warum helfen menschen vorallem in großstädten nicht wenn was passiert? Beispiel unten...

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53 Antworten

Hallo, methis. lch denk, das Hauptproblem ist, dass sie Angst haben, in was verwickelt zu werden, nicht, dass sie nicht helfen wollen. Und wer jemals z. Bsp. Zeuge im Verbrechensfall war, weiß, warum. Es kostet nämlich echt eine Menge Zeit und auch Geld, das einem vom Staat nicht erstattet wird, wenn man, wie ich per Rad unterwegs ist, weil ma im selben Ort wie das verantwortliche Gericht wohnt. Autofahrer, welche die huinderte Kilometer von irgendwo anreisen - alle bekommen Geld dafür - ich nicht obwohl ich auch mein Fahrrad ab-, benutzte. Die Einzigen, die sich bei mir bedankten, waren die Opfer ( ein älterer Mann, dem auf dem Heimweg von einer Weihnachtsfeier übel wurde, ein anderer, den man hinterhältig nieder schlug, um ihm 10 ! € zu rauben ) Zu allem Überfluß wird dem Verbrecher in der Ladung vor Gericht noch die Wohnadresse des Zeugen genannt - wundervolle Aussichten, oder?! Auf meine bei Gericht, ich sah das nämlich nicht ein, wurde mir gesagt, es sei gesetzlich vorgeschrieben. Es fehlte nicht viel und ich hätte die Gerichtstante in Grund und Boden geplärrt! Kann ja nicht wahr sein. Da wird der Täter gleich noch eingeladen, sich zu rächen! Fahrraddieb, Schläger, Schnapsdieb wohnten nämlich prompt in derselben Stadt. So ist es eben, aber ich würde es trotzdem immer wieder tun, denn der Dieb mit den 10 € hat dann endlich richtig eins dran gekriegt: nicht nur wegen des Raubes sondern auch wegen Körperverletzung + Schmerzensgeld, war er zudem schon vorher auffällig geworden, was nun in einem Verfahren zusammen gefaßt wurde, sich echt lohnte. Wäre ohne meine Aussage nicht möglich gewesen, lG.

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Die werden sich gedacht haben, es wird schon einer helfen, was ja in diesem Fall auch stimmte.
Auf dem Land kann man das nicht denken, weil es häufig niemanden anderes in der Nähe gibt. Das Gewissen der Leute auf dem Land können sie nicht so leicht beruhigen, da die Notleidenden direkt von diesen Menschen hilfe benötigen.

In Großstädten leben die Menschen anonymer. Da könnte einer direkt vor einem Tod umkippen und man würde es als Last empfinden, noch jemanden verständigen zu müssen. Man käme ja zu spät zur Arbeit und so weiter.
Der Tote würde bestimmt bald von jemanden anderem gefunden werden.

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Kommentar von Suboptimierer
26.06.2013, 15:41

Ein entgegengesetztes Verhalten ist bei Tieren festzustellen. Jemand, der auf dem Land lebt und schon zig Tiere überfahren hat, der guckt dem x+1ten nicht mehr hinterher.
Jemand, der aus der Stadt kommt, macht sich gleich Gedanken. Was ist, wenn das Tier jemanden gehört hat und jetzt voll traurig ist usw. Für die ist es eine ungewohnte Situation. Das Gehirn geht automatisch alle Möglichkeiten durch, was die Folge sein könnte.

