Warum hast Du keinen Organspendeausweis?

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14 Antworten

Nachdem ich mich in den Kommentaren zu diesem Thema "ausgetobt" habe, hab ich mich doch entschlossen, hier noch einmal eine Antwort abzugeben. Ich für mich persönlich bin gegen eine Organspende, sowohl als Spender als auch als Empfänger. Das hat m. E. nichts mit Egoismus zu tun, wie es hier teilweise anklang. Ich setze mich beruflich und auch privat sehr für Menschen ein, gehöre zu denen, die inzwischen sehr viele Menschen vor dem Tod gerettet und auch wieder ins Leben zurück geholt haben. Auch in anderer Hinsicht bin ich vielfach für andere Menschen da, wenn sie mich brauchen. Aber zum obigen Thema habe ich folgenden Standpunkt: Ich möchte nicht irgendwann mit einem fremden Organ leben müssen. Wenn es soweit sein soll, dann möchte ich nicht, dass mit mir fremde Organe verbuddelt werden. Und ich wehre mich dagegen, ausgeschlachtet zu werden. Mein Körper soll schon komplett mit allen Innereien im Sarg liegen. Da mögen alle Daumen nach unten gehen, aber zu dieser, von mir sehr lange überlegten Entscheidung stehe ich.

Kein Daumen runter,obwohl ich anderer Meinung bin.Man soll die Entscheidung eines jeden Menschen akzeptieren.

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@krauthexe

Danke Dir, Krauthexe. Aber Du mal anderer Meinung als ich - sowas gibt es auch?????

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Das soll aber auch keineswegs heissen, dass meine derzeitige Entscheidung zu diesem Thema nicht änderbar ist. Es kann durchaus sein, dass ich irgendwann doch zu einer anderen Meinung komme, dass will ich nicht ausschließen.

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Jeder Mensch sollte selbst entscheiden, ob er ein Organ spenden möchte. Nur denke ich, vielen ist es egal. Mein Vorschlag mit dem 18. Lebensjahr sollte jeder Automatisch Spender sein, natürlich kann man Einspruch einlegen, sollte dann aber selbst für mindestens 10 Jahre keinen Anspruch auf ein Organ haben. Bei Eigenbedarf können es viele auf einmal mit Ihrem Gewissen vereinbaren. Auch denke ich der illegale Handel würde sich erübrigen.

Was den Eigenbedarf angeht, bin ich mit dir einer Meinung,denn dann wollen sie alle auch. Menschen die eine Organspende ablehnen sollten sich mal in einer Dialysestation umschauen,und sehen wieviele Menschen schon in jungen Jahren sterben müssen nur weil die Mehrheit ihre Organe nicht den schwächsten zur Verfügung stellen wollen.Ich weiß wovon ich rede,denn ich kann mich glücklich schätzen noch vor dem Spendenskandal eine Niere bekommen zu haben.

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Hallo,

ich denke, das liegt weniger an der fehlenden Bereitschaft, sondern an der mangelnden Information. So ist das Thema "Organspend"e immer noch bei vielen Menschen unbekannt, trotz diverser Aufklärungskampagnen. Wenn dann doch, gibt es womöglich Unsicherheiten. So mancher mag sich beispielsweise fragen, ob man nicht versehentlich zum Organspender wird, obwohl man vielleicht noch gar nicht "richtig tot" ist. Andere befürchten, dass der Organhandel so weit führt, dass die Interessen hier über dem Interesse der Lebenserhaltung steht. Zwar gibt es klare Regelungen, auch vor dem Hintergrund des Transplantationsgesetzes, aber Unsicherheiten führen auch dazu, dass eine Entscheidung aufgeschoben wird oder erst gar nicht fällt. Vergessen darf man auch nicht, dass es unter Umständen auch religiöse Gründe gibt, die gegen eine Organspende sprechen. Übrigens: ich selbst habe seit mittlerweile mehr als zehn Jahren einen Organspendeausweis in meiner Tasche.

Ich habe mich so lange mit den Modalitäten für eine Organspende beschäftigt, bis ich genügend Vertrauen hatte, daß ich nicht "ausgeschlachtet" oder als Ersatzteillager mißbraucht werde. Seither habe ich einen Organspenderausweis und hoffe, wenn ich durch einen Unfall etc. sterben muß, anderen noch "ein zweites Leben" schenken zu können. Es wird immer mehr Wartende als Spender geben, so daß m. E. jeder - also auch der, der eine Organspende aus was auch immer für Gründen für sich ablehnt -, nach seiner Fasson selig werden kann.

