Warum herrscht quasi null Aufklärung bei Kindern und Jugendlichen zwischen 13 und 17 obwohl sie regelmäßig Sex haben?

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25 Antworten

Diese Frage drängt sich einem förmlich auf, wenn man viel in gutefrage.net unterwegs ist. Auch ich habe sie mir schon mehrfach gestellt.

In erster Linie halte ich es für die Aufgabe der Eltern, ihre Kinder
umfassend aufzuklären. Die Schule oder die Medien können doch nur
allgemeines Grundwissen vermitteln, für individuelle Fragen sollte eine
Vertrauensbasis zwischen Eltern und Kindern vorhanden sein, die es
ermöglicht, dass die Kinder ungeniert fragen, was sie wissen wollen.

Dass Eltern es trotzdem offenbar häufig versäumen, ihr Teenager aufzuklären, oder es nur unzureichend tun, so dass noch etliche Fragen unbeantwortet bleiben, hat, glaube ich, oftmals einen der folgenden Gründe:

1) Viele Eltern denken: "Mein Kind ist so vernünftig, das macht das eh´ nicht, bevor es erwachsen ist."

2) Andere Eltern denken: "Hoffentlich holt mein Kind sich das nötige Wissen aus dem Internet, denn mir wär´s echt peinlich, mit ihm darüber zu reden."

3) Oder Eltern denken: "Mein Kind hat das Thema ja letztes Jahr in der Schule in Biologie gehabt, der Fall ist glücklicherweise erledigt."

4) Oder sie denken: "So lange mein Kind nicht von sich aus zu mir kommt und fragt, hat das doch noch Zeit."

5) Nicht einmal selten kann es auch sein, dass die Eltern selbst nicht besonders gut bescheid wissen und deshalb falsche Details oder Halbwissen an ihre Kinder weitergeben.

Besonders häufig ist eine Kombination aus diesen möglichen Gedanken.

Dass Kinder wiederum mit ihren Fragen oftmals nicht zuerst zu ihren Eltern gehen, könnte einen der folgenden Gründe haben:

1) Es besteht kein gutes Vertrauensverhältnis zwischen Eltern und Kind.

2) Das Kind hat die Erfahrung gemacht, dass die Eltern nicht antworten und aufklären, sondern lediglich Verbote aussprechen, mit denen sich das Kind nicht abfinden will.

3) Das Kind möchte die Eltern schonen, weil die selber gerade eine schwere Zeit durchmachen.

4) Es ist dem Kind peinlich, solche Dinge mit seinen Eltern besprechen zu müssen. Die Hemmschwelle im anonymen Internet ist viel geringer.

Noch mehr Verantwortung für die Aufklärung der Teenager den Schulen zuzuschieben, halte ich nicht für die Lösung. Wenn es überhaupt eine gesellschaftliche Lösung dieses Problems geben sollte, dann würde diese meiner Meinung nach in einer Aufwertung des Lebensmodells der klassischen Familie liegen.

Es ist sicher sehr begrüßenswert, dass unehelich geborene Kinder und unverheiratete Mütter heute nicht mehr verlacht und ausgegrenzt werden, dass Frauen legal abtreiben dürfen, dass unglücklich verheiratete Menschen nicht mehr gezwungen werden, in der Ehe zu verbleiben, dass gleichgeschlechtliche Paare gesellschaftlich anerkannt sind und dass Alleinerziehende und Patchwork-Familien nicht mehr scheel angeschaut werden, dass man Sex-Spielzeug in der Drogerie kaufen kann und Verhütungsmittel im Supermarkt. Aber gleichzeitig bedingt dieser Zeitgeist eine Abwertung des "alten" Lebensmodells, wonach die jungen Leute zunächst ihre Ausbildung abschließen, dann eine platonische Beziehung eingehen, dann heiraten und dann erst Sex haben und Kinder bekommen.

Ob "Pubertätvorbereitungskurse" für Eltern oder Steuernachläse für verheiratete Paare, die ein Kind bekommen, und für jedes volle Jahrzehnt aufrechterhaltener Ehe da Abhilfe schaffen könnten?

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Kommentar von OtakuChibi99
04.03.2016, 16:12

2) Das Kind hat die Erfahrung gemacht, dass die Eltern nicht antworten und aufklären, sondern lediglich Verbote aussprechen, mit denen sich das Kind nicht abfinden will.

Das war so ähnlich bei mir der Fall. Ich habe früher meine Eltern Sachen gefragt, wie z.B. "Was ist rauchen?" oder "Was ist Alkohol?" 

