Warum heißt Friedrich I. (Meißen) auch Friedrich der Gebissene?

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Friedrich der Gebissene, oder mit der gebissenen Wange, Markgraf zu Meißen und Landgraf zu Thüringen, verdient nicht blos als einer [369] der Stammväter des Hauses Sachsen, sondern auch wegen seiner besondern Schicksale hier eine Stelle. Sein Vater Albert, Landgraf zu Thüringen, mit dem Beinamen der Unartige, hatte Kaiser Friedrichs des Zweiten Tochter, Margarethen, zur Gemahlin, mit welcher er Friedrich und Diezmann oder Dietrich zeugte. Allein seine Liebe zu einer Hoffräulein Kunigunde von Eisenberg verleitete ihn sogar zu dem Plane, seine Gemahlin heimlich ermorden zu lassen (m. s. den Art. Thüringen, Th. VI. S. 157.). Zwar mißlang dieser Plan; allein Margarethens Freunde glaubten diese nur durch eine schleunige Flucht ganz retten zu können. Die trostlose Mutter konnte sich kaum von ihren Söhnen trennen; sie überhäufte vorzüglich bei ihrem Abschiede Friedrich mit Küssen, und biß ihn, im heftigsten Ausbruche ihres mütterlichen Schmerzes, in den Backen, so daß Friedrich für immer eine kleine Narbe behielt.

http://www.zeno.org/Brockhaus-1809/B/Friedrich+der+Gebissene

.-lg.

Danke für's Sternchen -.lg.

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