diskriminiert fühlen ist endlos und für einige Leute ist die existenz von trans schon Gotteslästerung.

Nochmal: Ich sage nicht, dass irgendetwas getan werden soll, sondern nur, dass nicht absichtlich der Leidensdruck gefördert werden soll. Sprich: Non-Binary-Personen müssen nicht mit "Xier" o.ä. bezeichnet werden, aber wenn man nicht dazu bereit ist, dann sollte man sie auch nicht penetrant mit "Du bist aber eigentlich weiblich!!!" angehen.

Genauso mit allen anderen Gruppen, die per se niemandem schaden. Man muss mit Christen nicht zusammen beten, aber man sollte ihnen auch nicht ständig vorhalten, dass es keine wissenschaftlichen Beweise für einen Gott gibt.

Überzeugen? Sei du selbst, sage anderen normal was du bist und vielleicht wie du angesprochen werden willst. Zeige den anderen das du deshalb nicht anders bist wie andere. Zwinge anderen dein anders sein nicht penetrant auf. Wenn man wie beim Gendern Leuten Dinge aufzwingt endsteht abwehr.

Ich will die Leute nur überzeugen, nicht absichtlich den Leidensdruck zu fördern! Und keine Anreden und Pronomen aufzwingen.

Es gibt genug aus dem Themenbereich, welche am besten selbst mit Skalpel an sich schnippeln wollen oder Hormone haben wollen, aber selbst nicht mal die Grundlagen der Materie wissen. Aus dem Grund ernten das User wie ich, welche auf einen Arzt verweisen dann sofort kritik wegen diskriminierung.

Es besteht ein Unterschied dazwischen, ob man, ohne einen Arzt gesehen zu haben, OPs durchführen lassen will oder nur die Pronomen verändern will.

Für medizinische geschlechtsangleichende Maßnahmen braucht man sowieso die Indikation eines Therapeuten, ohne die gibt es keine von der Krankenkasse übernommenen Angleichungen. Um aber nur die Pronomen zu verändern, sollte es keinen Arzt brauchen. Ganz abgesehen davon, dass es keine Kapazitäten dafür gäbe, ist das doch wohl Privatsache.

Gerade die Pubertät ist ne heikle Phase. Wie kommt das rüber wenn man mal Hetero, dann Homo, dann Bi oder sonst was ist? Es gibt auch genug welche vorschnell irgendwas sehen und auf sich übertragen, auch wenn es nur ähnlichkeiten gibt.

Für das Suizidrisiko von Trans-Personen in der Pubertät gibt es Statistiken. Solange ich keine Statistik gesehen habe, die belegt, dass die Akzeptanz von jugendlichen Trans-Personen das Suizidrisiko nicht verringert, sondern sogar erhöht, wäre es unlogisch, wenn ich meine Meinung ändere.

Natürlich ist die Pubertät eine heikle Phase. Aber man kann doch deshalb nicht alle Zahlen und Fakten über Bord werfen.

Ab einem bestimmten Punkt schon, doch der ist im allgemein sehr weit weg, auch weil niemand von den Tatsachen weiß.

Daher ja auch das "absichtlich". Wer nicht von den Tatsachen weiß, sollte informiert werden. Wer aber danach immernoch grundlos und penetrant Non-Binary-Personen als männlich/weiblich anspricht, der erscheint mir boshaft.

Jedoch kann ich nicht auch von Non Binarys erwarten die anderen nicht gegen Non Binarys auf zu bringen? Kann ich von Non Binarys nicht auch erwarten das sie sich selbst mit dem Thema befassen statt andere Grundlos wegen angeblicher Diskriminierung anzugehen?

Sicher kann das erwartet werden, aber was macht das für einen Unterschied? Sollten Non-Binarys nur akzeptiert werden, wenn alle von ihnen sich rational verhalten? Sollte man diejenigen, die sich rational verhalten, für das Verhalten der Irrationalen bestrafen, indem man sie grundlos als männlich/weiblich bezeichnet?

0
@loadingInfo
Das mag ein Problem sein, ist aber nicht die Schuld derer, die einfach nur ein diskriminierungs- und leidensdruckfreies Leben führen wollen. Der Leidensdruck existiert nunmal und nur weil manche Menschen nicht wissen, wie sie mit den Pronomen umgehen sollen, heißt das doch nicht, dass der Leidensdruck ignoriert werden soll.

