Warum hatten wir einen deutschen Kaiser und keinen Kaiser von Deutschland?

5 Antworten

Weil damals der Genitiv noch putzmunter war. Erst in den letzten Jahren wurde er mehr und mehr vom Dativ plattgemacht.

Nicht jeder deutsche Kaiser war ein Kaiser nur von deutschen. Siehe auch Österreich ;)

Ist der Gedanke einer Nationalität nicht von Anfang an ein Denkfehler?

Ich meine eigentlich gibt es keine Nationalität. Wie sollte man diese definieren? Es gibt Länder als Gebiete mit einem politischen System, Deutschland gibt es, aber es gibt keine Deutschen. Ich werde dies mal näher erläutern:

-Ist eine Person, die in Deutschland geboren ist aber ausländische Eltern hat ein Deutscher?

-Ist eine Person, die ethnisch deutsche Eltern hat, aber in Russland geboren ist ein Deutscher?

-Ist eine Person die zwar rein deutsche Vorfahren hat, in Deutschland geboren und aufgewachsen ist, aber nicht mehr in Deutschland wohnt noch ein Deutscher?

-Ist eine Person mit irakischem und deutschem Pass ein Deutscher?

Ich würde in allen Fällen nein sagen. Im Endeffekt bedeutet dies, dass es gar keine Deutschen gibt. Es gibt Menschen, die in Deutschland geboren sind, es gibt Menschen mit deutscher Staatsbürgerschaft und es gibt Menschen die in Deutschland wohnen. Es gibt aber wohl keine Deutschen. Das selbe ist in jedem anderen Land der Welt genauso. Kann es sein, dass der Gedanke einer Nationalität von Anfang an ein Denkfehler ist? Man kann nicht zu einem Land gehören, man kann zu einem politischen System gehören oder aber in einem Land leben. Aber man kann nie ein Teil des Landes sein, das Land ist ohnehin nur ein Gebiet das willkürlich von Menschen abgegrenzt wurde. Wird es nicht langsam Zeit, dass man den Schwachsinn der Nationalität, die über die Staatszugehlrigkeit hinaus geht, endlich aufgibt? Wir sollten uns doch lieber als Menschen fühlen, denn wer ein Mensch ist, ist klar definierbar, wer ein Deutscher ist ist nicht definierbar.

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Fühlen sich einige Deutsche mit einem Migrationshintergrund auch nicht akzeptiert?

Ich bin Deutscher Staatsbürger und bin hier in Deutschland geboren. Meine Eltern jedoch kamen nach Deutschland, als sie mitte 20 waren.

Wir sind ne ziemlich integrierte Familie und ich fühle mich Deutsch. Jedoch hab ich das Gefühl, dass ich von den Deutschen nicht als Deutscher akzeptiert werde und das macht mich ziemlich traurig. Wenns gut läuft, hört man von der Person oft "ja bist doch auch Deutscher bla bla bla" und wenn dann etwas passiert, ist man plötzlich der Ausländer.

Zudem seit die AFD an Stimmen gewinnt, macht es mir noch mehr sorgen... ich frage mich dann manchmal, ob ich überhaupt in Deutschland noch Alt werde...

Warum sagen so viele Deutsche, dass man ein Deutscher ist, wenn man die Staatsbürgerschaft besitzt und im inneren akzeptieren sie ihn niemals als Deutschen? Ich höre es oft von Deutschen, ich sehe es und fühle es und das macht mich eig. ziemlich traurig.

Sind hier weitere Deutsche mit einem Migrationshintergrund, denen es genauso geht?

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