Ich habe keinen Organspendeausweis. Ich kann nicht sagen, ob die Medizin hier zu weit geht, da der Mensch in vielerlei Hinsicht zu weit geht und es Krankheiten auftreten, die es so vielleicht nicht gäbe. Dieses ganze Thema ist für mich noch mit sehr viel Unsicherheit und Zweifeln belegt bzgl "richtig" oder "falsch". Ich gehöre auch zu denen, die Angst davor haben, dass ich vielleicht im Koma liege und noch alles mitbekomme und einfach die Geräte abgeschaltet werden, weil man mein Herz/Niere/etc. haben möchte. Ich kann mir sogar vorstellen, dass es Menschen gibt, die andere mit gesunden Organen wegen des Organs töten, denn für Geld wird viel gemacht.

Aber schlussendlich und hauptsächlich muss ich mich noch mit dem Thema "Tod" auseinandersetzen, ich bin damit noch lange nicht im Reinen. Und werde wahrscheinlich erst lebensfroh leben können, wenn ich dazu eine klare Haltung habe, ihn verstehe und/oder akzeptieren kann.

Deine Zweifel kann ich sehr gut nachvollziehen - es ging mir lange Zeit ähnlich.

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Ich habe keinen Ausweis, aber meine Familie weiß, daß ich zur Organspende bereit bin. Vielleicht ist es mangelnde Aufklärung, aber ich habe immer noch die Angst im Hinterkopf, daß man sich doch nicht so sehr anstrengt, wenn der Patient auf dem OP-Tisch Organspender ist. Daher Organspende ja, Organspenderausweis nein. Aber meinen Blutspendeausweis führe ich mit mir mit, bin auch für die Anzahl der Spenden (25) schon geehrt worden.

Das ist halbherzig, schiebt die Verantwortung auf die Angehörigen und dauert oft zu lange, um noch wirklich zu nützen. Ich kann verstehen, wenn Du wegen Deiner Befürchtungen eine Organspende ablehnst. Aber wenn Du keinen Organspenderausweis hast, werden Deine Angehörigen gefragt und müssen sich mit denselben Fragen wie Du - aber unter immensem Zeitdruck - herumschlagen. Das finde ich unfair.

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Ja, ich habe natürlich einen. Es wäre auch kaum nachzuvollziehen, wenn ich meinen Organe mal nicht mehr brauche, sie einfach nutzlois verrotten zu lassen, wenn gleichzeitig unzählige Menschen mit dem Tode ringen oder lebenslang mit schweren Beeinträchtigungen (z.B. Dialyse) leben müßten.
Ich bezweifle auch stark, dass alle Nichtspender "anstandshalber" bei eignenem Bedarf auf ein fremdes Organ verzichten würde.

Wenn ich gebe, kann ich fordern. Wenn ich Nichts gebe, habe ich kein Recht zu fordern. So sehe ich das, und dazu stehe ich.

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@gri1su

Wenn Dich ein Hungernder um Essen bittet, welches Du übrig hast, würdest Du es lieber in den Müll werfen, weil Du an seiner Stelle lieber verhungerst, als das Essen von einem Fremden zu nehmen!? Hab ich Deinen Kommentar so richtig interpretiert?

In dem Zusammenhang muss ich an Deine Frage vom 26. März denken: "Warum sind die Menschen eigentlich so egoistisch geworden?". Ich will tatsächlich niemanden zu etwas zwingen, aber ich würde bestimmte Standpunkte und Gedankengänge einfach gern verstehen ...

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@gri1su

Grisu, ein Nichtspender kann aber auf anderen Gebieten u.U. mehr geben, als ein anderer dort zu geben bereit wäre. Ein Mensch mag seine Organe nicht geben können oder wollen, kann sich aber z.B. aufopfernd der Pflege einer behinderten Person hingeben. Geben und Nehmen beschränken sich seltenst auf denselben Bereich und sind auch schwer aufzuwiegen. Ich möchte den sehen, der darüber richten kann.

