Warum hat Schweden so seltsame Gesetze?

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3 Antworten

Dieses Gesetz ist seit 1998 in Kraft und soll die Prostitution eindämmen, ohne die Prostituierten selbst zu kriminalisieren. Man ging und geht davon aus, dass die meisten Prostituierte ihrem "Beruf" nicht unbedingt freiwillig nachgehen, bzw. ohnehin in schwierigen Umständen leben - auch ohne, dass die Behörden mit Strafverfolgung drohen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Prostitution_in_Schweden#Schwedisches_Modell_ab_1998

Ausgehend von feministischen Theorien wie der Behauptung "Keine Frau macht das freiwillig" hat man Gesetze geschaffen, welche die "armen Frauen" nicht auch noch kriminalisieren sollen (weil sie ja nichts dafür können) und macht stattdessen Jagd auf deren Kunden um sie so (mangels Umsatz) in "seriöse" Berufe zu drängen.

Dieses Gesetz geht völlig an der Lebenswirklichkeit vorbei, denn der Grossteil der Prostituierten (zumindest in Deutschland) arbeitet selbstbestimmt und freiwillig. Ich habe auch schon mit Prostituierten gesprochen, die Schweden als prima Arbeitsgebiet beschreiben: Aufgrund der Illegalität (für den Freier) werden völlig überhöhte Preise aufgerufen und dafür ein Minimalservice geleistet. Schließlich kann sich kein Mann beschweren, wenn er für sein teures Geld z.B. nur eine simulierte Nummer (bekannt als "Falle schieben") bekommt oder sich der erkaufte "Verkehr" als "Handverkehr" herausstellt... .

Leider werden (auch in Deutschland) derartige Gesetzte meist ohne Anhörung der Betroffenen gemacht...

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

Weil man in Schweden die Freier bestrafen will und nicht die Prostituierten.

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