Warum hört man seine Stimme nicht so wie sie wirklich ist?

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3 Antworten

Man hört seine eigene Stimme anders, weil man sie nicht über den äußeren Gehörgang hört, sondern über das Mittelohr. Das kommt daher, weil der Klang nicht über Schallwellen mit der sogenannten Luftleitung wahrgenommen wird, sondern über die Knochenleitung im Schädel. Dadurch klingt die Stimme dann für einen selbst meist etwas tiefer, als sie eigentlich ist. Meist findet man seine Stimme ganz schrecklich, wenn man sie in einem Video o.ä. hört, das ist aber nur so, weil man diese Stimme nicht gewohnt ist, für andere hingegen klingt die Stimme ganz normal. :)

Hallo! Das ist eine gute Frage, die so oder ähnlich schon oft gestellt wurde. Ich beantworte sie gern ein weiteres Mal. Dass Du Dich selbst anders hörst als andere, hat zum einen mit der Wahrnehmung Deiner eigenen Stimme zu tun, zum anderen mit der Qualität der Aufnahme- und Wiedergabetechnik.

Zum ersten: Du hörst Dich selbst anders als andere. Das liegt daran, dass die Schallwellen, die beim Singen oder Sprechen im Kehlkopf entstehen, direkt über Knochen und Gewebe an das Ohr geleitet werden. Diesen "Knochenschall" hörst nur Du selbst! Zum Knochenschall kommt der Schall aus der Luft, den Du über das Außenohr aufnimmst. Alle anderen kennen von Dir nur den "Luftschall". Du selbst hörst eine Kombination aus Knochen- und Luftschall; wie Du geschrieben hast, nimmst Du dadurch Deine Stimme als etwas dunkler/dumpfer wahr, als sie tatsächlich "draußen" klingt. Außerdem werden die Frequenzen im stimmlichen Klangspektrum unterschiedlich stark abgestrahlt. Tiefe Frequenzen breiten sich recht gleichmäßig um Dich herum aus, während hohe Frequenzen hauptsächlich nach vorn abgestrahlt werden. Wenn Du hinter einer sprechenden Person stehst, wird dessen Stimme eher dumpfer/dunkler klingen als wenn Du dieser Person direkt gegenüber sitzt.

Dazu zwei Experimente: 1. Sage einen Satz erst ganz normal, beim zweiten Mal halte Dir die Ohren zu. Beim zweiten Mal hörst Du Dich dumpfer an, oder? Das liegt daran, dass Du fast ausschließlich Deinen Knochenschall wahrnimmst. 2. Sage einen Satz erst ganz normal, beim zweiten Mal halte die Hände mit den Handflächen zu Dir zeigend etwa 5 cm direkt vor Deinen Mund. Beim zweiten Mal klingt die Stimme irgendwie heller, brillanter, oder? Das liegt daran, dass die Hände die hohen Frequenzen zu Dir zurückschicken, also Richtung Ohren reflektieren.

Zum zweiten: Wenn Du Dich aufnimmst, dann ist die Qualität des Mikrofons entscheidend. Zur Qualität der Aufnahmetechnik (Mikrofon) kommt natürlich noch die Qualität der Wiedergabetechnik (Lautsprecher, Kopfhörer) hinzu. Je nachdem, ob Du Deine Stimme via Lautsprecher anhörst oder über Kopfhörer, klingt die Stimme entsprechend anders.

Gute Frage!

Wir hören über unsere Ohren, nur leider einen Teil über das Innenohr und die knocherne Struktur und den anderen Teil über den äusseren Gehörgang.

Nun ist diese Mischung natürlich nur für uns selbst einzigartig, jemand anderes hört ja nur den Teil der über die äusseren Gänge kommt. Dieser ist gewöhnlich nicht so dumpf, weniger basslastig, meist flacher und klingt für uns selbst "fremd". Ergo hörst du dich selbst nur dann wirklich, wenn du deine Stimme mit einem !!!Guten!!! Mikrophon aufnimmst (das darf und wird sehr teuer sein) und die Aufnahmetechnik auch alle Frequenzen aufzeichnet und die Wiedergabe auch via guten Lautsprechern und Kopfhörern erfolgt.

Darum hört man die Stimme stets anders als der rest der Menschheit.

(Wenn du den Teil hören willst, der anderen vorenthalten bleibt dann spreche und halte dir die Ohren zu -> klingt muffig, bassig und tieeeef :) )

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