Sie hatten nur gemeint das ich das nicht tun darf und fertig. Allerdings hab ich mich damit abgefunden und habe bis heute(ich bin inzwischen 17) noch nie geraucht oder Alk getrunken und habe es auch nicht vor.

Ich weiß noch als ich zum ersten mal Sexualkunde hatte. Die Lehrerin hat darüber erzählt, die Schüler hatten fragen gestellt und ich saß da wie eine Idiotin und hatte keine Ahnung worüber die Reden. 

Das ganze Wissen was ich darüber habe, stammte von den Unterrichtsstunden und aus dem Internet. Vor 5 Jahren habe ich durch meine ältere Schwester rausgefunden warum meine Eltern mir nie was darüber erzählt haben. Sie machen das erst, wenn ich einen Freund habe. Und da ich immernoch nicht meinen ersten Freund hatte, haben meine Eltern bis heute noch nie auch nur ein Wort mit mir darüber gewechselt.

Ich persönlich finde das alles andere als gut und sollte ich eines Tages ein Kind haben, werde ich es so früh wie möglich Aufklären(wenn es in den Kindergarten kommt)

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Kommentar von thlu1
04.03.2016, 17:10

Bei mir ist es ja nun schon ein paar Jahre her, als ich aufgeklärt worden bin. Die Aufklärung hat aber weder mein Vater, noch meine Mutter vorgenommen. Ich muss auch zugeben, dass es mir wirklich unangenehm gewesen wäre, wenn ich mit meinen Eltern über Sexualität hätte reden müssen. Vielleicht liegt das ja auch daran, dass ich als Jugendlicher gerne mal den Satz zu hören bekommen habe wie, "dafür bist du noch zu jung". Da war ich dankbar, dass es in der Schule den Sexualkundeunterricht gab und das wir ein Biologiebuch hatten, wo man vieles nachlesen konnte. Ich glaube, dass es auch heute Jugendliche gibt, denen es schlichtweg unangenehm ist, sich mit ihren Eltern über Sexualität oder schlimmer noch, über ihre eigene Sexualität zu unterhalten. Da ist so ein anonymes Forum offensichtlich eine echte Alternative.

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Leider halten Eltern ihre Kinder im Vor-/Grundschulalter oft noch für zu jung zur Aufklärung. Aber gerade da sollte sie altersgerecht beginnen, denn da gibt es noch keine Peinlichkeit. Jede Kinderfrage (und die kommen... weil Tampons und Kondome rumliegen oder die Tante ein Baby im Bauch hat oder Mama und Papa im Bett kuscheln...) sollte wahrheitsgetreu und ohne verschieben auf später beantwortet werden.

Zu Beginn der Pubertät denken dann viele Eltern: "Die jungen Leute von heute sind ja aufgrund der medialen Welten ach so aufgeklärt und wissen schon alles."

Nur leider erklären barbusige Frauen auf Hochglanzmagazinen nicht die fruchtbaren Tage einer Frau, knackige Leckerchen in Calvin-Klein-Unterwäsche erzählen im TV-Spot nichts über Geschlechtskrankheiten und im Internet-Por*no erfährt man nicht, dass die wenigsten Frauen Kaninchen sind und doch tatsächlich eine Klitoris haben.

und warum informieren sich alle erst hinterher wenn es vielleicht zu spät ist?

Das war zu meiner Zeit auch schon so und ein "Vorrecht" der Jugend.

Alles Gute für dich!

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mir ist das auch ein rätsel, da das thema tatsächlich 2-3 mal in der schule besprochen wird und in der zeit wo die meisten das schutzalter verlassen und 14 werden, wird das thema sogar mehr als ausführlich besprochen. nur logisch, da man genau in diesem alter anfängt, sich damit zu beschäftigen.

ich für meinen teil finde eigentlich, dass es aufgabe der eltern sein sollte, ihre kinder aufzuklären. anstatt es aber zu eventuell penlichen gesprächen kommen zu lassen, soll das lieber die schule übernehmen. aber dass da der ein oder andere nichts mitbekommt sollte klar sein.

ich persönlich wurde von meinen eltern aufgeklärt und das schon in jungen jahren. einfach weil es ein thema ist, das auch kinder schon beschäftigt. warum dieses wissen bei vielen menschen im nachhinein verloren geht weiß ich aber auch nicht. oder vllt bekommen sie auch einfach keine oder falsche antworten?

aber ich glaube, dass es sich hier teilweise auch um ein phänomen der heutigen generation handelt. dass hier fragen über symptome gestellt werden, mit der befürchtung es könnte krebs, hiv oder sonstwas sein. eine neue art der hypochondrie, die wir dem internet zu verdanken haben und tatsächlich kann es dadurch zu einer psychischen störung kommen, die behandelt oder therapiert werden muss.

