Warum hilft mir nur mein Hund?

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Besuchst du einen Psychologen? Ich empfehle dir das dringend. 

Glaub mir ich kann extrem gut nach empfinden wie du dich fühlst da ich selber eine soziale Phobie hab. Es ist super schwer für mich zu arbeiten und all das. Aber ein Psychologe kann da echt helfen. Mein Hund ist da nur ne extra stützte aber er sollte nie die Therapie sein denn das kann er nicht und er wird dir auch nicht auf Dauer bei diesem Problem helfen er kann dich nur ein Stück Weit unterstützen. 

Als ich noch jünger war (und zudem auch niemand wusste was mit mir los war) da muss ich sagen  da ging es mir auch so wie dir. Nur den Müll raus zu bringen war Schon schrecklich da man vielleicht von wem gesehen werden könnte. Aber wenn ich dann mit den Hunden aus der Familie laufen war.... da hat man sich plötzlich so extrem stark gefühlt. Da habe ich mich eher über Blicke gefreut, war stolz mit zwei Schäferhunden und nem Langhaar collie laufen zu können.

Warum das so ist... ich kann es dir ehrlich nicht sagen. Aber wie du siehst du bist damit nicht alleine ^^

Ich kenne einen ähnlichen Fall, bei dem eine Frau Mitte zwanzig unter einer sozialen Phobie litt und sich nur rausgetraut hat, wenn sie Schuhe mit hohen Absätzen trug.

Dein Hund gibt dir Selbstbewusstsein und vielleicht fühlst du dich durch ihn sogar beschützt.

Solltest du nicht bereits eine Verhaltenstherapie machen, dann würde ich dir das empfehlen. Oft besteht ein Teil dieser Therapie aus der Konfrontation mit für den jeweiligen Patienten schwierigen Situationen. Du wirst dann mit der Zeit lernen, auch in Begleitung und irgendwann alleine rausgehen zu können.

Sollte dein Hund wirklich bald gehen, dann macht es in deinem Fall aber vielleicht ja Sinn, einen neuen Hund zu kaufen. Einen, der dir dieses Selbstbewusstsein auch schenken kann. Solltest du das aufgrund deines alten Hundes nicht können, dann ist das vielleicht auch nicht schlimm, denn dann hast du keine Wahl mehr und wirst zwangsläufig irgendwann auch alleine rausgehen und das wäre ja schon ein Fortschritt.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Erfolg bei deinem weiteren Weg!

Hi kenne selber das Problem, jeder Ausflug nach draussen wird zu einen Kampf. Würde dir nahelegen wollen einen Selbstverteidigungskurs mal mitzumachen, das stärkt das Selbstwertgefühl ungemein, wenn man weiss das man sich im Ernstfall selber verteidigen kann und man lernt nebenbei noch viele neue Leute kennen, die teilweise das gleiche Problem haben, so das man sich gegenseitig auch ein bisschen besser verstehen kann. Denke das du dich evtl draussen an deinen Hund orientierst, er sagt dann schon Bescheid, wenn böse Menschen kommen und da kommst du nur raus, wenn du lernst, dich auf dich selbst verlassen zu können. 

Solltest du noch nicht in Therapie sein, kann ich dir nur nahelegen das du dich da mal drum kümmerst, es hilft ungemein neue Verhaltensweisen zu erlernen, sein Problem genau zu erkennen und zu wissen was grad mit ein passiert, so das man es in Zukunft schafft ohne Panikattacken durch das Leben zu kommen. Man kann leider nicht die komplette Umwelt therapieren, nur sich selber und seinen Umgang mit der Umwelt, aber es hilft ein schon weiter ;) 

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