Warum hat man Angst vor dem Tod (Leben, Sterben)?

11 Antworten

Liegt am naturgegebenen Egoismus. 

In meiner Welt gibt es nur mich. Wenn ich sterbe, geht meine Welt unter. Ich bin mir am wichtigsten. Wenn ich nicht mehr bin, ist subjektiv gesehen nichts mehr, weil es kein Subjekt mehr gibt.

Wenn du dich auf den Tod freust, ist es ein Anzeichen dafür, dass du das Leben nicht genießt. Wenn du das Leben nicht genießt oder es sogar eine Qual für dich ist, dann kann der Tod in der Tat als "Erlösung" angesehen werden.
Ansonsten würde man am liebsten wollen, das Leben so lange wie möglich genießen zu können und man würde diesen Genuss vermissen, wenn man merkt, dass es aufs Ende zu geht.

Ich denke, für viele ist es die Ungewissheit darüber, ob es danach weitergeht und wenn Ja, wie. Vielleicht ist es die Angst, einfach nicht mehr da zu sein und vergessen zu werden etc.

Ich persönlich habe keine Angst vor dem Tod, weil ich fest davon überzeugt bin, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Aber ich denke, wenn man so alt wird, dass der Tod nicht mehr weit weg ist, kriegen die meisten so oder so Angst davor, weil es einfach etwas Fremdes und beängstigendes ist, was meistens negativ behaftet ist.

Ich denke, viele Menschen wollen nicht sterben, da sie das Gefühl haben, dass sie das Leben noch nicht gelebt haben, dass sie noch nicht alles auf ihrer To-Do Liste abgehackt haben. Und stirbt man nicht innerhalb von 1 Sekunde hat man halt Zeit, sich Gedanken darüber zu machen und sich selbst zu bemitleiden, dass man noch nicht alles erricht hat, was man wollte.

Aber im Grunde genommen ist sterben nicht schlimm, denn wenn du tot bist ist es dir scheissegal, ob du jetzt einmal auf dem Eifelturm warst oder nicht.

Was möchtest Du wissen?