Natürlich soll der Leidensdruck nicht ignoriert werden, doch wenn man das gegenüber, ich sage mal, mit dem Stinkefinger kommt, wie viel Leidensdruck singanlisiert das? Das Problem ist das einige Non Binary, vielleicht auch mehr, ihren Leidensdruck selbst verstärken indem sie mit dem falschen Verhalten schlicht Reaktionen hervorrufen, welche sie nicht haben wollen.

Ich denke mal ich muss dir nicht sagen wie schwierig Kommunikation selbst unter Menschen ohne irgenwelche Dinge in dem oder anderen Bereichen ist. Kommunikatuion ist das A und O, vor allem auf die richtige weise. Ich habe hier schon mit Furry, Zoophile, Drogenabhängige, Missbrauch + halbes Strafgesetzbuch zu tun gehabt. Der mit den Drogen war ein Traum als Kommunikationspartner, auch wenn man es von dem am wenigsten erwartete. Kritik an Drogen war 0 Problem, er nahm die Kritik auf und argumentiert gegen oder bestätigte sie.

Nochmal: Ich sage nicht, dass irgendetwas getan werden soll, sondern nur, dass nicht absichtlich der Leidensdruck gefördert werden soll. Sprich: Non-Binary-Personen müssen nicht mit "Xier" o.ä. bezeichnet werden, aber wenn man nicht dazu bereit ist, dann sollte man sie auch nicht penetrant mit "Du bist aber eigentlich weiblich!!!" angehen.

Das ist schon was ganz anders, das musst du dann aber auch so vermitteln, das es um die Richtigstellung geht. Doch da stellt sich mir die Frage, wie oft sollte das, wenn man das Thema nicht permanent vorbringt, oder einen hat der einen mit dem Thema ausfzieht, eigentlich ein Thema werden?

Ich will die Leute nur überzeugen, nicht absichtlich den Leidensdruck zu fördern! Und keine Anreden und Pronomen aufzwingen.

Lies deine Frage und was ich schrieb, es ging in meiner Antwort um Allgemein, das ist universell unabhängig vom Thema. Das wie man sich als Mensch gibt ist wichtig beim Thema akzeptanz und tolleranz. Ich weiß aus eigener Erfahrung das du von einem Menschen tolleriert werden kannst, so wie du bist, obwohl der vorher gezeigt hat das er dich eher zum Mond schießen würde. Natürlich klappt das nicht überall.

Es besteht ein Unterschied dazwischen, ob man, ohne einen Arzt gesehen zu haben, OPs durchführen lassen will oder nur die Pronomen verändern will.

In dem Beispiel was ich nannte ging es aber ua. um OP und den Wunsch für die nach England auszuwandern.

Natürlich ist die Pubertät eine heikle Phase. Aber man kann doch deshalb nicht alle Zahlen und Fakten über Bord werfen.

Tust du selbst. Denn du musst, sofern man es kann, den pubertierenden Teenager von Non Binary Teenager trennen. Gerade in der Pubertät dürfte es wohl sehr schwer sein sagen zu können ob das nicht nur eine Phase ist. Vor und nach der Pubertät ist es wohl einfacher.

Sicher kann das erwartet werden, aber was macht das für einen Unterschied? Sollten Non-Binarys nur akzeptiert werden, wenn alle von ihnen sich rational verhalten? Sollte man diejenigen, die sich rational verhalten, für das Verhalten der Irrationalen bestrafen, indem man sie grundlos als männlich/weiblich bezeichnet?

Du solltest die Welt kennen. Die Verfehlungen einzelner, fallen leider auf die ganze Gruppe nieder. Auch das Gegenüber eines Non Binarys, etc. verhält sich nicht immer rational. Du darfst auch nicht vergessen das dies was du als Leiden präsentierst für die meisten Menschen nicht verständlich ist.