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Hallo mommy2go,

einer der Gründe sind leider auch die Kirchen, für die Sexualkunde fast schon was Pädophiles zu sein scheint.

http://www.katholisches.info/2010/07/28/sexualerziehung-ist-kein-schutz-vor-misbrauch-sondern-eine-form-des-misbrauchs-eine-antwort-auf-kardinal-sterzinskys-forderung/

http://www.katholisches.info/2013/11/25/staatliche-kinderpornographie-in-der-schweiz-sex-box-fuer-den-kindergarten-sex-boxen-fuer-den-strassenstrich/

Sicher geht etwas übers Ziel hinaus, doch die Richtung der Kirche scheint klar, Aufklärung dafür gibt s doch Bienchen und Blümchen. Obendrauf noch Abtreibung Verteufeln.

Leider ist es so das auch Eltern wohl nicht gerade eine Glanzleistung vollbringen. Viele dürfte das Thema zu unangenehm und Peinlich sein. Warum? Weil man sogar Scham hat sich innerhalb der Familie Nackt zu zeigen. Dann braucht man über so ein Thema erst gar nicht nachdenken, zu Fragen. Mütter nutzen dann auch so weit ich mal gehört habe das angebliche Wundermittel Pille und verlangen dann es schon Mädchen zu geben die Kaum die Pubertät begonnen haben. Pille = Aufklärungsproblem, seitens der Eltern gelöst.

In meiner Schulzeit wollte man uns mal ein Video einer Geburt Zeigen, wurde dann aber untersagt, da ein oder Zwei Schüler vom Stuhl gekippt sind. doch gerade solche Videos sind es, die Mädchen Zeigen was Sex ist. Nämlich nicht nur Spaß, sondern im Ernstfall auch Verantwortung für ein Leben. Ich glaube bei uns in der Schule, waren es die Eltern die eingeschritten sind, bin mir aber nicht sicher.

Jedoch ist es ein Vielseitiges Problem und es gibt nicht nur einen einzigen Übeltäter.

Gruß Plüsch Tiger

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Kommentar von warehouse14
04.03.2016, 14:09

"doch gerade solche Videos sind es, die Mädchen Zeigen was Sex ist. Nämlich nicht nur Spaß, sondern im Ernstfall auch Verantwortung für ein Leben"

Und was ist mit den Jungs? o.O

Begreifen die das auch durch solche Videos? ;)

warehouse14

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Kommentar von rcantone
05.06.2016, 10:45

Na so hart übertreiben musst du auch nicht. Sie haben in einigen Punkten meiner meinung nach recht. zwischen 6-10 Jahren haben die wenigsten Kinder bereits sex, die meisten interessieren sich nicht mal für das Thema. Ich zumindest hatte in dem Alter kein Interesse daran und meine Freunde auch nicht. Aufklärung ist wichtig doch zu früh muss das auch nicht sein. Ab 12 kann man das gut machen doch vorher ist das Verschwendung, man verunsichert die kinder vieleicht sogar, sodass sie sich nicht trauen mit dem anderen Geschlecht zu reden oder ähnliches. Der Artikel ist überspitzt und dein Text ebenfalls.

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Wie viele solcher Fragen hast du gelesen? 10? 100? 1000? 

Es wäre immer noch möglich, dass dagegen zig Millionen aufgeklärte Kinder stehen. Dann wären 1000 unaufgeklärte Kinder sogar wenig.

Es ist selbstverständlich, dass aufgeklärte Kinder sich hier nicht melden mit "Hört mal, ich weiß was." Die Seite existiert doch aus Sicht der Nutzer vor allem für die User bewegenden Fragen.

Sieh das ein bisschen gelassener.

Da würde ich eher der Jugend einen Vorwurf machen, nicht googlen zu können. Das sollte heutzutage schon eine Kernqualifikation für 6jährige sein (mit Ironie angehaucht).

Deine Frage ist übrigens von rhetorischer Natur. Ich glaube, dir ist klar, dass es keine allgemeine Antwort auf die Frage gibt, weshalb viele unaufgeklärt sind.
Jeder Unaufgeklärte hat da bestimmt seine eigene Geschichte.

