Warum hat sich in allen Relgionen ein starker Jenseitsglauben entwickelt?

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10 Antworten

Buddhismus ohne Gott, Seele und Jenseits

In der ursprünglichen Lehre des Buddhismus gibt es keine Vorstellung eines allmächtigen Schöpfergottes, die Existenz einer Seele wird verneint und auch keine Aussagen über ein Jenseits getroffen.

Es gibt Buddhisten, für die ist die "Wiedergeburt" nichts, was erst nach dem Tod geschieht, sondern lediglich ein psychologisches Modell.

Darstellung von Höllen und Paradiesen sind demnach ebenfalls keine Orte,
sondern lediglich geistige Zustände von Zufriedenheit und Leiden.

Buddha hat nämlich selbst nie über solche Dinge wie das Leben nach dem Tod gesprochen, da er der Ansicht war, derartige Fragen seien nicht zu beantworten.

Ich habe diesen Ansatz einmal hier etwas ausführlicher erklärt, falls dich diese Auslegung der Wiedergeburtslehre interessieren sollte:

https://www.gutefrage.net/frage/wenn-es-die-wiedergeburt-wirklich-geben-sollte-wie-kann-es-dann-sein-dass-aus-vielleicht-10000-menschen-milliarden-geworden-sind-rest-steht-unten?foundIn=list-answers-by-user#answer-189570040

Das Nirvana ist kein Ort wie das Jenseits, sondern bedeutet das endgültige Verlöschen, so dass keine Wiedergeburt mehr erfolgt.

Warum haben aber die anderen Religionen irgendeine Vorstellung von Seelen, Jenseits, oder ewigem Leben? Was macht diese Vorstellung attraktiv?

Nun, Jenseitsvorstellungen gab es bereits, bevor organisierte Religion existierte - das zeigen Bestattungsriten der Steinzeit.

Trostfunktion

Die Vorstellung, dass ein Verstorbener nach dem Tod weiterhin existiert, hat eine Trostfunktion und kann Angehörige emotional entlasten.

Die Vorstellung, die Seele sei nun an einem besseren Ort, ist einfach tröstlicher als der Fakt, dass die Leiche von Würmern gefressen wird.

Gerechtigkeit

Außerdem beinhalten Jenseitsvorstellungen meist auch eine himmlische Belohnung für "gute Menschen" und eine höllische Strafe für "böse Menschen"

Das entspricht dem menschlichen Bedürfnis nach einer ausgleichenden Gerechtigkeit, da das irdische Leben oft sehr ungerecht erscheint.

Moralisch fragwürdige Menschen werden reich und sterben mit 100 Jahren, während gute Menschen arm bleiben und schon als Kind an Krebs sterben.

Das wird nicht als gerecht empfunden und da man sich Gerechtigkeit wünscht, passt die Vorstellung von Himmel und Hölle gut ins Bild.

Manipulation

Durch das Versprechen himmlischer Belohnung und die Androhung höllischer Strafen können Menschen manipuliert und eingeschüchtert werden.

Der Mensch wird erpressbar: Wenn du die Gebote nicht befolgst, wirst du die Konsequenzen dafür tragen müssen. Also hält man sich an die Regeln.

Damit ist der Glaube an ein gerechtes Urteil im Jenseits auch ein ideales Machtinstrument, um bestimmte Verhaltensweisen zu erzwingen.

Selbst wenn man eine Glaubensgemeinschaft verlässt, sind solche Konzepte häufig noch tief im Menschen verankert, so dass er  anfällig für neue Manipulation ist.

Ich hoffe, diese Erklärung war hilfreich. :-)

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Kommentar von holodeck
14.11.2016, 12:10

Du hast vergessen, zu erwähnen, dass Menschen seit jeher mit Geistern und Verstorbenen kommunizieren; umso mehr, je weniger verstellt durch diverse zivilisatorische Verbote diese Überzeugung ist. Insofern basiert der Glaube an ein Jenseits zunächst einmal vor allem auf persönlicher Erfahrung und gelebtem Alltag. Dass die sich viel später entwickelnden Hochregligionen daran nicht vorbei kamen, ist klar..