Leiden ist für die Menschen das was ich hier bei einer Frau erlebt habe: Bulimie, Stalking, Frühgeburt, Fehlgeburt, versuchte Vergewaltigung in der Schwangerschaft, mehrfache Körperverletzung, versuchter Mord, Kindesentführung, mehrfacher verrat von Menschen denen sie vertraute, ... die Liste geht noch ne weile weiter und weiß du was? Sie lebt, trotz der Tatsache das sie nach der Fehlgeburt dem Selbstmord nahe war, sie kann auch das leben wieder etwas genießen trotz geschundenen Körper und Seele.

Wenn eine Frau so etwas überstehen kann, dann sollte ein Non Binary auch in der lage sein mit der Tatsache leben zu können das es einige unbelehrbare und Sturköpfe gibt, welche eben sie so nenen wie sie sind ohne gleich die Suizidwahrscheinlichkeit zu verstärken. Es ist selbst für mich schwer nachvollziehbar wie man sich an solchen Dingen derart das leben versauen lassen kann.

0
@PlueschTiger
Natürlich soll der Leidensdruck nicht ignoriert werden, doch wenn man das gegenüber, ich sage mal, mit dem Stinkefinger kommt, wie viel Leidensdruck singanlisiert das? Das Problem ist das einige Non Binary, vielleicht auch mehr, ihren Leidensdruck selbst verstärken indem sie mit dem falschen Verhalten schlicht Reaktionen hervorrufen, welche sie nicht haben wollen.

Du argumentierst immer wieder, manche Non-Binarys würden dies tun, manche anderen Menschen würden das tun und wieder andere würden sich so verhalten. Aber was hat das mit meiner Argumentation zu tun? Ich sehe einfach den Zusammenhang nicht. Nur weil es bestimmte Verhaltensmuster in der Gesellschaft gibt, kann man doch trotzdem Wünsche aufstellen, wie sich die Leute besser verhalten könnten.

Das ist schon was ganz anders, das musst du dann aber auch so vermitteln, das es um die Richtigstellung geht.

Ich habe nie etwas anderes argumentiert. Schon seit meiner ursprünglichen Antwort schrieb ich:

absichtlich (...) die alten Pronomen verwendet. Man muss (...) nicht ständig sog. Neopronomen (...) nutzen. Aber es kann doch wohl wenigstens erwartet werden, dass man nicht absichtlich das Suizidrisiko von Mitmenschen erhöht

Wann habe ich jemals etwas anderes geschrieben?

Doch da stellt sich mir die Frage, wie oft sollte das, wenn man das Thema nicht permanent vorbringt, oder einen hat der einen mit dem Thema ausfzieht, eigentlich ein Thema werden?

So oft, wie zu dem Thema Fragen aufkommen oder es offensichtliche Wissenslücken gibt. Genau dann schreibe ich auf dieser Plattform Beiträge zu dem Thema.

es ging in meiner Antwort um Allgemein, das ist universell unabhängig vom Thema

Ich habe nicht vor, eine Grundsatzdiskussion zu führen, die keinen eindeutigen Zusammenhang zu meiner Argumentation hat (welchen ich wie gesagt nicht sehe - siehe Absatz 1).

Tust du selbst. Denn du musst, sofern man es kann, den pubertierenden Teenager von Non Binary Teenager trennen. Gerade in der Pubertät dürfte es wohl sehr schwer sein sagen zu können ob das nicht nur eine Phase ist. Vor und nach der Pubertät ist es wohl einfacher.

Ich behaupte nicht, dass alle Teenager, die glauben, Non-Binary zu sein, das dann auch tatsächlich sind. Aber die, die tatsächlich Non-Binary sind, haben auch in der Pubertät schon statistisch klar belegbar einen starken Leidensdruck.

Daher ist es, solange es keine Statistiken zu den Auswirkungen davon, eine "Non-Binary-Phase" zu haben und sich dementsprechend zu outen, gibt, irrational, Jugendliche allgemein nicht als Non-Binary anzuerkennen. Natürlich weiß man nicht, ob es eine Phase ist. Aber wenn die Person Suizid begeht, hat man ihr mit dem Warten auf das Ende der Pubertät nicht geholfen.

Du solltest die Welt kennen. Die Verfehlungen einzelner, fallen leider auf die ganze Gruppe nieder. Auch das Gegenüber eines Non Binarys, etc. verhält sich nicht immer rational.

