Warum hatte Hitler so einen Hass auf die Juden?

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16 Antworten

es hätten alle anderen Völker dieser Erde auch sein können

Nein, um als Sündenbock benutzt werden zu können, müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein. Sie müssen als Minderheit anwesend sein und zwar in ausreichender Menge, um für Mißstände und Bedrohungen verantwortlich gemacht werden zu können.

Dass es in Europa weniger Rassismus gegen dunkelhäutige Menschen gibt als in den USA, liegt allein daran, dass es hier zuwenige davon gibt, um massenhaft die Verantwortung auf sie zu schieben. Auch Juden gibt es nun hier nicht mehr genug.

Deshalb sind es jetzt und hier die Flüchtlinge und Muslime, die zum neuen Sündenbock erkoren wurden für alles, was der Idealisierung des Deutschtums widerspricht.

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Kommentar von Kometenstaub
30.08.2016, 08:29

Besser kann man es, zudem in dieser Kürze, nicht ausdrücken.

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Es gibt verschiedene Gründe. Die "Juden" als Volk (obwohl es ja eine Religionsgemeinschaft ist), wurden schon seit dem Mittelalter geächtet. Sie haben Jesus Christus nicht als den Messias anerkannt, was Ihnen schon mal Minuspunkte in der christlichen Gemeinde einbrachte. Evtl. wird Ihnen deswegen vorgeworfen, dass die Menschheit doch nicht erlöst werden konnte. Außerdem werden Juden in der Bibel als "Gottes Volk" beschrieben, was man Ihnen vllt. neidete bzw. sie deswegen für arrogant hielt. Daher wurde den Juden bereits im Mittelalter verboten, Handwerksberufe zu lernen und auszuüben. Juden mussten somit zwangsläfig vermehrt auf Kaufmannsberufe ausweichen, was bei einigen zu großem Reichtum führte und mit dem Beginn des Bankwesens hatten dann auch viele Menschen Schulden, bei diesen reichen Juden, was weitere Vorurteile bekräftigte.

Dieser Antisemitismus war lange Zeit relativ populär und der junge Hitler bewegte sich in Kreisen die man heute auch eher als Unterschicht oder "bildungsfern" bezeichnen würde, wodurch dieses Gedankengut verstärkt wurde. Wenn du arm und arbeitslos bist, sind prinzipiell immer erstmal alle anderen daran Schuld, bloß nicht du selbst ;)

Außerdem gibt es das Gerücht, Hitler wäre unsterblich in ein jüdisches Mädchen verliebt gewesen, aber zu schüchtern um es ihr zu gestehen. Angeblich sind diverse Liebesbriefe aufgetaucht, die Hitler an dieses Mädchen verfasst hatte, in denen er sogar geschrieben hatte, er würde sich selbst das Leben nehmen, wenn er nicht mit ihr zusammen sein könnte. Diese unerfüllte Liebe - wenn es so war - hätte sein "unbarmherziges" und rigoroses Vorgehen gegen die Juden noch verstärken können.

Wie ist Hitler so "böse" geworden? Böse ist natürlich eine Frage der Sichweise... er war sicher überzeugt das richtige zu tun. Der junde Hitler war wie gesagt etwas, dass man eher einen Versager nennen würde, ohne Berufsausbildung und Schulabschluss. Als er im 1. WK der Armee beitrat, hatte er dort endlich eine Form der Erfüllung, Anerkennung und Sinn in seinem Leben. Als Deutschland den 1. WK verlor, war es für ihn wie eine persönliche Niederlage. Er wollte Deutschland wieder groß machen, war ein guter Redner und die Stimmung im Land durch Börsencrash und Unmut über die hohen Reparationszahlung aus dem Versailer Vertrag ohnehin groß, also genau der richtige Nährboden für rechts-nationalistisches Gedankengut.

Übrigens versucht die AfD eine vergleichbare Atmosphre aufzubauen, mit "Euro-Krise", "Flüchtlingskrise", "Griechenlandkrise", usw... nur das es heute darum geht, dass wir weniger von dem abgeben, was wir haben und es damals um Existenzen in der Bevölkerung ging...

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Weil man bei sowas immer die Juden als Sündenbock genommen hat...
Antisemitismus gab's in Deutschland auch schon vor Hitler. Einstein hat auch lange Zeit in Berlin an ner Uni eine Professur gehabt und hat unter dem Antisemitismus seiner Kollegen gelitten. Haben seine Theorien nicht ernst genommen oder ihm eklige Briefe geschrieben oder was weiß ich, einfach wegen seiner kulturellen Herkunft. Auch unter Intellektuellen, Naturwissenschaftlern, etc. war so eine Geisteshaltung nicht so ungewöhnlich. Das war generell in Europa nicht ungewöhnlich.