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Hallo Menthis,

ich finde es schon mal sehr gut, dass du der älteren Frau geholfen hast. Dafür gibts den daumen hoch von mir.... es ist wichtig das jeder in der Lage ist zuhelfen und nicht nur blöd zu klotzen!!! Ich kenne das Problem nur zu gut, es ist schon oft vorgekommen das Unfälle passieren und Passanten entweder vorbei fahren/gehen oder nur zuschauen und nicht helfen! Das große Problem ist in dieser Gesellschaft, dass solche Leute nicht richtig aufgeklärt werden und sie einfach nur ANGST haben zu helfen! Sie stehen meistens da und können absolut nichts tun, weil sie wie gefesselt sind...... Ich arbeite beim Katastrophenschutz und bin Mitglied beim ASB......ich weiß also von was ich rede. Die Erste-Hilfe-Kurse müssen umgestaltet werden, dort bekommen die Leute nur gezeigt u gesagt, wie schlimm ein Unfall sein kann bzw ausgehen kann. Ist ja logisch, dass sie dann ANGST haben zu helfen! Das entschuldigt aber ihr Verhalten am Unfallort natürlich nicht, dass ist auch klar! Wenn man die Leute in solchen Kursen motiviert und ihnen zeigt, wie man helfen kann und ihnen auch Mut macht, dann glaub mir, würde es viel mehr "Helfer" geben!!! Ich war auch schon in so einer Situation und war geschockt, es war ein schwerer Verkehrsunfall.......egal ob du Blut sehen kannst oder nicht, egal ob der Verletze einen offenen Bruch hat oder Schädelverletzungen......wichtig ist, dass du solange bei ihm bleibst bis RTW u Notarzt eintreffen und ihn immer wieder ansprichst und seine Vitalfunktionen überprüfst ( Puls, Bewusstsein, Blutdruck, Atmung und evtl. Temperatur) Rede mit Verletzten Personen, dass sie sich nicht allein fühlen ok?...... Ich weiß es ist schwierig und es kann auch sein, dass man nach sowas selbst unter Schock steht bzw umkippt......aber meistens sind die "Retter in der Not" dann schon da u können dir dann auch helfen! WICHTIG IST DASS DU NICHT WEG SCHAUST BZW NICHT WEG GESCHAUT HAST UND ERSTE - HILFE GELEISTET HAST BEI DER ÄLTEREN DAME!!!! Dabei spielt es keine Rolle wie die Erste- Hilfe aussieht. Wenn so etwas mal wieder passiert u du siehst das sie nach vorn stürzt u auf die Nase fällt,ist meist der Kopf mit betroffen, rufe den RTW..... es kann durch aus sein das sie ne leichte Gehirnerschütterung hat ok? ;) hast du aber echt prima reagiert ...... Kannst stolz auf dich sein!!!!!! LG das Inschen

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Da kann ich nur sagen: Vielen Dank für deine Hilfe, wenigstens einer der noch Zivilcourage hat! Es ist aber leider so, das wir dermaßen reizüberflutet und zugemüllt sind, das die Leute nur noch mit Scheuklappen durchs Leben gehen. Schau mal beim Hochwasser, die einen fahren durch halb Deutschland um zu helfen, die anderen fahre duch halb Deutschland um zu gaffen und zu sehen, wie einer Familie der ganze Hausstand unter dem Hintern weggespült wird. Die Sache ist auch die: Ein Mann belästigt eine Frau, sie schreit um Hilfe, du schreitest ein und haust dem Typ eine auf die Glocke, was er auch voll verdient hat und ein paar Monate später verurteilt dich so ein beknackter Richter zur Zahlung von Schmerzensgeld. Oder die Freunde des Täters machen bei dir mal kurz einen Hausbesuch und bringen ihren Unmut über die Verurteilung ihres Freundes zum Ausdruck und wenn du dann Hilfe von der Polizei brauchst zucken die nur mit den Schultern. Auf alle Fälle ist es schon mal super was unser Sanitäter gesagt hat. Die Leute direkt ansprechen und sie aus ihrer Lethargie reißen, Aufgaben selektieren. Wenn sie nicht in Bewegung kommen, dann würde ich direkt mit der Polizei und einer Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung drohen. Extreme Situationen erfordern manchmal extreme Maßnahmen.

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Kommentar von Triphenylmethan
27.06.2013, 22:09

und haust dem Typ eine auf die Glocke, was er auch voll verdient hat

Es gibt eben auch noch Gesetze.

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Die Gründe fürs Nicht-helfen können so vielfältig wie fürs Helfen sein.

Ob ein Anspornen hilft? Keine Ahnung - aber vielleicht ein "wäre es Ihnen recht, wenn sie verletzt auf der Straße liegen würden und keiner käme zu Hilfe?".

Vielleicht ist es in manchen (?) Großstädten so, weil die Leute denken "sind doch genug da, die helfen können." Womit sie gar nicht Unrecht haben. Leider ist dann (übertrieben ausgedrückt) zum Schluss keiner mehr da, der helfen könnte bzw. will.