Das ändert erneut nichts an meinen Wünschen. Es ist vielleicht so, dass das passiert. Aber es sollte nicht so sein, das ist meine Aussage. Dass man keine Akzeptanz für Non-Binarys fordern kann, weil es keine Akzeptanz für Non-Binarys gibt, wäre in vielerlei Hinsicht ein Argumentationsfehler.

Wenn eine Frau so etwas überstehen kann, dann sollte ein Non Binary auch in der lage sein mit der Tatsache leben zu können das es einige unbelehrbare und Sturköpfe gibt, welche eben sie so nenen wie sie sind ohne gleich die Suizidwahrscheinlichkeit zu verstärken. Es ist selbst für mich schwer nachvollziehbar wie man sich an solchen Dingen derart das leben versauen lassen kann.

Du hast dein eines Beispiel, ich habe Statistiken. Ich kann auch nicht nachvollziehen, wie Non-Binary-Personen empfinden. Aber wenn aus statistischer Sicht klar ist, dass es bei ihnen einen Leidensdruck gibt und woher dieser kommt, dann ist das "Blockieren" der Quelle des Leidensdrucks der logische Schluss.

Bestimmt haben viele Non-Binary-Personen eine oder mehrere Personen in ihrem Leben, die sie als männlich oder weiblich ansprechen, obwohl sie von ihrem Leidensdruck wissen. Und bestimmt können viele von diesen dann trotzdem glücklich leben. Aber das heißt nicht, dass man es einfach so hinnehmen muss.

0
@loadingInfo
Ich habe nicht vor, eine Grundsatzdiskussion zu führen, die keinen eindeutigen Zusammenhang zu meiner Argumentation hat (welchen ich wie gesagt nicht sehe - siehe Absatz 1).

Du hast mir eine Frage gestellt und ich habe dir geantwortet. Zitat:

Das sollten sie idealerweise auch nicht müssen. Aber womit soll man Leute, die sich diesbezüglich komplett quer stellen, denn sonst überzeugen?

Das was ich dann schrieb als Antwort war eine allgemeine Regel welche, für mich, bei allem gilt egal ob Fetisch, Sexualität, Krankheit, oder was auch immer. Höre bitte auf zu behaupten es gäbe kein Zusammenhang wenn ich nur auf deine Frage Antwortete. Ich habe dir auch geschrieben das ich aus eigener Erfahrung weiß das Menschen sich um 180 Grad wenden können, doch das geht nicht von jetzt auf gleich und bedarf dem richtigen Verhalten.

Du argumentierst immer wieder, manche Non-Binarys würden dies tun, manche anderen Menschen würden das tun und wieder andere würden sich so verhalten. Aber was hat das mit meiner Argumentation zu tun? Ich sehe einfach den Zusammenhang nicht. Nur weil es bestimmte Verhaltensmuster in der Gesellschaft gibt, kann man doch trotzdem Wünsche aufstellen, wie sich die Leute besser verhalten könnten.

Der Zusammenhang sind die Verhaltensweisen, welche auf allen Seiten reaktionen verursachen.

Aus den Fragen und Antworten, welche ich hier auf der Plattform von Betroffenen gesehen habe ist, wie bei einigen anderen Themen, aufgefallen das einige Probleme haben, andere wieder kaum Probleme. Das führt zu dem Schluss, das wohl ein Teil der Probleme auf das eigene Verhalten der Non Binary zurück zu führen ist, ob absichtlich oder unabsichtlich. Bei dem von mir genannten Beispiel war zumindest bei dessen eigenen Frage der Non Binary selbst die Ursache, weil er (ftm) gegenüber Antwortern patzig wurde und wichtige infos selbst auf Nachfrage nur kleckerweise lieferte und sich dennoch unter anderem beschwerte das man ihn falsch anspricht. Wünsche äußern ist ja okay, da sagt auch niemand was, aber sobald es zu Forderungen kommt wird es heikel.

Daher ist es, solange es keine Statistiken zu den Auswirkungen davon, eine "Non-Binary-Phase" zu haben und sich dementsprechend zu outen, gibt, irrational, Jugendliche allgemein nicht als Non-Binary anzuerkennen. Natürlich weiß man nicht, ob es eine Phase ist. Aber wenn die Person Suizid begeht, hat man ihr mit dem Warten auf das Ende der Pubertät nicht geholfen.

