Warum hören wir nicht einfach auf, den Kindern in der Schule Noten zu geben?

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15 Antworten

Nun, Noten sind die Bewertung der Leistung. Jemand, der gute Leistungen bringt, hat gute Noten, jemand der schlechte Leistungen bringt, hat schlechte Noten. Dagegen ist doch im Prinzip mal nichts einzuwenden. 

Warum sollte derjenige, der sich anstrengt, nicht besser bewertet werden, als derjenige, der nicht lernt und sich keine Mühe gibt.

Letztlich werden Leistungen immer und überall bewertet. Das hört mit der Schule ja nicht auf. Im Betrieb werden die Leistungen der Mitarbeiter bewertet. Gute Mitarbeiter steigen auf und erhalten Zulagen. Schlechtere Mitarbeiter bleiben wo sie sind. 

Durch die Abschaffung von Noten würden wir schlechte Leistungen belohnen, während wir guten Leistungen die Anerkennung verweigern. Man mag nun darüber philosophieren, ob das richtig ist. Ich halte es zumindest für "bedenklich".

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Vielleicht weil Wirtschaft, Leistung, Funktionieren, Wettbewerb, Anpassung, Selbstverleugnung als wichtiger angesehen wird, als die Erfüllung menschlicher Bedürfnisse?

Ich fänd es höchst spannend, was passieren würde, wenn wir uns endlich von diesem antiquierten, menschenfeindlichen Schulsystem verabschieden würden und unseren Kindern die Chance geben, für sich zu lernen und nicht für gute Noten, für Lehrer, für Eltern, für irgendein System.

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Es hätte zum Vorteil, dass es weniger Leistungsdruck gebe, aber gleichzeitig ist das auch ein großer Nachteil. Faule Schüler müssen sich nicht anstrengen und fleißige Schüler werden nicht belohnt.

Dein Gegenvorschlag, dass die Arbeitgeber darüber entscheiden sollen, wie sie den ehemaligen Schüler bewerten, ist auch sehr naiv.

Der Arbeitgeber müssten dann so gut wie alle Schüler zu einem Bewerbungsgespräch einladen und eigenhändig sich aus diesen tausend Schülern einen aussuchen.

Natürlich müsste der Arbeitgeber davor auch jeden Schüler genau in Mathe, Deutsch und sonstigen Fächern testen, damit er sieht, ob der Schüler über die nötigen Kenntnisse verfügt.

Noten sind meiner Meinung nach unverzichtbar und dienen als guten Fillter für Universitäten, Unternehmen usw..

Willst du etwa, dass man nur noch auf dein soziales Engagement achtet und wie du dein Bewerbungsanschreiben geschrieben hast?

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Kommentar von Lyriker87
24.04.2016, 22:13

Der letzte Satz ist entscheidend. Stell dir vor, Arbeitgeber und Universitäten stellten nach bisherigem Engagement bei Projekten aller Art (Sozial, Start-up...) ein. Das würde unserer Gesellschaft vielleicht einen Kick geben.

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Kommentar von thomsue
24.04.2016, 22:24

Aber auch nur vielleicht. Schon Zensuren motivieren kaum noch

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Ein Nachteil wäre, dass die Kinder zu wenig lernen da kein Leistungsdruck vorhabden ist. Oder lernst du alles komplett auswendig, ohne dass eine Klausur bevorsteht?

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Ich bin dafür. Aber die Leute, die das entscheiden können, sind dagegen. Sie quälen lieber weiter.

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Wie willst du dann aber Schüler bewerten?

Sorry, dann würde ja all meine Lernerei und Mühe gute Noten zu bekommen komplett umsonst und die faulen würden dann auf ihrer Faulheit sitzen bleiben oder gar Lorbeeren ernten?

Ich mein klar, der Druck würde abgeschafft werden aber man kann Kinder Jugendliche nicht für immer verhätschlen und ihnen all denn Stress ersparen.

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Auf Noten könnte man völlig verzichten - nur ist die Bundesrepublik noch nicht so weit. Mit Verbalzeugnissen könnte man viel deutlicher erklären, wo ein Schüler steht und welche Fortschritte er gemacht hat, als das mit 6 Zahlen möglich ist. Leider ist eine Zahl viel schneller zu erfassen als ein langer Text - und leider sind Noten auch leichter zu verstehen als eben diesen Text zu deuten. Beim Interpretieren können halt auch mehr Fehler unterlaufen als das vielleicht mit dem Wort "ungenügend" möglich ist. Aussagekräftig ist dieses Wort aber nicht. Daher und auch, weil es schon immer so war^^, fühlt man sich bei uns mit Noten sicherer als mit Verbalbeurteilungen.