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Um auf diese Frage antworten zu können muss man bis ins Mittelalter zurückblicken:

Juden übten meistens andere Berufe als die Christen aus. Dazu waren sie durch rechtliche Einschränkungen gezwungen, beziehungsweise übernahmen sie Tätigkeiten, die den Christen untersagt waren. So lebten viele Juden im Mittelalter vom Geldverleih, der Christen verboten war. Damit brauchten diese zwar die Juden, warfen ihnen jedoch zugleich vor, Wucher zu treiben – ein Klischee, das Juden bis in die neueste Zeit anhängt. Andere Betätigungsfelder waren vor allem der Vieh- und Trödelhandel, beziehungsweise der Handel allgemein.

Genau wie sich heute Gerüchte verbreiten und Vorurteile gepflegt werden, war das auch damals. Man hielt Juden in Bausch und Bogen für Betrüger, zumindest hinter vorgehaltener Hand.

Hitler war als Meldegänger im ersten Weltkrieg, wie viele Deutsche empfand er Ergebnis und Folgen des Krieges als extrem demütigend.

Um das Versagen zu kaschieren wurden viele wüste Theorien kolportiert wie z.B. https://de.wikipedia.org/wiki/Dolchsto%C3%9Flegende

Zu dieser Zeit waren viele Einzelhandelsgeschäfte, Handelshäuser und Banken gemäß der oben angeführten historischen Entwicklung in jüdischer Hand. Nicht wenige davon hatten es durch ihre Arbeit zu nicht unerheblichem Wohlstand gebracht. Simple Angst vor dem Fremden und sicher auch ebenso simpler Neid führten dann zum abstrusen Feindbild des Weltjudentums.

https://de.wikipedia.org/wiki/Weltjudentum

Die Nationalsozialisten, allen voran Hitler nutzten dies als universelle Begründung. Entweder hatten die Juden den Mangel verursacht oder z.B. eine militärische Intervention war notwendig um den Juden zuvor zu kommen.

Hätten die Nazis ihr Ziel erreicht, wer wäre dann an jedem nicht erreichten Ziel Schuld gewesen?

Es läuft mir eiskalt den Rücken herunter wenn ich den Gedanken zu Ende denke. Ich bin nämlich weder blond, groß noch blauäugig. Krrrrrrrrrrrrrrrrrrr!

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Kommentar von buma1978
29.08.2016, 21:35

Nachtrag: Die Weltwirtschaftskrise in Verbindung mit der instabilen Weimarer Republik wirkten als Katalysator dafür das die Nationalsozialisten quasi an die Macht gespült wurden. Der bereits vorher latent vorhandene Judenhass war auch dabei ein billiges Propagandamittel.

https://de.wikipedia.org/wiki/Weltwirtschaftskrise

https://de.wikipedia.org/wiki/Weimarer_Republik

Ähnliche Mechanismen waren Ende 1999 in Russland zu beobachten(Krise, schwache Führung, starker "Retter").

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Die Juden werden schon seit Jahrhunderten als Sündenbock missbraucht. Hitler machte sich alte Vorurteile nur zu Nutzen. Und tatsächlich hat er Zeit seines Lebens nicht immer die besten Erfahrungen mit Juden gemacht. Aber dazu sei auch erwähnt, dass er durchaus auch positive Erfahrungen machte. So war er als Kind beispielsweise mal an einer Lungenentzündung erkrankt und seine Eltern konnten sich die Behandlung nicht leisten. Der Arzt, der übrigens Jude war, behandelte Hitler dennoch (und die Lungenentzündung ist eine Krankheit an der man sterben kann ... vor allem im 19. Jahrhundert). Dieser Arzt wurde später allerdings zum "Edeljuden" "gekürt". 

Eine negative Erfahrung war z.B. der Krebs von Hitlers Mutter. Ihr Arzt (Dr. Eduard Bloch) war Jude und konnte den Krebs nicht heilen. Da war Hitler 18 Jahre alt (im Jahre 1907). Dr. Bloch selbst sagte später einmal, er habe niemals eine Person so leiderfüllt gesehen wie Hitler, als er vom Tod seiner Mutter erfuhr. Doch das dies zu Hitlers Judenhass beisteuerte ist relativ unwahrscheinlich. Dr. Bloch verlangte lediglich sein Grundhonora und verzichtete auf Behandlungskosten usw. Auch er wurde ein sogenannter "Edeljude" und wurde sogar bevorzugt behandelt. So durfte er beispielsweise seine Wohnung behalten und bekam auch kein J in seinen Pass gestempelt. 

