Warum hat Putin seine Truppen aus Syrien abgezogen?

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11 Antworten

Die russische Militärmaschine war und ist erfolgreicher als die der USA. Schon nach recht kurzer Zeit konnte sie Assad und seine Regierung maßgeblich stützen. Etliche verlorengegangene Gebiete sind wieder in der Hand des syrischen Staates, die Schlagkraft Moskaus machte es möglich.

Da Militäreinsätze teuer sind, die Militäraktion der Russen erfolgreich, macht es durcvhaus Sinn sich wieder zurückzuziehen. Man stelle sich das mal bei den USA vor. Die ziehen sich fast nie zurück und wenn doch, wie in Vietnam, dann nur wenn ihnen eine Niederlgae droht!

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Meines Wissens nach werden nur die Bodentruppen, welche zum Schutz russischer Stützpunkte vor Ort waren abgezogen, da diese Stützpunkte nicht mehr so stark gefährdet sind. Assad wird weiterhin von der RuAF unterstützt.

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Als Grund wird angegeben, der Auftrag, warum die Soldaten in Syrien waren, sei erfüllt. Ein Luftwaffenstützpunkt ist jedoch nach wie vor besetzt.

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Kommentar von fred123123
15.03.2016, 01:35

Ja aber was war denn dann dieser "Auftrag"?

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Solche Militäreinsätze sind teuer. Gleichzeitig muss Russland Geld in die annektierte Krim und in die ostukrainischen Seperatisten pumpen. Das wiederum vor dem Hintergrund westlicher Sanktionen und einem für die russische Wirtschaft dramatischen Verfall an Rohstoffpreisen.

Daneben hat man temporär das Assad-Regime stabilisieren können, das schon kurz vor dem Zusammenbruch stand. Erzielte Territotialgewinne des Assad-Regimes stehen nun ja auch unter dem "Schutz" des Waffenstillstandsabkommens und allgemein nun die Zeichen auf eine Intensivierung einer politischen Konfliktlösung.

Was also sollen da russische Truppen und Flugzeuge und Schiffe in der aktuellen Anzahl? Vor sich hin rosten?

Da zieht man sie lieber ab. Das ist billiger und sorgt auf diplomatischer Ebene zusätzlich für mehr standing und fröhlichere Gesichter.

Der IS ist zwar noch nicht besiegt, aber das war auch nie ein Ziel und eine Aufgabe des russischen Militäreinsatzes, allenfalls Propagandagetöse. Eigentliches Ziel war, die Auflösung der Assad-Truppen zu verhindern. Und das ist erstmal gelungen.


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Kommentar von JBEZorg
16.03.2016, 01:41

Solche Militäreinsätze sind teuer

Nicht für Russland. Zudem ist es dem Militärbudget egal ob man die Bomben bei Übungen abwirft oder auf die Islamisten. Russland hat dieser Einsatz nicht irklich was gekostet ausserordentlich.

Geld in die annektierte Krim und in die ostukrainischen Seperatisten pumpen

Nimm dir dochendlich ein Buch und lese die Definition von Annexion. Und ja, Russland pumpt Geld in sein Regionen, auch in die Krim. Jedenfalls hat Russland das Geld dazu im Gegensatz zur Ukraine, die die Krim 24 Jahre lang heruntergewirtschaftet hat.

Und die "ostukrainischen Separatisten" kommen ganz gut allein zurecht, keine Sorge. Und was Russland da für humanitäre Lieferungen ausgibt ist wirklich lachhaft in Geld ausgedückt.

vor dem Hintergrund westlicher Sanktionen und einem für die russische Wirtschaft dramatischen Verfall an Rohstoffpreisen.

Auch wenn eure Medien dieses Mantra noch 1000 Mal wiederholen es wird nicht wahrer dadurch. Die Sanktionen helfen Russland massiv. Und die Rohstoffpreise können Russland ziemlich egal sein solange die Goldreserven wachsen. Frag' doch lieber in Kanada nach wieviel Gold sie noch haben wegen den Ölpreisen.

