Warum heißt der Braunkohl Braunkohl,obwohl er grün ist und nicht braun?

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17 Antworten

Bei Braunkohl und Grünkohl handelt es sich um die gleiche Kohlsorte. Die Bezeichnung "Braunkohl" wird wohl ursprünglich Formen beschrieben haben, die einen erhöhten Anthocyangehalt aufgewiesen haben - je dunkler das Grün der Blätter, desto "brauner" deren Aussehen, je heller das Grün, desto "röter" (vgl. Rotkohl, mit besonders viel Anthcyan).

Hermann Geffcken

der grünkohl brauch ein paar tage scharfen frost - das mildert die bitterstoffe- nach den frosttagen verfärben sich die äußersten blattränder gelb-braun / danach kann der (jetzt)braunkohl geerntet werden

rezept: mit glasig angedünsteten zwiebeln, gutes griebenschmalz - der braunkohl muss blankenburg gesehen habe - natürlich mit brägenwurst, die zu prickeln ist und etwas geräuchertes durchwachsenes Bauchfleisch

Insbesondere die Bezeichnung Braunkohl sorgt für teils abenteuerliche Erklärungen der Namensherkunft. Nicht ganz ernstgemeinte Vorschläge stellen z. B. einen Bezug zur Braunkohle her. Braunschweiger hingegen verkünden voller Stolz, der Braunkohl komme aus Braunschweig und trage daher seinen Namen. Umstritten ist auch die Erklärung, dass die Namensgebung Braunkohl etwas mit der Verfärbung des Kohls nach mehrmaligen Aufwärmen zu tun haben könnte. Gleiches gilt für die Erklärung, der Kohl verfärbe sich nach Frost bräunlich.

Folgendes dürfte dagegen richtig sein: Es gibt verschiedene Sorten dieses Kohls, die sich u. a. in der Färbung ihrer Blätter unterscheiden. So wurde im Bremischen wie auch im Oldenburgischen noch im 19. Jahrhundert der sogenannte Langkohl gegessen. Dieser Langkohl hat eindeutig bräunlich-violette Blätter und wird daher auch ausdrücklich als Braunkohl bezeichnet. Die unteren Blätter des mannshoch wachsenden Strunks wurden früher als Viehfutter verwendet. Die oberen Röschen des Langkohls aber waren und sind für den menschlichen Verzehr geeignet. Und da es kaum noch Vieh in den Städten gibt, mit denen man sich den Kohl teilen könnte, verschwand der Langkohl nahezu vollständig aus dem Anbau. Die Erinnerung an den Langkohl lebt jedoch im Namen Braunkohl fort. Und in Braunschweig gibt es seit dem Frühjahr 2008 ein Projekt zur Nachzucht des "echten" Braunkohls.

Quelle:

http://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCnkohl

Auch als Ur-Hannoveraner sagt man Braunkohl. Von kleinauf kenne ich ihn so. Durch viele Zugezogene hat sich leider auch hier die Bezeichnung Grünkohl breitgemacht.

... bei uns heißt er Grünkohl... aber Braunkohl hab ich auch schon oft gehört...nur nicht hier bei uns im Norden. Ist scheinbar von Gegend zu Gegend unterschiedlich, welcher Name benutzt wird.

Ich bin Hildesheimer. Seitdem ich denken kann, essen wir Braunkohl, und das mit alten Kumpels seit Jahrzehnten jeden Buß- und Bettag. Wenn ich die fragen würde:"Wann gehen wir Grünkohl esse?", würden diemir 'nen Vogel zeigen.

Braunkohl ist kein Grünkohl, auch wenn das immer wieder behauptet wird. Es ist eine eigene rotbraune Sorte, die leider fast verschwunden ist. Einige Saatgutbetriebe fangen wieder an die alten Sorten neu nachzuziehen.(z.B. der Betrieb "Dreschflegel")

Alles was über den Braunkohl im Wikipedia steht ist richtig.Nur,der Braunkohl ist auch die Grundlage in der Prignitz für die Herstellung des Knieperkohls und er wird heute wieder verstärkt angebaut und verarbeitet.Näheres auch unter "Knieperstadt Pritzwalk"

Eigentlich heißt dieser Kohl Federkohl.

