Warum heißt Ostern,Ostern?

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Da gibt es vier Theorien:

Da im Mittelalter die österliche Taufe zur Zeit der Morgenröte erteilt wurde, wurde das entsprechende Wort im germanischen Sprachgebiet verwendet. Honorius Augustodunensis (12. Jh.) leitet Ostern von Osten ab, der Himmelsrichtung des Sonnenaufgangs als Symbol der Auferstehung. Somit leite sich Ostern von dem lateinischen alba, in albis (im Sinn von bei Sonnenaufgang, althochdeutsch zu den ostarun) ab - wohl auf dem Hintergrund von (Mk 16,2 ).

Nach Knobloch steht das Wort Ostern im Zusammenhang mit der christlichen Benennung der Osterwoche als albae paschales (österlich weiße Kleider der Neugetauften). Die Kurzform albae wird als Plural von alba – "Morgenröte" – verstanden und mit dem althochdeutschen Wort eostarum übersetzt.

Nach dem Namensforscher Jürgen Udolph kennen die nordgermanischen Sprachen eine Wortfamilie, die zu Ostern passt: nämlich ausa – Wasser gießen, und austr – Begießen. Ein heidnischer Wasserritus wurde als vatni ausa – mit Wasser begießen bezeichnet. Das Wort Ostern beziehe sich somit eher auf die Taufe, die das zentrale Ereignis der Osternacht ist.

Eine Theorie nach der Ostern sich von dem althochdeutschen Ostara (Osten), Eostre oder Eoastrae ableite, dem angelsächsischen Namen der teutonischen Göttin der Morgenröte, des Frühlings und der Fruchtbarkeit, der Braut des jungen Maigrafen (Freyr – Freyja), geht auf Beda Venerabilis (de temporum ratione 15) (8. Jh.) zurück und wurde von Jacob Grimm weitgehend übernommen und bestärkt. Es ist jedoch bis heute umstritten, ob eine Göttin dieses Namens tatsächlich in der germanischen Mythologie vorkam. Etymologisch weisen die litauische Göttin Aušrine, die lettische Auseklis, die römische Aurora, die griechische Eos und die hinduistische Usha auf eine indogermanische Göttin der Morgendämmerung mit ähnlichem Namen hin. Quelle(n): Brokhaus

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Der im 8. Jahrhundert lebende katholische Gelehrte Beda Venerabilis erklärte, dass das Wort Ostern auf den Namen der angelsächsischen Frühlingsgöttin „Eostre“ zurückzuführen sei. In einem anderen Buch mit dem Titel The Two Babylons spricht Alexander Hislop von einer Verbindung zwischen Ostern und der babylonischen Göttin Astarte Nirgendwo in der Bibel aber ist ein Anhaltspunkt dafür zu finden, dass die ersten Christen wöchentlich am Sonntag oder jährlich zu Ostern der Auferstehung Christi gedachten. Vielmehr hat Christus an dem Abend, an dem er starb seinen Jüngern geboten eine Feier ganz anderer Art zu begehen: Er reichte seinen Jüngern ein einfaches Mahl — Brot und Wein — und gab ihnen das Gebot: „Tut dies immer wieder zur Erinnerung an mich“ (Lukas 22:19). Deshalb ist z.B. in dem Werk The American Book of Days auch zu lesen: „Es besteht kein Zweifel daran, dass die Kirche in ihrer Frühzeit die alten heidnischen Bräuche übernommen und ihnen eine christliche Bedeutung gegeben hat. Da das Fest der Eostre eine Feier der Erneuerung des Lebens im Frühling war, konnte man daraus leicht eine Feier der Auferstehung Jesu von den Toten machen, dessen Evangelium sie [angeblich] verkündigte.“ (Einschub in eckigen Klammern von mir)

