Warum hat man erst so spät versucht amerika zu besiedeln?

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4 Antworten

Hi, weil es vorher keinen Anlaß gab. Zuerst hat man die Indianer ausgeraubt (Silber, Gold). Später wollte man auch Waren rüberbringen und Landeserzeugnisse nach Europa (Spanien, Portugal). Daher wurden weiße Siedler nach Südamerika geholt, die die indianische Bevölkerung heimatlos und kulturlos machte, sie christianisierte, versklavte, ausrottete. Später besiedelten auch Engländer, Franzosen, Russen Amerika - auf der Suche nach Edelschätzen, aber auch Landeserzeugnissen. Gruß Osmond http://www.geschichtsforum.de/f57/expansion-spaniens-und-portugals-eine-einf-hrung-1189/ Zitat: Nachdem Columbus die Karibik entdeckte musste sich die Krone Spaniens etwas anderes einfallen lassen. Da sie kein Geld hatte überliess man die Initiative den andalusischen Kaufleuten und den Konquistadoren. Einen Eroberungsplan gab es keinen, statt den Handel aufzubauen ging man über zur Eroberung, Plünderung und Siedlung – Siedlungskolonialismus. Verhältnis zur einheimischen Bevölkerung in der Eroberungsphase

Die Europäer standen zum ersten Male als Minderheit einer grossen, mit Europa völlig unvertrauten Population gegenüber. Die komplexen Herrschaftssysteme (Azteken und Inka) brachen zusammen, nachdem sie ihrer Spitze beraubt worden waren.

Auf die einheimische Bevölkerung hatte der Zusammenstoss mit den Europäer fatale Folgen; Versklavung, Arbeitszwang, Ausbeutung in Bergwerken und landwirtschaftlichen Betrieben, der Zusammenbruch gesellschaftlicher und familiärer Strukturen, die eigene Machtlosigkeit und die der Götter, an die man geglaubt hatte.

1492 35 bis 45 Millionen Menschen in Spanisch-Amerika 1650 4 Millionen Menschen in Spanisch-Amerika

Neben der Gewalt, Mord und Krieg kamen viele Indianer durch die Einschleppung von Krankheiten ums Leben, wie Pocken, Pest, Typhus, Malaria, Gelbfieber, Grippe, Masern, Mumps oder Diphtherie.

Nach der Anfangsphase wollte die Krone, gedrängt von der Kirche, eine gezielte Politik der Christianisierung und Zivilisierung der Wilden durchführen. Mission und Kirche leisteten einen wichtigen Beitrag zu Aufbau und Stabilisierung des spanischen Überseeimperiums. Die Missionare gewannen die Indianer für die katholische Religion. Die Misshandlungen und Ausbeutungen unter denen die Indios zu leiden hatten, verhinderte eine wirkliche Evangelisierung und die Akzeptanz der neuen Machthabern gegenüber.

deRcooleRed 21.10.2012, 17:31

Danke das ist alles was ich wissen wollte:)

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Amerika war zu der Zeit schon längst besiedelt und Cristoforo Colombo hat Amerika nicht entdeckt. Er nicht und auch die Isländer nicht.

Das ist so vermessen, wie wenn ich jetzt mit meiner Sippschaft und ordentlich Sprengstoff im Gepäck nach Moskau zöge, mir dort gewaltsam Platz schüfe und mich als Entdecker Russlands feiern ließe.

Lehrmeinung wird nicht richtiger, indem sie unendlich oft rezitiert wird.

LG

chog77 21.10.2012, 17:19

Genau, lass uns die Welt die Weltherrschaft an uns reißen - aber warum den mit Russland anfangen, gibt es da nicht lohnendere Ziele

Quote: Pinky und der Brain (Trickserie 1990er)

Brain: "Komm, Pinky, wir müssen uns auf morgen Abend vorbereiten..."

Pinky: "Wieso,was wollen wir denn morgen Abend machen, Brain?"

Brain: "Genau dasselbe was wir jeden Abend machen, Pinky. Wir versuchen, die Weltherrschaft an uns zu reißen."

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Ludwig20 22.10.2012, 10:45

Aus europäischer Sicht schon, die Indianer waren ja ein ganz anderes Volk. Schade, dass es nicht damals die Wikinger schon geschafft haben, die Indianer haben sie brutal ermordet und auf Grönland die Eskimos ebenfalls die Siedler dort.

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Weil es anderswo noch genug Raum für die Kolonisation gab.

Lies doch bitte von deinem selbst verlinkten Text mehr als nur die ersten zwölf Worte, dann hast du die Antwort.

Leif Erikson scheiterte 500 Jahre vorher aus den gleichen Gründen.

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