Warum hat Österreich keine Atomkraftwerke?

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13 Antworten

In Österreich gibt es zwei Reaktoren: Einen in Zwentendorf, der nie in Betrieb ging und einen kleinen im Atominstitut Wien für Forschungszwecke.

Der Grund, warum Zwentendorf nie in Betrieb ging, war unter anderem eine Volksabstimmung 1978. Da waren wir (das Volk) wohl intelligenter als die Politik - aber das wäre ja öfter der Fall ;-)

Auch in Östereich gab es Pläne, ein Atomkraftwerk in Betrieb zu nehmen: Im Jahr 1972 wurde das Atomkraftwerk Zwentendorf in Niederösterreich gebaut – es sollte ursprünglich 1977 in Betrieb gehen. Die Bevölkerung von Zwentendorf schaffte es aber, per knapp gewonnenen Volksentscheid (50,47%) die Inbetriebnahme des Atommeilers zu verhindern. Gleich daraufhin wurde ein Atomsperrgesetz veröffentlicht, das die Errichtung eines Atomkraftwerks ohne Volksbegehren untersagte. Seit 1999 wurde dieses Gesetz durch das “Bundesverfassungsgesetz für ein atomfreies Österreich nochmals verschärft. Seitdem ist der Bau von Kernkraftwerken in Österreich per Verfassung verboten. Heute ist das gebaute Kraftwerk von Zwentendorf zwar ein Millionengrab, aber dafür ist Östereich nicht auf diese gefährliche Energiegewinnungsform angewiesen.

Illusion. Österreich importiert seine Energie vor allem von Atomkraftwerken in Deutschland und Tschechien.

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Schweden hat zehn Atomkraftwerke in Betrieb, Großbritannien 17 und Frankreich sagenhafte 58. Österreich hat sich hingegen schon immer gegen Atomkraft gewehrt. Und gilt nun als Vorbild in der Krise. Aber nur auf den ersten Blick.

1978 wurde per Volksentscheid die Inbetriebnahme des fertig gestellten Kernkraftwerks Zwentendorf verhindert und heute ist Österreich bei der Verwendung von Ökostrom ein Vorreiter. Nur einen Punkt sucht man vergeblich: die Einfuhrbeschränkungen von Atomstrom. Mit der sehen es die Österreicher nicht so eng. Laut Greenpeace und der österreichischen Umweltschutzorganisation Global 2000 importiert Österreich heute bereits mehr Atomstrom aus den Nachbarländern Deutschland und Tschechien, als das gebaute und nie ans Netz gegangene Kraftwerk jemals produziert hätte. Leider betreiben viele der Energieversorger, die Pumpspeicherkraftwerke haben, Grünfärberei. Sie haben langfristige Lieferverträge mit den Atomstomanbietern aus Deutschland, pumpen in der Nacht mit dem Atomstrom das Wasser hinauf und verwenden tagsüber bei Spitzenbedarf das Wasser, um Grünstrom zu erzeugen.

Zu deiner Frage: ja, man könnte die Wasserkraft auch in Deutschland noch stärker nutzen, aber nicht mit dem Bau von Stauseen in den Alpen, sondern mit Gezeitenkraftwerken an der Küste.

die haben schon eines gebaut,ging wegen protest nie in betrieb.in deutschland brauchst keine wasserkraftwerke mehr bauen,da schon zu 99%der wasserkraft ausgenutzt

Österreich erzeugte 2008 etwa 58% seines Stromes via Wasserkraft (also auch zu 18% via Speicherkraftwerke, die auch mit Import-Atomstrom laufen). Etwa 28% stammen aus der Verbrennung von fossilen Brennstoffen (http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrizit%C3%A4tswirtschaft_in_%C3%96sterreich).

Im CO2-Vergleich (CO2 pro Kopf) liegen die Österreicher schon 2008 gleichauf zu den Bundes-Deutschen mit 12 Tonnen pro Kopf und pro Jahr (de.wikipedia.org/wiki/L%C3%A4nderliste_CO2-Emission). Die BRD nahm 2008 weltweit den 36 Platz und Österreich den 45 Platz ein. Mit 8,6 Tonnen pro Kopf und Jahr nahmen die Franzosen 2008 den 59 Platz ein.

Woran das wohl liegt mag, kann man sich an dem enormen Kernenergie-Einsatz in Frankreich sehr schnell klar machen. Weiter darf man nicht vergessen, dass in Frankreich (wie auch z.B. in Norwegen) sehr viel mit Strom geheizt wird. Und womit die französische Staatsbahn hauptsächlich fährt entstammte wohl auch einem Kernkraftwerk ;-) . In der BRD oder in Österreich laufen für die Bahn nur noch fossile Verbrennungskraftwerke. Eine Ausnahme gibt es in der BRD doch. Der letzte Block des KKW-Neckerwestheim speist noch Strom ins Bahn-Netz. Der Rest entstammt der fossilen Verbrennungstechnik, von vereinzelten Pumpspeicherkraftwerken abgesehen.

Nun kann man sich die Frage stellen, ob unsere so scheinbar ökologischen Österreicher, die immerhin noch mit 28% Verbrennungstechnik deutlich an der europäischen Luftverschmutzung und somit an unser-aller Atemleiden/Lungenkrebs beteiligt sind, soviel besser sind als z.B. ein Frankreich. In diesem Zuge wollen wir mal nicht die fast 43% des Stromes vergessen, welcher in der BRD zur europäischen Luftverschmutzung beiträgt. Weiter sollten einem auch noch Vokabeln wie „Waldsterben durch Sauren Regen“ im Ohr liegen. Den Franzosen kann man dafür mit Sicherheit keine Schuld zuschieben. Das sieht bei den Besser-Deutschen, da schließe ich jetzt mal die Besser-Össies mit ein, anders aus :-) . Durch die fossile Stromerzeugung entsteht ein gravierender Schaden an der europäischen Natur (z.B. Waldsterben, Landverlust durch Tagebau, Endlagerung hoch giftiger Filter-Stäube, Flözbrände,...) und an uns Menschen (z.B. Asthma, Lungenkrebs, Staublungen, Allergien,...), aufgrund des ganz normalen Kraftwerks-Betriebs. Also ich rede hier nicht von sehr seltenen Unfällen oder Katastrophen, wie das vielleicht bei der Kernenergie der Fall wäre.