Offensichtlich hatte Hitler also nicht per se etwas gegen Juden. Man wollte Dr. Bloch, einen Juden, nämlich tatsächlich zum "Ehrenarier" ernennen. Er wanderte im Jahr 1940 dennoch in die USA aus, da seine Lebenssituation auch in der Gesellschaft immer schwieriger wurde. Darauf hätte dann auch kein Hitler mehr Einfluss nehmen können. 

Ich persönlich vermute eher, dass man Hitler so gar nicht analysieren kann. Er besaß sozusagen 2 Persönlichkeiten ... die des öffentlichen Lebens und die private. Wie als hätte er all das gemacht, nur um "Führer" werden zu können ... um sich beliebt zu machen. Oder anders gesagt: Um Macht zu gewinnen. 

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Das kann man nicht so knapp beantworten, aber wenigstens mal dies:

Früher war in Europa der Glauben wichtiger als heute, und wenn dann eine Minderheit überall versprengt lebte, war sie - wie heute auch - gern die Zielscheibe für alles "Böse".
Über die Jahrhunderte wurde sie überall mal mehr, mal weniger geduldet.

Eine zeitlang durften sie nur bestimmte Berufe ausüben (andere wurden ihnen verboten), und einer war z.B. der des Geldverleihers.
So war es ein leichtes, den Leuten einzutrichtern, sie wären reich - in Zeiten, wo es den meisten in Deutschland schlecht ging. Also hatte man eine passende Gruppe, auf die man dann noch viel mehr "schieben" konnte.

Schlichte Gemüter fühlen sich immer besser, wenn sie jemanden haben, den sie für alles verantwortlich machen können.

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Den Beschäftigungen und Reden von Hitler nach hat er wohl etwas herausgefunden, was man mit etwas Nachforschung heute noch schnell sehen kann. Facebook, Google, Yahoo und sehr viele große Firmen, vor allem mächtige Firmen ohne Nutzen, wie Banken und Medienkonzerne sind meist im jüdischen Besitz.

Das kommt daher, dass dort, in Babylon, vor etwa 7.000 Jahren, wo die Aufzwingung der "Zivilisation", also die Nutzung von Geld, Religion, direkter Sklaverei und Kontrollsystemen durch Eroberungen von Germaniern, Indianern usw. (neben süd-ost China) angefangen hat, die Erben herkommen. Es sind die Erben der Eroberer und der Erfinder des Geldes.

Das muss allerdings nicht heißen, dass alle Juden schlechte Menschen sind. Womöglich sah Hitler es als beste Lösung, für die Gesamtsumme des Wohlbefindens der Menschen, sowohl Schuldige, als auch Unschuldige ausziehen zu lassen, bzw. gefangen zu nehmen, um massive Schadensquellen in Kontroll- und Manipulationspositionen zu entfernen. Vor Hitlers Zeit waren Juden in Deutschland in der Politik bereits Diskussionsthema, auch, da es Straßenkriege durch Juden gegeben haben soll. Auch Freimaurer hatte Hitler verboten. Freimaurer versuchen anfangs jedoch an sich zu arbeiten und Menschen zu helfen, auch wenn sie meist fehlgeleitet und für Fremdzwecke missbraucht werden. Aus gesetzlichen Gründen muss ich darauf hinweisen, dass Hitler rein aus Hass millionen von Juden verbrannt hat.

In Hitlers Reden hat er davon gesprochen, die Menschen seien die Sklaven des Kapitals und hatte verlächerlicht, dass von freien Medien gesprochen wird, da Medien in jedem Fall einen Herrn hätten. Dieser Herr wäre in jedem Fall der Geldgeber. Er zeigte ab und zu über Beispiele auf, wie es eine Weltverschwörung aus Juden gäbe, die die Menschen kontrolliere und gegen Deutschland hetzt und gegen Deutschland in den Krieg schickt.

