Warum hat die Feindschaft zwischen SPD und KPD den Aufstieg Hitlers begünstigt?

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10 Antworten

Hallo

Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht wurden als bekannte Gesichter der KPD von jemandem der SPD ermordet

nun ja Geschichte ist nicht so einfach, die Freikorps waren eher National(Nationalsozialistisch) und Noske so ziemlich der rechteste Flügel der SPD und eben preusisch mlitaristisch geprägt dazu geneigt undemokratisch durchzugreifen aber in dem Fall hat wohl der Schwanz mit dem Hund gewedelt... und die Nationalisten Ihre eigene Politik gemacht (Wie auch später bei anderen Atttentaten)

http://www.zeit.de/2009/04/P-Gietinger

Das Kernproblem war das es in der Politik der Weimarer Zeit zuvile Gruppen im Parlament gab die eigentlich die Demokratie abschaffen wollten und die Mehrzeiten/Koaliation der Demokraten weggeschmolzen sind. Es gab dann nur noch denn Kommuistischen Flügel der eine Räterepublik wollte und den rechten Flügel der denn Kaiser wieder wollte.

Ebert bzw die SPD hatte nach dem Krieg nun mal den schwarzen Peter gezogen und die Demokratie eingeführt und musste dann die linken und die rechten Truppen in Schach halten. Das Noske dann die "Rechten" Truppen bei den linken einmarschieren liess umd Zeit zu gewinnen und die Republik zu stabsilsieren war villeicht keine schlechte Idee zu einer Zeit wo nach dem Krieg die Gewalt noch in der Luft lag und die Polizei nicht exestierte.

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Die SPD war mal eine revolutionäre Partei, die sich den Sozialismus auf die Fahnen geschrieben und ein marxistisches Programm gegeben hatte. Ende des 19. Jahrhunderts tobte in der SPD der sogenannte Revisionismusstreit.

Als Revisionismus bezeichneten führende Theoretiker und Politiker der SPD ab 1899 Positionen ihrer innerparteilichen Gegner, die von deren bis dahin vereinbarten Zielen abwichen und deren Realisierung aufgaben. Hauptvertreter dieser Richtung war Eduard Bernstein, der den praktischen Teil des Erfurter Programms der SPD von 1891 verfasst hatte. Er trat nun mit der These hervor, dass die bisherige Ausrichtung auf Klassenkampf und Abschaffung des Kapitalismus durch die Realität überholt sei. Dieser habe sich als krisenfest und anpassungsfähig erwiesen, so dass die SPD nur im Rahmen der bestehenden Produktionsweise durch Sozialreformen Verbesserungen für die Arbeiter und eine allmähliche Angleichung des Lebensstandards erreichen könne (der Weg ist mir alles, das Ziel ist mir nichts).

Im Laufe der nächsten Jahre gewannen die Revisionisten in der SPD immer mehr Gewicht und Einfluss. Die SPD wurde zunehmend zu einer staatstragenden Partei und entfernte sich von ihren ursprüngllichen Zielen. Das gipfelte in der Zustimmung zu den Kriegskrediten 1914, womit die SPD de facto auch den Internationalismus aufgab. Rosa Luxemburg schrieb:

Noch nie, seit es eine Geschichte der Klassenkämpfe, seit es politische Parteien gibt, hat es eine Partei gegeben, die in dieser Weise, nach fünfzigjährigem unaufhörlichem Wachstum, nachdem sie sich eine Machtstellung ersten Ranges erobert, nachdem sie Millionen um sich geschart hatte, sich binnen vierundzwanzig Stunden so gänzlich als politischer Faktor in blauen Dunst aufgelöst hatte wie die deutsche Sozialdemokratie, … Am 4. August 1914 hat die deutsche Sozialdemokratie politisch abgedankt, und gleichzeitig ist die sozialistische Internationale zusammengebrochen.

Es entfaltete sich ein immer stärkerer Widerstand gegen den Krieg, der vornehmlich von Linken und Zentristen (innerhalb der SPD) getragen wurde. Anfang 1917 wurden die um die „Sozialdemokratische Arbeitsgemeinschaft“ und die Linken gruppierte Opposition aus der SPD ausgeschlossen. Im April 1917 gründete diese Opposition dann die USPD, mit dem am 1.1.1916 gegründeten Spartakusbund als linken Flügel.