Österreich war in den 1960ern und 1970ern sogar sehr auf die Kernenergie fixiert. Das Ziel war anfangs fünf Kernkraftwerke zwischen 700 und 1000 MW. Tullnerfeld (oft als Zwentendorf geführt) war das erste Kernkraftwerk in Österreich und wurde von Deutschland exportiert. Kurz vor der Fertigstellung gab es jedoch einen Volksentscheid hierzu in dem die breite Masse knapp gegen die Kernenergienutzung stimmte und damit ein Atomsperrgesetz zustimmte, was den weiteren Bau neuer Kernkraftwerke untersagt und die Inbetriebnahme von Tullnerfeld verwehrt. Österreich alleine kann seinen Energieverbrauch nicht selber decken und ist vornehmlich aus Tschechien und Deutschland sowie die Slowakei und den anderen Nachbarländern auf Stromimporte angewiesen. Auf dem Papier kommt der Strom staistisch aus Kernkraftwerken. Übrigens: Die einzige große Hochspannungsleistung aus Tschechien kommt direkt vom Kernkraftwerk Dukovany nehe Brünn... Soviel zu Atomstromlos! ;) Aber Elektrizität ist nun mal Elektrizität und unterscheidet sich nicht von der Erzeugungsart. Wenn also jemand sagt da wird Atomstrom importiert mag das zwar auf dem Papier so stimmen, ist aber im Grunde unsinn.

Es gibt in Deutschland nicht genug Möglichkeiten für Wasserkraftwerke und künstliche Stauseen schaden der Umwelt auch.

Sinnvoll wäre es endlich das Stromkabel von Norwegen durch die Nordsee zu uns zu ziehen. Die Norweger haben 100% Ökostrom und könnten ihn uns billiger verkaufen, als wir ihn herstellen. Aber Politik und Stromlobby in Deutschland halten mal wieder zusammen..korruptes Pack.

Das ist richtig! Nichts ist so unvernünftig wie die Strompolitik.

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@PapaPapillon

Nicht immer, denn es gibt Einige, denen das Geld aus den Taschen quillt-- die sind doch nicht unvernünftig, oder?

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@ DeinErkaerbaer: Man solle doch bitte nicht übertreiben. Die Norweger schaffen das mit den fast 100% Wasserkraft-Strom auch nur, weil sie erstens nur etwa 4 Millionen Einwohner haben und zweitens weil sie in einer von Bergen durch-furchten Landschaft leben. Man schaue mal in das Nachbarland Schweden :-). Weiter ist Norwegen eines der Größten europäischen Öl-Exporteure. Soviel zur Öko-Bilanz :-)

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weil österreich das beste land ist das es gibt? nein wir haben keine :P daher die fläche unseres landes zu 2/3 aus den alpen besteht und nicht aus vollgestopften städten, reicht es uns, weil wir ja auch ein kleineres land sind, mit wasserkraftwerken und ähnliches auszukommen. ich glaube es hat einmal eins in österreich gegeben, welches aber abgeschaltet wurde.

Ein Abschalten wäre nicht möglich, denn Zwentendorf ist nie in Betrieb gegangen. Eine Besichtigung der Anlage ist recht interessant. Ebenso die Tatsache, dass dort immer wieder Schulungen von Mitarbeitern deutscher Kraftwerke stattfinden.

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Stimmt nicht, Österreich hat ein Atomkraftwerk in Zwentendorf. Aber als es in Betrieb gehen sollte, hat eine Volksabstimmung ergeben, dass wir es nicht wollen, und seit dem wird es als Trainingszentrum verwendet, immerhin ist es das einzige echte Atomkraftwerk der welt, das nicht verstrahlt ist.

Das hängt weniger mit den Wasserkraftwerken zusammen als damit, dass die Österreicher in dieser Frage klüger waren als ihre Nachbarn. Auch in der Schweiz gibt es viele Wasserkraftwerke und dennoch haben sich die AKW-Befürworter durchgesetzt. Alle Länder, in denen das der Fall war, werden in den nächsten Jahrzehnten diesen Fehlentscheid noch bitter zu bereuen haben. Spätestens seit Fukushima können alle wissen, dass es seit jeher unverantwortlich war, so brandgefährliche Anlagen zu bauen. Deren "Restrisiko" ist so unvorstellbar zerstörend, dass es Null sein müsste. Eine 100%-ige Sicherheit ist aber in der Technik niemals möglich, wie sich schon beim Untergang der Titanic zeigte. Von diesem Ereignis waren aber zumindest nicht unzählige Generationen betroffen, wie bei Tschernobyl und Fukushima...

Auch die Wasserkraft kann Tausenden das leben kosten. Schau mal unter http://de.wikipedia.org/wiki/Banqiao-Staudamm . Bei dieser Staudamm-Katastrophe starben unmittelbar durch die Flutwelle etwa 80 000 Menschen. Hinzu kamen noch etwa 140 000 Menschen, welch anschließend durch Hungersnöte und Seuchen ums Leben kamen. Also, auch die so öko-mystifizierten Energie-Quellen können für Tausende sehr gefährlich werden. Weiter ist in Europa/der Welt kein Staudamm ausreichend gegen einen Dammbruch versichert ;-) , was einem angesichts der vielen Staudamm-Katastrophen (siehe Wiki-"Liste von Staudammunglücken") und deren Auswirkungen recht schnell klar sein wird. Alleine in Europa hat es seit 1950 etwa 16 Staudamm-Katastrophen gegeben, mit zum Teil weit über 1000 Toten.

Man schaue sich mal die Liste bei Wikipedia an. Es ist schon sehr interessant, warum angesichts der vielen Staudamm-Katastrophen keiner die Beherrschbarkeit dieser Technik anzweifelt? Aber gut, das wäre angesichts des positiven Potentials auch nicht verhältnisgemäß. Ich bin mir dem positiven Potenzial dieser Energie-Quelle sehr wohl bewusst, daher bin ich kein Gegner der Staudamm-Technik. Jedoch kann ich nur hoffen, dass diese Technik mit Vernunft und Überlegung eingesetzt wird.