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diese frage hatten wir kurz in psychologie. es liegt an dem bystander-effekt (kennst du den fall kitty genovese? die wurde ausgeraubt, mehmals in einer stunde vergwaltigt und man hat mehrmals auf sie eingestochen. man glaubt dass mindestens 38 leute die 30minütige tat gesehen haben, aber KEINER half ihr oder rief die polizei!!).

der effekt trifft besonders in großstädten auf, wo wirklich viele menschen sind. wenn da was passiert(wie in deinem fall) dann denkt sich fast JEDER "ach, wir sind hier so viele, da wird schon einer helfen". und wenn das fast alle denken, ist es ja klar dass niemand was tut um der person zu helfen.

es gibt 5 schritte bis man eventuell hilft: 1) bemerken dass was vor sich geht 2) die situation einschätzen 3) verantwortung übernehmen 4) entscheiden, ob man hilft oder nicht 5) handeln in form von helfen

genaueres hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Zuschauereffekt

aber wirklich ein großes lob an dich dass du ihr geholfen hast! es gibt doch noch das gute im menschen!

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Man fragt sich wirklich manchmal was aus der Menschheit eigentlich geworden ist. Und du hast vollkommen recht. Oftmals trifft man solches Verhalten in den Großstädten. Die meisten denken sich das sie nicht mehr helfen brauchen weil es ja schon jemand tut. Jemand anderes hat einfach kein Bock zu helfen und ein anderer hat einfach keine Zeit. Wir leben echt in einer Zeit wo uns niemand mehr außer dem engeren Umfeld zu interessieren scheint. Wirklich schrecklich! Und mag es auch an unserer Schnelllebigkeit liegen, die es früher einfach nicht gab. Die meisten stehen heut zu Tage doch unter Dauerstress und haben keine Zeit mehr für Dinge, die außerhalb ihres Fahrplans passieren.

Und leider wird sich das auch in Zukunft nicht ändern. Im Gegenteil, es wird noch schlimmer.

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Ich möchte zur Verteidigung der Gaffer sagen, dass es auch eine Art Schockstarre gibt und viele Menschen heute, die ja nichts schreckliches mehr sehen, außer vielleicht Splatterfilme im Fernsehen, auf ein echtes "Blutbad" mit einer Art Lähmung reagieren. Ist mir selbst mal am ersten Tag meines Praktikums in einem Krankenhaus passiert. Ich stand quasi neben dem alten Mann der aus seinem Bett gefallen war und konnte weder etwas tun noch mich rühren, hab ihn nur angeglotzt. Da hätte wer mich schon ordentlich schütteln müssen um mich aus dieser Starre raus zu kriegen. ist wie Tot stellen bei Tieren. Ich habe aber auch ein anderes Mal ganz anders und sehr schnell reagiert und intuitiv das mehr oder weniger richtige getan. Nämlich einen stark betrunkenen der im Bus umgefallen und auf den Hinterkopf gefallen ist und der ohne Puls und Atmung da lag links und rechts auf die Backen gehauen bis er wieder aufwachte.... Auch wenn die Profisanis sich jetzt in Sanka umdrehen... es passiert nicht bei jedem und nicht immer, aber gerade Szenerien mit Blut sind dazu geeignet ganze Menschengruppen in so eine Starre zu bringen. Wahrscheinlich gabs deshalb auch in vielen alten Kulturen blutige Opfer.

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Hallo,

das ist ein relativ bekanntes Phänomen. Die Erklärungsversuche der Psychologen sind nicht immer Deckungsgleich^^ Man geht von einer Art Gruppenzwang aus. Je mehr Leute dort sind destzo weniger helfen. Jeder denkt, dass ein anderer hilft und die Angst sich zu "blamieren" spukt im Hinterkopf.

Was hilft?

Leute dirket ansprechen! "Hey, Sie in dem roten Pulli, wählen Sie bitte den Notruf!". "Sie mit der pinken Handtasche, halten sie bitte die Beine hoch". Dadruch kann die "Erstarrungshaltung ein wenig gebroxchen werden!