Vor dem Hintergrund der siegreichen Oktoberrevolution in Russland wollte die SPD eine ähnliche Entwicklung in Deutschland um jeden Preis vermeiden. Sie wollte die alten Eliten des Kaiserreiches an der Macht belassen und mit ihnen gemeinsam regieren, mit der SPD als führende bürgerlich-parlamentarische Kraft. So trat beispielsweise Friedrich Ebert in die Berliner Streikleitung bei den Januarstreiks (1918) ein, um diese zu schwächen und erreichte ein vorzeitiges Streikende. Sozialdemokraten beteiligten sich auch der Reichsregierung unter Max von Baden, um die alte Herrschaft zu retten und um die Revolution zu verhindern. Ebert wollte sogar die Monarchie erhalten, nur, unter einem neuen Regenten.

Trotzdem kam es am 3. November zum Kieler Matrosenaufstand. Gustav Noske (der, der später in Berlin Arbeiter zusammenschießen ließ) reiste nach Kiel und ließ sich von den unerfahrenen Matrosen zum Vorsitzenden des Soldatenrates wählen, um den Aufstand unter die Kontrolle der Reichsregierung zu bringen. Einige Tage später wurde er Gouverneur. Ihm gelang es, den Einfluss der Soldatenräte in Kiel zurückzudrängen. Die Ausweitung der Revolution auf Deutschland verhinderte er jedoch nicht.

Die gesamte Führung der SPD tat alles, um die Revolution zu bekämpfen und den Einfluss der Räte zurückzudrängen. Am 10. November 1918 kam es zu Geheimen Pakt der rechten SPD-Führung mit den reaktionärsten Kräften des alten Kaiserreiches, der Reichswehr (Ebert-Groener-Pakt). Parallel dazu kam es am 15. November 1918 zum Stinnes-Legien-Abkommen, zwischen den von der SPD dominierten Gewerkschaften und Vertretern der Großindustrie, um die Streiks zu beenden, die Enteignung der Produktionsmittel zu verhindern und den Einfluss der Räte auf die Wirtschaft zu marginalisieren.

Aus den Erfahrungen mit SPD und USPD gründeten die Linken am 1. Januar 1919 die KPD. Bereits zu diesem Zeitpunkt unterdrückte die SPD geführte Regierung, der mittlerweile die USPD nicht mehr angehörte, mit Gewalt die Revolution. Als der Polizeipräsident von Berlin, Emil Eichhorn (USPD) entlassen werden sollte, weil er sich weigerte, während der Weihnachtskrise 1918 auf demonstrierende Arbeiter schießen zu lassen, kam es zum Januaraufstand, der blutig niedergeschlagen wurde und in dessen Folge Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, unter ausdrücklicher Billigung der rechten SPD-Führung, ermordet wurden.

Dieser Verrat an der Revolution, die Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg und die diversen Gewaltexzesse gegen demonstrierende Arbeiter sind die Grundlage für:

Wer hat euch verraten? Sozialdemokraten!

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Kommentar von PeVau
29.08.2012, 20:49

In der Folgezeit während der Weimarer Republik stellte die SPD bis auf wenige Monate die stärkste Reichstagsfraktion und verfolgte ihre revisionistische Politik des „Dritten Weges“. 1921 nahm die SPD ein neues Parteiprogramm an, mit dem wesentliche marxistische Grundlagen des „Erfurter Programms“ aufgegeben wurden. Das war die endgültige Niederlage der Marxisten in der SPD.

Die KPD verstand sich wegen ihrer Erfahrungen von Beginn an als Gegensatz und Gegengewicht zur SPD. Sie wollte deren ursprüngliches Ziel, den Sozialismus, weiterverfolgen und damit den deutschen Arbeitern eine revolutionäre Alternative zum Bürgertum, zum angepassten Reformismus der SPD anbieten. Sie verstand sich als Massenpartei und wollte die sozialistische Räterepublik von der Betriebsebene aus verwirklichen, die durch die SPD und Gewerkschaftsführungen verhindert und durch die USPD nicht energisch genug angestrebt worden war. Mit dem Eintritt der Mehrheit der USPD-Mitglieder in die KPD Ende 1920 wurde die KPD zu Massenpartei.