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@ocin1

Natürlich kann auch ein Staudamm brechen und eine Katastrophe verursachen. Es gibt eben keine Technik, die zu 100% beherrschbar ist. Sonst gäbe es auch keine Flugzeugabstürze. Und dennoch darf man andere Kraftwerke nicht mit AKWs vergleichen, finde ich. Wie viel Land überflutet wird bei einem Staudammbruch ist absehbar. Wer dort wohnt, weiß, was bei einem Unfall geschehen kann. Weißt du, dass nicht viel gefehlt hätte, dass wegen des Unfalls von Fukushima der Großraum Tokio hätte evakuiert werden müssen? Überleg dir doch einmal, welche Auswirkungen ein ähnlicher Unfall mitten in Europa hätte! Das überträfe die Folgen des Bruchs des weltweit größten Staudamms bei weitem. Zudem müssten sich nicht unzählige kommende Generationen mit Entsorgungsproblemen herumschlagen wie das bei Atomkraftwerken der Fall ist. Ein sicheres Endlager für hochradioaktive Stoffe ist noch nirgends auf der Erde in Betrieb! Was für eine Unverantwortlichkeit, unseren Nachkommen ein solches Erbe zu hinterlassen. Dass auch beim Abbau von Uran jedes Jahr Tausende von Arbeiter gesundheitlich schwer geschädigt werden, wird ebenfalls kaum zur Kenntnis genommen. Wer all diese Tatsachen berücksichtigt, muss zum Schluss kommen, dass es zu keiner Zeit verantwortbar war, mit dem Bau von Atomkraftwerken zu beginnen.

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@Mikaneos

Statt dessen betreiben wir in Europa also Verbrennungskraftwerke, und nehmen damit ganz bewusst in Kauf, dass viele Europäer Lungenleiden, Asthma, Allergien, Lungenkrebs, bekommen. Das Ganze im normalen Betriebsmodus dieser Technik. Weiter werden auch durch die Verbrennungstechnik ganze Landstricher unbewohnbar. Schau mal im Netz unter Flözbrände. Natürlich machen wir das nicht mehr bei uns, sondern importieren die Steinkohle schön aus dem Ausland. Sollen die doch das Risiko von Flözbränden eingehen.

Die Endlagerung radioaktiver Stoffe ist letztendlich genauso riskant wie die Endlagerung von chemischen Gefahrenstoffen, und somit wie z.B. die Endlagerung der Filterstäube der Verbrennungstechnik. Siehe ww.toxcenter.de/artikel/Herfa-Neurode-groesste-Sondermuelldeponie-der-Welt.php . Da beim Bergbau immer auch radioaktiver Müll entsteht, ganz gleich ob Gold, Kupfer, Silber, Eisen oder Uran gefördert wird, wird es auch ohne die Kernenergie eine radioaktive Endlagerung geben müssen. Der Vorteil der Kernenergie ist eben die Vermeidung der real existierenden Volkskrankheiten, welche mit der Verbrennungstechnik zusammen hängen. Weiter ist der notwendige Bergbau, welcher für die Kernenergie betrieben werden muss, bei weitem nicht so vielzähling und umfangreich wie er z.B. für die Verbrennungstechnik angegangen werden muss. Das liegt natürlich an dem um mindestens Faktor 1000 höheren Energieinhalt der Uranerzes, im Vergleich zu z.B. Kohle . Und, da Du die Toten des Uranbergbaus ansprichst, schau doch mal bei der Kohle- oder Öl-Förderung vorbei.

Weiter ist bis jetzt in Fukushima keiner an der Strahlenkrankheit ernsthaft erkrankt oder gestorben. Das steht im krassen Gegensatz zu Tschernobyl. Und, Tokio brauchte nicht evakuiert zu werden, da die radioaktiven Stäube aufs Meer geweht wurden. Dieser Prozess konnte im KKW gesteuert werden. Man blies nämlich den Reaktor-Überdruck erst in die Umwelt (hier leider ungefiltert), als der Wind richtig stand. Sage das mal einem Staudamm :-). Weiter wird sich die radioaktive Kontamination in spätestens 60 bis 9ß Jahren von selbst gelöst haben, da die Stoffe bis dahin fast vollständig zerfallen sind. Versuche das mal bei den ölverseuchten Regenwald-Gebieten oder im Golf von Mexiko.

Es ist falsch eine Technik, welche so viele Vorteile hat wie die Kernenergie, sofort zu verhexen und als Teufelszeug zu verdammen. Das zeigt eigentlich nur, dass man sich der aktuellen technischen Realität nicht bewusst ist. An Technik kann man arbeiten und man kann sie verbessern. Das ist sehr wohl auch bei der Kernenergie möglich (siehe ww.energyfromthorium.com)

Letztendlich hat man Techniken zu vergleichen, auf Tote pro erzeugte kWh, Müll pro erzeugte kWh, Umweltschaden pro erzeugte kWh (schau mal bei Wiki unter „Stromerzeugung“). Alles andere ist nur Politik und emotionales Manipulieren. Emotionen gehören ins Bett, Theater oder ins Kino. In der Politik oder Technik haben sie nichts zu suchen. Man schaue in unsere politische Vergangenheit, dann sieht man die schrecklichen Auswirkungen emotionalen, hasserfüllten Handelns.

Sätze wie "Und dennoch darf man andere Kraftwerke nicht mit AKWs vergleichen, finde ich" verbieten sich also, da es nur emotionales Gerede ist !!! Das klingt ja schon fast nach Religion ;-)

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@ocin1

Es ist hier nicht der Ort, eine ausufernde Diskussion über die Gefahren von AKWs zu führen. Ein Satz von dir darf aber nicht unwidersprochen bleiben: "Weiter ist bis jetzt in Fukushima keiner an der Strahlenkrankheit ernsthaft erkrankt oder gestorben." Wer so krass irreführende Behauptungen in die Welt setzt, darf sich nicht wundern, wenn er nicht ernst genommen wird.