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Das Jenseitsbewusstsein ist nicht erst eine Erfindung der Religionen, sondern gehört schon zu den natürlichen Eigenschaften des Menschen. So ähnlich wie wir eine Fähigkeit zur Selbstreflexion haben, also die Fähigkeit über uns selbst nachzudenken. So haben wir auch ein Todesbewusstsein und ein Gottesbewusstsein und ein Gerechtigkeitsbewusstsein und und und...

An diesen Eigenschaften erkennen wir auch, dass wir als Menschen viel grösser und komplexer angelegt sind, als es zur rein irdischen Existenz eigentlich nötig ist.

Das alles ist kein Glaube, der sich erst allmählich entwickelt hat. Wir sprechen hier von einer Gewissheit, die von Anfang an ganz tief in uns implementiert ist.

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Der Mensch hat einen sehr begrenzten Verstand und er sucht immer und überall nach Erklärungen. Und der Mensch hat Angst.

Beides führt zum Glauben an ein Jenseits.

AUßerdem kann man mit dem Jenseits gut die Menschen gefügig machen... Bist du lieb und brav kommst du in ein Paradies, bist du böse kommst du in die Hölle oder wirst als Stubenfliege wiedergeboren.

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Warum hat sich in allen Relgionen ein starker Jenseitsglauben entwickelt?

weil sich OHNE ein belohnungs- und bestrafungssystem eine religion nicht lange halten würde...............religionen sind nur dazu da, um menschen zu beeinflussen, zu beherrschen und zu kontrollieren und damit dass gut klappt, wurde ein belohnungs- und bestrafungssystem eingebaut.........man lockt mit den wünschen, die die menschheit schon immer hatte........unsterblichkeit, auferstehung, wiedergeburt...............

es liegt in der natur des menschlichen geistes, sich über alles gedanken zu machen und alle dinge, die der menschliche geist noch nicht versteht, kann er nicht richtig einordnen oder hat angst davor.................z.b. der tod, der mit dem körperlichen zerfall endgültig ist........man kommt nicht wieder, man ist tod, so einfach ist dass und spätestens dann, wenn das universum sich selbst zerreist (durch die ausdehnung), alles dann endgültig ausgelöscht ist, kann auch keine märchenfigur mehr irgendjemanden "zurückholen".........ALLES nur märchenglaube, um nicht zugeben zu müssen, dass ALLES mal ein ende hat..........

wenn angeblich ALLES so perfekt von einer märchenfigur erschaffen wurde, warum wurde dann aus einer einzigen landmasse, PANGÄA, viele inseln, kontinente, die zu allen zeiten durch naturgesetze dann für flutwellen, erdbeben, vulkanausbrüche sorgt und unendlich viele lebensformen auslöscht?............... wenn angeblich ALLES so perfekt von einer märchenfigur erschaffen wurde, warum gibt es im universum unendlich viele naturgesetzliche ereignisse, die selbst unseren planeten bedrohen?.......... beispiel unserer sonne, die irgendwann mal das gesamte sonnensystem in den tod reist......beispiel schwarze löcher, die irgendwann, wenn sie sich "überfressen" haben, gamma-blitze durchs universum jagen, die dann alles zerstören, was in ihrer bahn liegt.........übrigens liegt unser planet genau in der schussbahn so eines "perfekten" monsters..........die frage ist nicht, ob es uns trifft, sondern WANN..........und wenn er uns trifft, dann ist alles futschikato hier....beispiel asteroiden, supernovas, kosmische jets usw....usw.........NICHTS im universum ist PERFEKT, wie hardcore-gläubige es immer verkaufen wollen und diese angebliche perfektheit als beweis für eine märchenfigur nutzen..........ALLES läuft immer unter irgendwelchen bedingungen ab, die wir naturgesetze nennen, die beim ersten betrachten immer gleich sind, aber beim zweiten hingucken eben nicht, also NICHT perfekt sind.............schwarze löcher sind das beste beispiel dafür.............wie kann alles perfekt sein, wenn in diesen schwarzen löchern im zentrum dann naturgesetze, die alles zusammenhalten, nicht mehr gültig sind?............weil es so "perfekt" sein soll?.......lächerlich............

