Warum heißt das eigentlich wer nicht wählt , wählt die Nazis?

5 Antworten

Wenn niemand wählt, wählen auf jeden Fall die Nazis. Damit haben sich die Nichtwähler der Mehrheit angeschlossen. Die Prozente der Parteien hängen von den Stimmen der Wähler ab. Nazis sind keine Nichtwähler, die wollen möglichst viele Prozente haben. Wenn nichts anderes gewählt wird, weil es zu viele Nichtwähler gibt, haben die Nazis mehr Gewicht.

Das finde ich so nicht richtig. Wer nicht wählt wählt die Linken oder Grünen würde ich meinen. Die NAZI-GEFAHR sehe ich im Moment eher weniger. Die Linke ist weit höher und mit den Grünen zusammen haben wir ja auch noch den KBW usw. Das sind mehr Kommunisten/Sozialisten als Nazis und daher auch eine Größere Gefahr wie ich finde.

Natürlich ist nicht wählen im allgemeinen unklug aber ob allein die Nazis davon Profitieren. Und Rechts ist nicht Rechtsextrem, sonst wäre SPD auch Linksextrem... .

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@Mothra38

Linke und Grüne sind aber nicht gefährlich - die bringen nämlich keine Andersdenkenden um und setzen auf Demokratie, wohingegen Rechte lieber eine strammen Führer oder einen "starken Mann" an der Spitze haben. Selber denken - das ist für Nazis nix.

Todesopfer linker Gewalt gibt es in Deutschland seit Jahrzehnten auch nicht - Todesopfer rechtsradikaler Gewalt dagegen schon. Nazis bzw. Faschisten sind Antidemokraten und hassen alles was "Anders" ist: Homosexuelle, andere Hautfarben, andere Religionen, Ethnien... Die sind also per se gefährlich.

Erst denken, dann schreiben.

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Schon rein logisch ist das beliebte Zitat "Wer nicht wählt, wählt rechts" falsch. Nehmen wir mal an, man will damit, wie hier oft geschrieben, darauf hinaus, dass die Wähler der extremen Parteien sowieso zur Wahl gehen und man das mit "gemäßigten" Stimmen kontern müsse, so würde daraus folgen: Wer nicht wählt, wählt extrem (links, rechts, gläubig, öko, familie, etc)

Die Frage ist jedoch, wie gravierend so eine nicht abgegebene Stimme ist. Oder anders gefragt, wie viele Menschen nicht zur Wahl gehen müssen, damit beispielsweise die Rechten in ein Landes-/Bundesparlament einziehen können.

Für die letzte Wahl in Berlin habe ich nachträglich mal berechnet, dass selbst 30% weniger Wähler der traditionellen Parteien, die zuhause bleiben und nicht wählen, die NPD nicht in den Senat hätten befördern können, mit ihrer "Nichtswahl".

Das heißt, dass selbst eine Wahlbeteiligung von 42,1% oder eben 30% weniger Wähler für die traditionellen Parteien glatte 3% für die NPD bedeutet hätten.

30% weniger Wählerstimmen hätten aber für die nachträgliche Wahlkampf- und Parteienfinanzierung (für jede Stimme gibt es Geld), einen deutlichen Einnahmenverlust der traditionellen Parteien bedeutet. Das wiederum erklärt dann auch vielleicht, wieso solche Aussagen wie "Wer nicht wählt, wählt rechts" gerne aus dem Umfeld der großen, traditionellen Parteien kommen.

Wie so oft im Leben heißt es: Einmal genauer hinschauen, einmal nachrechnen und dem Geld folgen. Dann klären sich viele Dinge auf.

Eine ausführlichere Erklärung gibt es übrigens auf schriftrolle.de/2011/10/wer-nicht-wahlt-wahlt-rechts/

Das habe ich auch so noch nicht gehört. Wähler die nicht zur Wahl gehen, nutzen den kleinen Parteien, auch den Rechten, da die Stimmen prozentual gerechnet werden. Wenn 100.000 Stimmen mehr für eine der etablierten Parteien abgegeben wird, sinkt die tatsächlich abgebene Stimmenzahl in % der Nischenparteien.

Es heißt, dass Nichtwähler auch Protestwähler sind und damit auch den Rechten ein Forum geben.

Wenn schon Protest, dann auch richtig. Anstatt nicht zu wählen, dann eben Nischen wie Grüne, graue Wölfe oder Linke. Sinn der Proteste ist es, die Macht der großen Parteien zu beschränken und hier einen weiteren Aufpasser an den Tisch und in die Regierungsbank zu setzten.

LOL - Die Grünen und die Linken sind eine "Nische"? Wo lebst Du denn? Die repräsentieren je nach Bundesland zusammen ungefähr 10 bis 30 Prozent der Wähler_innen. Und die grauen Wölfe kann man gottseidank nicht wählen...

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