Zuvor jedoch mobilisierte der Putschversuch von Wolfgang Kapp und Walther von Lüttwitz im Frühjahr 1920 noch einmal die Kräfte der Linken im ganzen Reich: Spontane Massenstreiks führten zum Generalstreik, dem sich freie Gewerkschaften, SPD, USPD und KPD anschlossen, um gemeinsam die Republik zu retten. Er führte zur Eroberung des Ruhrgebiets durch eine Rote Ruhrarmee. Doch sobald die rechtsnationalistischen Putschisten aufgegeben hatten und der Generalstreik beendet war, verbündete sich die SPD wieder mit den zuvor abtrünnigen Reichswehrverbänden und Freikorpseinheiten und ließ diese in das von den aufständischen Arbeitern besetzte Ruhrrevier einrücken. Bei den unter dem Namen Ruhraufstand bekannten bürgerkriegsähnlichen Kämpfen kamen etwa 2.000 Arbeiter und 372 konterrevolutionäre Soldaten ums Leben.

Angesichts des heraufziehenden Faschismus stellte sich immer wieder die Frage nach einer Einheitsfront zur Bekämpfung der faschistischen Gefahr. Zeitweilig kam das sogar auf unteren Ebenen zustande. Allerdings scheiterten entsprechende Angebote der KPD an die SPD durch die strikte Ablehnung der SPD-Führung.

Das lag allerdings nicht nur an der SPD-Führung, für die die Kommunisten zu bekämpfende Staatsfeinde waren, sondern auch an der nach Lenins Tod zunehmend stalinistischer werdenden KPD und ihrer bis 1935 vertretenen These vom „Sozialfaschismus“, der der SPD vorgeworfen wurde. Demnach sei die SPD eine Fraktion des Faschismus unter sozialistischer Maske, die im Interesse des Kapitals handele.

Vor diesem Hintergrund ist sowohl das Verbot des RFB (Roter Frontkämpfer Bund), als auch das ausbleibende Verbot der SA und anderer reaktionärer Verbände, durch den sozialdemokratischen Innenminister Carl Severing zu sehen, der im Mai 1929 den traditionellen Aufmarsch des RFB in Berlin verbieten und durch die Polizei zusammenschießen ließ (33 tote Arbeiter).

Eine vereingt handelnde Arbeiterschaft in einem Aktionsbündnis gegen den Faschismus hätte diesen wohl verhindern können. Allerdings ist das an den Haltungen von SPD und KPD gescheitert. Die Spaltung der Arbeiterbewegung hat den Faschismus aber nicht hervorgebracht. Das war der immer aggressiver werdende Kapitalismus und dessen Protagonisten.

Diese Antwort habe ich mir zum größten Teil von @exFlottiLotti ausgeborgt.

http://www.gutefrage.net/frage/entwicklung-der-eisernen-front#answer33727760

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Kommentar von osmond
29.08.2012, 22:40

DH, lgO

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Da andere deine Frage ja schon beantwortet haben, ein kleiner Hinweis: Die SPD oder Mitglieder der SPD hatten mit der Ermordung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts nichts zu tun, lediglich für die Niederschlagung der auf die Morde folgenden Unruhen durch Freikorps- und Reichswehreinheiten kann man die SPD bzw. den von ihr gestellten Reichswehrminister Gustav Noske verantwortlich machen.

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Kommentar von osmond
29.08.2012, 22:43

http://luxemburg-liebknecht-fonds.de/mordanroseundkarl.php Zitat: Die Ermordung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts wird meist als Tat einer anonymen Soldateska oder irgendwelcher Freikorpsoffiziere dargestellt. Das ist nicht mal die halbe Wahrheit. Es waren Regierungstruppen. Sie hat­ten den Auftrag, die „Novemberrevolution“ von 1918 zu zerschlagen. Auf­traggeber waren führende Kräfte der SPD. Die drei wichtigsten - Ebert, Noske und Scheidemann - hassten die Revolution „wie die Sünde“ (Ebert) und erstickten sie im Verein mit den militaristischen Kräften im Blut.

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KPD und NSDAP waren zwei der größten Parteien in den dreißiger Jahren im Reichstag; beide zusammen hatten eine Mehrheit im Reichstag. Wenn jetzt also ein Antrag zur Abwahl eines Ministers anstand, mit dem beide nicht leben konnten, wählten sie ihn mit ihrer gemeinsamen Mehrheit ab.

Da sie aber (bis auf die Ablehnung gemäßigter Regierungen) programmatisch nicht besonders viel gemein hatten, wählten sie jedoch nur alte Minister ab, ohne aber gemeinsam eine Mehrheit für neue Minister zu finden. So wurden u.a. auch SPD-Minister aus der Reichsregierung gewählt. So kam es dann zu den weiter unten beschrieben Präsidialkabinetten ohne parlamentarische Mehrheit.