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Kommentar von thomsue
24.04.2016, 22:25

Daran wird sich auch so schnell nichts ändern. Allein die Vergleichbarkeit wäre viel komplizierter

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Weil man die Leistung der Kinder durch irgendein System einschätzen muss

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Kommentar von wayofperfection
24.04.2016, 22:36

Das System ist aber sch**ße

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Wäre zu begrüßen, doch dann würde sich ja heraus stellen, dass ein Abi eigentlich gar nicht wichtig ist und jeder Mensch mit Talent studieren kann. Woher sollen wir dann die Millionen von Billiglohnsklaven nehmen, die für 10 € die Stunde schwerste Arbeit verrichten? 
Genau, dann müssten wir einsehen, dass diese Menschen besser bezahl werden müssten und dann wäre ganz oben 3 € weniger übrig.

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Kommentar von AnnnaNymous
24.04.2016, 22:09

habe das Danke fälschlicherweise angeklickt - ich kann mich Deinem Beitrag überhaupt nicht anschließen, weil ich ihn überhaupt nicht verstehe. Warum sollte nicht jeder mit Talent studieren?

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Kommentar von thomsue
24.04.2016, 22:14

Das war ein Loblied auf den Arbeiter?

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Kommentar von thomsue
24.04.2016, 22:27

👍👍👍👍👍

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Kommentar von Interesierter
24.04.2016, 22:49

Wie bei so vielen Dingen, reicht Talent alleine nicht aus. Talent erleichtert viele Dinge ungemein, es ist aber nicht das alleinige Momentum. 

Im Übrigen spiegelt sich Talent auch in guten Leistungen wider. Daher kann man lediglich darüber philosophieren, wie groß der jeweilige Anteil von Talent und Fleiss in der Note denn nun waren. 

Wer so talentiert ist, dass er ein Studium ohne grössere Probleme schafft, für den sollte auch das Abitur mit anständigen Noten keine wirkliche Herausforderung sein. 

Der Grund, warum die "Billiglohnsklaven" so gering entlohnt werden ist, weil sie beliebig austauschbar sind und genügend von ihnen vor der Türe stehen. Genau aus dem selben Grund sich hochqualifizierte Mitarbeiter sehr oft mit hohen Löhnen und Gehältern gesegnet. Sie sind eben nicht so einfach austauschbar. Sie sind rar am Markt und der Betrieb kann sich nicht leisten, sie zu verlieren. Darum werden sie mit hohen Gehältern "gekauft". Hier regiert das Prinzip von Angebot und Nachfrage. Ich weiss, diese Argumentation ist moralisch verwerflich und gemein. Sie spiegelt auch nicht meine persönliche Meinung wider, aber die Realität sieht nun mal (leider) genau so aus. 

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Das wäre der Anfang jenseits einer Leistungsgesellschaft, also einer voller Ausbeutung!

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dann würden leute, die nichts für die schule tun keine rückmeldung dafür bekommen und leute die sich wirklich mühe geben auch nicht. wäre **** sowas.

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Kommentar von Lyriker87
24.04.2016, 22:05

Ja, dann müsste man sich für den Stoff als Lehrer am Ende noch rechtfertigen und den Kindern erklären, weshalb sie das lernen sollen.

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Kommentar von thomsue
24.04.2016, 22:09

Man braucht schon einen Ansporn und ein Vergleichsmittel

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Kommentar von katzenhihi
24.04.2016, 22:15

doch ist es. es gibt so viele leute die nur *** im unterricht machen und einfach auf schule ****!! solche bekommen dann einfach ihre 5 tut mir auch nicht leid bei solchen

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Ohne Belohnungsprinzip (Noten) würde das Schulsystem nicht funktionieren. So manche(r) Schüler(in) würde stinkfaul und uninteressiert am Unterricht nicht teilnehmen.

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Dies ist keine Lösung ...
Die Lösung ist Inkompetente Lehrer zu kündigen oder besser zu schulen !!!

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Wieso das? Was willst du den kriegen? Noten haben nur Vorteile! (Meine Meinung)

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Weil es albern wäre. Warum also sollte man das tun?

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