Warum hat uns Gott nicht unsterblich gemacht?

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Weil Du eigentlich kein Mensch bist, sondern eine Seele, welche in einem menschlichen Körper steckt. Diese Seele, also Du bist unsterblich. Damit aber eine Seele wieder aus diesem Körper heraustreten kann, braucht es einen Sterbeprozess des Menschen.

Die Seele ist deshalb in einem menschlichen Körper, weil sie nur auf der Erde ihr Karma abtragen kann. Damit dies erfolgreich absolviert werden kann, muss eine Seele in einen menschlichen Körper inkarnieren, denn nur diesem menschlichen Wesen kann eine Wissenssperre gesetzt werden, sodass der Mensch nicht mehr alle Informationen besitzt und somit unbedarft und unwissend seine Aufgabe vollendet...

Im Jenseits gibt es schönere Welten als unsere Welt hier dies ist...

Gruß Fantho

Das klingt sehr erfreulich!

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Wir sind in Wahrheit unsterblich. Energie wird nie erzeugt oder zerstört, wir sind unendlich. Wir wechseln nur unsere Form. Das was wir "Leben" nennen, ist wirklich nur ein kleiner Abschnitt, ein winzig kleiner Teil unseres wahren Selbsts.

Du missverstehst da was. Wenn du an Gott glaubst, dann eigentlich auch an ein Dasein nach dem Tod. Hierbei zählen die Leistungen, welche man im Laufe seines Lebens erzielt hat, vermutlich schon.

Glaubst du hingegen nicht an Gott, gehst du von einem endgültigen Ende aus und nutzt insofern im Optimalfall jedem Augenblick aus, um etwas Sinnvolles zu tun.

Wie du an manchen Antworten hier siehst, glauben manche immer noch, dass ,,er" uns ursprünglich unsterblich erschaffen hätte.

Die klerikalen Welterklärer sahen sich einem Dilemma gegenüber: Dem rätselhaften und widersprüchlichen Zustand der Welt und Natur. Auf der einen Seite prächtige Schönheit und üppige Vielfalt, auf der anderen Seite Kampf, Verfall und Tod. Die Vorstellung, dass ein allmächtiger Universalgott Letzteres in seine Schöpfung einbezieht, kam nicht infrage. Also musste eine Lösung her: Die Sündhaftigkeit des Menschen. Modell stand hier wohl vor allem die talmudische Theorie, dass Adam und Eva, die vermeintlichen Stammeltern der Menschheit, vor dem ,,Sündenfall" unsterblich gewesen sein sollen. So wurde mit Verweis auf Gen. 2.17 die Einführung des biologischen Todes in die Paradiesgeschichte hineininterpretiert.

Indem sie behaupteten, die Welt inclusive des Menschen sei ursprünglich vollkommen erschaffen worden, der Mensch habe sie jedoch mit seinem Ungehorsam verdorben, vermochten die Kirchenlehrer nicht nur die Missstände in der Welt zu erklären, sondern auch der Bevölkerung ein schlechtes Gewissen einzureden, was ein ideales Machtinstrument abgab. Dass vollkommene Menschen überhaupt sündigen können, wurde wiederum mit dem - wohlgemerkt ebenso unbiblischen - freien Willen erklärt. In erster Linie muss der Römerbrief herhalten, auch um die Erbsünde biblisch zu untermauern. Besonders Röm. 5.12 und 8.20 werden gern zitiert. Es geht jedoch um eine geistliche Form des Todes, wie in Röm. 7.10 besonders deutlich wird.

Bereits das ,,Tohuwabohu" in der noch menschenleeren jungen Erde straft die Idee der ursprünglich makellosen, durch den Menschen verdorbenen Schöpfung Lügen. Dazu gesellen sich die Fleischfresser der fünften Schöpfungsperiode. Von daher nützt es Traditionsverfechtern auch gar nichts, Adam und Eva mit den ersten Menschen im Sinne von Gen. 1.27 gleichzusetzen und die biblische Zeitgeschichte bis zum Gehtnichtmehr zu komprimieren. Ein solches Feuerwerk göttlicher Wundertaten wie die Umwandlung friedlicher Pflanzenfresser in zähnefletschende Fleischfresser oder unsterblicher Lebewesen in sterbliche infolge des ,,Sündenfalls" hätte den Autoren eine Erwähnung wert sein müssen, sofern es stattgefunden hätte. Aber - nichts! Es widerspricht allem, was biblisch dokumentiert ist. Der Zusammenhang zwischen Röm. 8.20 und den Ereignissen der Paradiesgeschichte ist völlig an den Haaren herbeigezogen. Zudem ist in Röm. 5.12 ausschließlich von Menschen die Rede - eine echte Zwickmühle! Außerdem hätte die Todeswarnung an Adam keinen Sinn, wenn diesem der Tod so fremd gewesen wäre, wie von Traditionsverfechtern behauptet.

Ganz zu schweigen von den Menschen der sechsten Schöpfungsperiode (Gen. 1.26-31), welche bereits vor Adam und Eva lebten, Tiere verwerteten - und starben. Und zwar nicht, weil sie vom falschen Apfelbaum genascht haben, sondern weil es zum normalen Lauf der Dinge gehört. Direkt einen Vers weiter macht Röm. 5.13 einen Strich durch die christliche Rechnung: Schon vor dem Gesetz war Sünde in der Welt. Nach traditioneller Auffassung, dass das Paradies den Anfang der Welt und der Menschheit darstellte, wurde Moses die weltweit erste Gesetzgebung im biblischen Sinne zugesprochen. Aber bereits Adam hatte gegen ein Gesetz verstoßen. Also musste es eine präadamitische Welt gegeben haben, siehe Gen. 1. Dies hatte bereits in der frühen Neuzeit der französische Protestant Isaac del Peyrere festgestellt und die religiösen Meinungsmacher mächtig ins Schwitzen gebracht.

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Hat er. Menschen haben sich aber gegen ihn entschieden. - 1.Moses 3:1-6

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