Warum hat die Mathematik in den Naturwissenschaften eine Sonderstellung, Warum gehört sie nicht zu den Geisteswissenschaften?

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7 Antworten

Mathematik als Naturgesetz beruht nauf Fakten und Wissen, Geisteswissenschaften auf den Glauben.

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Kommentar von Comment0815
16.01.2016, 17:41

Was ist z.B. Geschichte? Geschichte beruht auch auf belegbaren Fakten. Es ist ja schließlich eine Geisteswissenschaft.

Mir persönlich sind die Naturwissenschaften zwar auch lieber, aber man muss trotzdem neidlos anerkennen, dass Geisteswissenschaften (größtenteils) wissenschaftlich akkurat arbeiten.

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Kommentar von Ahzmandius
16.01.2016, 17:49

Mathematik ist kein Naturgesetz. Mathematik ist viel eher die Sprache, in der die Naturgesetze beschrieben werden.

Mathematik beruht auf Axiomen und Defintionen.

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Kommentar von dompfeifer
16.01.2016, 18:53

Auf welchen Fakten sollte die Mathematik beruhen? Mathematik ist eine entwickelte Kultur zur quantitativen und formalen Beschreibung. 

Geisteswissenschaften und Sozialwissenschaften stützen sich durchaus auch auf Fakten (v.a. im empirischen Bereich), folgen aber in der Theorienbildung opportunistisch dem ideologischen Zeitgeist im Namen der unverbindlichen "Meinungsfreiheit".

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Wie TheStone schon gesagt hat, gehört die Mathematik sehr wohl zu den Geisteswissenschaften. Sowohl was die Materie, mit der sie sich beschäftigt, als auch, was ihre geschichtliche Herkunft betrifft.

(Die Rechenkünste der Ägypter und Babylonier waren erstaunlich, jedoch rein pragmatisch auf Dinge wie kaufmännisches Rechnen, Landvermessung und Erbschaftsteilung bezogen und beruhten größtenteils auf empirisch gefundenen Verfahren. Unsere moderne, axiomatisch begründete und nach festgelegten Vorschriften verifizierte Mathematik geht auf ein Hobby einiger Griechen zurück.)

Allerdings gibt es etliche sehr enge Beziehungen zwischen Mathematik und Naturwissenschaften, allen voran die Physik, nicht nur, weil die Mathematik ein unverzichtbares Werkzeug ist, sondern weil auch vergleichbare Begabungen und Interessen erforderlich sind. Das dürfte der Grund sein, warum Mathematik und Physik an Universitäten oft zusammengefasst werden. (War dies die Zielrichtung deiner Frage, oder/und die Zusammenfassung zum mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich in Gymnasien?)

Weiter sind entscheidende Anstöße zur Entwicklung der Mathematik von den Naturwissenschaften gekommen. Auch wenn man in den Naturwissenschaften oft "einfach mal so getan hat, als könnte man das machen" (wie die Wurzel aus negativen Zahlen zu ziehen), so sieht die Mathematik es doch als eine ihrer Aufgabe an, diese Verfahren entweder auf ein solides axiomatisches Fundament zu stellen oder zu widerlegen, womit diese Dinge wieder zum Bereich der Mathematik und damit der Geisteswissenschaften gehören.

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Die Mathematik gehört zu den Geisteswissenschaften. Teile der Mathematik finden zwar Anwendung in diversen Naturwissenschaften, jedoch ist diese Anwendbarkeit weder notwendig noch irgendeine Art von Qualitätsmerkmal für die Mathematik.

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Kommentar von Raph101
17.01.2016, 10:20

Wenn die Anwendung nicht notwendig wäre wo wären wir dann heute? Wahrscheinlich noch im Mittelalter, wenn überhaupt. Mathematik spielt eine essenzielle Rolle in vielen Naturwissenschaften.

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Kommentar von Raph101
18.01.2016, 19:59

Also dort wo du notwendig geschrieben hast habe ich das auf die Verwendung der Mathematik in den Naturwissenschaften bezogen. Natürlich ist das jetzt auslegungssache wie man es versteht. Also in gewissem Sinne ist das jetzt einfach auslegungssache. :D

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Kommentar von Raph101
18.01.2016, 22:11

Tut mir leid das deine Aussage nicht eindeutig Bezug auf ein Wort nimmt. Das wird dir zwar kein Deutschlehrer übel nehmen aber es wird dir jeder bestätigen, dass es zu Verwechslungen kommen kann. Deutsche Sprache, schwere Sprache...

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Kommentar von Raph101
18.01.2016, 22:12

Egal lassen wir das. Habens ja nicht nötig uns über das zu streiten oder?

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Die Mathematik ist sozusagen die Sprache, mit der man naturwissenschaftliche Phänomene exakt beschreiben und diskutieren kann. 

Daher kann man die Wissenschaften in die exakten und die wortreichen unterteilen. Die exakten benutzen die Mathematik als Sprache, die wortreichen benutzen die um Fachwörter erweiterte Alltagssprache.

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Was Du mit der "Sonderstellung der Mathematik in den Naturwissenschaften" meinst, kann ich nicht nachvollziehen. Die Mathematik wird in den Naturwissenschaften eingesetzt, in den Sozialwissenschaften, den Wirtschaftswissenschaften, der Psychologie, der formalen Logik und in anderen Bereichen.

Die Mathematik ordnen wir den Kulturwissenschaften, ggfs. auch den "Formalwissenschaften" zu und damit im weiteren Sinne den Geisteswissenschaften

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Die Mathematik selbst ist zwar keine Naturwissenschaft, sie liefert aber mächtige Werkzeuge, die in der Naturwissenschaft Anwendung finden. Ohne diese Werkzeuge wären die Naturwissenschaften nicht das, was sie sind.

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Weil in den Naturwissenschaften alles Gesetzen folgt. Den Naturgesetzen. Diese lassen sich durch die Mathematik beschreiben.
Bei Geisteswissenschaften sind die Naturgesetze nicht zwingend relevant für den Bestand der Wissenschaft an sich.

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Kommentar von TheStone
16.01.2016, 19:57

Die Naturgesetze sind auch nicht relevant für die Mathematik.

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Kommentar von Raph101
17.01.2016, 09:57

Aber die Mathematik ist für unser Verständnis der Naturgesetze relevant. Anders als durch die Mathematik können wir sie nicht verstehen oder kennst du eine andere Möglichkeit die Naturgesetze zu beschreiben als durch Mathematik?

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Kommentar von Raph101
18.01.2016, 19:56

Habe ich das jemals behauptet? Ich habe nur gesagt die Naturgesetze lassen sich durch jene Mathematik beschreiben...;)

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