das universum ist voll mit beweisen für die unperfektheit, und für die naturgesetzmäßigkeiten, die galaxien entstehen lassen, für leben verantwortlich sind, aber trotzdem NICHT immer gültigkeit und bestand haben..................wenn man also meint, dass eine märchenfigur alles perfekt erschaffen hat, dann hat er in vielen teilen und bei vielen dingen eben NICHTS perfekt gemacht..........naturgesetze, von ihm erschaffen, sind in manchen bereichen nicht gültig.............hat er also selbst geschludert oder ist er nicht allmächtig?................*g*

und zudem, wenn das universum sich weiter so ausbreitet, zerreist es sich selbst irgendwann mal.............ist das so gewollt und perfekt?.........

was glauben gläubige eigentlich, wenn mal ausserirdisches leben nachgewiesen wird, wo wir doch die krone der schöpfung sein sollen?.......... was glauben diese, wenn projekte wie CERN mal erfolgreich sind und den beweis bringen, dass ein universum NICHT von einer märchenfigur erschaffen wurde?.............was glauben diese, wenn mal ausserirdische intelligenz bei uns auftaucht?..........betet ihr sie dann als götter an?....das wäre lächerlich und wir wären dann für diese wesen dumme schwachköpfe..........

Ausserirdisches Leben: In unserer Galaxie existieren geschätzte 15 Milliarden Erden, im gesamten Universum sind 15 Quadrillion ( 24 Nullen) bewohnbare Planeten vorhanden. Zudem sind in unsere Milchstraße 200 bis 400 Milliarden Sonnen beheimatet, die zumeist von Planeten umkreist werden. Noch dazu ist unsere Heimatgalaxie nur eine von über 100 Milliarden Galaxien im Universum.
Besonders optimistisch gibt sich der Astronom Frank Drake, der anhand einer Wahrscheinlichkeitsrechnung auf über 300 mögliche intelligente Zivilisationen allein in unserer Galaxie kommt.
Seit 1960 bereits durchforsten wir das Weltall nach Radiowellen, die Hinweise auf entwickelte Zivilisationen geben und über die wir mit ihnen in Kontakt treten könnten.
Sollten also mal Ausserirdische Wesen bei uns vorbeischauen, wäre das hoffentlich das Ende der Religionen auf Erden.

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nun, warum der Mensch ewig leben möchte , dass ist eigentlich Deine Frage. Denn dies ist die Ursache für den weit verbreiteten Glauben an ein Leben nach dem Tod.

Die Bibel beantwortet Deine Frage wie folgt:

Prediger, Kapitel 3 Vers 11

Alles hat er schön gemacht zu seiner Zeit.+ Auch die unabsehbare Zeit hat er in ihr Herz gelegt,+ damit der Mensch* das Werk nie herausfinde, das der [wahre] Gott gemacht hat vom Anfang* bis zum Ende.+

Der MENSCH WILL IMMER LEBEN, DASS IST sein Herzenswunsch, offensichtlich eine Gabe Gottes.

Interessanterweise schreibt der Verfasser von Prediger einige Verse später folgendes:

18 Ich, ja ich, habe in meinem Herzen in Hinsicht auf die Menschensöhne gesagt, daß der [wahre] Gott sie auslesen wird, damit sie sehen können, daß sie an sich Tiere sind.+ 19 Denn es gibt eine Zufälligkeit* hinsichtlich der Menschensöhne und eine Zufälligkeit hinsichtlich des Tieres, und dieselbe Zufälligkeit trifft sie.+ Wie der eine stirbt,* so stirbt der andere;+ und sie alle haben nur e i n e n Geist,*+ so daß es keine Überlegenheit des Menschen gegenüber dem Tier gibt, denn alles ist Nichtigkeit. 20 Alle gehen an e i n e n Ort.+ Sie alle sind aus dem Staub* geworden,+ und sie alle kehren zum Staub zurück.+ 21 Wer ist es, der den Geist der Menschensöhne kennt — ob er aufwärts steigt, und den Geist des Tieres — ob er niederwärts zur Erde steigt?+ 22 Und ich habe gesehen, daß es nichts Besseres gibt, als daß der Mensch sich an seinen Werken freuen sollte,+ denn das ist sein Teil; denn wer wird ihn dahin bringen, das anzuschauen, was nach ihm sein wird?+

Der Schreiber führt aus, das in Bezug auf den TOD Kein Unterschied zwischen Mensch und Tier besteht - wenn beide sterben, hören sie auf zu existieren. KEIN Leben nach dem Tod.