Richtig besser geholfen wäre ihnen mit einem Psychologen, egal ob echter Non Binary oder nicht, denn der wäre einigen auch ohne dem Hintergrund hilfreich um Probleme zu lösen oder sich selbst zu finden. Letztlich aber sinnlos da die wenigsten Psychologen wohl überhaupt Ahnung von dem Thema haben.

Das ändert erneut nichts an meinen Wünschen. Es ist vielleicht so, dass das passiert. Aber es sollte nicht so sein, das ist meine Aussage. Dass man keine Akzeptanz für Non-Binarys fordern kann, weil es keine Akzeptanz für Non-Binarys gibt, wäre in vielerlei Hinsicht ein Argumentationsfehler.

Ich präsentiere keine Argumentationsfehler. Ich versuchte dir klar zu machen das Non Binays, wie auch andere, es auch selbst in der Hand haben wie sie behandelt und gesehen werden, sowohl individuell als auch als Gruppe.

Ich versuche dir klar zu machen das Non Binarys gegen ein System angehgen was Tausende Jahre alt ist und da kannst du nicht erwarten das sich das auch in den Köpfen der Menschen in 10 Minuten ändert und ich denke mal ich muss dir nicht sagen wie die Kirche zu dem Thema steht.

Bestimmt haben viele Non-Binary-Personen eine oder mehrere Personen in ihrem Leben, die sie als männlich oder weiblich ansprechen, obwohl sie von ihrem Leidensdruck wissen. Und bestimmt können viele von diesen dann trotzdem glücklich leben. Aber das heißt nicht, dass man es einfach so hinnehmen muss.

Natürlich muss man es nicht hinnehmen, genauso wenig wie ich den trackingzwang hier hinnehme und die Plattform inzwischen schon das zweite mal angezeigt habe. Jedoch zeigt es doch auch das es bei den Menschen ein individuelles Problem ist, kein Problem den Non Binary allgemein. Es mag zwar viele geben für die es nicht schön ist das so oder so in der Gesellschaft zu erleben, aber für sie dann doch eher zweitrangig. Folglich sollte man als Non Binary oder halt Psychologe eben den Non Binary zur Seite stehen damit sie damit klar kommen und gewisse Verhaltensweisen anderer eben nicht das Selbstmordrisiko erhöhen. Fakt ist nun einmal, du kannst als kleine Gruppe nicht eine ganze Gesellschaft in kurzer zeit verändern.

0
@PlueschTiger
Du hast mir eine Frage gestellt und ich habe dir geantwortet.

Ich habe auf deine Antwort "Zwinge anderen dein anders sein nicht auf" zur Frage "womit soll man Leute (...) denn sonst überzeugen?" mit "ich will (...) keine Anreden und Pronomen aufzwingen" reagiert.

Darauf schriebst du, dass deine Antwort allgemein gewesen sei, was suggerierte, du wolltest nun eine Grundsatzdiskussion führen. Dies habe ich zu verhindern versucht, da diese Diskussion jetzt schon so viele verschiedene Punkte hat, dass ich mich nicht mehr ganz auskenne. Mehr wollte ich damit nicht sagen.

Höre bitte auf zu behaupten es gäbe kein Zusammenhang wenn ich nur auf deine Frage Antwortete.

Ich habe nicht behauptet, dass es objektiv keinen Zusammenhang gäbe, sondern nur gesagt, dass ich subjektiv keinen sehe.

Bei dem von mir genannten Beispiel war zumindest bei dessen eigenen Frage der Non Binary selbst die Ursache, weil er (ftm) gegenüber Antwortern patzig wurde

Ist er nun Non-Binary oder FtM?

Wünsche äußern ist ja okay, da sagt auch niemand was, aber sobald es zu Forderungen kommt wird es heikel.

Ich habe aus deiner Argumentation verstanden, dass es bei der Realisierung meiner Forderungen Probleme gibt und dass sowohl die Betroffenen als auch deren Umfeld dabei mitwirken müssen.

Nicht herauslesen kann ich, was genau an meinen Forderungen so falsch sein soll - nicht aus praktischer Sicht, sondern aus moralischer. Denn wenn meine Forderungen moralisch nicht verwerflich sind, dann sehe ich keinen Grund, warum ich sie nicht stellen sollte.