Die SPD versuchte also einerseits, die KPD aus dem Parlament zu drängen; die KPD andererseits kämpfte gegen den ihrer Meinung nach zu starken Reformkurs der SPD. So kam man nicht auf einen Nenner, um gemeinsam die Nazis zu bekämpfen.

Andererseits war es auch so, dass KPD und SPD keinen gemeinsamen Kampf gegen die NSDAP führten, da sie ja verfeindet waren. Bei den in Weimar ja durchaus stattfindenden Straßenschlachten kämpften also nicht "Linke" wie SPDler und KPDler gemeinsam gegen die SA, sondern teilweise auch gegeneinander..

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Hallo! Lese hier viel Text, aber es geht auch kurz. Wenn sich 2 meiner Gegner streiten, bringt mir das immer einen Vorteil.

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1932....Die KPD stellte Thälmann als Kandidat auf und gab die Losung aus: "Wer Hindenburg wählt, wählt Hitler, wer Hitler wählt, wählt den Krieg!.Kurze Zeit später schlug er der SPD die „Antifaschistische Aktion“ als „Einheitsfront von unten“ (also ohne die SPD-Führung) gegen die Nationalsozialisten vor....kannst da weiter forschen..m.l.G.h

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Erstmal eine Richtigstellung. Da Du Dich schon sehr falsch über die Sachverhate informiert hast. Rosa und Karl waren nicht "von jemandem der SPD" ermordet worden, sondern von rechts orientierten ehemaligen Soldaten, sogenannten "Freikorps". Die SPD kooperierte nach dem Weltkrieg mit diesen Kreisen, geführt von den Generalen der Reichswehr, aber sie war nicht mit ihnen identisch.

Wenn die Stimmen, die zwei Parteien bei einer Wahl erzielen, in einer einzelnen gebündelt wären, hätte diese fiktive eine Partei doch mehr Stimmen, oder? Ist das denn so schwierig?

Wenn SPD und KPD zusammen gehalten hätten, und einen Reichspräsidentenkandidaten aufgestellt hätten, den die Wähler beider Parteien gewählt hätten, hätten sie vielleicht die Wahl gewonnen. Und es wären vielleicht nur die Wähler dieser beiden Parteien gewesen, sondern zusätzliche, die ins Nichtwählen oder zu anderen (sogar der NSDAP, denn auch die hatte Arbeiter als Wähler) gegangen waren, weil die beiden Arbeiterparteien in ihrer Zersplitterung nur Schwäche ausstrahlten.

Solche Initiativen gab es. So wollte eine Gruppe gebildeter und versöhnlicher Mitglieder aus beiden Parteien den Schriftsteller Heinrich Mann ("Der Untertan", "Der König Heinrich IV" ua) zum gemeinsamen Kandidaten aufstellen. Sie scheiterte jedoch eben so wie andere, weniger bekannt gewordene, an diesem dummen Hass der beiden Parteien, die aus derselben Wurzel kamen, gegeneinander.

Dieser Hass war verständlich angesichts des Blutes, das Kommunisten in der UdSSR unter Sozialdemokraten und das die SPD-Regierung in den Aufständen nach dem 1 Wk unter Kommunisten vergossen hatte, aber eben dumm und kurzsichtig. Wenn sie sich davon freigemacht hätten, hätten sie vielleicht bemerkt, dass Hitler die grössere Gefahr war als jeder von ihnen für den anderen.

Von dem dummen Hass ist abere sogar noch heute etwas lebendig, wenn Du Dich unter Linken umguckst, die angesichts des damaligen Streits sofort wissen, welcher von den beiden Lagern das gute und wer an HitIer "schuld" war.

