Warum hatte Deutschland nicht so viele Kolonien wie Frankreich oder die Usa?

14 Antworten

Also ich weiß nur, dass Deutschland schon von Anfang an wenige Kolonien hatte (sie hatten wenig Interesse daran, warum kann ich aber auch nicht genau sagen und wurden erst 1871 zur Nation), welche sie nach dem ersten Weltkrieg sowieso abtreten mussten. Und außerdem meinst du glaube ich nicht die USA sondern Großbritannien...die USA war selbst sozusagen eine Ansammlung von Französischen bzw. hauptsächlich britischen Kolonien.

eher andersherum zum anfang hat Deutschland sich zurück gehalten erst später brauche Deutschland "einen Platz an der Sonne"

0

Wie Japan und Italien, die ebenso spät zu modernen Industrienationen wurden, kam auch Deutschland erst auf die Idee, Kolonialmacht sein zu wollen, als in den tropischen Regionen der Erde nicht mehr viel Land zu stehlen übrig war.

Um so gewalttätiger fielen die letzten kolonialistischen Eroberungsfeldzüge dieser drei Nationen aus, als sie im 20. Jahrhundert von Faschisten regiert wurden. Die dabei errichteten Kolonialreiche waren nur von ziemlich kurzer Dauer, was die Besatzer aber nicht daran hinderte, dort beispiellose Greueltaten zu verüben.

Deutschland hatte seine letzten Kolonien nur für ganz kurze Zeit; die zuletzt besetzten Gebiete nur rund 5 Jahre. Siehe: Reichskommissariat Ostland, Reichskommissariat Ukraine, Wartheland, Bezirk Bialystok. Ein Reichskommissariat Kaukasien war geplant, das Territorium wurde aber nicht mehr unter deutsche Kontrolle gebracht.

Über das System der wirtschaftlichen Ausbeutung der von Nazideutschland okkupierten Nachbarländer schreibt Götz Aly ausführlich in Hitlers Volksstaat.

Deutschland hat erst sehr spät in die Verteilung der dritten Welt eingegriffen. Bismarck war kein Freund der Kolonien. Erst nach seine Absetzung versuchte Kaiser Wilhelm 2. noch einige Happen zu ergreifen. Er konnte dann im Tausch gegen Sansibar die Insel Helgoland, die im britischen Besitz war, in das deutsche Reich eingliedern.

Was möchtest Du wissen?