Toll, das du geholfen hast :)

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Wenn dir irgendetwas passiert, dann bist du besser dran, wenn weniger Menschen da sind. Sind viele Menschen an Ort und Stelle kann es passieren, dass niemand hilft.

Einfach aus dem Grund, weil Zivilcourage nicht im Sprachgebrauch der meisten Menschen existiert und weil man sich weniger verantwortlich fühlt, wenn viele um einen herum sind oder es schon einer tut.

Traurig, aber wahr :(

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Einige helfen nicht, weil es Ihnen scheiß egal ist, andere, weil sie Angst haben, falsch zu helfen. Wieder andere sagen sich, "na da ist doch einer, der hilft, also brauch ich es nicht mehr tun" Das ist immer ne Gradwanderung. Du hast natürlich, völlig richtig gehandelt, aber es ist heute NORMAL, das Du in solchen Situationen auf Dich allein gestellt bist. Manche Leute helfen auch erst dann, wenn Du direkt auf sie zugehst und sie ansprichst.

Ein Beispiel.

Vor etwa 3 Monaten, kam in der U-Bahn eine junge Frau auf mich zu und "UMARMTE" mich. Ich war irritiert, bis sie mir zuflüsterte, das die zwei Kerle hinter ihr, sie schon die ganze Zeit verfolgen. Da ich Kampfsport-Erfahrung habe, hab ich mitgespielt und so getan, als ob ich ihr Freund bin. Die Typen sind dann abgehauen.

Das ist natürlich eine andere Situation als Deine, ich will damit nur sagen, viele Menschen, kostet es gehörig Überwindung zu helfen.

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Kommentar von Khayelitsha
27.06.2013, 01:54

Da ich Kampfsport-Erfahrung habe, hab ich mitgespielt und so getan, als ob ich ihr Freund bin. Die Typen sind dann abgehauen.

und wenn du keine kampfsporterfahrung gehabt hättest, hättest du was gemacht?

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normaler weise haetten die anderen noch schnappschuesse mit ihren handys machen muessen, die sie anschliessend auf facebook posten ...

ich glaube nicht, dass man das verallgemeinern kann, aber es stimmt, dass viele leute sich ungern die haende schmutzig machen. ich werde in solchen situationen eher rabiat und bitte nicht um hilfe, sondern verlange sie einfach. meistens klappt das auch ganz gut.

wenn man den eindruck erweckt, die situation unter kontrolle zu haben, kann man meistens auch andere mitverpflichten. anders hast du in vielen faellen kaum eine chance.

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Es liegt an verschiedenen Dingen denke ich. Die Angst etwas falsch zu machen ist sicher ein großer Teil davon. Ich habe mal gelernt dass man in solchen Situationen die Leute gezielt ansprechen soll. "Kann mir mal jemand helfen?" bringt nicht viel lieber direkt sagen wer wie helfen soll. Also "Hey Sie helfen Sie mir bitte?" Wenn man direkt angesprochen wird ist es schwieriger es zu ignorieren.

Gut, dass du zumindest geholfen hast. :-)

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Das krasseste, was ich mal erlebte, war, gegen 18 Uhr sah ich einen alten Mann auf einer Treppe vor einem Laden sitzen. Ich sprach ihn an und er antwortete völlig wirr und unverständlich. Ich fragte im Laden nach und bekam zur Antwort, der Mann sitzt da schon seit dem frühen Vormittag!!! Ich rief die Polizei, daß sich um den Mann gekümmert wird (ich hatte ihn gefragt, wie er heißt, wo er wohnt, ob ich ihn irgendwohin bringen könnte, und er konnte keine Fragen beantworten.)

Ich frage mich noch heute manchmal, wie lange dieser Mann noch da hätte sitzen müssen, wenn ich nicht gewesen wäre.

Aber, ich konnte auch schon viel Hilfsbereitschaft erleben. Und manchmal einfach auch Hilflosigkeit, Menschen wollten helfen, wußten aber nicht wie.

Ich denke, um die Welt ein bißchen besser zu machen, muß man selber mit offenen Augen durch die Welt gehen. Wenn irgendwo Hilfe benötigt wird, helfen, Zivilcourage zeigen, und damit zeigen, wie man's macht.