Ich versuche dir klar zu machen das Non Binarys gegen ein System angehgen was Tausende Jahre alt ist und da kannst du nicht erwarten das sich das auch in den Köpfen der Menschen in 10 Minuten ändert

Ich erwarte nicht von einem Menschen, das ganze Thema sofort zu verstehen. Doch ich erwarte, dass man es zumindest versucht (sofern man denn einen Bezug zu dem Thema hat, da man bspw. mit Non-Binarys in Kontakt steht und diesen nicht abbrechen möchte).

Meine Forderung ist, dass man nicht absichtlich den Leidensdruck erhöht! Man braucht sich nur ein an Alter und Erziehung angepasstes Level an Mühe geben, dann ist für mich alles in Ordnung. Und das natürlich, wie ich schon beschrieben habe, auch erst sobald man erfährt, dass dieser Leidensdruck überhaupt existiert, wodurch er hervorgerufen wird und was man als Bekannter konkret dagegen machen kann.

Und wenn jemand nicht bereit ist, das zu tun, dann will ich ihn wie gesagt auch nicht zwingen. Ich sehe sein Verhalten dann lediglich als unmoralisch an.

Folglich sollte man als Non Binary oder halt Psychologe eben den Non Binary zur Seite stehen damit sie damit klar kommen und gewisse Verhaltensweisen anderer eben nicht das Selbstmordrisiko erhöhen.

Selbst wenn es genügend Psychologen gäbe, die sich mit dem Thema hinreichend auskennen, um allen bedürftigen Non-Binarys (und auch sonstigen Trans-Personen - diese benötigen ja teilweise genauso psychologische Hilfe) einen Therapieplatz bieten zu können:

Ich kenne keinen statistischen Hinweis darauf, dass die Therapie allein das mitunter mehr als fünffach erhöhte Suizidrisiko auf ein gewöhnliches (im Sinne von: durchschnittliches) Niveau bringen kann. Wenn es solche Statistiken gibt, dann gehe ich gern darauf ein, aber bis dahin verlasse ich mich auf die Studien, die darauf hinweisen, dass das Verwenden der gewünschten Pronomen das Suizidrisiko um 50% verringern kann.

0
@loadingInfo
Darauf schriebst du, dass deine Antwort allgemein gewesen sei, was suggerierte, du wolltest nun eine Grundsatzdiskussion führen. Dies habe ich zu verhindern versucht, da diese Diskussion jetzt schon so viele verschiedene Punkte hat, dass ich mich nicht mehr ganz auskenne. Mehr wollte ich damit nicht sagen.

Keine Grundsatzdiskussion, sondern grundsätzliche Regel, so wie, wenn ich dich beleidigen würde du entsprechend mit gegenüber reagieren würdest. Die Diskussion hat nicht viele Punkte, sondern dreht sich im Kreis und schweift ab, weil Dinge immer wieder neu erklärt werden müssen weil sie entweder falsch oder nicht verstanden werden, oder ich mich rechtfertigen muss.

Ist er nun Non-Binary oder FtM?

Es wurde doch hier irgendwo geschrieben die ghehören dazu. Letztlich nebensächlich weil das als Beispiel diente.

Nicht herauslesen kann ich, was genau an meinen Forderungen so falsch sein soll - nicht aus praktischer Sicht, sondern aus moralischer. Denn wenn meine Forderungen moralisch nicht verwerflich sind, dann sehe ich keinen Grund, warum ich sie nicht stellen sollte.

Weil fordern schlecht rüberkommt. Ich habe auch nichts gegen den Selinskji in der Ukraine, aber es geht mir gegen den Stricht das er permanent fordert, auch wenn ich seine situation verstehen kann. Was denkst du warum nicht gefordert wird zu spenden? Es wird nicht getan weil die Leute es als dreist oder ähnliches betrachten würden, daher können Non Binary und andere zwar bitten und sagen, doch bei fordern sehen wohl etliche Menschen eher Rot. Du verstehst nicht das ich dir auch versuche klar zu machen wie Menschen denken, zumindest so weit ich das kenne.