Federkohl wird auch Grün-, Braun-, Winter- oder Krauskohl genannt (Brassica oleracea var. acephala f. sabellica, Cruciferae).

http://www.foodnews.ch/x-plainmefood/20_lebensmittel/Federkohl.html

Schon die alten Römer kannten unseren guten Kohl. Sie bezeichneten ihn als „Caulis“, als Stengelkohl, wobei die im Bremischen wie auch im Oldenburgischen drängende Frage, ob es sich bei unserem Kohl um Grünkohl handelt oder um Braunkohl, auch von den alten Römern nicht beantwortet worden ist. Obwohl sie sonst doch um die Antwort nicht verlegen waren, wenn auch in lateinischer Sprache. Tatsache ist, und darüber gibst es keine Diskussion, dass der in Bremen als Braunkohl in den Handel gebrachte Kohl grün ist und auch nach längerem Kochen und trotz größter Phantasie seine grüne Farbe behält, jedenfalls normalerweise. Nur über einem Torffeuer soll dass Grün nach gut drei Stunden Kochzeit ins Bräunliche überwechseln. Aber wer kocht heute noch Kohl über einem Torffeuer. Infolgedessen sprechen die Oldenburger und fast alle anderen Volksstämme vom Grünkohl. Nur die Bremer - und mit ihnen aus unerfindlichen Gründen die Menschen im Braunschweigischem - sprechen vom Braunkohl. Und das hat in Bremen zumindest etwas mit der Tradition zu tun. Wie fast alles in Bremen. Im Bremischen wie auch im Oldenburgischen wurde noch im 19. Jahrhundert der so genannte Langkohl gegessen, ein Kohl, der heute nur noch von Idealisten und ausschließlich für den Eigenverzehr angebaut wird - unter anderem tatsächlich in Oldenburg, bei Diepholz, in Ostfriesland und in Bremen.Dieser Langkohl hatte den Vorzug, dass die unteren Blätter des mannshoch wachsenden Strunks als Viehfutter verwendet werden konnten. Die oberen Röschen des Langkohls aber waren und sind für den menschlichen Verzehr wunderbar geeignet.Und wenn sich Bremer und Oldenburger von diesem Kohl inzwischen weitgehend getrennt haben, weil es ja kaum noch Vieh in den Städten gibt, mit denen man sich den Kohl teilen könnte, die Erinnerung lebt - zumindest in Bremen - im Namen Braunkohl fort. Dieser Langkohl hat eindeutig bräunlich-violette Blätter, die sich auch im Kochtopf entsprechend verhalten und keineswegs grün werden. Der Name dieses Kohls ist ausdrücklich Braun-, Kraus- oder Winterkohl.

http://www.hotel-westfalia.de/speisekarte/braunkohlerklaerung.htm

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@Lissa

Ich wohne allerdings in Nidersachsen (Alfeld).

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@Vicky04

...ja und?

Was soll mir diese Anmerkung jetzt sagen?

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Der Grünkohl nimmt durch das lange Kochen und aufwärmen die bräunliche Farbe an Ein Bremer Jung.

Kannst Du dazu bitte etwas genauere Angaben machen??? Braunkohl ist mir etwas ganz Neues!

Braun wird er durch´s karamelisieren,- die häufigste Zubereitungsart des Kohls.

Lieber Arki,

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Vielen Dank und schöne Grüße

Marie vom gutefrage.net-Support

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Bei uns heisst er nicht so, aber es liegt bestimmt daran, dass das Chlorophyll beim Kochen zerstört wird !

Bei uns sagt man beides: Grünkohl oder Braunkohl. Hmmm, das wäre jetzt was! Kohl & Pinkel, sooooo lecker!

Warum heißt es Hundekuchen wo doch kein Hund drin ist?

vorstufe von Braunkohle :-)

bei uns sagt man Grünkohl

Braunkohle kenn ich.

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