Ich kann mich übrigens nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal in den Medien etwas über (sexuelle) Aufklärung gehört habe. So häufig wie du meinst, wird das gar nicht thematisiert. Es ist häufig doch eine Holschuld, diese Infos.

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Kommentar von jovetodimama
04.03.2016, 10:28

Egal, ob 10 oder 100 oder 1000 solcher Fragen, selbst wenn es nur drei wären, wären´s drei zuviel! Die Ängste, die die jungen Mädchen und manchmal auch Burschen ausstehen, sind gewaltig - und sie wären vermeidbar!

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Also erst mal bezweifle ich, dass GF aussagekräftig für die gesamte Jugend ist. Die meisten Jugendlichen, die ich kenne, sind sehr gut aufgeklärt. 

Zu den Fragen hier denke ich, dass sie vielfach aus Unsicherheit resultieren. Auch wenn man weiß, wie man verhütet, sind gerade Jugendliche eben doch noch unsicher. Schließlich ist das "Neuland" für die meisten und die eigentliche Praxis ist nicht dasselbe wie der Aufklärungsunterricht in der Schule oder von den Eltern.

Praktisch all meine Freundinnen hatten nach ihrem ersten Mal ein bisschen Angst, schwanger zu sein, obschon sie alle wussten, wie man verhütet und das auch getan haben. Wenn man so unsicher ist, neigt man dazu, Dinge immer und immer wieder zu überprüfen oder eben noch mal nachzufragen.

Mir ist es lieber, wenn Jugendliche hier noch mal zur Sicherheit nachfragen, anstatt mit ihren "Sorgen" alleine zu sein. Falls nämlich wirklich etwas schief gelaufen ist, werden sie hier auf GF noch mal aufgeklärt oder daran erinnert, sich die Pille danach zu holen. Ich sehe nicht ein, was dagegen spricht, dass manche auch hier aufgeklärt werden. Manche Jugendliche haben Eltern, die nicht so offen mit diesem Thema umgehen können, oder Lehrer, die einiges ausgelassen haben. Ich finde es gut, dass es auf GF die Möglichkeit gibt, auch einiges zu lernen. 

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Hallo, 

fühle dich mal in ein junges Mädchen ein: Grade erst die Pille verschrieben bekommen, hatte ihr erstes Mal und dadurch das sie in der Pubertät ist - da verschiebt sich die Monatsblutung. Wenn man grade erste Erfahrungen macht, dann ist solch ein Verhalten ganz normal und die jungen Leute fragen nach. Das ist reine anfängerliche Unsicherheit. 

In der Praxis sieht´s immer anders aus als in der Theorie. Aufgeklärt - schön und gut. Aber wenn man die ersten Erfahrungen hinter sich hat, hat man doch noch Fragen. 

Das mag hier auf gutefrage.net bei Jugendlichen so besonders ausstrahlen, weil Liebe und Sexualität in der Pubertät einfach eine wichtige Rolle spielt. Man sammelt in dieser Zeitspanne erste Erfahrungen, man ist unsicher und fragt hier nach. Jugendliche die sich wirklich selbstständig damit beschäftigen, zum Frauenarzt hingehen und etwas geplanter vorgehen, fragen auch nicht. Drum fällt diese Form nicht auf. 

Mit freundlichen Grüßen

Sesshomarux33

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Ich meine, ich bin spätestens aufgeklärt seit ich 15 bin und hatte mein erstes Mal mit 16, wusste also genau wie ich verhüten muss...

Deshalb kann trotzdem was in die Hose gehen. Es gibt kein 100%-Verhütungsmittel.

Meine Große hat mit 4 Jahren erste Fragen gestellt. Der Jüngeren hab ich wie nebenbei die wichtigen Dinge erklärt, weil sie nicht fragt. Ihr ist auch Vieles peinlich, wenn ich da ganz locker drüber rede.

Was ich viel schlimmer finde, ist der P0rnokonsum. Wer sich schon sehr zeitig diesem billigen Mist hingibt, wird mal nie wirklich wissen, wie Sex wirklich gut und vor allem schön ist. Es geht nichts über eigene Fantasie. Die haben aber viele Leute schon verlernt.

Ich sage meinen Töchtern immer drei Dinge: Abfahrt für Jungs/Männer, die meinen, kein Kondom benutzen zu müssen. Zu nichts überreden lassen, was sie nicht wollen. Und die eigene Fantasie benutzen.