Das, was die Medienmenschen "Verschwörungstheoretiker" nennen, wird jetzt sehr überrascht sein .. oder eher weniger. Hitler hatte laut einem Zeitungsartikel von damals einen Rothschild (ja, die Familie, die die Staatsbanken der Welt besitzen soll und die Nachrichtenagentur Reuters besitzt, die unsere Fernsehsender und Zeitungen mit Nachrichten ausstattet) gefangen genommen, woraufhin die englische Queen forderte, diesen freizulassen. Letztendlich hat Hitlerdeutschland klein beigegeben und ihn im Tausch gegen einer seiner Konzerne freigelassen. Auf Nachfrage kann ich schauen, ob ich die Anzeige wiederfinde.

Da Juden in Nordafrika durch Kriege verhasst sind, ziehen viele auch aus dem Mitgrund hierher. Die Bewohner können aus meiner Sicht allerdings nichts dafür, dass Herrscher Kriege befehligen.

Ich hoffe, ich konnte deine Frage beantworten.

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Hitler wurde von anderen Vordenkern inspiriert, Antisemitismus gab es schon lange, seit dem Mittelalter, wenn nicht davor schon, nicht nur in Deutschland, die Katholische Kirche dürfte hauptsächlich daran Anteil haben mit den Juden als "Gottesmörder". Außerdem waren Juden wirtschaftlich sehr erfolgreich und hatten wichtige Positionen inne, das dürfte außerdem für Neid und Argwohn gesorgt haben.

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seine Antwort war die Sündenbock-Theorie

Die Sündenbocktheorie ist leider nur ein Teil des Problems gewesen.

Auch kirchlicher Antisemitismus war weit verbreitet und erst das Zusammenspiel dieser beiden hat die Schoah ermöglicht.

Dazu kamen noch die anfangs tatsächlich stattfindenden Verbesserungen der Arbeitslosigkeit und wer etwas zu Essen hat, schaut schon mal über staatliche Verbrechen gegenüber Minderheiten hinweg.

Der Nationalsozialismus hat ja auch bis zum bitteren Ende das 'Wird sind Wir'-Gefühl hochgehalten. Und darauf springen ja sogar heute noch viele Menschen an.

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Böse Menschen bedienen sich immer aktueller oder historischer Feindbilder, um Anhänger zu finden und zu binden.

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Judenhass war keine Erfindung von Hitler, er hat ihn lediglich aufgegriffen. Zudem waren Juden da (Chinesen gab es bspw. nur sehr wenige), denen man die Schuld für alles Mögliche zuschieben konnte.

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Eine einfache Antwort: die Juden hatten Hitler persönlich überhaupt
nichts getan. Seine Weltanschauung entwickelte sich in den Jahren von
1907 bis 1913, das war die Zeit, die er in Wien in bitterer Armut
verbrachte. Er war beruflich und privat nicht erfolgreich und so
bastelte er sich ein Weltbild zusammen, in dem andere Schuld an seinem
Zustand hatten. Und die vermeintlich Bösen, das waren dann die Bolschewiken und die Juden. Wer weiß, vielleicht wäre ihm auch eine andere Gruppierung eingefallen. 
Quelle : http://www.zeitklicks.de/nationalsozialismus/zeitklicks/zeit/verfolgung/judenverfolgung/hitlers-antisemitismus/

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Kommentar von Roubex
29.08.2016, 15:35

wie ist das möglich seine mutter wurde 1907 von einem jüdischen arzt behandelt, woher soll da sein hass herkommen?

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Warum denkst du, dass jemand anders als Hitler persönlich dir diese Frage beantworten kann?

Alles andere ist pure Spekulation!

Gut, und Hitler selbst war auch kein grosser Fan von Wahrheit und ein ziemlicher Wirrkopf, wie man z.B. in "Mein Kampf" sehen kann, daher gibt es auf diese Frage wahrscheinlich gar keine Antwort.

Uebrigens lässt deine Frage auch ausser acht, dass Hitler noch einige andere Bevölkerungsgruppen verfolgt hat, nicht nur Juden.

Mit anderen Worten: deine Frage ist völlig sinnlos und zeigt, dass du nicht einmal die Tatsachen der Geschichte richtig kennst.

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Wenn  sich Juden integriert und mit den Einheimischen gemischt hätten, dann wären sie gar nicht mehr als Juden aufgefallen.

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Also soweit ich weiß, hat ein Jüdischer Arzt wohl sogar seiner Mutter das Leben gerettet?
Zumindest wurde mir das in Geschichte so gesagt, aber warum er so einen Hass empfunden hat weiß ich auch nicht

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In der Wissenssendung "Family Guy" wurde dieser Frage auch schon mal behandelt und eine plausible Antwort geliefert.

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