Assad-Regime? Wie geht es dem Merkel-Reich?

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Das erklärte Ziel: IS zu schwächen und syrischen Truppen zu ermöglichen wichtige Gebiete zurückzuerobern sowie die willigen Konfliktparteien an den Verhandlungstisch zu bringen ist erreicht. Was sollen die Truppen dort noch? Rumstehen und Geld verschwenden? Russland ist im Gegensatz zu den USA nicht daran interessiert durch massive militärische Präsenz in fremden Ländern souveränen Staaten den eigenen Willen aufzuzwingen. Die Gefahr, dass IS Syrien überrennt ist abgewendet und jetzt sollen sich die Syrer zusammensetzen und überlegen was sie mit irhem Land machen.

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Die strategischen Ziele sind erreicht: Assad sitzt jetzt wieder fester im Sattel. Russland hat zwei Stützpunkte. Auch die russische Luftwaffe kann bomben, nicht nur die U.S.-amerikanische und die französische. 

Nun gilt es, bei den Friedensverhandlungen eine wichtige Rolle zu spielen. 

Macht alles Sinn, machpolitisch gesehen.

Gruß, earnest


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Kommentar von earnest
15.03.2016, 09:20

-upps: machtpolitisch

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Kommentar von earnest
16.03.2016, 11:38

Um es noch einmal ganz deutlich zu sagen: Logik und Konsequenz kann man der russischen Syrienpolitik nicht absprechen.

Putin hat Nägel mit Köpfen gemacht - ganz gleich, wie man die Qualität der Nägel einschätzt.

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Russland hat wichtige Ziele wie ein Waffenstillstandsabkommen erreicht und hat die Friedensverhandlungen angestoßen. Russland drückt mit dem Abzug Kompromissbereitshaft bei den Verhandlungen über die Zukunft des Landes aus und holt alle Parteien, auch diejenigen, die völkerrechtswidrig in Syrien unterwegs sind, mit ins Boot.

Putin hat den Truppenabzug vor dem Hintergrund der Siege des syrischen Militärs, die von den russischen luftkosmischen Streitkräften unterstützt wurden, zuvor mit Assad erörtert. Dennoch wird Russland Syrien weiterhin im Kampf gegen den sog. IS unterstützen.

Russland hat ein sehr großes Interesse daran, dass die 2. Runde der Genfer Verhandlungen konstruktiv und erfolgreich sein werden.

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Kommentar von Ifosil
15.03.2016, 15:28

Sach mal, wie viel hat dir der Kreml gezahlt? :)

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Kommentar von DanielNord
15.03.2016, 20:24

Beste Antwort.....daß die Verhandlungen konstruktiv und erfolgreich werden.

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Das hat er doch begründet! Lies aufmerksam und denke etwas!

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Der Krieg wird wohl zu teuer ^^ da hat sich der Zar wohl etwas überhoben :)

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Kommentar von earnest
15.03.2016, 08:15

Ich glaube, das ist zu kurz gedacht.

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Kommentar von Huckebein
15.03.2016, 11:09

Dies ist die Antwort von solchen, denen die wahren Beweggründe für den Abzug nicht ins Konzept passen. S. atzef!:)

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Kommentar von cherskiy
16.03.2016, 09:07

Die Antwort eines geistig Unterbelichteten.

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Hallo! Das basiert jetzt auf einer Pressemeldung die auch lanciert sein könnte. Was immer Putin macht - es ist strategisch begründet. In der Ukraine hat er damals mehrfach angekündigt seine Truppen von der Grenze zurück zu ziehen und 3 Tage später waren es mehr als vorher. 

Ich wünsche Dir alles Gute.

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Kommentar von JBEZorg
16.03.2016, 01:42

und 3 Tage später waren es mehr als vorher. 

Die Quelle für diese Aussage hätte ich gerne gesehen.

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Sein Ziel, Assad zu festigen ist erfüllt. Der Westen muss ihn in die Verhandlungen um Frieden mit einbeziehen.

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