OSTERN — „Königin der Feste“ oder festum festorum — soll angeblich das Fest der Auferstehung Christi sein. Der Historiker Sokrates Scholastikos schrieb im 5. Jahrhundert u. Z. in seinem Werk über Kirchengeschichte: „Mir scheint, das Osterfest hat über irgendwelche alte Sitten in die Kirche Eingang gefunden, so, wie sich zahlreiche andere Bräuche gehalten haben.“ In dem Buch Curiosities of Popular Customs heißt es: „Wenn verbreitete heidnische Bräuche nicht ausgemerzt werden konnten, ging die Kirche stets so vor, daß sie diesen einen christlichen Anstrich verlieh. Was Ostern betrifft, so war die Umwandlung besonders einfach. Die Freude über die aufgehende Sonne und das Erwachen der Natur aus dem Winterschlaf wurde in die Freude über die aufgehende Sonne der Gerechtigkeit bei der Auferstehung Christi aus dem Grab verwandelt. Mehrere heidnische Bräuche, die um den 1. Mai gepflegt wurden, verlegte man ebenfalls auf das Osterfest. Viele neue Riten kamen hinzu.“ Das bestätigt Robert J. Myers in seinem Buch Celebrations, wenn er sagt, daß „zahlreiche zur Zeit der Frühjahrs-Tagundnachtgleiche praktizierte heidnische Wiedergeburtsriten für das Fest übernommen wurden“. The New Encyclopædia Britannica unterstreicht diese Gedanken mit folgenden Worten: „Viele populäre Weihnachts- und Osterbräuche sind ein Abklatsch etlicher heidnischer Überbleibsel — das Osterei und der Osterhase sind beispielsweise Symbole, die mit Fruchtbarkeitsriten im Frühling zusammenhängen.“ Offensichtlich ist daher das Ostern, das man heute feiert, mit heidnischen Bräuchen und Riten durchsetzt. Das heißt aber nicht, daß es zwischen dem Osterfest und manchen biblischen Ereignissen keinen Zusammenhang gibt. Ostern soll, wie man sagt, das in der Bibel erwähnte jüdische Passahfest abgelöst haben. In dem Buch Curiosities of Popular Customs heißt es, daß „das Osterfest in der frühen Kirche am selben Tag gefeiert wurde wie das Passahfest, da beide Feste eigentlich einen gemeinsamen Ursprung haben“. Somit überrascht es nicht, daß das Wort für Ostern und für Passah in einer ganzen Reihe Sprachen (wie Französisch, Griechisch, Italienisch und Spanisch) ähnlich bzw. identisch ist. Aber die ersten Christen feierten nicht alljährlich eine Art christianisierte Version des jüdischen Passahfestes. Im Abingdon Dictionary of Living Religions wird über Ostern gesagt: „Ursprünglich feierte man (gemäß dem jüdischen Mondkalender am 14. Nisan) in Wirklichkeit die Kreuzigung Jesu.“ Die Bibel berichtet, daß Jesus am Abend vor seinem Tod mit seinen Jüngern in einem großen Obergemach das jüdische Passah feierte (Markus 14:12-16). Nach diesem letzten Passah, das Jesus feierte, setzte er das sogenannte Abendmahl des Herrn ein. Dann gebot er seinen Jüngern: „Tut dies immer wieder zur Erinnerung an mich“ (Lukas 22:19). Das Abendmahl des Herrn sollte einmal im Jahr zum Gedenken an seinen Tod gefeiert werden. Der Apostel Paulus schrieb darüber: „Sooft ihr dieses Brot eßt und diesen Becher trinkt, verkündigt ihr immer wieder den Tod des Herrn“ (1. Korinther 11:25, 26). In dem Buch Seasonal Feasts and Festivals heißt es: „Offenbar erst gegen Ende des 4. Jahrhunderts wurden in Jerusalem Karfreitag und Ostersonntag als gesonderte Gedenktage begangen.“ Manche Gelehrte meinen, daß einige führende Vertreter der Christenheit aufgrund der wachsenden Feindschaft zwischen angeblichen Christen und Juden verhindern wollten, daß ihr wichtigster Feiertag auf das gleiche Datum fiel wie der wichtigste Feiertag der Juden. Diese Denkweise führte zu einem Umschwung. Langsam begannen die meisten Anhänger der Christenheit, die Auferstehung Jesu am ersten Sonntag nach dem Vollmond, der auf die Frühjahrs-Tagundnachtgleiche folgt, zu feiern und zu ihrem wichtigsten religiösen Fest zu machen. In Wirklichkeit setzten sie dadurch die Bedeutung der Feier zum Gedenken an Jesu Tod herab. Wie aus den Quellen ersichtlich ist, hat Ostern in der Christenheit somit zu Unrecht den Platz eingenommen, der eigentlich der ursprünglichen Feier zum Gedenken an den Tod Jesu gebührt.

Liebe/r Befra1980,

bitte achte in Zukunft darauf die Quelle anzugeben, wenn Du zitierst.

Die Beachtung der Urheberrechte ist uns wichtig. Vielleicht kannst Du diesbezüglich noch einmal in unsere Richtlinien unter http://www.gutefrage.net/policy schauen.

Vielen Dank für Dein Verständnis.

Herzliche Grüße Marc vom gutefrage.net-Support

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