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@WildeFee

WildeFee, da gebe ich Dir vollkommen Recht. Genau so wird es ja auch von mir gemacht, ich bin gegen eine Organspende, opfer mich aber dafür für andere Menschen (beruflich und privat) auf. Und insoweit, lieber Kai, ist damit wohl auch Dein Kommentar widerlegt. Es hat m. E. nichts mit Egoismus zu tun, wenn ich -aus welchen Gründen auch immer- nicht zu einer Organspende bereit bin. Mein Kommentar bezog und bezieht sich auschließlich auf dieses Thema, und dazu stehe ich. Im Übrigen: Ich bin relativ alt und noch gesund. Sollte es einmal anders kommen, möchte ich mich gar nicht mit einem fremden Organ quälen müssen (seelisch, weil immer die Gedanken an den Spender da wären, körperlich, weil vielleicht erfolglos, ständig Medikamente, usw.) Wenn ich irgendwann mal im Sarg liege, soll es so sein, aber für mich bitte ohne fremdes Organ. Und ich wehre mich persönlich dagegen, mich einfach ausschlachten zu lassen. Ich glaube, den wenigsten ist bekannt, was bei einer Organspende alles entnommen werden kann... Ich denke, Jedem muss man eine persönliche Meinung und Entscheidung zubilligen, auch, ohne gleich im Widerspruch zu anderen Dingen zu stehen.

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@gri1su

Entnommen werden können: Bauchspeicheldrüse, Blutgefäße, Darm, Gehörknöchelchen, Haut, Herz, Herzklappen, Hornhaut der Augen, Knochengewebe, Knorpelgewebe, Leber, Lunge, Niere, Sehnen und Teile der Hirnhaut.

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Ich würde in der Tat nicht "anstandshalber" verzichten, sondern aus den oben genannten Gründen.

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Ich bin mir nicht sicher, aber ich will keinen Spenderausweis. Ich möchte das auch nicht begründen, es ist meine Entscheidung. Sollte jemand aus meinem Umkreis einer Organspende bedürfen und ich könnte ihm helfen, würde ich es warscheinlich machen, aber so generell. Schließlich habe ich vor sehr alt zu werden. Und wenn ich eines Tages nur noch von Maschinen abhängig sein sollte, weiß meine Familie was sie machen sollen. Wenn ich tot bin ist mir sowieso alles egal.

Ich habe einen Organspendeausweis und bin dafür das, das Gesetz geändert wird und man einer Organspende ausdrücklich wiedersprechen muß. Hatte selber schon einen schweren Unfall mit Bluttransfusion und habe da gesehen wie wichtig es ist das Menschen bereit sind Blut oder Organe zu spenden

Blut spenden ist für mich ein ganz anderes Thema, eine andere Dimension. Damit wird nicht gehandelt, dafür wird nicht getötet. Blut spenden ist sogar reinigend für den Körper.

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@WildeFee

Glaube nicht das für die Organspene ein Mensch getötet wird. Sondern eher das er noch schwer kranken Menschen mit seinem Organen das Leben retten kann.

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@WildeFee

Mit Blut wird gehandelt und ist auf jeden Fall eine gewisse Art Ware geworden, die für Geld zu haben ist (siehe haema, etc.).

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@Patrick37

Für benötigte Organe wird auch getötet, ja. In unseren Breitengraden seltener als in der sog. 3. Welt, aber es kommt auch hier vor. schieflage.blogspot.com schreibt: "Es geht hier nicht um einige wenige Fälle, exotische Ausnahmen. Nein, das passiert im großen Stil und bislang trotz offiziellem Verbot unbehelligt von den chinesischen Behörden. Man kann sogar als Ausländer einfach bei einem chinesischen Krankenhaus vorstellig werden und bekommt die Lieferung frischer Organe gegen Bargeld jederzeit zugesichert. Es scheint so zu sein, dass China so auf Bestellung gezielt Hunderte wenn nicht Tausende von Häftlingen während der und durch die Organentnahme tötet." Und die Welt Online: http://www.welt.de/politik/article785229/Zwei_Kanadier_bezichtigen_China_des_Mordes.html Aber das gibt es alles auch in Europa schon, nur nicht in dem Umfang.