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@ocin1

Beweisen? Kannst du denn deine Behauptung beweisen? Irreführend ist deine Bemerkung, dass wegen der Fukushima-Katastrophe noch keiner erensthaft an der Strahlenkrankheit erkrankt ist. Das ist unwahrscheinlich, da viele der Helfer viel zu hohen Dosen an Radioaktivität ausgesetzt wurden. Weiter dürfte auch dir bekannt sein, dass es Jahre dauern kann, bis eine Verstrahlung eine Krankheit auslöst. Tschernobyl war vor mehr als 20 Jahren, dennoch ist bis heute die genaue Anzahl der Geschädigten nicht bekannt. Das ist ja das Perfide, dass es nach vielen Jahren schwierig ist, zu beweisen, was der Grund für eine Krebserkrankung ist. Längst nicht alle der Geschädigten und Hinterbliebenen erhielten deshalb eine Entschädigung. Ich kann dir nur raten, dich in den nächsten 10 bis 20 Jahren laufend zu informieren, wie viele Menschen in der Region Fukushima erwiesenermaßen wegen der AKW-Katastrophe an Krebs erkrankt oder gestorben sind. Dann wirst du (hoffentlich) irgendwann einsehen, dass deine Behauptung geradezu menschenverachtend ist.

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@ocin1

ocin1, du machst es mir weiterhin schwer, deine Gedankengänge ernst zu nehmen. Glaubst du wirklich, eine einzelne Zeitungsmeldung sei ein Beweis für deine Behauptung?? Meine Antwort vom 24. März scheinst du weder im Zusammenhang gelesen noch verstanden zu haben. So ist eine seriöse Diskussion nicht möglich.

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@Mikaneos

Doch doch, die habe ich gelesen. Natürlich habe ich mich auf das Rationale konzentriert. Und wie Du in meiner Nachricht (23.3.) auch ganz klar gelesen hast, sprach ich von der Strahlenkrankheit :-). Hier habe ich selber betont, dass Tschernobyl hier katastrophal war ("Das steht im krassen Gegensatz zu Tschernobyl."). Zu dem anderen Thema Krebs, hast Du natürlich recht. Das Maximum der zusätzlichen Krebserkrankungen (also zusätzlich durch diesen KKW-Unfall) ist etwa 5 Jahre später zu erwarten. Jedoch geht es hier um die zusätzlichen Krebsfälle, welche im Falle eines sehr seltenen KKW-GAU entstehen werden. Wobei bei Fukushima nicht mit einer deutlich erhöhten Krebsrate zu rechnen ist, wenn man die zusätzlichen Dosen der Bvölkerung (im Bereich um 37 m Sievert pro Person und 4 Monate ww.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,802721,00.html ) betrachtet. Als Vergleich: eine Röntgen-CT der Bauchregion = etwa 20 m Sievert. Es gibt Regionen auf unserer Erde, wo die natürliche Radioaktivität bis zu 200 m Sievert pro Jahr beträgt (siehe Wikipedia "background radiation". Also ist diezusätzliche Erhöhung der radioaktiven Strahlenbelastung um Fukushima in der natürlichen Schwankungsbreite (einzelne "hot-Spots" ausgenommen).

Sorry, ich bin hier nicht so emotional, eher wissenschaftlich (schlafe ich besser :-) ). Und natürlich reichen einzelne Artikel nicht aus, aber ich habe es wenigstens versucht, was man von Dir nicht sagen kann. Natürlich hast Du hier sehr schön poetische Sätze geschrieben, leider ohne genaue naturwissenschaftliche Aussagen zu Fukushima (Zahlen, Fakten,...).

Hier noch weitere Artikel, Quellen: http://jciv.iidj.net/map/ (japan radiation map) , ww.spiegel.de/spiegel/print/d-77855785.html , ww.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,802721,00.html .

Weiter scheinst Du die Quellen von Krebs absolut, welche hier in der BRD durch die Verbrennungstechnik real und viel weitreichender sind, total auszublenden. Das finde ich sehr interessant :-) Ganz nach dem Motto: Guter Krebs ist Kohle-Krebs, schlechter Krebs ist ATOM-Katastrophen-Krebs ... :-) .

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@ocin1

Selbstverständlich verursachen auch bei Kohle- und andere Kraftwerke Krankheiten. Aus diesem Grund wird ja heute gefordert, auf alternative Energiequellen umzustellen.

Aus folgenden Gründe war es von Anfang an unverantwortlich, Atomkraftwerk zu bauen:

  • Nach dem Bau der ersten AKWs nahm der Stromverbrauch enorm zu. Es ist offensichtlich, dass das kein Zufall ist.

    • Wären die Milliarden, welche für den Bau von AKWs ausgegeben wurden, von Anfang an in die Energieeffizienz investiert worden, wäre der Stromverbrauch heute wesentlich tiefer und könnte höchstwahrscheinlich problemlos durch Wasserkraft und alternative Techniken gedeckt werden. Inzwischen ist eine Wende schwierig geworden aber durchaus noch möglich.

    • Alternativtechniken haben das Potential für unzählige zusätzliche Arbeitsplätze für breite Bevölkerungsschichten. Das ist bei den AKWs nicht der Fall.

    • Eine 100%ige Sicherheit ist bei technischen Einrichtungen nie erreichbar. Im Fall der AKWs müsste es sie aber in Anbetracht der gigantischen Folgen eines gravierenden Unfalls geben.

    • Nach jedem weiteren GAU wird die Akzeptanz für AKWs weiter massiv sinken. Schon deshalb ist es unsinnig, weitere solche Anlagen zu bauen.

    • Sollten in einem Land mit AKWs schwerwiegende Unruhen und/oder Pandemien ausbrechen, wäre die Sicherheit der Reaktoren akut gefährdet. Diese Risiken werden kaum je erwähnt.

    • Ein gravierender AKW-Unfall trifft arme und alte Menschen am härtesten. Reiche haben es leichter, aus der Gefahrenzone zu fliehen.

    • Das Entsorgungsproblem mit den hochgiftigen Abfällen ist bis heute nicht gelöst.

    • AKWs verursachen schwerwiegende Probleme, die wir unseren Nachkommen und unzähligen nachfolgenden Generationen aufhalsen.

    • Wenn es dereinst keine AKWs mehr braucht, werden noch unabsehbar viele Generationen mit Entsorgungs- und Sicherheitsproblemen konfrontiert sein und die Kosten dafür zu tragen haben.

Auch das sind Fakten! Behauptungen von Wissenschaftlern (die sich zudem sehr oft widersprechen) können wir Laien nicht überprüfen. Zur Überprüfung der oben erwähnten Tatsachen braucht es nichts weiter als lebensfreundliches Denken.