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Hi, Liebknecht wollte die Republik ausrufen, SPD Scheidemann kam ihm um Stunden zuvor. Somit wurde 2x die Republik ausgerufen. Beim Novemberaufstand, Spartakusaufstand, Räterepubliken setzte SPD (Ebert, Noske, Scheidemann) Regierung reguläre Truppen und Freikorps ein, ließ die Spartakus Führer Liebknecht und Rosa Luxemburg ermorden (Kopfgeld der SPD Regierung auf beide. Die Revolution der KPD/USPD scheiterte. Seitdem gilt: wer hat uns verraten? Sozialdemokraten. Gruß Osmond http://www.bund-gegen-anpassung.com/flugblatt/luxemburg.htm Zitat: Und siehe da: Ihr einziger Satz genügte (so empfindlich ist das Lügenimperium!), um frischen Wind in dieses vorher so dumpf-verlogene Schmierenstück, die Moderatorin sichtlich aus der Fassung und einen Tag später die Ortsinquisitorin auf den Plan und in die Presse gegen uns zu bringen: Der nämlich, daß die SPD unmittelbar für die Ermordung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts verantwortlich ist, auf deren Kopf sie nach Zeugenaussagen ein Kopfgeld von 100.000,- Mark ausgesetzt hatte, und daß die SPD durch die Niederschlagung der Novemberrevolution und Förderung der Konterrevolution Hitler und den deutschen Faschismus überhaupt erst ermöglicht hat. Jetzt, wo wir etwas mehr Zeit haben, weil keine Moderatorengewalt dazwischenfunkt, fügen wir noch einen weiteren Satz hinzu: Die SPD war der Steigbügelhalter des Faschismus und deshalb noch verächtlicher und verkommener als dieser (der aus seinen finsteren Absichten ja nie einen Hehl gemacht hat) – das und nur das ist die Substanz der Sozialdemokratie und ihre »historische Mission«. Dieser Satz ist absolut richtig, von Wilhelm II. bis Bush junior.

Damit war der alleinige Zweck der Veranstaltung, die historische Wahrheit zu zerquasseln und umzulügen und vor allem, die Täter dieses welthistorisch so entscheidenden Verbrechens reinzuwaschen, zerplatzt wie eine Seifenblase; die propagandistischen Mundstücke dieser Täter, deren Hände keineswegs nur vom Blut Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts auf ewig dreckig sind, sondern von Kriegskrediten, zehntausend Berufsverboten bis zur heutigen Massenverelendung, hatten eine kleine, aber unangenehme Niederlage erlitten.

Die Tatsachen zum Thema des Abends selbst kann man in allen Einzelheiten ausgezeichnet in dem unten empfohlenen Buch nachlesen. Die Losung der kämpferischen Arbeiterbewegung, die sich so wohltuend vom gewöhnlich denkfaulen und wehleidigen Glotzenhockertum der Gegenwart unterscheidet, ist so aktuell wie bei Liebknechts und Luxemburgs Ermordung:

Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!

Wir fügen hinzu: SPD – nie wieder! Deshalb mit ihr nieder!

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Wenn die Linke einig gewesen wäre, hätte die NSDAP nicht den Wahlsieg errungen, den sie nun mal hatte. Dann wäre Hitler als Reichskanzler nicht in Frage gekommen.

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Kommentar von milkmixoreos
29.08.2012, 18:53

Sorry, ich bin noch nicht so weit in der Geschichte drin... deswegen kann ich das jetzt nicht so nachvollziehen

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SPD --> demokratisch, KPD nicht. Nach der Weltwirtschaftskrise hatten dann die antidemokratischen Parteien KPD und NSDAP die absolute Mehrheit im Parlament, was ohne die Spaltung nicht möglich gewesen wäre. Deshalb musste mit Präsidialkabinetten regiert werden. Hitler als Kanzler einzusetzen ging direkt daraus hervor, dass eine demokratische Regierung einfach nicht mehr aktionsfähig war. Das Zugeständnis, Hitler zum Kanzler zu ernennen, läuft daher in gewisser Weise auch auf die gemeinsame Parlamentsmehrheit mit der KPD und folglich die Abspaltung der KPD von der SPD zurück.

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Kommentar von PeVau
29.08.2012, 20:08

So ein Unsinn!

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Kommentar von GeneralAmnestie
29.08.2012, 20:47

Du kannst doch nicht die Spaltung dafür verantwortlich machen, dass die KPD zusammen mit der NSDAP Regierungen abgesetzt hat...

Was wäre passiert, wenn KPD und SPD eins gewesen wären? Dann hätten wsl. radikalere SPD-Abgeordnete für die Absetzung von Ministern mitgestimmt -> die "gemäßigteren" SPDler hätten sich das nicht gefallen lassen -> Spaltung.

Die Spaltung war doch aufgrund inhaltlicher Differenzen unausweichlich.

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Kommentar von derdorfbengel
29.08.2012, 21:24

gemeinsame Mehrheit der KPD und NSDAP?

Also koalierte HitIer mit den Kommunisten gegen Demokraten? War es auch ein kommunistischer SS-Chef, der die KZ kommandierte, in denen unschuldige und aufrechte Demokraten einsassen?

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