Meine Forderung ist, dass man nicht absichtlich den Leidensdruck erhöht! Man braucht sich nur ein an Alter und Erziehung angepasstes Level an Mühe geben, dann ist für mich alles in Ordnung. Und das natürlich, wie ich schon beschrieben habe, auch erst sobald man erfährt, dass dieser Leidensdruck überhaupt existiert, wodurch er hervorgerufen wird und was man als Bekannter konkret dagegen machen kann.

Ist verständlich doch du wirst immer Menschen haben welche mit dem Thema nicht klar kommen oder klar kommen wollen. Zudem so lange der Non Binary oder wer auch immer den Mund nicht aufmacht kann ein anderer sich auch nicht anpassen. Das ist doch eines was ich mit dem ftm Beispiel aufgezeigt habe. In dem Fall Hilfe wollen aber den Mund nicht aufbekommen.

Wenn es solche Statistiken gibt, dann gehe ich gern darauf ein, aber bis dahin verlasse ich mich auf die Studien, die darauf hinweisen, dass das Verwenden der gewünschten Pronomen das Suizidrisiko um 50% verringern kann.

Was gibt die Studie denn als Grund an, warum den Betroffenen das Pronomen so wichtig ist? Zudem verweise ich noch mal auf Draconity und Otherkin. In den beiden scheint es, ist mir zumindest noch nicht bekannt geworden, solche Probleme nicht zu geben, obwohl alle recht ähnliche Basis haben.

0
@PlueschTiger
Es wird nicht getan weil die Leute es als dreist oder ähnliches betrachten würden, daher können Non Binary und andere zwar bitten und sagen, doch bei fordern sehen wohl etliche Menschen eher Rot. Du verstehst nicht das ich dir auch versuche klar zu machen wie Menschen denken, zumindest so weit ich das kenne.

Ich gebe zu, möglicherweise ist "Forderung" dafür ein zu starkes Wort. Ich kann abgesehen von meiner eigenen (subjektiven) moralischen Negativbewertung schließlich keine Konsequenzen ziehen, wenn jemand die "Forderungen" nicht erfüllt. Daher ist die Forderung in meinem Fall nur ein sehr nachdrücklich geäußerter Wunsch.

Es ist natürlich berechtigt und wichtig, bei dieser Diskussion den Standpunkt der Außenstehenden mit einzubeziehen. Vielleicht stimmst du meiner Ansicht zu, dass deine Argumente zum Standpunkt der Außenstehenden und meine Argumente zum Leidensdruck nicht unbedingt gegensätzlich sind, sondern nur zwei Aspekte dieser Thematik, die beide berücksichtigt werden sollten, wenn allgemein versucht, die Akzeptanz gegenüber Non-Binary zu erhöhen.

Leider hatte ich dies nicht direkt erkannt, da deine Anfangssätze "Du könntest auch gleich schreiben 'Normalos sind Mörder'. Dein Einwand mit Suizid nicht fördern ist ziemlich daneben." eher wie eine Argumentation klangen.

Daher kann ich auch nicht sonderlich viel Konstruktives zu deinen Punkten bezüglich des Standpunktes von Außenstehenden sagen. Sie sind bestimmt richtig und wichtig, aber ich sehe in ihnen keinen Widerspruch zu meiner Argumentation. Darum mag es auch so wirken, dass sich die Diskussion im Kreis gedreht hat - ich konnte dazu nichts sagen als dass es meinen Punkten meiner Ansicht nach nicht widerspricht.

so lange der Non Binary oder wer auch immer den Mund nicht aufmacht kann ein anderer sich auch nicht anpassen.

Klar, daher wie gesagt auch meine Einschränkung "das natürlich, wie ich schon beschrieben habe, auch erst sobald man erfährt, dass dieser Leidensdruck überhaupt existiert (...)".

Was gibt die Studie denn als Grund an, warum den Betroffenen das Pronomen so wichtig ist? Zudem verweise ich noch mal auf Draconity und Otherkin. In den beiden scheint es, ist mir zumindest noch nicht bekannt geworden, solche Probleme nicht zu geben, obwohl alle recht ähnliche Basis haben.

