Warum hat die AfD aktuell einen Wählerzuwachs? besonders in Ostdeutschland?

11 Antworten

Zwar ist die AfDensierung und damit die xenophobische Flächendiskontierung kein rein ostdeutsches Sozialphänomen, nur hier liegen die kausalen Zusammenhänge noch enger verstrickt und verzirkelt in den politischen wie auch ökonomischen Verwerfungen aus der sog. Wendezeit – siehe hierzu Hans-Joachim Maaz „Der Gefühlsstau : Psychogramm einer Gesellschaft“, 2. Aufl., München, Beck Verlag, 2014 oder ebd. „Das gestürzte Volk oder die verunglückte Einheit“, Berlin, Argon Verlag, 1991). Zudem in gescheiterten, vulnerablen oder desillusionierten Nachwendebiografien sowie leider auch spezifische Verengungen auf die gesellschaftlichen und v.a. politische Zusammenhänge, da empirische und epistemologische „Eingänge“ für die ehemaligen DDR-Bürger im und für ein weitgehend ökonomisch konstruiertes „Ellenbogensystem“ fehlten. In einer Affektkanalisierung von Wut auf das Establishment; einer zu schlichten Explanation für komplexe Vorgänge, wo versucht wird über einfachste Antwortbilder einen mentalen "Häutungsprozess" zu generieren, wird ein „Schuldkonzept“ gesucht und in der Bedrohung des nationalen Abendlandes auch gefunden – ohne eine geeignete Reflektions- wie auch Erkentnissbasis, das nicht die Menschen die wegen Krieg und Islamismus fliehen, die eigentliche Bedrohung manifestieren, sondern global-ökonomisch fixierte Gesamtauflagen, die schon 2007/2008 dramatisch sichtbar wurden und sich wiederholen werden, die in ökologischen Katastrophen, in weltweiter Pauperisierung, in Artensterben, in immer größere Transgressions- und Fluchtbewegungen, in immer stärkeren Finanzfluktuationen (mit z.T. einem Geldvernichtungspotential das in die Billionen Euro Dimensionen abgleitet), in einer „Aushäutung“ staatlicher Monopolstellungen wie dem Vorsorgeprinzip (Exekutive), Regulationsprinzip (Legislative) und das Sanktionsprinzip (Judikative) , die unidirektional über wirtschaftliche Interessennetzwerke neu disponieren werden – und zwar in deren Interesse und nicht im Interesse irgendwelcher Staaten, Nationalökonomien oder deren Bevölkerung.

Leider werden diese Gesamterzeugungsverläufe nicht erkannt, sondern in einer schon vorzeitlich-anachronistisch anmutenden Art und Weise auf schmalste und total verengte Treibriemen gespannt und sich nostro-kollektiv im lauten Schreizurufen selbst bestätigt.
Wer so denkt und handelt wird die anstehenden globalen und hyperkomplexen Probleme nicht lösen – selbst wenn man alle Flüchtlinge und Migranten wieder abschieben würde, selbst dann nicht – hier träten langfristig sogar gegenteilige Effekte ein!

Ein weiterer Faktor ist sicher die allgemeine Politikverdrossenheit. Die AfD bietet den Bürgern eine Möglichkeit ihre Wut zum Ausdruck zu bringen. Es ist eben eine Protestpartei.

Ok danke für die Antwort :D ich bin leider nicht so politisch auf dem besten Stand :D und brauche das aktuelle Geschehen für einen Einstellubgstest bei der Polizei und Flüchtlingskrise ist wohl das größte Thema in der Prüfung

0

weil die alte volksparteine kein volkspartei mehr sind?

wenn es zu viele nicht wähler gibt dann dampft es im staate? und es kann geanu sowas kommen?

die frage ist ob man den ca 20% parteinen noch was glauben kann?

afd kann man auch wenig glauben? aber es könnte sein dass die csu eindlich eine bundespartei wird um der afd zu schaden?

wer z.b. sagt die renten sind sicher? und dabei frech lacht und selbst eine super pension bekommt ( kein einzelfall) da darf man sich nicht wundern?

wer bei den schächsten behinderte einsparungen macht und zu gleich maches macht wie s21 darf sich nicht wundern? die bahn gehört dem bund?

so gibt es viele beispiele. endlich sagen die viele wähler wahltag ist zahltag für die vergangenheit?

Was möchtest Du wissen?