Warum hat mein Prozessor mehr Hz als eine Steckdose?

8 Antworten

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Bei der Taktfrequenz von Prozessoren geht es um die Übertragungsrate für die Informationsverarbeitung. Eine Steigerung der Taktfrequenz lässt also den Rechner schneller Rechnen.

Bei der Wechselspannung des europäischen öffentlichen Stromversorgungsnetzes geht es nicht um Informationsübertragung, sondern um Energietransport von den Kraftwerken zu den Steckdosen. Und dabei ist eine Frequenz von ungefähr 50 Hz durchaus praktikabel für den Betrieb der Transformatoren. Null Hz wäre Gleichstrom, der lässt sich nicht transformieren. Und mehr als 50 Hz oder 60 Hz (wie in den USA) bringt da keinen Vorteil.

Gegenfrage zum Verständnis des Begriffs Frequenz:: Warum ist die Besucherfrequenz bei der Cebit kleiner als die Infraschallfrequenz bei der Kommunikation von Walen?

Frequenz heißt "Perioden pro Zeiteinheit". So sprechen wir z.B. von der Besucherfrequenz bei der Cebit (etwa x zugehende Menschen pro Stunde), der Schallfrequenz des Kammertons a (440 Hz, d.h. 440 Schallschwingungen pro Sekunde) oder der Lichtfrequenz der Farbe rot (≈ 430–480 THz). Zwischen all diesen Frequenzwerten gibt es keinen direkten Zusammenhang, auch nicht zwischen der Taktfrequenz eines Prozessors (logische Verknüpfungen pro Sekunde) und der Wechselstromfrequenz (elektrischer Polaritätswechsel pro Sekunde) eines Stromversorgungsnetzes. Das sind völlig verschiedene, unabhängige Bereiche.

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Und mehr als 50 Hz oder 60 Hz (wie in den USA) bringt da keinen Vorteil.

Doch eine höhere Frequenz hat auch Vorteile. Die werden z.B. in Schaltnetzteilen angewandt. Bei höheren Frequenzen kann mit einem kleineren Transformator die gleiche Leistung übertragen werden.

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Hallo, Wechselspannung lässt sich mithilfe von Transformatoren leicht auf Hoch- bzw. Niederspannung bringen, was bei der Energieübertragung von Vorteil ist. Die Geräte im Haushalt benötigen nur kleine Frequenzen. Theoretisch könnten viele Geräte für Gleichstrom gebaut werden, so wie Edison es mal wollte...Der Rechner arbeitet mit hohen Taktfrequenzen, weil eine Rechenoperation oft mehrere Taktschritte benötigt. Je höher die Taktfrequenz gewählt wird, desto schneller kann der Computer also rechnen!

Im Computer ist ein Bauteil, welches einen entsprechend hohen Takt erzeugt. Wenn Dein PC mit einem Takt von 50 Hz laufen würde, könntest Du bei einfachen Additionen schon einige Stunden auf den Windows-Taschenrechner warten. Außerdem arbeitet Dein Prozessor auch "nur" mit 3,2 GHz - es arbeiten lediglich vier Prozessorkerne gleichzeitig und teilen sich die anfallenden Aufgaben.

also hat kann man sagen das ein Prozessor nur die GHz anzahl hat die auf einem Kern liegen ?

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@iDubstep1

Prinzipiell ja. Wenn ein Arbeiter mit einer Frequenz von 1 Hz (eine Schippe pro Sekunde) einen Haufen Sand schaufeln soll, dann werden seine drei Kollegen ebenfalls mit 1 Hz schippen. Allerdings sind vier Leute mit Schaufeln schneller fertig als einer allein.

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