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Kommentar von mommy2go
04.03.2016, 17:47

mit der Aussage ging es mir eher darum zu sagen dass ich wusste das Koitus interruptus keine Verhütung ist (was viele in dem Alter wohl denken...) das du deine Töchter aufklärst finde ich gut, dass es peinlich sein kann wenn Mama oder Papa über Sex sprechen wollen kenne ich von mir selbst, vor allem wenn dann der Satz kommt "das muss dir nicht peinlich sein" ^^ das geht aber glaub ich vielen Kindern so weil die Vorstellung das die eigenen Eltern Geschlechtsverkehr haben ist "unschön" sag ich mal, gerade wenn man selbst anfängt sich dafür zu interessieren Die Vermarktung und Darstellung von Sex heutzutage ist meiner Meinung nach tatsächlich mitunter der Grund warum gerade viele junge Männer keinen Respekt und falsche Erwartungen an Mädchen haben und diese sich unter Druck gesetzt fühlen, was dazu führt das Mädchen sich schon fast verpflichtet sehen immer früher Sex zu haben, da ihr Freund sich ja sonst jederzeit eine andere suchen könnte die weniger "verklemmt" ist, nur sind viele (verständlicherweise) mit 13 oder 14 eigentlich noch nicht bereit für Sex... ich finde diese Grundsätze die du deinen Töchtern bei bringst äußerst sinnvoll und bin froh dass es noch Eltern gibt die ihre Kinder ausreichend Informieren und vor dem Druck der heutigen Gesellschaft schützen wollen :) Respekt

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Das ist nur zum Teil einer mißlungenen Aufklärung zuzuschreiben.

Ich denke das ist eher ein bisschen so wie wenn man nach einer 3jährigen Ausbildung seine erste Arbeitsstelle hat. Man hat im Grunde alles gelernt und weiß es auch, aber wenn man dann zum ersten mal an einem Arbeitsprozess beteiligt ist, von dem man weiß, dass es riesige Folgekosten hat, wenn er schief geht, dann fragt man vorher doch lieber noch einmal genauer nach, bevor man sich einfach ausschließlich auf sein erworbenes Wissen verläßt.

Es gibt natürlich auch welche, die im Sexualkundeunterricht mehr mit kichern und erröten beschäftigt waren, anstatt genau hinzuhören was da an Wissen vermittelt wird.

Oft findet Sex sehr spontan statt und in der Hitze der Leidenschaft, die oft den Verstand ausschaltet. Da wird wohl kaum eine/r vorher sagen "Warte mal Schatz, ich muss da erst was googlen, bevor wir hier loslegen." Hinterher setzt dann der Verstand wieder ein.

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Kommentar von mommy2go
04.03.2016, 18:03

naja, aber Mythen wie das Koitus interruptus eine Verhütungsmethode ist sollten doch im heutigen Zeitalter endgültig ausgestorben sein, egal wie wenig man aufgepasst hat im Unterricht oder wie lange es her ist... Sex ist allgegenwärtig, ob in TV Spots ("es rappelt im Karton...") oder im Internet, trotzdem gibt es gerade in der jungen Generation für die Sex kein Tabu Thema mehr ist so viel Unwissenheit...

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weil alles heimlich gemacht wird, unsere Kultur se-..x.-.uell in einem dunklen, muffigen Loch sitzt, und wird das Thema dann behandelt, erfährt es die größtmögliche Abwertung, Häme oder (sich schützendes) Lächerlichmachen ... die Wörter hierzu kennen wir nur zu Genüge, ich erspare uns eine Wiederholung an dieser Stelle.


Sexuell frei sein, da mag jeder drunter verstehen, was er mag, die Vermarktung von nackten Körpern, Pro.-stit-.-u-tion,, Bor.d.e__lle, Brüste Aufsilikonisieren, Sc.ham.l.i._p_  pen "beistutzen", Ph-_all_-us-Verlängerung, Via- g-ra ...


... alles zusammen traurig und wird der von wem auch immer vorgesehenen und gewollten Freude schwerlich gerecht. 


Dieser Geist in unserer Gesellschaft. Mich wundern die hier gestellten Fragen daher nicht.


Gute Frage!
🙋

p.s.
Allein die "Zensur" hier bei den "sauberen", dann aber von mir zu "korrigierenden" Wörtern zeigt, was gemeint ist.

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Kommentar von Shylenn
03.03.2016, 23:58

Vérsúch éínfách mál díésé Stríché übér dén Búchstábén, dánn kánn mán ôft ôhnê dîêsê Zênsûr schrêîbên.