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@Mikaneos

Ich gehe mal in aller Kürze auf Deine Aussagen ein:

  1. „nahm der Stromverbrauch enorm zu. „ Hierzu kann ich Dir nur nahe legen, Deine Aussagen auch mit Quellen zu hinterlegen. Es ist sehr unfair einfach nur Aussagen in den Raum zu werfen, ohne sie mit Fakten zu hinterlegen. Habe dazu mal im Internet gesucht und nichts gefunden, was Deine Aussage untermauert. Füllen wir Dein Aussage mal mit Fakten: seit den 50'ger wurden verstärkt Haushaltsgeräte angeboten und mit Strom betrieben, welche vorher mit z.B. Gas betrieben wurden. Als Beispiel ist hier der Kühlschrank, der Fernseher, der Föhn, Küchengeräte, Elektro-Herde … zu nennen. Weiter verlegte sich der Eisenbahnbetrieb von Dampflokomotiven und Diesel-Lokomotiven auf E-Lokomotiven, welches ebenfalls mit einem höheren Stromverbrauch einher ging. All diese Entwicklungen sind jedoch resultieren positiv für die menschliche Lebensqualität oder für die Umwelt. Natürlich nahm auch z.B. in der Medizin die elektrischen Geräte zu (z.B. Beatmungsgeräte, Röntgengeräte, Inkubatoren, Dialyse-Geräte,...) . Es liegt also kein Grund vor, Deiner Aussage, nach welcher der ansteigende Stromverbrauch den KKW zuzuschreiben sei, als sinnvoll anzusehen. In anderen Staaten, z.B. Österreich wurden nach dem maximal möglichen Ausbau der Wasserkraft auf fossile Kraftwerke ausgewichen, so wie es auch weltweit zu etwa 60% der Fall ist. Die Kernenergie ist also nicht an der Verbreitung von elektrischen Anwendungen Schuld, sondern ersetzt die fossilen Kraftwerke, welche sonst gebaut werden/wurden. Weiter wurden die KKW nicht über Nacht gebaut sondern stetig über der Zeit installiert. Alleine daher ist Deine Aussage hierzu nicht sinnvoll. Man möge sich mal bitte den Stromverbrauch alleine in der BRD ansehen. Hierzu gebe ich als Quelle den Wiki-Artikel „Stromverbrauch“ an.

  2. Die Energie-Effizienz entwickelt sich ganz automatisch, da so die Produktionskosten optimiert werden und resultierend sinken. Nur so ist es überhaupt noch möglich, das in solch relativ Hoch-Lohn-Ländern wie der BRD überhaupt noch resultierend gewinnbringend Produziert werden kann. Weiter sind auch die öffentlichen Institutionen an der Energie-Effizienz interessiert, was man an dem Einsatz von Energiespar-Lampen, im Volksmund auch Neon-Röhren, welche schon seit Jahrzehnten in den öffentlichen Räumen anzutreffen sind. Die klassische Glühbirne gibt es nur noch im privaten Bereich, und das auch schon seit Jahrzehnten. Deine Aussage ist also auch hier nicht sonderlich sinnvoll, da sie falsch ist.

  3. „das Potential für unzählige zusätzliche Arbeitsplätze „ . Dieses Argument ist ein Argument welches grundsätzlich gegen Technik, Automatisierung spricht. Ich meine, keiner würde z.B. den Eisenbahnbetrieb wieder Mit Dampflokomotiven betreiben, weil man da zwei Personen brauch (Lokführer und Heizer). Also ist dieses Argument keines, welches nur die KKW betrifft. Im Gegenzug könnte man argumentieren, dass wir alle Bundesdeutschen für ihren Strom Trampeln lassen ;-) . Dann wären noch mehr mit der Stromerzeugung beschäftigt als bei den „Regenerativen“ Energien. Oh man.... :-)

  4. „100%ige Sicherheit „ Diese Aussage ist richtig. Jedoch trifft das nicht nur auf die Kerntechnik zu. Als Bsp. Bakteriologie, Chemie-Industrie,.... . Weiter gibt es eine alternative Reaktortechnik, welche ausschließlich durch passive Systeme gesichert wird und auch den Fall einer Kernschmelze beherrschen kann (siehe Wikipedia „EPR“, ww.energyfromthorium.com,....)

  5. „wird die Akzeptanz für AKWs „ . Das ist eine Falschaussag, die ganz einfach mit einem Blick nach Russland, Polen, Frankreich, USA,... zu widerlegen ist. Jedoch bin ich nicht der Meinung, dass andere Kulturen für unsere bindend sind. Ganz nach dem Motto, nur weil die einen aus dem Fenster springen, springe ich nicht hinterher. Es ist also für mich kein Pro-Argument, nur weil andere Staaten etwas machen oder nicht.

  6. „schwerwiegende Unruhen und/oder Pandemien „ .Sehr schön deutsch ;-). Pandemie ist seit etwa 2 Jahren im deutschen BILD-Gedächtnis eingebrannt :-). Gleiche Antwort wie zu 4. . Übrigens auch Staudämme würden brechen, wenn sie nicht gewartet würden, und somit eine Flut auslösen (z.B. siehe de.wikipedia.org/wiki/Belci-Staudamm) . Ebenfalls in der Chemie-Industrie (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Katastrophe_von_Bhopal)

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@ocin1

7 „AKW-Unfall trifft arme und alte Menschen am härtesten. „ . Also dieses Argument ist nun das scheinheiligste überhaupt. Man könnte meinen als ob bei all den anderen Unfällen gerade die Armen und Alten, Blinden und Tauben völlig problemlos davon gekommen sind. Also als ob in indischen Bhopal nur Reiche und Wohlhabende getötet wurden. Es ist immer so, das die von Dir angesprochenen Volksschichten am härtesten getroffen werden, ganz gleich um welche Art von Katastrophe es geht. Auch bei Staudamm-Unglüken sterben, man mag es kaum glauben, Arme und Alte. Du legst hier die gleiche unrealistische Denke wie beim Krebs an. Also bitte, das ist doch wohl einfach nur emotionales Gequatsche.