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Bei meiner Antwort werden jetzt viele Daumen nach unten gehen - aber das hindert mich nicht hier zu gestehen bewußt keinen Ausweis zu haben.
An mangelnder Aufklärung liegt es nicht - ich habe sehr lange im medizinischen Bereich gearbeitet und gesehen wie Leben um jeden Preis verlängert wird. Oft so, daß es für die Patienten nur noch Quälerei war und doch mit dem Tod endete.
Ich habe nur für mich persönlich entschieden, daß mir die Möglichkeiten der Medizin auf vielen Gebieten heute zu weit gehen. Irgendwo habe ich eine Grenze ziehen müssen.
Selbstverständlich würde ich mir auch kein Organ transplantieren lassen.
Das Leben ist endlich und nicht alles was medizinisch machbar ist, ist gut.

neee, von mir Daumen nach oben. Du sprichst mir aus der Seele, genau so denke ich auch (wohl auch, weil ich zu viel mit diesen Dingen zu tun hatte und zu viel Elend erleben mußte)

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Wenn ich das lese, frage ich mich, ob Du noch so "standhaft" bist, wenn Dein Kind, ein anderer enger Verwandter oder Freund dem Tod geweiht vor Dir liegt und durch eine Organspende ein relativ normales Leben führen könnte ...
Du kannst sicherlich für Dich entscheiden, nicht zu spenden. Aber ist es nicht anmaßend, eine Organtransplanation pauschal als Quälerei abzutun? Das kann doch jeder selbst für sich entscheiden, ob er sich diese "Qualerei" antun will. Der Empfang eines Organs ist meines Wissen eine freiwillige Entscheidung.

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@dock69

Ich habe auch einen Organspendeausweis,ganz bewusst.Ich stelle mir vor,dass damit Menschen geholfen wird,die sonst nicht überleben würden.Genauso stelle ich mir auch vor,wie es wäre,wenn meine Kinder oder mein Enkelchen ein Organ bräuchten und keiner würde Organe spenden.Schrecklich!

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@dock69

Du bringst da einiges durcheinander.
Nirgendwo wird Organtransplantation pauschal als Quälerei abgetan.
Und ich habe geschrieben, daß ich diese Entscheidung nur für mich persönlich getroffen habe. Mit welchem Recht sollte ich sie für andere treffen dürfen. Also bitte genau lesen.

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@Abigail

In Deinem Beitrag stand diese Passage: " ... oft so, daß es für die Patienten nur noch Quälerei war und doch mit dem Tod endete." Damit argumentierst Du doch gegen Organtransplantation oder was sollte mir/uns dieser Satz sagen? Na egal ... Das war nur eine rhetorische Frage. Wir müssen es nicht wirklich vertiefen. Im übrigen könnte man selbst Organspender sein ohne im Notfall ein Organ anzunehmen zu müssen ...

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Eine gute Begründung finde ich das nicht, weil Menschen auf der Empfengerliste leben wollen. Trotzdem habe ich nicht das Recht Dir den Daumen runter zu verpassrn, da ich selbst auch keinen Ausweis für Organspende besitze.

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@froscheee

Natürlich MUSS das jeder für sich und aus freien Stücken entscheiden.Warum hier Daumen nach unten gehen,wo jeder nur seine Meinung zum Ausdruck bringt,müssen wir mal wieder nicht verstehen.

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@krauthexe

@Krauthexe
Mein Kommentar war nicht auf Dich gemünzt, sondern für Kai. Ist an der falschen Stelle gelandet.

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Ich habe einen Ausweis. Viele Menschen sind bereit zu spenden, sind aber nicht bereit sich mit ihrem eigenen Tod und ihrer Unendlichkeit auseinander zu setzen. Es bleibt dann bei dem Willen es irgendwann zu tun, aber den Schritt, der dafür nötig ist, sich einen Ausweis zu besorgen, gehen sie nicht.

Ich habe einen.

Gründe dagegen könnten sein:

-religiös (Unversehrtheit des Körpers)

-Desinteresse (asoszial und kaum nachvollziehbar)

-Angst, dass dann vielleicht eher die Maschinen ausgeschaltet werden ("Schalte mal jetzt schon ab, oben wartet man auf ein so schönes Herz!")

Ich bin gegen Organspende !!! ---

Nicht umsonst muss jeder, der ein Organ gespendet bekommen hat, Medikamente für sein Immunsystem einnehmen, damit das Organ nicht abgestoßen wird. Das hat doch bestimmt einen tieferen Sinn. Gott hat bestimmt nicht gewollt, dass wir Organe verpflanzen.