Schâmlíppen

Phâllús

Bórdêll

Klappt :D

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Das ist das erste mal, das ich das höre. Eine Studie die vor ich glaube ca. 2 Monaten veröffentlicht wurde, hat belegt, das die heutige Jugend besser Aufgeklärt ist als je zuvor.

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Hmm, also mein Bruder und ich (wir sind fast 15) sind aufgeklärt, wobei ich sagen muss, wir haben uns aus wissenschaftlichem Interesse damit befasst.

Ich kann hier zwar nur vom Gymnasium sprechen, aber ich muss sagen, die Aufklärungsarbeit die dort geleistet wird ist schon recht gut (wir wussten es natürlich schon vorher).

Ich denke mal, dass bei solchen Fragen oftmals eher die Angst etwas falsch zu machen im Vordergrund steht, also dass die Fragesteller/innen oftmals zwar noch wissen was Sache ist aber einfach nur irrationale Ängste haben und diese hier zu mildern versuchen.

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Also in der Schule bekommt man genug Aufklärung. Nur vermutlich waren da vor allem die hinteren Reihen mit "WhatsAppen" wie es ja Neudeutsch heißt oder Tic-Tac-Toe spielen beschäftigt, sodass sie es nicht mitbekommen haben. Und dafür hab ich dann auch irgendwie kein Verständnis.

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Ich habe das Gefühl das man sich als Kind selbst informieren muss über sex da, ich persönlich nie so richtig von meinen Elterm aufgeklärt wurde!! Ich finde es eine selbstverständlichkeit das Eltern ihre Kinder darüber Aufklären!! Außerdem finde ich es gut das sowas überhaupt noch in der Schule gemacht wird ansonsten kümmert man sich selber nicht darum und tut es erst dann wenn es zu spät ist! So wie du schon gesagt hast! Nur durch die Schule habe ich mich über das Thema Sex besser informiert! Falls ihr auch das Problem habt das euch niemand Aufklärt dann fragt eure Eltern, oder wenn euch das zu peinlich ist, dann guckt im Internet um eure Fragen beantworten (Glaubt nicht alles was im Internet stehet ;D).

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Ich finde man kann das absolut nicht an Gutefrage.net fragen fest machen.

Hier sind über 3 mio. Menschen angemeldet. Wenn nur ein drittel davon in besagtes alter von 13 -17 fallen sind das noch 1 mio. menschen.

wenn 99% von denen Gut aufgeklärt sind, dann ist 1% nicht aufgeklärt. Wenn dieser eine, nicht aufgeklärte Prozent, dann Fragen dazu hat, dann sind das 10000 Fragen. 

Wenn die Jugend tatsächlich so schlecht aufgeklärt wäre, dann hätten wir hier mehrere 100000 Fragen dies bezüglich. Ich finde die Jugend ist bestens Aufgeklärt. 

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GF ist ein Spielplatz für gelangweilte Kinder. Die Fragen hier sind nicht mit der Realität gleichzusetzen. Die Fragen werden oft von Kids gestellt die noch gar nicht sexuell aktiv sind. Leider auch von Leuten die sich an den Fragen aufg.... und sich an unreife Kinder ran machen.

Den Support scheint das nicht zu stören...

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Also ich glaube einfach das gf nicht wirklich eine hohe Messlatte ist. Hier laufen ganz viele Tolle Rum und auch ganz viele Idioten.

Ich kenne im Rl eigentlich niemanden, der nicht aufgeklärt ist

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Ich bin/16, bin aufgeklärt seit ich 10 bin.. Ich weis auch nicht warum sich die Kinder bzw Jugendlichen nicht selbst mal informieren, auch wenn Freund fragen muss ob es richtig ist, wenn Freundin eine einwöchige Pillenpause macht.. Wozu gibt es denn google.. Lieber 5 Minuten belesen als mit 15 Schwanger zu sein

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Keine repräsentative Stichprobe der Bevölkerung siehst du hier.

Weil niemand stellt die Frage:

Ich hab richtig verhütet weiß wie es geht und bin mir sicher das es geklappt hat weil wir aufgepasst haben?(Ist ja auch keine)

Die Aufgeklärten stellen keine Fragen und haben keine Probleme deswegen tauchen sie hier nicht auf. Und deswegen wird der Blick verzerrt.

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Kommentar von mommy2go
03.03.2016, 22:51

Interessanter Ansatz aber auch in meinem Bekanntenkreis gibt es viele die zwar mit 13 unbedingt Sex haben mussten aber keine Ahnung von Verhütung hatten und mit 14 schwanger und dann Mutter wurden...

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