8 „Entsorgungsproblem mit den hochgiftigen Abfällen „. Das trifft bedingt zu. Es gibt weltweit mindestens 13 Endlager für radioaktiven „Müll“ (siehe Wikipedia „Endlager (Kerntechnik) ). Weiter ist die Endlagerung nicht nur ein Problem der Kernenergie, sondern auch der Verbrennungstechnik und generell eines unserer Gesellschaft. Schau mal unter de.wikipedia.org/wiki/Endlager , de.wikipedia.org/wiki/Müllverbrennung , ww.focus.de/politik/deutschland/sondermuell-ab-ins-bergwerkaid152486.html , ww.badische-zeitung.de/elsass-x2x/wohin-mit-dem-hochgiftiger-sondermuell-aus-wittelsheim--36297444.html , ww.spiegel.de/spiegel/print/d-13489952.html , ww.toxcenter.de/artikel/Herfa-Neurode-groesste-Sondermuelldeponie-der-Welt.php und viele mehr. Schaut einfach mal im Netz unter "Sondermüll Bergwerk" oder so :-)

Der Unterschied von der radioaktiven zur chemischen Endlagerung ist, dass radioaktive Stoffe ihr Gefahrenpotential über der Zeit verlieren. Das kann man von chemischen Stoffen nicht behaupten.

9 „AKWs verursachen schwerwiegende Probleme, die wir unseren Nachkommen „ Das ist ein klassisches Tränendrüsen-Argument :-). Ich bin mir sicher, dass andere Leser sich an Hand meiner Quellen sich recht schnell einen Überblick über die Konsequenzen unserer Technik, somit natürlich auch über die Kerntechnik, verschaffen. Um Techniken zu beurteilen bedarf es immer einem Vergleich. Völlig losgelöste Aussagen verzerren unsere technische Realität. Wie auch sonst, z.Bs. im Verkehrswesen, wird immer verglichen und so das sicherste/günstigste Verkehrsmittel bestimmt. Nur im relativen Vergleich, nach z.Bs. Tote pro erzeugte kWh, Müll pro erzeugte kWh oder Umweltverseuchung pro erzeugt kWh,... sollte man nach der Technik suchen, welche den geringsten Schaden pro erzeugte kWh erzeugt. Natürlich erzeugt auch die Kernenergie Umweltverschmutzung, jedoch ist diese im Vergleich geringer als bei den fossilen oder, wenn man den Flächenverbrauch und die Verfügbarkeit betrachtet, auch bei den „Regenerativen“ Energien. (Siehe hierzu Wikipedia „Stromerzeugung“, „Erntefaktor“, „Leistungsdichte“, „Energiedichte“, „Neodym-Eisen-Bor“, “Saurer Regen“, „Kohlebrand“, „Liste von Talsperrenunglücken“, „Müllverbrennung“...).

10 „unabsehbar viele Generationen „.Siehe 9. . Abgebrannte Brennelemente sind nach 10^7 Jahren auf ein radioaktives Niveau von natürlichem Uranerz (Pechblende) abgeklungen. Der nukleare Abfall aus aktuellen Wiederaufbereitungsanlagen (Sellafield, Le Hage) ist nach 10^4 Jahren auf dem radioaktiven Niveau von Pechblende abgeklungen. Durch das Abtrennen von Uran und Plutonium verbleiben nur noch die hoch radioaktiven Spalt-Produkte und die mittel-radioaktiven Minor-Actinoide (ohne U, Pu). Somit wird der nukleare Müll der KKW um den Faktor 20 reduziert (siehe bei Wiki nach „Wiederaufarbeitung“). Wendet man das auf die 17 KKW der BRD an, fallen nicht mehr 400t Atom-Müll pro Jahr an, sondern nur noch 20t pro Jahr (hoch radioaktiver Abfall jetzt aber nur noch die Spalt-Produkte + Minor-Actinoide). Weiter verringert das Abtrennen (Wiederaufarbeiten) die Lagerzeit des Abfalls um den Faktor 1000. Bei einer alternativen Reaktortechnik (Flüssigsalz-Reaktor, homogene Fluid-Reaktoren) (Energyfromthorium.com) würden nur noch die Spalt-Produkte als Abfall anfallen. Der nukleare Müll solcher alternativen Reaktor-Typen ist bereits nach etwa 500 Jahren auf das radioaktive Niveau von Pechblende abgeklungen. Das ist möglich, da alle Transurane (Minor-Actinoide) im Reaktor verbleiben und dort vom epithermischen Neutron-Fluss gespalten werden. Somit nutzt man die Minor-Actinoide wie das Uran-235 oder das Plutonium-239. Siehe hierzu mal Netz unter "Energyfromthorium.com". Bei den chemischen Giftstoffen, wie den hoch krebserregenden Dioxinen, Furanen,... der Verbrennungs-Technik ist nicht mit einer Zersetzung zu rechnen. Chemikalien zerfallen leider nicht wie radioaktive Stoffe. Somit verbleiben diese hoch gefährlichen Abfälle für immer.

@Mikaneos: gebe bitte Quellen zu Deinen Aussagen an, so das auch andere es nachlesen/durchdenken können

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@ocin1

Wenn die Anzahl Worte und Zahlen über die Qualität einer Argumentation entschieden, dann wäre deine Antwort "in aller Kürze" nur schwer zu überbieten. Du glaubst doch nicht im Ernst, dass irgend jemand hier den Aufwand auf sich nimmt, alle deine Aussagen auf Stichhaltigkeit zu überprüfen? Das wäre schon deshalb nicht der Mühe wert, weil deine Quellen wissenschaftlich keineswegs zu überzeugen vermögen. Das gleiche gilt für Aussagen wie "emotionales Gequatsche". Wer seine Kontrahenten in einer Diskussion mit solchen Beleidigungen abfertigt, disqualifiziert sich selbst.

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@Mikaneos

HIhihi :-) sehr unterhaltsam. Aber ich schlage vor, wir beide brechen jetzt hier ab. Die anderen werden ihr Urteil für sich fällen, und wenn die ein oder andere Aussage ihren Dienst dazu bei trägt (oder Quelle :-) ) dann ist das gut so. Vielen Dank für die gute Unterhaltung .....

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@ocin1

Eine Diskussion über die Gefahren der Atomenergie ist für dich also gute Unterhaltung!? Das lässt tief blicken. Meine Prognose: In absehbarer Zeit werden Leute, die so urteilen wie du, entweder von sich aus beschämt schweigen oder als unverbesserliche Querulanten dastehen.

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@Mikaneos

Wie viele weitere AKW-GAUs es braucht, bis es soweit ist, wird sich zeigen...

