Warum hört man so gerne so traurige Lieder (z.B Lieder über Tod, Suizid, oder Dinge die man sich vorgenommen hat aber nicht erreicht hat, usw.)?

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5 Antworten

Hallo Fliegengewicht,

ich würde nicht sagen, dass 'man' gerne traurige Lieder hört, sondern eher, dass 'Du' gerne traurige Lieder hörst ;-) Ich hoffe, Du hörst auch gerne mal fröhliche Lieder!

Zu Deiner Frage: Wenn man eh schon in einer eher traurigen Stimmung ist, unterstreicht traurige Musik dies und gibt einem die Chance, zu weinen oder auch - sorry, hört sich jetzt nicht so nett an, ist aber ehrlich - mal in Selbstmitleid zu baden. Bitte, das ist kein Vorwurf, sondern tut manchmal als Trost sogar ganz gut.

Solltest Du aber überwiegend traurige Musik bevorzugen, möchte ich Dir den Tipp mitgeben, mal darüber nachzudenken, warum Du 'so gerne' traurig bist bzw. was in Deinem Leben traurig ist, Dich traurig stimmt. Damit bekommst Du einen Ansatz zu überlegen, was Du vielleicht in Deinem Leben anders/besser machen könntest, um glücklicher zu werden.

Alles Liebe und Gute für Dich

Buddhishi

Fliegengewicht4 26.03.2017, 17:51

Es ist irgendwie nur von bestimmten Sänger wie beim Nik P oder beim Andreas Gabalier, wo ich irgendwie nicht wegkomme von ihren Liedern.

Es gefallen mir von den beiden zwar auch andere Lieder wie           

Vergiss die Heimat nie, So liab hob i di, I sing a Liad für Di, Mit Dir, 

oder vom Nik P: Wahnsinn dich zu lieben, Solange ich am Himmel..., 3 Minuten, Geboren um dich zu lieben, Geboren um dich zu lieben,

Wahrscheinlich wird da Problem sein, dass mir diese Lieder so gut gefallen.

Ich höre auch gerne Andrea Berg, Helene Fischer, Andy Borg ect. Nur komme ich auch kaum mehr zu neuen Liedern, weil ich zu sehr an den Alten hänge, und auch zu viel allein bin.

Gestern hab ich mir den Schlagercontdown auf ORF 2 angesehen, und es war auch mal angenehm und abwechslungsreich neue Lieder zu hören.

Einmal wie ich ziemlich traurig und wütend war, hab ich das Lied vom Nik P nicht hören können, da hab ich irgendwie ein fröhliches gebraucht.

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Wenn man wirklich schlecht drauf ist und denkt dass es kaum mehr schlechter ginge, dann braucht man so traurige und schwermütige Songs um sich verstanden zu fühlen und so richtig loszuweinen...

Ich würde deine Liste noch um das ganze Album "Rosenzeit" von Roy Black ergänzen. Hier werden offensiv einige Themen wie Tod, Krankheiten oder Einsamkeit verarbeitet und das auf eine teilweise erschreckend persönliche, offene Art -----> wenn man dazu die entsprechenden Seiten aus dem Buch von Dieter Bohlen, der diese CD produzierte und das damit verbundene Leid kennt & dann auch noch weiß, dass Roy Black kurz nach Veröfffentlichung auf tragische Weise starb und 1991 eigentlich schon schwer depressiv war, dann hat das ein ganz bitteres Nachgefühl und lässt einen dieses Album in einem kaum beschreibbaren Licht sehen.

Wenn es einen schlecht geht und niemanden hat, flüchtet man in die Musik. Bei mir gibt es zwei/drei Songs, die genau meine Gefühls-und Gedankenwelt beschreiben. Es hat was tröstendes. Man fühlt sich verstanden und nicht mehr ganz so allein.

Allgemein denke ich, dass zB Lieder über Dinge, die man sich vorgenommen hat, motivierend sein können.
Sowie Lieder über Tod/Suizid etwas tröstendes haben(auch für andere). Das kann helfen mit dem Thema klarzukommen.

So sehe ich das zumindest.

Meine Erklärung:

Weil man sich dem Selbstmitleid und der Verzweiflung hingeben will wie die Romantiker z.B...

Alternativ könnte man auch mal das Klo und die Küche putzen (mit fetziger Musik wie Rock, Ska, Pop, Punk dann) und dann geht's einem gleich besser...  ;-)

Vor allem ist dann die Traurigkeit weg

und macht einer Glückseligkeit Platz, wie toll alles wieder ausschaut, wieviel Platz man hat  (wenn man viel wegschmeißt) u.s.w.

Das Frage ich mich auch....  

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