Heutige Medizin hin oder her --- der Mensch sollte nicht in alle Bereiche eingreifen.

Ich jedenfalls lasse mir niemals ein fremdes Organ einsetzen, lieber nehme ich mein Schicksal an und sterbe, so wie es Gott gewollt hat.

Wie ich schon geschrieben habe, bin ich im Besitz eines Organspendeausweises. Ich finde aber auch, dass man anderslautende Einstellungen gerade zu diesem Thema respektieren muss. Jeder kann und soll selbst entscheiden; das ist auch gut so. Ich finde es nur nicht fair, dass hier womöglich deshalb "Daumen runter" geklickt wurde. Ich bewerte deine Antwort positiv.

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@pooky

"deshalb" bezieht sich darauf, dass andere einen Ausweis und deshalb ein "Daumen runter" kassiert haben.

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@pooky

@pooky
Du hast vollkommen Recht. das ist eine Entscheidung die jeder für sich treffen muß. Da kann es eigentlich keinen Grund zur negativen Bewertung geben.

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@pooky

Kann mir vorstellen, dass die Daumen runter hier gegeben werden, weil die Frage lautet: weshalb hast Du keinen Ausweis, die Antworter haben aber einen Ausweis ???

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@blumensonnen

Wenn man sich die Frage genau durchliest, dann wird man erkennen, dass nicht nur Leute gefragt wurden, die keinen Ausweis haben.

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@pooky

Hallo pooky,

und die Frage richtet sich doch an die menschen, die keinen Ausweis haben und an die Organspende-Verweigerer !!!

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@blumensonnen

Vielleicht ist die in der Überschrift gestellte Anfangsfrage an "Nicht-Organspenderausweis-Träger" gerichtet, aber in der Unterzeile steht die weitere Frage: "...warum haben so viele keinen Ausweis, obwohl die Bereitschaft doch prinzipiell da ist?" Offen formuliert, daher habe ich mich auch angesprochen gefühlt. Und ich finde es gut, dass es hier eine mehr oder weniger hitzige Diskussion über das Thema gibt. Ich wiederhole mich, aber ich finde, dass jeder selbst entscheiden sollte und deshalb sollte es auch solche Debatten geben.

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@blumensonnen

Die Frage ist ganz sicher an alle und nicht nur an Organspendeverweigerer gerichtet, da der prozentuale Anteil an Organspendeausweisträgern längst nicht so hoch ist, wie er laut Auskunft über eine freiwillige Abgabe von Organen nach der Feststellung des Todes(hier ist man ganz schnell auf dem Glatteis, bei der momentanen Rechtslage) von Befragten in Deutschland eigentlich sein müßte. Viele wollen aber keiner traut sich! Und das sollte hier mal näher dargestellt werden, jedoch sind hier viele gestreute aber auch die eine stetige Meinung, man würde im Besitz des Ausweises einfach der letzten notwendigen Maßnahmen der eigenen Lebenserhaltung beraubt im Spiel. Das finde ich sehr merkwürdig, würde man sich das Rechtssystem anschauen, so würde man wissen, daß drei Ärzte unabhängig voneinander das Recht mit den Füßen treten, um frühzeitig als Hirntod erklärt zu werden. Das große Problem ist wohl das scheinbare Desinteresse gepaart mit unbegründeten Ängsten man würde im Stich gelassen. Habe zu diesem Thema noch eine andere Frage hier eingestellt, in der es um die Rolle des Staates bei der Organspende geht. Ist für den ein oder anderen vielleicht auch ganz interessant.

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@Bert007

Hallo BERT007, habe Deine Frage eben anders interpretiert. Für mich war die Frage klar an Leute gerichtet, die keine Organspende wollen und aus diesem Grund keinen Ausweis haben. ---

Ich sah es als Gegenfrage eben zu Deiner ersten Frage, ob der Staat dies regeln sollte ....

Ist eben nicht immer einfach, alle Fragen auch so zu verstehen, wie der Fragende sie gemeint hat !!!