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@Mikaneos

@ Mikaneos: ;-) Ich finde eigentlich Dich sehr unterhaltend :-). Erinnert mich an eine Diskursion, welche ich mit einem verknöcherten Katholiken hatte, wo es um Gottesbeweise ging :-) . Der hat so ähnlich wie Du meine eher rationale Art als blasphemisch und sarkastisch verteufelt :-) . Und natürlich, das Thema Kernenergie und Technik ist für mich sehr unterhaltend und interessant, sonst würde ich mich damit ja wohl nicht beschäftigen. Ist doch wohl logisch :-) … Aber auch hier ist Deine Antwort sehr bestätigend für mich ;-) „beschämt schweigen oder als unverbesserliche Querulanten dastehen“ . Mal sehen, wann die ersten Physik-, Mathematik- Bücher brennen und hoch emotionale Leute ihr Ökomythen-Imperium ausrufen. Natürlich brennen dann bestimmt wieder die Scheiterhaufen :-) …. Jetzt spinne ich mal etwas :-). Schöne Grüße

PS. Wenn Du wieder was so unterhaltendes (fast religiöses) schreibst, dann will ich Dir auch sehr gerne antworten :-).

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@ocin1

Warten wir mal ab! Es dürfte dir bekannt sein, dass die AKW-Befürworter seit Fukushima wesentlich schlechtere Karten haben, ganz besonders in Japan. In Zentraleuropa hat sich zum Glück bis jetzt noch nie etwas Ähnliches ereignet. Du bist wahrscheinlich vom Wahn befangen, das sei unmöglich. Sollte es z. B. in Frankreich zu einem vergleichbaren Unfall kommen, dann wird die Abkehr von dieser Technologie in ganz Westeuropa mit großer Wahrscheinlichkeit endgültig sein. Ich hoffe nur, dass der Ausstieg ohne weiteres unermessliches Leid möglich wird. Dieses wäre im dichtbesiedelten Zentraleuropa besonders groß. Wie man diese Tatsachen einfach ausblenden und auch nach Tschernobyl und Fukusihma noch immer auf Atomstrom setzen kann, ist mir ein Rätsel.

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@Mikaneos

;-) na ja, das ist eine Antwort wert :-)

Es ist bis jetzt kein einziger in Japan ernsthaft (lebesbedrohlich) an der Strahlenkrankheit erkrankt oder gestorben. Weiter ist eine signifikante Erhöhung von Krebsfällen (in vielleicht 3-5 Jahren), unter Betrachtung der realen radioaktiven Kontamination, nicht zu erwarten (siehe Quellen).

Vorbetrachtung:

Schau mal unter dem deutschen Wikipedia de.wikipedia.org/wiki/Strahlenbelastung oder nach "Radonbelastung" und unter dem englischen Wikipedia nach "background radiation" (en.wikipedia.org/wiki/Background_radiation)

Weiter sollte man sich der physikalisch/biologischen Bedeutung der Einheit Sievert im Klaren sein (siehe Wikipedia "Sievert (Einheit)"). Sievert = Sv , Vorsätze für Maßeinheiten: m = milli =1/1000 , µ = mikro = 1/1000 000 , n = nano = 1/1000 000 000 .

In der BRD liegt die Belastung durch die natürliche Hintergrundstrahlung/Radioaktivität um 2,5mSievert pro Jahr, was im europäischen Vergleich eher niedrig ist.

Durchschnitts-Werte :

BRD, Österreich, Dänemark, Belgien um 2,5 m Sv pro Jahr; Finnland um 8 mSv pro Jahr; Frankreich, Griechenland, Spanien, Schweiz um 5 mSv pro Jahr; Schweden um 6 mSv pro Jahr; Eine Röntgen-CT des Bauches belastet den Menschen mit etwa 20 mSv

In Nord-Spanien, Süd-Finland, Mittel-Frankreich und West-Österreich liegt die Belastung durch die natürliche Hintergrunstrahlung/Radioaktivität über 10 mSievert pro Jahr (siehe unter ww.world-nuclear.org/uploadedImages/org/info/NaturalbackgroundradiationEurope.gif).

Die höchste gemessen Belastung durch die natürliche Hintergrundstrahlung/Radioaktivität einer bewohnten Gegend erfährt man im iranischen Ramsa (siehe Wiki "Ramsar") Dort werde die Bewohner mit etwa 260 mSv pro Jahr belastete, welches in erster Linie durch im Wasser gelöstes Radon (siehe Wiki „Radonbelastung“) verursacht wird. Dagegen lebt man in Fukushima recht gesund ;-) (siehe jciv.iidj.net/map/).

Zur zusätzliche Belastung durch das KKW-Unglück in Japan: (siehe auch http://jciv.iidj.net/map/)

"Nach Angaben der Fukushima Medical University war etwa die Hälfte der 1730 Untersuchten in den ersten vier Monaten nach Beginn der Atomkatastrophe im März einer Strahlenbelastung von weniger als einem Milli-Sievert ausgesetzt, die übrige Hälfte mehr als einem Millisievert. Bei rund 40 Personen betrug die Dosis zwischen fünf und zehn Millisievert. Bei etwa einem Dutzend waren es mehr als zehn Millisievert, wobei die höchste Dosis rund 37 Millisievert betrug. Untersucht wurden auch Arbeiter, die zu den Reparaturtrupps im havarierten Atomkraftwerk Fukushima Daiichi gehörten, wie Kyodo weiter meldete. "(ww.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,802721,00.html)

"Um den Reaktor von Fukushima hat es keine Strahlentoten gegeben"(ww.morgenpost.de/printarchiv/wissen/article1910366/Um-den-Reaktor-von-Fukushima-hat-es-keine-Strahlentoten-gegeben.html)

Umrechnungen :

Dosis pro Jahr in Dosis pro Stunde: Jahres-Dosis / 8760 = Stunden-Dosis (und umgekehrt)

Beispiel-Rechnung für Fukushima : (siehe auch jciv.iidj.net/map/)

In der kontaminierten Zoon um das KKW Fukushima-Daiichi liegt die meiste Belastung unter 1000 nSv pro Stunde. 1000 nSv/h = 1 µSv/h =24 µSv/Tag (1 * 24) = 8760 µSv pro Jahr (24 Stunden * 365 Tage) =8,76 mSv pro Jahr. Als bekommen die Japaner dort jetzt hauptsächlich eine Belastung, welchen z.B. auch die Finnen, jedoch natürlich, ab. Vereinzelt steigt jedoch die Belastung in der Zone um das KKW-Fukushima Daiichi bis auf 20 µSv/h (20 µ * 8760 = 175200 µ), was nach beschriebener Umrechnung 175,2 mSv pro Jahr sind. Diese Spitzenbelastung in der Zone um das KKW liegt also noch unter der natürlichen Belastung, welcher die Iraner in Ramsa ausgesetzt sind , und entspricht etwa 8 Röntgen-CT der Bauchgegend in einem Jahr (zugegeben, ist eigentlich bei uns nicht üblich, jedoch nach schweren Unfällen mit anschließenden Komplikationen möglich).