Diese spezielle Studie sagt dazu nichts, aber ich habe einen anderen Artikel gefunden, der generell Gründe für das Unwohlsein mit Misgendering (das Nutzen der falschen Formulierungen) beschreibt:

 As we know from research, and as I’ve also heard from the TNB people I know, this is both exhausting and demoralizing. When people are misgendered, they feel invalidated and unseen. When this happens daily, it becomes a burden that can negatively impact their mental health and their ability to function in the world. https://www.health.harvard.edu/blog/misgendering-what-it-is-and-why-it-matters-202107232553

-

Es wurde doch hier irgendwo geschrieben die ghehören dazu. Letztlich nebensächlich weil das als Beispiel diente.

FtM ist eine biologisch weibliche Person, die sich mit dem männlichen Geschlecht identifiziert. Non-Binary eine Person, die sich weder als männlich noch als weiblich identifiziert. Für diese Diskussion per se aber nebensächlich, korrekt.

0
@loadingInfo
Vielleicht stimmst du meiner Ansicht zu, dass deine Argumente zum Standpunkt der Außenstehenden und meine Argumente zum Leidensdruck nicht unbedingt gegensätzlich sind, sondern nur zwei Aspekte dieser Thematik, die beide berücksichtigt werden sollten, wenn allgemein versucht, die Akzeptanz gegenüber Non-Binary zu erhöhen.

Ja denke dem kann ich zustimmen. Denn wir ich schon schrieb, die richtige Kommunikation ist wichtig. Wenn wir alle vernünftig miteinander reden dann fühlt sich niemand verletzt und ignoriert. Natürlich garantiert sie aber nicht das alle Non Binary ihren Wunsch bekommen, aber vielleicht schafft man einen kompromiss. Wir müssen uns nichts vormachen, wir wissen das Eltern selbst in schulischen Dingen mitunter Pläne für uns haben, die Welt hat seine eigenen für uns, wir können also nicht alles beeinflussen. Allein daher meine Worte. "Arbeiten an sich selbst." im bezug auf die Suizidgefahr ist es denke ich einfacher für den Non Binary an sich selbst zu arbeiten, statt bei den versuch vergeblich das verhalten einiger im Umfeld zu ändern, auszubrennen.

Leider hatte ich dies nicht direkt erkannt, da deine Anfangssätze "Du könntest auch gleich schreiben 'Normalos sind Mörder'. Dein Einwand mit Suizid nicht fördern ist ziemlich daneben." eher wie eine Argumentation klangen.

Das was du von mir zitierst ist ja das beste Beispiel wie es auf andere wie mich wirken tut/kann. Dazu muss ich aber sagen das ich sogar zumindest ein Bruchteil vom Thema hier und da aufgeschnappt habe und dem durchaus offen gegenüber stehe (mit Grenzen). Doch ist halt, das Thema wird schnell sehr komplex, auch weil man das Thema schnell mit Trans, Intersex, etc. verwechseln kann oder es gar überschneidungen gibt.

Diese spezielle Studie sagt dazu nichts, aber ich habe einen anderen Artikel gefunden, der generell Gründe für das Unwohlsein mit Misgendering (das Nutzen der falschen Formulierungen) beschreibt:

Ich habe mir den Teil mal übersetzt und das hat mich an einen ehemaligen Chef erinnert, der sprach mich immer mit ER an = 3 Person. Es hat ne weile gedauert bis ich kappierte das er mich meint, während er mit mir sprach, und noch viel länger das es eine sehr alte Form (ca. 150 Jahre) des neutralen siezens ist. Muss aber sagen das der Punkt der dort genannt wir es für mich irgendwie absurd macht. Ich meine, der Non Binary wird angesprochen als Person, nicht ein Stein oder die Luft. Zudem wenn ich mit einer 150 Jahre alten Anredeform zurecht komme, welche mich wirklich auf den ersten Blick faktisch ignoriert, sollten das doch Non Binary auch können.

Ich denke mal beim Suizidproblem ist es weniger das Pronomen, sondern wie bei allen, wer vom (in dem Fall) Non Binary betroffen ist. Wenn bereits seelische Probleme da sind, wird der Punkt Non Binary und die mit einhergehenden möglichen Komplikationen das ganze noch verstärken. Das Pronomen ist vielleicht nur das woran sich die Sache am Ende reiben tut.

1

Was möchtest Du wissen?