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In unserer modernen Gesellschaft haben viele Menschen einfach keine Zeit mehr zum Helfen. Das klingt traurig, ist aber wahr. Nur die wenigsten fühlen sich verpflichtet in Not geratenen Menschen zu helfen, weil sie A keine Zeit haben (gerade in Großstädten) und/oder B einfach zu faul sind um einzugreifen. Desweiteren herrscht in Großstädten keine starke Verbundenheit mehr, wie etwa in kleinen Dörfern, wo jeder jeden kennt und jeder dem anderen hilft. Von Natur aus müssten wir Menschen uns eigentlich gegenseitig Helfen, da wir Gruppentiere sind, aber da wie gesagt in unserer modernen Gesellschaft eine Gruppe zum Überleben nicht mehr benötigt wird, sinkt auch das Gruppengefühl und Gruppendenken. Wir sind also praktisch Einzelgänger, auch wenn wir Freunde, Familie, etc. besitzen, überleben tun wir später allein, weil wir es können (durch z.B. Supermärkte, Infrastruktur,..). Und deswegen fühlen sich die meisten Menschen für einen fremden anderen Menschen nicht mehr Verantwortlich.

Lg. JeyAsk

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Einer Frau zu helfen, die auf die Nase gefallen ist, hat nach meinem Verständnis rein gar nichts mit Zivilcourage zu tun.

Du hast geholfen und das ist sehr ehrbar. In solchen Situationen sind eher zu viele Helfer da, als zu wenige. Ich weiß nicht wie du um Hilfe gefordert hast, oder ob du "nur" dem Augenschein" nach Hilfe erwartet hast und den Eindruck vermittelt hast, du hast die Situation im Griff... aber entweder hattest du Pech und da waren gerade Menschen unterwegs, die sich das nicht zugetraut haben, oder du warst nicht deutlich genug, keine Ahnung. Wie man deutlicher um Hilfe fordert hast du bereits geschrieben bekommen.

Jedenfalls hättest du auch direkt Nothilfe anrufen können und solange bei ihr/neben ihr sitzen bleiben können, die kommen in der Regel sehr schnell, dann hättest du dir den Kraftakt gespart. Nicht auszudenken, du hättest sie fallen gelassen! Und ungebremst auf die Nase zu fallen ist nicht so ohne, vielleicht steckt eine ernsthafte Erkrankung dahinter.

Ich habe zwar auch erlebt, dass die Leute sich bei Gewalt gegen Kinder oder in einer Schlägerei nicht einmischen, was sehr wohl Zivilcourage erfordert, hier wäre Entrüstung angebracht, aber auch mehr Verständnis, da es für die Helfer manchmal schon (lebens)gefährlich werden könnte.

Aber solche Extreme, wie von dir beschrieben, habe ich zum Glück noch nie erlebt und mir hat auch in solchen Situationen noch nie jemand Hilfe verweigert.
Das heißt natürlich nicht, dass es das nicht gibt, aber wie gesagt, meiner Erfahrung nach eher das Gegenteil. Gerade neulich auf dem Flohmarkt fiel ein richtig dicker Mann auch so um. Bis ich die 10 m gelaufen bin, lag er schon in stabiler Seitenlage und der Notarzt war schon da...so ungefähr.

Jedenfalls großartig, dass du dir die Mühe gemacht hast und geholfen hast. Weiter so! (nicht ironisch gemeint)

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So etwas ähnliches habe ich auch schon vor ein paar Jahren erlebt. Ich bin nach Feierabend aus meiner Firma rausgelaufen und hörte nur ein lauten Knall. Ich dachte, dass ein Container vom LKW runtergefallen ist. Als ich 50m weiter lief hab ich auf der Kreuzung gesehn, dass zwei Autos mit Totalschaden frontal zusammengestoßen sind (Glatteis).

