Warum hat der Staat im 19. Jhd. Kinderarbeit zugelassen?

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9 Antworten

Kinderarbeit war immer normal und gang und gäbe. Die Entwicklung eines Staates, der sich in alle Bereiche einmischt, hat eigentlich erst im 17. Jahrhundert begonnen.

Siehe z.B.:

Kindheit in der Steinzeit

  • In der Jungsteinzeit haben Kinder wahrscheinlich
    vor allem eins getan: mitgearbeitet. Den Luxus, Kinder einfach nur spielen zu lassen,  konnten sich unsere Vorfahren vermutlich nicht leisten.


http://www.swr.de/steinzeit/html/Kinderleben.html

Im Mittelalter oder in der Antike wird es auch nicht anders gewesen sein.

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Kinderarbeit war eigentlich ganz natürlich bei den Bauern, und ist es teilweise immer noch. Das war aber kein Problem, denn die Kinder wurden nicht ausgebeutet, die haben halt mitgeholfen so wie heute die Kinder im Haushalt mithelfen, und die Kinder mussten nicht in die Schule gehen (was ja eigentlich auch Kinderarbeit ist).

Bei der Industrialisierung wurde es aber immer schlimmer. Der Unterschied zwischen Arm und Reich wurde immer größer (auch weil die Maschinen viele Arbeiten verrichteten), damit die Arbeitsbelastung der Kinder. Und sie arbeiteten für Fremde, wurden ausgebeutet ohne Rücksicht. Das führte zu Krankheiten usw.

Als dann so viele Jugendliche schon körperlich geschädigt wurden, das die Soldaten nicht mehr so gut kämpfen konnten, hat Bismark Arbeitsschutzgesetze erlassen, z.B. auch Kindergärten verordnet. Wenn auch widerwillig (er hatte z.B. Angst, das dort sozialistisches Gedankengut verbreitet wird).

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das hatte eher damit zu tun das die familien sonst verhungert wären. zu der zeit musste man arbeiten um zu überleben. es kam noch kein alg2

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Nein, aber in der Zeit hat sich der Staat oftmals keine Gedanken um Arbeitsschutzgesetze gemacht. Das betraf nicht nur Kinder, auch andere Arbeitnehmer besaßen keinerlei gesetzlichen Schutz. Für die Arbeitgeber waren Kinder genau wie Frauen billige Arbeitskräfte, die viel günstiger waren, als die männlichen Arbeitskräfte.

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Hallo,

Ich demke das hat eher damit zu tun das die Kinder meist die einzige Einnahmequelle der Familie gewesen sind. Wären sie nicht arbeiten gegangen , wäre die Familie verhungert ..

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Die Kinder mussten mithelfen, damit die Familie genug Geld und Nahrung hat und alle versorgt werden konnten. Das war ganz normal, immerhin gab es weder Kindergeld noch Rente. In einigen Ländern ist das noch heute so.

Gerade in Krisenzeiten waren die Steuern zum Teil sehr hoch und die ärmere Bevölkerung hatte kaum noch was zum leben, aber auch wenn es besser stand wirtschaftlich mussten Kinder mithelfen.

Nur die reichen Familien konnten es sich leisten auf die zusätzliche Arbeitskraft zu verzichten.

Sogar meine Oma musst damals nach der Schule auf dem Gutshof, wo ihre Eltern angestellt waren, mitarbeiten und das war Anfang des 20. Jahrhunderts. Da sie ein Mädchen war, haben ihre Eltern sie auch nur auf die Grundschule geschickt, danach musste sie bis zum Krieg komplett mithelfen. (im Krieg und später auf der Fluch war dann eh alles anders) 

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Kinder wurden in vorigen Zeiten nicht als so schützenswerte Wesen angesehen wie heute. Kinder wurden geboren und viele starben früh. Reiche Leute gaben sie zu Ammen und wenn sie ein gewisses Alter hatten in fremde Haushalte.

Die ganze Einstellung Kindern gegenüber war eine andere als heute. Zudem gab es immer schon Kinderarbeit. Auf dem Feld wurden sie gebraucht, in Manufakturen, etc..

Von daher hat er Staat nicht in etwas eingegriffen, was als normal angesehen wurde. Dass Kinder beschützt werden müssen, ist erst eine "Erfindung" der neueren Zeit.

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Zu der Zeit war Deutschland noch feudalistisch und monarchistisch und fest in der Hand des politischen Konservatismus, also der deutschen Rechten, also den Vorläufern der heutigen AfD.


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Kommentar von martinzuhause
03.05.2016, 10:26

zu der zeit gab es weder die AFD noch rechte vllt solltest du dich mal erkundigen welcher zeitraum denn das 19.JH umfasst

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Nun, das hatte folgende Gründe:

1. eine Familie konnte so ohne staatlicher Unterstützung trotzdem überleben

2. die Fabrikanten und Großgrundbesitzer waren an den billigsten Arbeitskräften interessiert

3. Kinderhände sind meist geschickter als die der Erwachsenen

4. Kinder waren noch gehorsamer als Erwachsene, daher noch attraktiver als diese

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