Bitte Quellen einsehen und immer Vergleichen :-). Von der Belastung her, könnten die Menschen wieder dort hin, Abgesehen von HotSpots natürlich.

Also, selbst wenn ein KKW einen sehr seltenen Unfall wie den von Fukushima erleidet, wird uns bei Leibe nicht der Himmel auf den Kopf fallen. Weiter möge man nicht vergessen, dass es sich hier um einen sehr seltenen Fall handelt, welcher zudem noch in einem recht alten KKW eingetreten ist. Es gibt eine alternative Reaktortechnik (thorium), welche weit sicherer ist. Natürlich nicht 100% sicher.

Am Beispiel von Fukushima, im Vergleich zu vielen anderen technischen Katastrophen (Staudammbrüche, Flözbrände, Waldsterben durch Sauren Regen, Landvernichtung durch Tagebau, ...) ist sehr schön der Ablauf eines realistischen KKW-Unfalles zu sehen. Weiter ist es nicht der Untergang, sondern unter Betrachtung der naturwissenschaftlichen Fakten, ein nicht unbedeutender Ausnahmezustand, welcher jedoch handhabbar ist.

@Mikaneos: Deine Meinung ist ja bekannt. Habe das eher für die Anderen geschrieben. weiter so :-)

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@ocin1

Warnung an alle Interessierten: was ocin da auftischt, sind haarsträubende Verharmlosungen, die von der Atomlobby aus verständlichen Gründen verbreitet werden. Nur wer auch die Gegenargumente der Umweltschutz-Organisationen (Greenpeace, WWF etc.) kennt, kann sich selber eine eigene Meinung bilden. (Zur Vermeidung von Missverständnissen betone ich, dass ich beruflich in keiner Weise von diesen abhängig bin.) Alle diese Organisationen haben Websites auf denen viele Infos zur AKW-Frage zu finden sind. Erst in fünf bis zehn Jahren wird man das Ausmaß der Schäden, die durch Fukushima an Menschen, Tieren und Umwelt entstanden sind einigermaßen überblicken können. Diese Schäden bereits jetzt kleinzureden, ist eine unglaubliche Unverforenheit. Die Zahlen mit denen ocin die "Harmlosigkeit" von AKWs "beweisen" will, sind für uns Laien weder überprüfbar noch glaubwürdig. Sie dürften vor allem dazu dienen, den Atomstrom wieder salonfähig zu machen damit die Atomlobby sich weiterhin bereichern kann. Ganz nach dem Motto "Das Risiko der Bevölkerung - der Profit für uns." Die Tatsache, dass AKWs von Anfang an massiv durch Steuergelder mitfinanziert wurden, wird von diesen Kreisen selbstverständlich verschwiegen. Rechnet man alle Kosten ein, welche der Atomstrom verursacht, wäre dieser zu keiner Zeit konkurrenzfähig gewesen. Zudem ist nirgends ein AKW gegen einen GAU versichert. Müsste die Betreiberfirma der Anlage von Fukushima alle entstandenen Schäden selber bezahlen, wäre sie längst konkurs gegangen. Eben: der Profit den Managern - die Kosten dem Volk.

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@Mikaneos

:-) Oh, das ging schnell :-). Natürlich soll man sich alle zur Verfügung stehenden Daten besorgen und einsichten, auch natürlich die vom "grünen Frieden" :-). So, ich schnappe mir jetzt mal mein Atom-Lobby-Fahrrad und fahre mal zum Atom-Lobby-Supermarkt. Vorher treffe ich mich noch mit ein paar Freunden der Waffen-Lobby :-) .

Ick finde das lustig, wie einfach manche denken :-). Ach ja, morgen bin ich bei Merkel und lebe mal wieder so richtig auf Steuerkosten und fühle mich Kern gesund :-).... Und nicht vergessen, die Erde ist rund und keine Scheibe, na ja vielleicht eine dicke Scheibe :-)

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@ocin1

Diese Antwort von ocin wird wohl allen denkenden Usern, die seine Statements gelesen haben, klar gemacht haben, wes Geistes Kind er ist. Vielleicht gehört er ja nicht selber nicht der Atomlobby an, ist aber deren Scheinargumenten so gründlich auf den Leim gegangen, dass er diese mitverbreiten hilft - aus was für Gründen auch immer.

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Die Österreicher nutzen die Kernenergie aus Temelin (Tschechien).

Wasserkraftwerke funktionieren nur, wenn Wasser fließen kann, also ja, sie müssen an Bergen gebaut werden..

Warum? den einzigen Berg den wir haben ist die Zugspitze!

Warum? den einzigen Berg den wir haben ist die Zugspitze!

Bekommt man so etwas heutzutage in der Schule vermittelt? kopfschüttel

Zur Wasserkraft in Deutschland hier mal beispielhaft den Wiki-Eintrag vom Walchenseekraftwerk:

http://de.wikipedia.org/wiki/Walchenseekraftwerk

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@FreeEagle

Haha..In der Übertreibung liegt die Verdeutlichung..Die förderung von Energie mithilfe von Wasserkraftwerken bringen prozentual nur einen sehr sehr sehr kleinen Bruchteile der Energiegewinnung in Deutschland, wie du hoffe ich mal weißt.

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@wellknownwoody

Natürlich weiß ich das. Deinen Satz mit dem "einzigen Berg" wollte ich dennoch nicht unkommentiert so stehen lassen. Wer weiß, was die Realtiy-Show-Konsumenten heutzutage so alles glauben...

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käse,es gibt genug wasserkraftwerke an allen deutschen flüssen,ist zu 99% ausgenutzt

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Wenn sie keine hätten, wären die Östis schlau.

Ist das dein ernst???

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Scheinbar sind wir schlauer als Du, hat es den Anschein...

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