An den Ampeln standen noch andere Arbeitskollegen die nur geschaut hatten mit den Händen in den Hosentaschen. Als ich den Unfall sah, bin ich losgerannt, rieß vom ersten Auto die Tür auf und sah erst, dass die Frau im ziemlichen Schockzustand ihren Kopf aus dem Airbag hob, (wahrscheinlich noch vom Airbag-Gas leicht "benebelt") und fragte sie ob es ihr gut ginge. Erst dann sah ich, dass jemand anderes zum anderen Auto hingelaufen ist und das gleiche getan hat.

Wer ist wohl als erster auf die Idee gekommen den Rettunsdienst zu rufen? Das war ich. Erst während meines Anrufs kamen nochmal zwei Kollegen dazu und halfen den zwei Frauen.

... und so ähnlich war es an meinem eigenen Unfall: Frontalzusammenstoß mit einer älteren Dame, ich hab mich selbst aus meinem Auto geschleppt und in meinem Schockzustand habe ICH meinem Unfallgegner aus ihrem Auto geholfen, die leichte Verletzungen im Gesicht wegen dem Airbag hatte. Am Straßenrand standen die Leute aus meinem Dorf die mir zugeschaut hatten was ich mache...

Ich finde es eine Unverschämtheit, wenn Leute nur stehen und gaffen. Ich bin der Meinung, wenn die Leute da stehen und gaffen, sollten man jeden einzelnen wegen unterlassener Hilfeleistung anzeigen. Ich wünsche ihnen nichts schlechtes, aber für mich ist es selbstverständlich, dass man hilft. Sie sollten froh sein, wenn ich sie irgendwann einmal von der Straße helfe, aus dem Auto hole, auf die Bank schleppe oder was auch immer!

Grüße, René

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Bei uns in der Stadt gab es da auch schon so einen Fall.

Ein Junge wurde von seinem Stiefvater und seiner Mutter fast schon öffentlich verprügelt! Der Junge kam ins Einkaufszentrum gerannt und hat panisch um Hilfe geschrien, der Stiefvater rannte ihm hinterher. Der Mann und der Junge lieferten sich dann erstmal eine Verfolgungsjagd durch die belebte Innenstadt und am Ende wurde der Junge von seinem Stiefvater und seiner Mutter (!) in eine Einfahrt gezerrt und dort (in der Öffentlichkeit!) verprügelt! Keiner hat etwas gemacht. Zum Glück war die Polizei schnell da!

Mich macht so etwas fassungslos. Natürlich ist diese Situation noch etwas anders als deine (in der man ja "nur" helfen müsste!).

Warum Mensch sich so verhalten?:

-Angst zur Verantwortung gezogen zu werden

-Angst etwas falsch zu machen

-Warum sollte ausgerechnet man selbst helfen und nicht der starke Mann, der nebenan steht?

-Man will sich nicht einmischen (eher in so Fällen wie es mein Beispiel zeigt).

(-Vielleicht sogar: Was interessiert es mich, was mit der anderen Person ist?)

Was man dagegen machen kann?

-Menschen, die dabei stehen direkt ansprechen: Nicht: "Kann mir bitte jemand helfen?" Sondern: "Sie im roten Pullover helfen Sie mit!"

-Genaue Aufgaben verteilen: Nicht: "Können Sie mal irgendetwas machen?" Sondern: "Rufen Sie einen Krankenwagen!"

Wenn keiner (auf ihre "Befehle" reagiert): - Ich würde dann glaube ich Andere ruhig herbeiholen/herbeiziehen

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Hallo

Das ganze kann mehrere Gründe haben. Ein wichtiger Grund ist, dass keiner die Verantwortung übernehmen will. Die meisten haben Angst einen Fehler zu machen. Und was ist dann am einfachsten in so einer Situation? Genau. Einfach keine Verantwortung übernehmen.

Wenn du willst das andere Leute dir helfen musst du einzelne Personen gezielt ansprechen. Denn nur so schaffst du es einzelne Menschen verantwortlich zu machen. Und dann helfen sie auch.

Übrigens: Was du tust find ich super von dir! Sollte mehr Menschen wie dich geben!

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man sollte immer eine ganz bestimmte person ansprechen. z.b. "sie mir der roten jacke, helfen sie mir mal". dann fühlen sich die menschen angesprochen und verantwortlich. je mehr menschen, desto weniger verantwortungsbewusstsein hat ein einzelner.

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