Warum hilft Kunststofflinse nicht bei Grauem Star?

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1 Antwort

Entschuldige, wer hat dir das denn erzählt? ;-)

Eine "Kunstlinse" ist heutzutage noch immer d i e Therapie der Wahl bei "Grauem Star", der überwiegend altersbedingten Eintrübung und "Versteifung" der Augenlinsen; mittlerweile gibt es sogar schon Behandlungen der Trübungen mittels Laser, um wieder einen klaren "Durchblick" zu bekommen.^^

Selbst beim "Grünen Star" kann - bei insuffizienter konservativer Behandlung - eine Linsenoperation hilfreich sein, da durch das Einsetzen einer Kunstlinse (diese ist i.d.R. viel flacher als die eigene) der Kammerwasserabfluss gesteigert und somit der Augeninnendruck gesenkt werden kann.

Man rät dem Patienten nur in bestimmten Fällen von einer Grauen-Star-OP ab: 1. wenn das Operationsrisiko aufgrund bestimmter (systemischer) Vorerkrankungen/Voroperationen am Auge oder Unverträglichkeiten zu hoch ist, 2. bei Vorliegen einer schweren Amblyopie (Schwachsichtigkeit ohne organische Ursache) oder 3. wenn die Netzhautmitte, welche erst für das scharfe Sehen verantwortlich ist, erkrankt ist, z.B. durch eine AMD (altersbedingte Makuladegeneration).

Man muss sich das mit dem Auge wie mit einer herkömmlichen Fotokamera vorstellen: selbst wenn das Objektiv (= Kunstlinse) wieder schön klar und durchsichtig ist, nützt sie nix, wenn der hinten Fotofilm (= Netzhaut) kaputt ist und ein unscharfes, "zerknittertes" Bild entsteht.

Hoffe, ich konnte dir etwas helfen?

Da spricht die Fachfrau, wie unschwer zu erkennen ist! DH! Diese hervorragende Erklärung habe sogar ICH verstanden. :-)

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