Warum hat Angela Merkel trotz der KZs in China dem handelsabkommen zugestimmt?

5 Antworten

Sowas nennt man Realpolitik,

mit der selben Argumentaion könnte man auch Urlaub in Ägypten verbeiten, was auch keine demokratischese Land ist.

Irgendwelche Sanktionen das trifft immer nur die ärmsten der Armen.

Weil Europa und vor allem Deutschland mit zweierlei Maß misst.

solange man einen Nutzen daraus ziehen kann, ist es egal ob Menschenrechte verletzt, Klimaziele nicht eingehalten oder massenmorde durchgeführ werden.

Heuchlerei mehr nicht

Weil sich mit der Durchsetzung von Menschenrechten kein Geld verdienen lässt. Und weil zu viele Deutsche und Europäer:innen dem gegenüber gleichgültig sind: Wenn ein integres Vorgehen gegen Chinas Menschenrechtsverletzungen eine Voraussetzung für die Wiederwahl der CDU wäre, würde Merkel zweimal nachdenken, bevor sie so einem Abkommen zustimmt.

P.S. Es ist auch fraglich, ob es funktionieren würde, das Freihandelsabkommen an die Bedingung zu knüpfen, die KZs zu schließen. China kann niemandem versprechen, KZs dicht zu machen, die es offiziell gar nicht gibt, denn damit würden sie ja deren Existenz eingestehen.

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Damit wir weiterhin verschiedene Produkte nicht hier produzieren müssen, weil jeder es ja auch Billig haben will. Kaufen>benutzen>wegschmeißen > Billigwarengesellschaft fördert den Umsatz und somit die Wirtschaft

Die BRD ist aber leider nicht in der Stellung, einen solchen politischen Druck auszuüben auf China.

China ist ein wirtschaftlicher und damit einhergehend auch ein politischer Koloss, von dem Deutschland bereits stark wirtschaftlich abhängig ist und sein wird. In dem Land wird viel von deutschen Unternehmen produziert, China ist der drittgrößte Handelspartner Deutschlands.

Trumps polemische Politik hat genauso wenig geleistet, um die menschenunwürdigen Zustände und Verbrechen gegen die uigurischen Chinesen zu beenden. Das Problem liegt in der außenpolitischen Anarchie: Es gibt keine oberste Instanz in der Außenpolitik, die in der Lage wäre, China dazu zu zwingen, diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu beenden. China wäre durch seine zentrale wirtschaftliche Stellung in der Lage, Sanktionen direkt mit schweren Sanktionen zu beantworten. Das musste der Westen bereits 1973 während der Ölkrise realisieren, als die arabischen OPEC Staaten wegen dem Jom-Kippur Krieg den Ölhahn für den Westen zudrehten.

LG

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Studium der Politikwissenschaften

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