Erinnerung hingegen - dies wird Menschen zugesagt und  - eine Auferstehung von den Toten:

Johannes Kapitel 5

28 Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften+ sind, seine Stimme hören 29 und herauskommen werden, die, welche Gutes getan haben, zu einer Auferstehung des Lebens,+ die, welche Schlechtes getrieben haben, zu einer Auferstehung des Gerichts.*

Jesus selbst sagte dies, dies ist nach der reinen christlichen Lehre die EINZIGE Hoffnung für Menschen: Eine Auferstehung von den Toten, WENN  GOTT ihrer gedenkt, diese Menschen also in den Gedächtnisgrüften sind.

Mit dieser Vorhersage hat GOTT durch seinen Sohn JESUS die Hoffnung auf ein WEITERES LEBEN genährt - nach dem man gestorben ist, existiert man zunächst nicht mehr, aber man kann wieder auferstehen.

So kann man erklären, warum Gläubige Christen und auch Juden, ja sogar Muslime, an ein Leben glauben für alle die einmal gestorben sind.

Die Lehre von einer unsterblichen Seele oder der Wiedergeburt nach Buddhistischer Ansicht hingegen sind menschliche Überlieferungen, die GOTT nicht vorgesehen hat.

cheerio

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Bei Buddhisten nicht. Wiedergeburt bedeutet laut Buddha nicht, dass ich nach dem Tod weiterlebe oder dass meine Seele einen neuen Körper bekommt - eine ewige Seele gibt es im Buddhismus gar nicht.

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Ich denke, der Mensch besitzt eine derartige Komplexibilität, da kann es nicht mit dem Tod enden. ....und wenn es nicht mit dem Tod endet, dann haben wir die Option auf ein Jenseits.

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der mensch als ein geistwesen will seinen ursprung nicht vergessen

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Siehst Du, Du hast Dir mit Deinem letzten beiden Absätzen Deine Antwort selbst gegeben. Wolltest Du eine Diskussion?

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Himmel und Hölle sind einen Erfindung der großen Kirchen und damit unbiblisch. Die Bestimmung des Menschen ist die Erde, der Planet.
Ist eindeutig in Offenbarung erklärt. Daher wird dieser Bibeltext von
der Kirche gemieden, denn die Kirche wird hier mit wenige Versen zu Fall
gebracht:

Offenbarung 21:3-8

Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: „Siehe! Das Zelt
Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie
werden seine Völker sein.
Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und
er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht
mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein.
Die früheren Dinge sind vergangen.“ Und der, der auf dem Thron
saß,
sprach: „Siehe! Ich mache alle Dinge neu.“ Auch sagt er: „Schreibe,
denn diese Worte sind zuverlässig und wahr.“ 6 Und er sprach zu mir:
„Sie sind geschehen!* Ich bin das Ạlpha und das Ọmega, der Anfang und
das Ende. Wen dürstet,
dem will ich kostenfrei vom Quell des Wassers
des Lebens geben. 7 Wer siegt, wird diese Dinge erben, und ich werde
sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein. 8 Was aber die Feiglinge und
die Ungläubigen und die betrifft, die zufolge ihrer Unsauberkeit
abscheulich sind, und Mörder und Hurer und solche, die Spiritismus
ausüben, und Götzendiener und alle Lügner, ihr Teil wird in dem See
sein, der mit Feuer und Schwefel brennt. Das bedeutet den zweiten Tod.“

Klare Kiste: Himmel und Hölle sind erfunden. Der Mensch gehört auf die Erde. Das mit der Hölle hat die Kirche erfunden, um Kohle aus den alten Leuten rauszukitzeln. Ist ihnen auch gelungen. Gott quält lebende Wesen nicht
in einer Hölle, Gott ist ein sanftmütiger Gott. Tot ist tot, da spürt
man nichts, wie in einem traumlosen Schlaf. Die Auferstehung macht nur Sinn, wenn man den obigen Text in Offenbarung: Versteht!  It`s that easy! - Gruß
Matthias

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