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Es gibt bestimmt eine Menge, das Gott nicht gewollt hätte, gäbe es ihn, so wie Du ihn Dir vorstellst. Gott hätte ganz sicher auch nicht all die qualvollen Tierversuche gewollt, damit wir für alle kleineren und größeren Malessen wirksame Medikamente bekommen... Das ist mir zu pauschal und auf Gott abgewälzt. Die Menschen nutzen halt die Werkzeuge, die sie bekommen bzw. erfinden. Wo da eine Grenze sein sollte, ist schwer zu sagen.

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@WildeFee

Gott läßt sich immer trefflich an den Haaren herbeiziehen, je nach dem wie man es braucht. Als Ungläubiger bin leider nicht bibelfest. Ist es so, dass alles was nicht in der Bibel ausdrücklich erlaubt ist, automatisch verboten oder von Gott nicht gewollt ist? Wenn man doch seine Nächsten lieben soll, könnte man das doch durch einen Organspende tun. Oder?

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@dock69

Ich glaube an Gott, NICHT an die Bibel. Und ich glaube an ein vorher bestimmtes Schicksal. Die Menschen, die Organe verpflanzen spielen GOTT. Um jeden Preis das Schicksal abwenden, dem Teufel die Seele verkaufen, sage ich.

Wir Menschen haben uns in die NATUR schon viel zu sehr eingemischt --- wir zerstören uns und diese Welt und achten nicht die Natur und ihre Gesetze --- dazu gehört auch, dass der Körper ein fremdes Organ normalerweise abstößt.

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@blumensonnen

Ok, Du schreibst aber, dass Gott bestimmt keine Organspende gewollt hätte. Woher weißt Du das? Hat er es Dir verraten?

Ooops ... und nun gleich wieder der große Rundumschlag mit der Weltzerstörungsnummer. Die von Gott geschaffenen Mensch taugen dann wohl nix. Das hat er sich dann ja selbst eingebrockt, oder wie? ;)

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@blumensonnen

Viele Krankheiten würden wir nicht überleben, wenn es keine Impfungen und kein Antibiotikum geben würde. Wir spielen immer Gott in solchen Momenten, mal mehr, mal weniger. Wo ist denn die Grenze? Ich stimme Dir zu, dass wir die Gesetze der Natur zu oft missachten, aber ich kann nicht andere dafür verurteilen, dass sie Organe spenden, wenn ich selbst bereit bin, kleinere Eingriffe machen zu lassen, um zu überleben. Ein künstliches Hüftgelenk ist auch nicht natürlich, obwohl da die Wahrscheinlichkeit gegen 0 geht, dass es abgestoßen wird. Eine Impfung ist auch ein Eingriff in die Natur und der Körper wehrt sich dagegen, aber wer will auf Impfungen verzichten? Deine Argumentation hinkt. Deine Entscheidung ist ansonsten Dir überlassen.

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@WildeFee

Ich spreche nur für mich !!! Und ich verurteile niemanden --- selbstverständlich kann jeder machen, WIE ER MAG !!! Es ist meine eigene Meinung --- ICH möchte keine Organe spenden und auch keine bekommen

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@dock69

Hallo KAI AUS BERLIN: natürlich hat Gott nicht mit mir gesprochen, weshalb ziehst Du meine Antwort ins Lächerliche? Was ist so schlimm daran, dass ich aus Glaubensgründen keine Organspenden möchte?

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@blumensonnen

Sorry, ich wollte Dir nicht wirklich zu nahe treten. Meine etwas provozierende Nachfrage richtete sich nicht gegen Deinen Glauben. Ich kann auch akzeptieren, wenn jemand, aus welchem Grund auch immer, keine Organe spenden möchte.
Jedoch hattest Du selbst auf den vermeintlichen Willen Gottes verwiesen. Dann sei nicht böse, wenn man das hinterfragt.

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@dock69

Ne Kai, bin nicht böse ..... war halt in meinen "falschen Hals" gerutscht, hihihi

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Ich denke auch, das wir Menschen uns in manchen Bereichen zu sehr in die Umwelt eingemischt haben. Trotzalledem ist Organspende wichtig. Wenn es einen selbst nicht betrifft, sind so Aussagen immer einfach. Wenn ich mir vorstelle das meine Tochter oder sonst wer in meiner näheren Umgebung ein neues Organ braucht, würde ich wohl kaum sagen:na dann stirb mal, der liebe Gott hat das halt so gewollt.

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Wie kommst Du dadrauf? Ich habe doch einen!

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