Warum hat Heinrich von kleist das militär verlassen?

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1 Antwort

Hier ein kleiner Beitrag:  

Kleist spricht vor seinem Abgang aus der Armee von zwei entgegengesetzten Prinzipien, als Mensch oder als Offizier zu handeln und empfindet sich dadurch unaufhörlich gemartert.. Brutalität, physische und psychische Gewalt, z.B. Prügelstrafen waren in der preussischen Armee an der Tagesordnung. Die Offiziere behandelten die Soldaten wie Sklaven und Kleist war als Offizier ein Teil dieses Unterdrückungssystems.  

Er beklagt im März 1799 den üblen Eindruck, den diese Lage auf seinen Charakter mache und verlässt die Armee. Mit seiner Auffassung von Moral und Verantwortung vor Gott war das nicht vereinbar, zumal in der Armee keine Aussicht auf Änderung bestand.   

Das aus seiner Sicht sinnlose Exerzieren eines Regiments von Soldaten auf dem Kasernenhof beschreibt er als lebendiges Monument der Tyrannei. Das Bild dieser hunderte von Soldaten, im Viereck marschierend, erinnert ihn an ein lebloses, steinernes Bauwerk. Ein Tyrann ist ein Gewaltherrscher, hier der preußische König, und Kleist empfand sich als Teil dieser Gewalt.  

Einen Teil habe ich aus: Kleist, Eine Biographie von Rudolf Loch, 2003" Seite 36 .

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